Quoten: „Der König der Kindsköpfe“ endet mau, Lidl-Doku im ZDF bärenstark

    Hitze-Specials gefragt, „In aller Freundschaft“ beim Gesamtpublikum spitze

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 20.07.2022, 09:55 Uhr

    „Der König der Kindsköpfe“: (v. l.) Guido Cantz, Oliver Pocher und Martin Rütter – Bild: RTL/Frank W. Hempel
    „Der König der Kindsköpfe“: (v. l.) Guido Cantz, Oliver Pocher und Martin Rütter

    Am gestrigen Dienstagabend endete die zweite Staffel von „Der König der Kindsköpfe“ bei RTL auf dem durchwachsenen Niveau der Vorwochen: 9,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen standen zu Buche, das waren immerhin 1,8 Punkte mehr als beim Tiefstwert vergangene Woche. Am bisher heißesten Tag des Jahres reichten dafür bereits 340.000 Zuschauer, die Gesamtreichweite betrug 1,13 Millionen. Ob dies jedoch für eine erneute Fortsetzung genügt, ist noch fraglich. Zu Beginn der Primetime hatte es ein viertelstündiges „RTL Aktuell Spezial“ zum Thema „Hitze in Europa – Deutschland schwitzt“ noch auf 11,4 Prozent in der Zielgruppe gebracht und insgesamt 1,59 Millionen informiert. „RTL Direkt“ kam in der Pause vom „König der Kindsköpfe“ um 22:30 Uhr auf 9,5 Prozent.

    Überraschend stark lief es in Mainz: Die „ZDFzeit“-Doku „Lidl: Die Insider“ verpasste mit 3,79 Millionen Gesamtzuschauern und 16,9 Prozent nur haarscharf den Tagessieg. Beim jungen Publikum war man hingegen angesichts weit überdurchschnittlicher 13,4 Prozent bei 570.000 glasklarer Marktführer. Auch die „frontal“-Dokumentation „Die Straße des Todes – Kriegsverbrechen in der Ukraine“ punktete hier im Anschluss und holte sehr gute 9,8 Prozent, musste sich insgesamt aber mit 2,02 Millionen und 8,9 Prozent begnügen. Für das „heute journal“ ging es schließlich wieder deutlich auf 3,02 Millionen (14,0 Prozent) nach oben. Bereits um 17:10 Uhr hatte das „ZDF spezial“ „Hitzewelle in Deutschland“ 2,66 Millionen Zuschauer angezogen und hervorragende 21,1 Prozent generiert.

    Im Ersten brachte ein „ARD extra“ nach der „Tagesschau“ um 20:30 Uhr insgesamt 3,42 Millionen Menschen (15,5 Prozent) diesbezüglich auf den neuesten Stand, während in der Zielgruppe 9,5 Prozent erreicht wurden. Eine Wiederholung von „Die Kanzlei“ unterhielt danach 3,19 Millionen bei 14,0 Prozent, ehe sich der Dauerbrenner „In aller Freundschaft“ mit 3,81 Millionen und tollen 17,0 Prozent die Krone aufsetzte. Bei den 14- bis 49-Jährigen verzeichneten beide Serien 6,0 und 7,8 Prozent. Die „Tagesthemen“ fielen um 22:30 Uhr hingegen auf 1,81 Millionen Zuseher ab drei Jahren und 11,3 Prozent zurück.

    Halbwegs solide lief auch ein 20-minütiges „Sat.1 Spezial“ zur Hitze, das immerhin 7,4 Prozent bei den Werberelevanten erzielte und von insgesamt 980.000 Menschen gesehen wurde. Nichts zu holen war im weiteren Verlauf für die US-Serien: Eine neue Folge von „Navy CIS: Hawaii“ blieb bei 6,8 Prozent hängen, die Mutterserie „Navy CIS“ fiel dann gar auf 5,7 Prozent zurück, steigerte sich um 22:30 Uhr aber wieder auf über sieben Prozent. Schwestersender ProSieben kam schon zu Beginn der Primetime mit der Rankingshow „Darüber staunt die Welt – Die krassesten Kollegen-Pannen“ nicht über dürftige 6,9 Prozent hinaus. Zu später Stunde gingen dann erneut zwei Folgen von „Frau Jordan stellt gleich“ baden, die bei äußerst schwachen 3,9 und 3,5 Prozent landeten.

    Obwohl man nur Konservenware anzubieten hatte, machte VOX seine Sache weitaus besser: „Hot oder Schrott“ schaffte zunächst bereits 8,3 Prozent und schwang sich später gar zu stolzen 11,5 Prozent in der Zielgruppe auf. Ähnlich der Quotenverlauf bei RTL Zwei: Eine Erstausstrahlung der Sozialdoku „Hartz und herzlich“ aus Trier-West kam zu Beginn des Abends auf unspektakuläre 5,7 Prozent, „Hartz und herzlich – Tag für Tag Rostock“ lag im Anschluss trotz Wiederholung bei erfreulichen 7,3 Prozent. Umgekehrt sah es derweil bei Kabel Eins aus, wo „Man of Steel“ um 20:15 Uhr noch gute 6,0 Prozent verbuchte, „Megamind“ nachfolgend jedoch mit 4,1 Prozent den Senderschnitt verfehlte.

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