„Eldorado KaDeWe“ und „Schneller als die Angst“: ARD-Serienhighlights zum Jahreswechsel

    Historische Miniserie an Weihnachten und Thriller-Mehrteiler an Neujahr

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 02.11.2021, 16:50 Uhr

    „Eldorado KaDeWe“: Joel Basman, Valerie Stoll, Lia von Blarer und Damian Thüne (v. l. n. r.) – Bild: ARD Degeto/RBB/Constantin/UFA/Dávid Lukács
    „Eldorado KaDeWe“: Joel Basman, Valerie Stoll, Lia von Blarer und Damian Thüne (v. l. n. r.)

    Vor mehr als zwei Jahren hat die ARD über die Pläne informiert, eine Miniserie über den wohl bekanntesten Einkaufstempel der Republik zu produzieren. Die Dreharbeiten zu „Eldorado KaDeWe – Jetzt ist unsere Zeit“ fanden erst diesen August in Budapest und Berlin statt – dafür folgt die Ausstrahlung nun umso schneller: Das Erste zeigt die sechsteilige historische Eventserie als diesjähriges Weihnachts-Highlight. Zum Jahreswechsel wird mit dem mehrteiligen Thriller „Schneller als die Angst“ eine weitere neue hochwertige Serie angekündigt.

    Eldorado KaDeWe – Jetzt ist unsere Zeit

    „Eldorado KaDeWe“ wird als packendes Serien-Epos beschrieben, über eine Freundschaft zwischen vier ungleichen jungen Menschen. Erzählt werden soll die über 100-jährige Geschichte des Luxuswarenhauses am Berliner Kurfürstendamm – und zwar aus der Perspektive von vier jungen Menschen mit konträren Meinungen und Möglichkeiten. Am 27. Dezember werden alle sechs je 45-minütigen Teile ab 20:15 Uhr am Stück zu sehen sein. Wer nicht so lange wach bleiben möchte: Die komplette Serie liegt schon ab Heiligabend für drei Monate in der ARD Mediathek bereit.

    Mit dem KaDeWe als Schauplatz, der die Sehnsüchte, Träume und Begierden von ganzen Generationen widerspiegelte, wird eine große Freundschafts- und Familiensaga erzählt, eine lesbische Liebesgeschichte gegen alle Widerstände und ein Statement zu unserer Gegenwart.

    In den „Roaring Twenties“ war Berlin von politischen Unruhen, Inflation und zunehmender politischer Radikalisierung geprägt, aber auch eine moderne Metropole, in deren pulsierendem Nachtleben Emanzipation, sexuelle Diversität und gesellschaftliche Utopien aufblühten. Mittendrin: Das weltberühmte Luxuskaufhaus KaDeWe am Wittenbergplatz, das von der jüdischen Unternehmerfamilie Jandorf gegründet wurde. An diesem besonderen Ort kreuzen sich die Lebenswege von Hedi, Fritzi, Harry und Georg.

    Alles beginnt mit einer magischen Begegnung zwischen Hedi (Valerie Stoll, „Parfum“), einer Verkäuferin in der Textilabteilung, und Fritzi (Lia von Blarer, „MaPa“), der Tochter des KaDeWe-Besitzers Adolf Jandorf. Ausgerechnet bei einem Überfall begegnen sie sich – und es ist die große Liebe auf den ersten Blick. Gegen alle gesellschaftlichen und familiären Widerstände beginnen die beiden ungleichen jungen Frauen eine leidenschaftliche Beziehung.

    Zeitgleich kämpft Fritzis älterer Bruder Harry (Joel Basman, „Krieg der Träume“), Kriegsheimkehrer, als neuer KaDeWe-Juniorchef um die Anerkennung seines Vaters – und gegen seine eigene Verzweiflung. Sein Vater setzt ihm den Prokuristen Georg (Damian Thüne, „Team 13 – Freundschaft zählt“) vor die Nase, der sich aus ärmlichen Verhältnissen in die Führungsetage des KaDeWe hochgearbeitet hat. Doch ausgerechnet Georg wird für das weitere Schicksal des Kaufhauses eine entscheidende Rolle spielen.

