Kommentare 1–10 von 32

  • am

    Wer in diesen Jahren aufgewachsen ist (und etliches davon durchlitten hat), weiß wie stimmig die Zeitreise der Kuhdammserie ist. Wer irgendwelche Kleinigkeiten meint bekritteln zu müssen, arbeitet sich am Falschen ab.
    • am

      Nun habe ich die 77-Staffel gesehen.
      Auch ich finde, dass sie das Niveau der anderen nicht erreicht hat. Aber im Laufe der drei Folgen hat sich mein Interesse gesteigert.
      Lindas Film hat mich zu Beginn sehr gestört. Warum hat Caterina nicht erzählt, wie das mit dem farbigen GI lief?
      Die Erzählrstränge waren mir zu wirr und manchmal nicht tiefgründig genug.
      Den Ausflug auf den Bauernhof fand ich deplatziert. Und die Rolle von Joachims Bruder war zu schmal und zu wenig aussagekräftig.
      Und warum nur hat man Freddy sterben lassen? Gerade in der Geschichte mit den Enteignungsansprüchen hätte er viel zu sagen gehabt. Oder wollte der Schauspieler nicht mehr?
      • am

        Schade, hatte mich auf die Staffel von Kudamm und den Schöllackfrauen gefreut. Aber diese Staffel hakte in vielen Bereichen und wirkte auf mich sehr konstruiert. Ich fand es sehr störend auf den Erzählfluss immer wieder diese Dreheinheiten von Linda einzubauen. Das kann man mal machen, aber nicht ständig. Wie gesagt, ich fand, daß dies sehr störend auf die Erzählung wirkte. Und auch, daß Linda die Tochter der alten Matriarchin ist ist mir nicht schlüssig. Ich kann mich nicht erinnern, daß Katerina durch einen anderen Mann schwanger war. Ist sie aus ihrer Ehe ausgebrochen und hatte etwas mit einem farbigen GI? Oder wurde sie gar vergewaltigt? Fragen über Fragen. Und das nur, um auch das 70er Jahre Thema Hass auf Farbige zu thematisieren. Alles in allem zu viele aufgegriffene Themen der 70er und nur angekratzt. Weniger wäre mehr gewesen. Ich war Teenager in den 70ern, rückwirkend schüttel ich heute den Kopf was damals alles noch nicht möglich war (Frauen bei der Polizei z.B.) So lange ist das doch noch gar nicht her. Alles in allem gefiel mir diese Staffel nicht. Und obwohl es Erzählstoff für eine weitere Staffel gäbe wünsche ich keine Fortsetzung.
        • am

          Mark
          Kann ich mich nur anschließen.
          Schade, vieles hat Fragen offen gelassen und wurde nur am Rande erwähnt.
          In dieser Form braucht es keine Fortsetzung.
          Die schauspielerische Leistung der Schöllack Frauen allerdings großartig👍👍
        • am

          So what, das mit den schauspielerischen Leistungen der Darsteller stimmt voll und ganz. Und war für mich der Grund bis zum Ende durchzuhalten.
        • (geb. 1953) am

          Ich stimme Mark zu. Die Dreharbeiten von Linda störten. Und viele offene Fragen
      • (geb. 2000) am

        Dieser Beitrag wurde redaktionell entfernt.
        • am

          Die Freude auf die neuen Folgen wurde mir eigentlich recht schnell genommen. Wenn es so weitergeht können die nicht an die ersten ranreichen.Da wurden zuviele Themen reingepresst, ganz besonders blöd diese Journalistin mit ihren Kameraaufnahmen und die Art des interwieven.Auch einzelne Szenen z.B.Tochter besucht schwulen Vater im Osten -unrealistisch so einfach wäre das gar nicht gegangen.
          Schade einzelne Szenen z.B.mit der tollen Discomusik und alle Mädels tanzten dazu, das war Kudamm wie man es kannte aus den alten Teilen.
          Mal schauen auf den zweiten Teil,aber bisher bei mir durchgefallen.Wirklich Schade.
          • (geb. 1968) am

            Ich habe mittlerweile alle Folgen von Ku' damm 56-77 gesehen.  Was ich in der letzten Staffel erschreckend fand, war die Tatsache, daß Monika so viele Verluste hinnehmen musste. Erst nimmt sich Joachim das Leben und dann  haben Freddy und Josi einen tödlichen Unfall. 
            Schade, daß es nur so am Rande erwähnt wurde. Und wir Josi gar nicht kennenlernen durften.


