unvollständige Folgenliste (alphabetisch) (Seite 13)

  • Die neue ORF-III-Produktion bittet prominente Österreicherinnen und Österreicher aus den verschiedensten Sparten vor die Kamera. Wo sind sie aufgewachsen, was hat sie bewegt, was waren ihre größten Herausforderungen? In dieser Folge erzählen die beiden Schauspiellegenden Erika Pluhar und Felix Dvorak aus ihrem bewegten Leben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Do. 26.10.2023 ORF III
  • Die ORF-III-Neuproduktion begibt sich auf Spurensuche nach den Anfängen des Alpinismus in Österreich. Berge sind Ehrfurcht einflößend, je nach Ansicht erhebend oder erdrückend. Sie sind Teil unserer kulturellen Tradition, und dienen als Herausforderung für Wagemut und Leistungsfähigkeit. Die Geschichte des Alpinismus ist jung. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die Berge von der Bevölkerung gemieden, heute sind sie für den Tourismus in den Alpen ein wesentlicher Faktor. Der Alpenverein als größte Organisation in Österreich, die sich dem Alpinismus und der Bergbegeisterung widmet, hat 600.000 Mitglieder. Der österreichische Alpenverein wurde 1862 als erster Bergsteigerverband des europäischen Festlands und damit als zweitältester der Welt nach dem britischen Alpine Club gegründet: Am 19. November 1862 fand im Grünen Saal in der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaft die Gründungsitzung statt. In Wien waren es die Brüder Emil und Otto Zsigmondy, die mit der selbständigen Erklimmung schwieriger Grade und Wände in den Ennstaler Alpen und in der Hochschwab Gruppe auf sich aufmerksam machten. In Innsbruck war es Carl Gsaller und der in Salzburg lebende Schulfreund von Gsaller Ludwig Purtscheller, die sich in Österreich mit ihren kühnen Bergfahrten in der Geschichte des Alpinismus verewigten. Kriege und Politik beeinflussten den Bergsport im 20. Jahrhundert. Der in Europa grassierende Antisemitismus machte sich auch im Alpenverein breit. Ein Arierparagraph wurde eingeführt. Gleichzeitig wurde körperliche Ertüchtigung und der Wagemut des Alpinismus von der nationalsozialistischen Propaganda verklärt und zur Tugend erhoben. Die Dokumentation von Stefan Sternad zeigt die Alpen im Wechselspiel zwischen der Leidenschaft der Bergsteiger und der Politik. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 10.12.2022 ORF III
  • „Der Krieg könnte zum Sargnagel für die Monarchie werden“, meinte der österreichische Generalstabchef Franz Conrad von Hötzendorf im Herbst 1914 im Gespräch mit Kaiser Franz Joseph. Er sollte Recht behalten. Die Dokumentation beleuchtet die ersten drei Kriegsjahre, von 1914 bis zum Tod Kaiser Franz Josephs im November 1916. Neben „machtpolitischer Flurbereinigung“ ging es bei diesem Krieg auch um die „Rettung des Abendlandes“, um einen Kampf zwischen West und Ost, zwischen Germanentum und Slawentum. Die als zeitlich und geographisch begrenzte Strafaktion gedachte Offensive gegen Serbien sollte sich zum bisher größten Massensterben der Menschheitsgeschichte entwickeln. Von Militärs und politischen Falken teilweise instrumentalisiert, gleichzeitig jedoch von der Notwendigkeit des Krieges selbst fest überzeugt, entfesselt ein damals 84-jähriger Monarch, gemeinsam mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II, eine Apokalypse. Eine Dokumentation von Andreas Novak (Text: ORF)
  • Hundert Jahre vergingen seit dem Ende des Ersten Weltkrieges – aber noch immer fällt es schwer, Ausmaß und Wahnsinn des Blutbads zu begreifen. Diese Folge behandelt die fünf Monate der großen Schlacht an der Somme, die verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkriegs überhaupt – eine Million Soldaten wurden getötet oder verwundet oder blieben vermisst. Allein am 1. Juli 1916 fielen 19.000 britische Soldaten, dazu wurden 36.000 verwundet. Letztlich ohne Ergebnis. Der Militärhistoriker Basil Liddell Hart: „Nichts weiter als dummes, massenweises gegenseitiges Abschlachten.“ (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 10.11.2018 ORF III
