Deutscher Fernsehpreis 2018: Acht Nominierungen für „Babylon Berlin“

    „Charité“, „4 Blocks“, „Das Verschwinden“ und „jerks.“ im Rennen

    Deutscher Fernsehpreis 2018: Acht Nominierungen für "Babylon Berlin" – "Charité", "4 Blocks", "Das Verschwinden" und "jerks." im Rennen – Bild: Sky Deutschland/Frédéric Batier
    „Babylon Berlin“

    2016 kehrte „Der Deutsche Fernsehpreis“ runderneuert zurück, nachdem er 2014 in seiner bisherigen Form abgeschafft wurde. Anstelle einer Fernsehgala werden die besten und erfolgreichsten Produktionen eines Fernsehjahres lediglich bei einem Branchentreff gewürdigt, der nicht im Fernsehen übertragen wird. Daran wird sich voraussichtlich auch 2018 nichts ändern. Am 26. Januar werden die Trophäen im Kölner Palladium vergeben. Die Federführung der Ausrichtung übernimmt diesmal turnusgemäß Sat.1.

    Wie im vergangenen Jahr werden die Nominierungen nicht auf einen Schlag veröffentlicht, sondern häppchenweise. Heute wurden die Nominierten in den fiktionalen Preiskategorien bekannt gegeben, die von einer 14-köpfigen Fachjury unter der Leitung von TV-Spielfilm-Chefredakteur Lutz Carstens bestimmt wurden. Die Serienkategorie wurde aufgrund des gestiegenen Angebots diesmal aufgesplittet in eine Comedyserien-Kategorie und eine Dramaserien-Kategorie.

    Im Rennen sind unter anderem die Sky/ARD-Koproduktion „Babylon Berlin“, „4 Blocks“ von TNT Serie, der ARD-Überraschungserfolg „Charité“ und die ARD-Miniserie „Das Verschwinden“. Keine Spur dagegen von „Dark“ und „You Are Wanted“, den ersten deutschen Eigenproduktionen von Netflix und Amazon Prime – auch die dritte Staffel von „Club der roten Bänder“ sucht man in der Nominierungsliste vergeblich. Stattdessen sind im Comedybereich die erste maxdome-Serie „jerks.“, der RTL-Erfolg „Magda macht das schon!“ und die ZDFneo-Dramedy „Blaumacher“ nominiert. Um die Auszeichnung als bester Mehrteiler treten „Brüder“ (ARD), „Der gleiche Himmel“ (ZDF) und „Tod im Internat“ (ZDF) an.

    Insgesamt fällt auf, dass das Feld der Nominierten überschaubar ist und sich in diversen Kategorien aus den gleichen Produktionen zusammensetzt. So ist „Babylon Berlin“ in insgesamt acht Rubriken im Rennen, „4 Blocks“ erhielt sechs Nominierungen und „Das Verschwinden“ ist in fünf Kategorien dabei. Über die Gewinner entscheidet das Gremium wie bisher am Tag der Preisverleihung. Die Bekanntgabe der Nominierungen in den Kategorien „Unterhaltung“ und „Information“ folgt im Januar 2018.

    Die Nominierungen im Überblick:

    Beste Drama-Serie:
    – „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    – „Charité“ (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film)
    „Hindafing“ (BR/NEUESUPER)
    – „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    – „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)

    Beste Comedy-Serie:
    – „Blaumacher“ (ZDFneo/Dreamtool)
    – „jerks.“ (ProSieben/maxdome/Talpa Germany)
    – „Magda macht das schon!“ (RTL/Polyphon)

    Bester Fernsehfilm:
    – „Eine unerhörte Frau“ (ZDF/arte/Lailaps Pictures)
    „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)
    „Zuckersand“ (ARD/BR/ARD Degeto/MDR/Claussen + Putz/Wilma Film)

    Bester Mehrteiler:
    – „Brüder“ (ARD/SWR)
    – „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
    – „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion)

    Beste Schauspielerin:
    Liv Lisa Fries für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    Julia Jentsch für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    Anna Schudt für „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ (RTL/Zeitsprung Pictures)
    Nadja Uhl für „Tod im Internat“ (ZDF/TV60 Filmproduktion)
    Felicitas Woll für „Nackt. Das Netz vergisst nie“ (Sat.1/Westside/Meta Productions) und „Das Nebelhaus“ (Sat.1/Wiedemann & Berg)

    Bester Schauspieler:
    Maximilian Brückner für „Hindafing“ (BR/NEUESUPER) und „Zwischen Himmel und Hölle“ (ZDF/UFA Fiction/MIA Film)
    Edin Hasanovic für „Brüder“ (ARD/SWR)
    Peter Kurth für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    Kida Khodr Ramadan für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Tom Schilling für „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)

    Beste Regie:
    Marvin Kren für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Hans-Christian Schmid für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    Tom Tykwer, Henk Handloegten, Achim von Borries für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

    Bestes Buch:
    Hanno Hackfort, Richard Kropf, Bob Konrad für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Anne-Marie Keßel für „Nackt. Das Netz vergisst nie“ (Sat.1/Westside/Meta Productions)
    – Hans-Christian Schmid, Bernd Lange für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)

    Beste Kamera:
    Eeva Fleig für „Blaumacher“ (ZDFneo/Dreamtool)
    Frank Griebe, Bernd Fischer, Philipp Haberlandt für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    Judith Kaufmann für „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) und „Tatort: Amour fou“ (ARD/RBB/Real Film Berlin)

    Bester Schnitt:
    – Jan Hille, Lars Jordan für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
    Darius Simaifar für „Alarm für Cobra 11“ (RTL/action concept)
    Antje Zynga, Alexander Berner, Claus Wehlisch für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

    Beste Musik:
    Johnny Klimek, Tom Tykwer für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    The Notwist für „Das Verschwinden“ (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
    Stefan Will, Marco Dreckkötter für „4 Blocks“ (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)

    Beste Ausstattung:
    Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild), Uli Hanisch (Szenenbild) für „Babylon Berlin“ (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
    Bernd Lepel (Szenenbild) für „Charité“ (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film) und „Der gleiche Himmel“ (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
    Esther Walz (Kostümbild) für „Katharina Luther“ (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)

    19.12.2017, 11:38 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

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