            Was ich allerdings unlogisch fand, war die Figur "Linda", die offensichtlich 1950 geboren wurde. Die drei Schöllack- Töchter sind " groß" und keiner bemerkt Caterinas Schwangerschaft? Oder wo war Caterina zu der Zeit? Und erst 1977 finden sie heraus, daß Linda eine weitere Schwester ist?
            • am

              Ich bin großer Fan der Kudamm-Serie. Die neue Staffel sehe ich aber erst im TV an. Der große Zeitsprung überrascht mich. Das andere kann ich erst beurteilen, wenn ich es gesehen habe.
              • (geb. 1963) am

                Kann das ganze gemecker nicht nachvollziehen. Ich bin ganz und gar nicht enttäuscht.

                Und dieses freddy Gejammer was soll das? Dreht sich nicht um Freddy sondern um catharina Schöllack und ihre Töchter, darauf ist die Serie aufgebaut nicht auf Freddy.
                Freddy ist nun mal tot. Punkt
                Ist wie im Leben eben

                Las euch doch auch mal auf was neues einlassen

                Anette Hess hat sich gute, logische und reale Storys der Mitte 70er Jahren ausgedacht.
                Weder unrealistisch noch billig.

                Der Geschmack der meckerer und die Beleidigungen mancher sind nicht zu verstehen

                Hoffentlich dauert die Fortsetzung nicht mehr so lange. Dann kämen wir in den 80er an

                Schluss jetzt mit dem gemecker.
                Seit einfach mal zufrieden als immer alles runterzuputzen
                • am

                  WARNUNG: Diese Bewertung enthält SPOILER zu „Ku’damm 77"


                  Ich liebe Ku’damm wirklich von Herzen. Für mich war diese
                  Reihe immer mehr als „nur“ eine deutsche Historienserie; sie war eine
                  emotionale Zeitreise, eine Familiengeschichte, die mich mitgerissen hat, weil
                  sie so echt wirkte. Gerade Ku’damm 63 hat mich tief getroffen: Die Konflikte
                  waren hart, aber nachvollziehbar. Die Figuren haben Fehler gemacht, verdrängt,
                  gelitten – und ich habe das alles so stark gefühlt. Dieser besondere
                  Ku’damm-Vibe – das Knirschen zwischen Tradition und Aufbruch, Schuld und
                  Sehnsucht, zwischen dem, was man sein will, und dem, was die Zeit einem erlaubt
                  – war für mich immer das Herz der Serie.

                  Und genau deshalb war meine Vorfreude auf Ku’damm 77 riesig.

                  Vorab: Die Schauspieler*innen waren großartig wie immer.
                  Wirklich eine fantastische Besetzung, puh, und genau das macht es für mich so
                  bitter, dass ich nach dem Schauen vor allem eines empfunden habe: Enttäuschung. Nicht, weil ich Veränderungen grundsätzlich ablehne. Natürlich dürfen sich
                  Figuren verändern und eine Serie weiterentwickeln, aber hier hatte ich das
                  Gefühl, die Story hat sich ein Stück weit selbst verloren.

                  Der Sprung von 1963 auf 1977 ist riesig – und das wäre
                  völlig okay, wenn man ihn erzählerisch sauber aufarbeitet. Stattdessen wirkt
                  es, als hätte man in diese 14 Jahre so viel Tragik und so viele Umbrüche
                  gepresst, dass ich als Zuschauerin emotional kaum hinterherkam. Ich saß da und
                  dachte:

                  Moment… was ist alles passiert? Wann ist das passiert? *Schock*

                  Am stärksten hat mich Monikas Geschichte irritiert. Dass Freddy
                  gestorben ist, ist schon tragisch genug – ich mochte ihn von Beginn an. Er
                  hatte etwas Warmes, Herzliches und Tiefes. Und er war als Holocaust-Überlebender ein Charakter, der so viel Potenzial gehabt hätte, weiterhin etwas
                  Bedeutendes in diese Geschichte zu bringen. Aber dann stirbt zusätzlich auch
                  noch Josefine, die gemeinsame Tochter von Monika und Joachim, ein Kind, das wir
                  nie kennenlernen durften.

