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Die Handlung der US-amerikanischen Thrillerserie „Dark Winds“ folgt den beiden Ermittlern Joe Leaphorn (Zahn McClarnon) und Jim Chee (Kiowa Gordon) der Navajo-Stammespolizei in den 1970er Jahren, die einen grausamen Doppelmord im Reservat im Südwesten der USA aufklären müssen. Ein Drogenschmuggel und das FBI erschweren zusätzlich die Ermittlungsarbeit. (Text: VT/ RF)
Alles beginnt mit einem spektakulären Raubüberfall maskierter Männer auf einen Geldtransporter in New Mexico. Dabei fließt viel Blut, zwei Wachmänner werden getötet. Die Räuber fliehen in einem Hubschrauber zu einem Reservat der Navajo. Dort versenken sie ihn in einem See, der zum Land des alten Hosteen Tso gehört. Drei Wochen später ist Tso tot, ebenso wie die Enkelin einer Medizinfrau, bei der er in Behandlung war. Beide Leichen werden im selben Zimmer eines Motels gefunden."Dark …
Aha, @cuka, jetzt kommt es raus. Habe mir fast sowas gedacht. Nicht gut, auch, dass du die Rolle von Franka Potente frühzeitig gespoilert hast. Die Administration sollte den gesamten Thread löschen.
Cuka (geb. 1972) am
Sorry vw761, das weiß ich gar nicht. Ich war in den letzten 3 Wochen in den Staaten und habe sie auf AMC+ im Original gekuckt. Gibt es die noch gar nicht mit deutscher Synchro?
vw761 (geb. 1969) am
@Cuka Seit Wann und Wo gibt es denn bereits die 4. Staffel mit dt. Synchro?
Cuka (geb. 1972) am
Na ja, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so recht, was ich als Resümee zu dieser neuen Staffel 4 sagen soll. Also außer: Huch, was ist denn da passiert? Die Grundidee - ein verschwundenes Navajo‑Mädchen, Ermittlungen, ein bisschen 70er‑Jahre‑Los‑Angeles‑Vibe - alles fein. Auch Franka Potente als deutsche Auftragskillerin Irene: völlig okay.Hätte man so lassen können.Hätte. Aber nein, die Serienmacher dachten sich wohl:“Leute, wir brauchen noch … mehr. Mehr Drama. Mehr Vergangenheit. Mehr Opa.“Und zack, steht da plötzlich Irenes Opa im Raum, der im Dritten Reich Sturmbannführer war und jetzt so dement ist, dass man jederzeit erwartet, er schreit gleich “Heil Hitler“ und hebt den Arm - nur um dann festzustellen, dass er eigentlich nur nach dem Pfleger ruft.Sympathisch ist er jedenfalls nicht. Überraschung. Natürlich färbt so ein Sturmbannführer‑Opa auch auf die Enkelin ab.Denn klar: “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ - Serienlogik 101.Also ist Irene nicht nur Killerin, sondern gleich Superkillerin, aggressiver als Opa und mit der Empathie eines Backsteins. Und dann kommt der Moment, in dem die Serie endgültig die Kurve in Richtung Telenovela‑Comic‑Crossover nimmt: Irene sieht Joe Leaphorn - und zack, feuchtes Höschen, Herzchen in den Augen. Mordlust macht anscheinend auch noch scharf.So sind sie halt, die Sturmbannführer‑Enkeltöchter: immer bereit, immer gefährlich, immer leicht erregt. Aber damit nicht genug:Ein verwirrter Opa in der Staffel reicht nicht - nein, wir brauchen noch einen zweiten Verwirrten. Also bekommt Polizeisergeant Jim Chee kurzerhand die Krankheit “Ghost Sickness“, inklusive Visionen, Schweißausbrüchen und dem vollen “Ich glaub, ich seh Gespenster“-Paket.Warum? Weil man’s kann. Und so rutscht die Serie langsam, aber sicher auf das Niveau eines Comics ab. Allerdings nicht eines guten, sondern eher eines Comicheftens, das man im Wartezimmer liegen lässt, damit es jemand anderes mitnimmt. Wer’s mag, soll’s schauen.Ich mag’s nicht.