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Politische Talkshow, die im wöchentlichen Wechsel aus Magdeburg, Erfurt, Dresden und Leipzig kommt. Als „Bürgermoderatorin“ vertritt Ines Klein die Interessen der Zuschauer, die sich über Briefe, E-Mail sowie Straßenumfragen zum Thema der Woche äußern und den prominenten Talk-Gästen Fragen stellen können.
Wenn die Realität plötzlich komplizierter wird als die Talkshow
Gestern bei „Fakt ist!“ aus Magdeburg wurde wieder ausführlich darüber gesprochen, wie wichtig Integration, Empathie und ein gutes Miteinander im Gesundheitswesen sind. Alles richtig.
Interessant wird es allerdings bei den Details.
Eine der Politikerinnen ist selbst Krankenschwester. Da hätte ich mir tatsächlich einmal die Perspektive aus dem ganz normalen Stationsalltag gewünscht – nicht die aus dem politischen Lehrbuch.
Ich arbeite selbst als Krankenpfleger und erlebe tagtäglich, dass Integration im Krankenhaus eben nicht nur bedeutet, jemanden einzustellen und anschließend zu hoffen, dass es schon irgendwie funktioniert.
Sprache ist im Krankenhaus kein Luxus. Sie ist Patientensicherheit.
Wenn Pflegekräfte Anweisungen, Übergaben, Dokumentation oder Patienten nicht ausreichend verstehen beziehungsweise sich selbst nicht verständlich ausdrücken können, dann haben wir ein Problem. Und zwar völlig unabhängig davon, wo jemand geboren wurde.
Auch Pünktlichkeit ist keine „deutsche Spießigkeit“. Wenn eine Frühschicht um 6 Uhr beginnt, dann beginnt sie um 6 Uhr. Wenn jemand regelmäßig zu spät kommt, gar nicht erscheint und Kollegen erst einmal hinterhertelefonieren müssen, ist das kein kulturelles Missverständnis – das ist schlicht ein organisatorisches Problem.
Und ja: Ich habe solche Situationen erlebt. Mehr als einmal.
Genauso erlebt man Patienten, die skeptisch reagieren, wenn sie eine Pflegekraft sprachlich nicht richtig verstehen. Das kann man moralisch verurteilen. Man kann aber auch einmal fragen, warum diese Situation überhaupt entsteht.
Denn vielleicht liegt die Lösung nicht darin, jede Kritik an Migranten reflexartig als Diskriminierung abzutun.
Vielleicht wäre die bessere Frage:
Was machen wir eigentlich bei der Integration falsch, wenn Menschen in einem so anspruchsvollen Beruf arbeiten sollen, aber sprachlich noch nicht ausreichend vorbereitet sind?
Die Menschen selbst können dafür nicht zwangsläufig etwas. Aber ein System kann sehr wohl dafür verantwortlich sein, welche Voraussetzungen es schafft.
Deutsch lernen. Fachsprache beherrschen. Verbindlichkeit lernen. Pünktlichkeit. Kommunikation im Team. Umgang mit Patienten.
Das sind keine „deutschen Tugenden“, die man Migranten aus Prinzip aufzwingen möchte. Das sind grundlegende Anforderungen an einen Beruf, in dem es um Menschenleben geht.
Und genau darüber hätte ich gestern gerne mehr gehört.
Denn Integration bedeutet für mich nicht, Probleme nicht mehr benennen zu dürfen.
Integration bedeutet, Menschen so gut zu befähigen, dass sie diese Probleme irgendwann gar nicht mehr haben.
Aber wahrscheinlich ist das weniger bequem als eine schöne Diskussion darüber, wie tolerant wir doch alle sein sollten.
Die Realität auf einer Station im KH ist eben manchmal weni...
katinka1 am
Nehmt dieser Zander die Tiger weg! Diese Haltungsform ist unerträglich. Und dann werden sie auch noch zum Streicheln gezwungen. Ekelhaft, wie sich diese Frau auch noch als Opfer darstellt und Mitleid erzeugen will. Wo ist denn die Bundesbeauftragte für den Tierschutz? Von der Frau Breher hört man so gar nichts...
katinka1 am
Die Überheblichkeit des Herrn Müller und des Mannes von der IHK haben mich entsetzt. Ich habe in meinem Umfeld eine Bürgergeldempfängerin, die da schon lange drin ist aus gesundheitlichen Gründen. Die Krankheiten sind bestätigt, es geht da hauptsächlich um orthopädische Dinge. Trotzdem bekommt sie Stellenangebote des Jobcenters, die mit Stehen zu tun haben. Sie muss ja hingehen. Sie hat schon mehrfach geheult, wenn sie zurückkam, weil sie dort wegen ihres Bürgergeldbezuges massiv verbal angegangen wurde.
Die beiden Herren im Studio in priviligierten Stellungen denken sehr kurz. Viele offene Stellen. Ist jeder geeignet, in der Logistik zu arbeiten? Sind genügend Wohnungen da, wenn man dafür umziehen muss? Stellt wirklich jeder Arbeitgeber unvoreingenommen Bürgergeldempfänger ein? Auch im Falle von Asylbewerbern kann ich mir nicht vorstellen, dass jeder Chef erwägt, sie einzustellen.
Der wortgewaltige Herr Schulze war ja nicht anwesend. Als Ein-Euro-Jobs hier boomten, habe ich mich an die DDR erinnert gefühlt. Da war auch massenhaft Personal da, aber vor Ort fehlte die Arbeit. Und die Leute fragten sich, wie man sich jeden Tag die Zeit bis zum Feierabend vertreiben soll. Das kostet doch alles Geld. Zumindest muss Fahrgeld gezahlt werden. Woher hat der Herr Schulze das?
Übrigens: Übergewichtige kosten dem Gesundheitswesen auch viel Geld.
katinka1 am
Der Papst wäre gern nach Moskau gereist. aber Putin hat ihn nie eingeladen. Wäre Putin 1989 schon im Kreml gewesen, hätten uns die sowjetischen Panzer niedergewalzt. Bei dem Varwick tun mir die Ohren weh. Ohne Waffen von uns wäre die Ukraine längst von der Landkarte verschwunden. Und man hat Putin nie gedroht, dass er nicht weitergehen soll. Das halte ich für einen Fehler.
katinka1 am
Ich staune über die Naivität so vieler Leute. Trump lässt sich von Putin über den Tisch ziehen. Und er ist keinen Deut weiter gekommen auf dem Weg zum Frieden. Putin will eben nicht. Er sieht, dass er mit Gewalt seine Ziele erreicht. Wieso sollte er aufhören?