                  Ganz ehrlich: Das ist so viel Verlust, so viel Trauma, so
                  viele Schicksalsschläge auf einmal. Und das Problem ist nicht mal nur die Menge,
                  sondern wie wenig davon emotional wirklich gelebt wird. Monika hat zwar Albträume.
                  Und ja, sie macht keine Musik mehr. Aber der Tod ihrer engsten Vertrauten und ihres
                  Kindes… der wird fast nebenbei behandelt, wie eine Information, die man abhakt.
                  Das wirkt auf mich doch ziemlich unrealistisch.

                  Nicht, weil Trauer/Verlust immer gleich aussehen muss, sondern weil
                  es hier wirkte, als wäre Josefine nicht wirklich Teil ihres inneren Lebens
                  gewesen. Es wird erwähnt, aber es lebt nicht in ihr. Und das hat mich richtig
                  gestört, weil Ku’damm sonst immer so gut darin war, das Unsichtbare sichtbar zu
                  machen: Scham, Schmerz, Angst, Verdrängung…

                   Stattdessen schien Monika fast nur noch für Dorlis
                  Tanzkarriere zu existieren, als wäre Dorli ihr einziger Lebensinhalt. Natürlich
                  können sich Menschen nach Verlusten an etwas klammern, dass Ihnen Sinn gibt,
                  doch bei Monika hat sich das für mich nicht stimmig angefühlt.


                  Dieser Doku-Charakter war für mich ein kompletter Stilbruch.
                  Ku’damm lebt davon, dass man eintaucht, dass die Welt in sich geschlossen ist
                  und irgendwie hat mich das eher rausgerissen, als dass es mir etwas gegeben
                  hätte. Ich verstehe, warum man das gemacht hat, und es ist sicher auch
                  Geschmackssache aber für mich hat es dem Ku’damm-Feeling eher geschadet.


                  Dass Linda die Tochter von Caterina ist, ist als Twist
                  erst mal nicht grundsätzlich schlecht. Ich finde, da steckt Potenzial drin. Was
                  mich aber gestört hat, war weniger die Idee an sich, sondern die fehlende
                  emotionale Aufarbeitung. Es wirkt wie ein Plot, der kurz für Drama sorgen soll,
                  die große Überraschung am Ende. Und auch hier wird es relativ emotionslos
                  abgehakt...:(

                  Generell hätte ich mir zum Thema Rassismus deutlich mehr
                  Tiefe gewünscht. Ja, es gab einzelne Szenen, aber insgesamt lag für mich ein
                  „Heile-Welt“-Filter über einer Zeit, die ganz sicher nicht heil war, zumindest nicht
                  für alle. Die Konflikte waren nicht spürbar genug. Jedenfalls nicht für mich.

                  Und dann dieser Moment mit Joachims totgeglaubtem Bruder,
                  der auftaucht… ganz ehrlich: Das war der Punkt, an dem ich innerlich
                  ausgestiegen bin. Das wirkte wie ein überdramatischer Soap-Kniff, den ich in
                  Ku’damm nie gebraucht hätte…


                  Dass Frederike Polizistin werden will, fand ich
                  grundsätzlich spannend. Frauen, die Grenzen sprengen, passen total in diese
                  Zeit. Aber genau deshalb hätte ich ihr Motiv so gern verstanden: Warum will sie
                  das? Was treibt sie? Was sucht sie? Kontrolle, Gerechtigkeit, Rebellion?
                  Vielleicht ist es mir entgangen, aber für mich wurde es nicht klar genug.

                  Gerade weil es damals nicht üblich war, hätte die Serie hier
                  so viel erzählen können. Ohne sauberes Motiv wirkt es jedoch eher wie eine
                  Entscheidung, die man ihr gegeben hat, statt wie etwas, das aus ihr herauswächst.
                  Trotzdem stark, dass sie es gewagt hat! Durch den ganzen Sexismus war es sehr
                  schwierig für sie.