    Nach einer durchzechten Nacht legen die vier jungen Menschen einen Schwur ab: Sie werden ihre Chance aufs Glück niemals vorüberziehen lassen. Am Ende der bewegten 1920er Jahre steht neben der Existenz des KaDeWes jedoch auch die Freundschaft und Zukunft des „Kleeblatts“ auf dem Spiel.

    In weiteren Rollen spielen Bineta Hansen, Jörg Pose, Victoria Trauttmansdorff, Rüdiger Hentzschel, Tonio Schneider, Neele Buchholz, Martin Ontrop, Christine Grant, Martin Bruchmann, Oliver Polak und Lana Cooper mit.

    Regisseurin und Autorin Julia von Heinz („Hannas Reise“) inszenierte sämtliche Episoden und schrieb gemeinsam mit John Quester, Sabine Steyer-Violet und Oskar Sulowski die Drehbücher. „Eldorado KaDeWe“ ist eine Produktion von Constantin Television und UFA Fiction in Co-Produktion mit ARD Degeto und dem rbb für die ARD. Produziert wurde die Serie von Sarah Kirkegaard und Alicia Remirez, Executive Producer sind Oliver Berben und Benjamin Benedict.

    Schneller als die Angst

    André Haffner (Felix Klare) und Zielfahnderin Sonja „Sunny“ Becker (Friederike Becht) ARD Degeto/​MDR/​Stephan Rabold

    Mit einem packenden Thrillerstoff geht Das Erste ins neue Jahr. Ab dem 1. Januar 2022 wird um 21:45 Uhr der Mehrteiler „Schneller als die Angst“ gezeigt. Die Produktion wird als Vierteiler mit je 90 Minuten Laufzeit linear ausgestrahlt. In alternativer Schnittfassung kommt sie als sechsteilige Miniserie mit 45-minütigen Episoden am 31. Dezember 2021 auch in die ARD Mediathek.

    Friederike Becht („Parfum“) verkörpert die junge Zielfahnderin Sunny Becker, die die Jagd nach dem flüchtigen Frauenmörder André Haffner (Felix Klare) aufnimmt. Nachdem er auf spektakuläre Weise aus dem Maßregelvollzug fliehen konnte, beginnt er, ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit der jungen Ermittlerin zu treiben. Sunny setzt ihre ganze Energie darauf, den Flüchtigen dingfest zu machen. Unterstützt wird die Magdeburger Polizeibeamtin von ihren Kollegen Ralf Keller (Thomas Loibl, „Zeit der Helden“), Markus Fechner (Christoph Letkowski, „Nachtschicht“) und Jakub Svoboda (Oleg Tikhomirov, „Babylon Berlin“) und ihrem Partner Alex Reuter (Golo Euler, „Das Verschwinden“), mit dem sie auch zusammenlebt.

    Die taffe Kriminalhauptkommissarin vertraut ihren Mitstreitern allerdings längst nicht alles an. Außerdem pflegt sie ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Therapeutin Nora Belling (Sarah Bauerett, „Charité“), die mehr über Sunny weiß, als diese ahnt. Doch das werden nicht die einzigen Probleme für Sunny Becker sein, die mit der Fahndung nach dem Mörder den Mann stellen muss, der fest entschlossen ist, ihr Leben zu zerstören.

    „Schneller als die Angst“ basiert auf einer Originalidee der beiden Drehbuchautoren Klaus Arriens („Letzte Spur Berlin“) und Thomas Wilke („Notruf Hafenkante“), die Regie übernahm Florian Baxmeyer („Das Blut der Templer“). Die Serie ist eine Produktion der Rowboat Film- und Fernsehproduktion GmbH im Auftrag der ARD Degeto in Zusammenarbeit mit dem MDR für die ARD. Sie wird aktuell noch bis Mitte November in Magdeburg und Umgebung gedreht.

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