                  Was mich außerdem richtig traurig gemacht hat: Dass Dorli
                  und Frederike scheinbar kaum Interesse daran haben, die Vergangenheit der
                  Tanzschule wirklich zu verstehen - dass diese Tanzschule einer jüdischen
                  Familie quasi enteignet wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass die Serie diesen
                  Punkt konsequenter aufnimmt: Schuld, Verantwortung, Nachwirkung. Aber auch das
                  wurde für mein Empfinden zu oberflächlich behandelt.


                  Trotz meiner Kritik gab es Dinge, die mich bewegt haben:

                  Die Idee, dass Eva nicht nach drei Jahren zurückkommt,
                  sondern fast vierzehn Jahre im Gefängnis war, war heftig und emotional stark.
                  Sie hat nicht nur ihren Platz in der Familie verloren, sondern auch in der
                  Gesellschaft. Mich hat es wirklich mitgenommen, wie sehr sie kämpfen musste, um
                  überhaupt wieder wie ein normaler Mensch behandelt zu werden, und wie wenig
                  Interesse ihr Umfeld an ihrer Geschichte zeigt.

                  Auch Caterinas Blick in ihre harte, schreckliche
                  Vergangenheit fand ich sehr gelungen. Es hat sie für mich greifbarer gemacht:
                  außen hart, kontrollierend, direkt. Dafür innen verletzlich, weich.

                  Und das Setting: Der 70er-Jahre-Vibe kam absolut rüber.
                  Optisch, atmosphärisch, in Details, man merkt die Mühe. Und ich mag
                  grundsätzlich den Ansatz, neue gesellschaftliche Themen stärker reinzuholen.


                  Mein Fazit

                  Ku’damm 77 hat mich an vielen Stellen leider nicht berührt wie die
                  Staffeln davor. Es fühlte sich an, als hätte die Serie ihre emotionale Logik
                  verloren und stattdessen auf zu viele Ereignisse, zu viele Twists, zu viele
                  Konstruktionen gesetzt... während der wirklich schweren Dinge (wie der Verlust
                  eines Kindes) nicht tief genug gelebt wurden.

                  Und manche Szenen – gerade mit Frederike – wirkten für mich fast wie bei einer Sitcom. Ja, das bringt Leichtigkeit, aber es trifft für mich
                  nicht den Ku’damm-Vibe. Ich glaube, man hätte das anders lösen können.
                  • am

                    Chapeau!!!!! 
                    Meine Gefühle, meine Meinung, meine Stimmung! 
                    KU'DAMM '56 und '59 sind und bleiben meine Highlights! 
                    Ich glaube, mehr hätte ich letztlich vielleicht doch nicht gebraucht... Man sollte aufhören, wenn es am Schönsten ist! ? Manchmal ist das so. 
                    Dafür hätte ich mir die ersten beiden Teile der Serie 56/59 doppelt so lange (minutenmäßig) vorstellen können oder gewünscht.
                    Aber mit dem Wünschen ist das halt so eine Sache...
                • am

                  Bin leider sehr enttäuscht von der neuen Staffel. Hatte mich so darauf gefreut, Freddy wieder zu sehen, aber sein Tod wurde nur am Rande erwähnt. Ich fand es zwar schade, dass Joachim sich umgebracht hat, aber ob er jetzt als sein Bruder wieder auferstehen musste? Naja
                  Am meisten hat mich aber diese ganze Filmerei genervt und jeder musste auch direkt in die Kamera sprechen.
                  Dennoch genial und großartig Claudia Michelsen und ihre Töchter👍
                  • (geb. 1963) am

                    @So what
                    Die Story dreht sich nicht nur um freddy und ist nicht auf freddy aufgebaut. Es geht um die schöllack Frauen nicht um freddy
                  • am

                    Wenn freddy der partner einer dieser frauen war fehlt beim Verlust schon eine Aufarbeitung. Und darum gehts, nicht dass freddy weg ist sondern die Art und Weise wie seine Frau damit umging und geht. Es scheint, dass die engen  Figuren aus ihrer Vergangenheit weg sind..na und?

                weiter

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