  • Hundert Jahre vergingen seit dem Ende des Ersten Weltkrieges – aber noch immer fällt es schwer, Ausmaß und Wahnsinn des Blutbads zu begreifen. Die Dokumentation erzählt vom Krieg in den Alpen – genauer gesagt in den Dolomiten im Gebiet der Drei Zinnen. Auch hier wurden Tunnel und unterirdische Verschanzungen gebaut, vor allem aber ging es um die Eroberung der Gipfel, was den MG-Schützen und der Artillerie die Kontrolle der umliegenden Berge und Täler erlaubte. Bei einem Himmelfahrtskommando fand hier u.a. der berühmte Bergsteiger Sepp Innerkofler den Tod. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 10.11.2018 ORF III
  • Hundert Jahre vergingen seit dem Ende des Ersten Weltkrieges – aber noch immer fällt es schwer, Ausmaß und Wahnsinn des Blutbads zu begreifen. Diese Folge des Dokumentationszweiteilers behandelt den Krieg in den Dolomiten. Die spektakuläre Sprengung des 2462 m hohen Col di Lana steht im Mittelpunkt. Italienische „Alpini“ untertunnelten den Berg, weil sein massiv befestigtes Gipfelplateau von den Österreichern gehalten wurde, die von dieser uneinnehmbaren Warte aus die umliegenden Berge und Täler kontrollierten. Der Col di Lana, auch „Blutberg“ genannt, wurde zum Symbol des Alpenkriegs. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 10.11.2018 ORF III
  • Die ORF-III-Neuproduktion wirft einen Blick auf die wechselvolle Geschichte des steirischen Erzbergs und seines Umlands. Er ist bis heute die wichtigste wirtschaftliche Grundlage einer ganzen Region. Die Geschichte des Erzbergs reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück und unter Erzherzog Johann wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts Abbau und Verwertung von Erz gewissermaßen professionalisiert. Von ihm wurde 1840 auch die Montanuniversität in Leoben gegründet, die den Fortschritt mit wissenschaftlichen Methoden vorantrieb. Die Rohstoffe der Region schafften hunderte Arbeitsplätze im Bergbau. Viele Generationen von Bergarbeiter-Familien lebten und arbeiteten direkt am Erzberg. Darunter auch viele Frauen, die als sogenannte Klauberfrauen das gewonnene Gestein sortierten. Eine harte und mühevolle Arbeit. Der Stand der Bergarbeiter trat daher schon früh für Arbeitsrechte ein. Rund um die Steirische Erzbergregion tobte in den 1930er Jahren der Bürgerkrieg. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stand Koloman Wallisch, der 1934 in Leoben hingerichtet wird. Die an Bodenschätzen reiche Region war auch für die Nationalsozialisten von großer Bedeutung. 1938 wird mit dem Bau der Reichswerke Hermann Göring in Linz begonnen. Das für die Stahlproduktion benötigte Erz kam vom Erzberg. Dort wurden Zwangsarbeiter für den Abbau eingesetzt. So rasch sich die steirische Wirtschaft in den Nachkriegsjahren erholte, umso tiefer stürzte sie in den 1990er Jahren in die Krise. Milliardenverluste und schwere Managementfehler führten zum Verlust tausender Arbeitsplätze an den Wirtschaftsstandorten der Steiermark. Sogar der Abbau auf dem Erzberg sollte stillgelegt werden. Doch die einstige Krisenregion hat sich wieder erholt. Regisseur Robert Altenburger hat die die Region um den Erzberg besucht, einstige Bergarbeiter getroffen und erzählt die Geschichte der sogenannten Klauberfrauen. Er zeichnet das Bild einer modernen und aufstrebenden Region, deren Rolle für Bergbau und Industrie sich massiv gewandelt hat. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 01.04.2023 ORF III
  • Etwa 200.000 österreichisch-ungarische Soldaten verschlug es zwischen 1914 und 1920 als russische Kriegsgefangene in rund 50 Lager im zentralasiatischen Generalgouvernement Turkestan, dem Territorium der seit 1991 unabhängigen Staaten Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan. Anhand von Aufzeichnungen und Erinnerungen ihrer Nachkommen werden die Erlebnisse der Kriegsgefangenen rekonstruiert – von ihrer Gefangennahme in Galizien über den monatelangen Transport nach Turkestan, ihr Überleben im Lageralltag, bei Zwangsarbeit, in Revolution und Bürgerkrieg bis zu ihrer abenteuerlichen Flucht oder Repatriierung. Neben Interviews mit den Nachkommen und historischen Fotografien zeigt der Film Aufnahmen von Originalschauplätzen in Kirgisistan und Tadschikistan mit Kommentaren und Erzählungen von Einheimischen und lokalen Historikern. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 22.10.2017 ORF III
  • Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 08.05.2024
  • Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs hofften viele Völker Osteuropas auf Freiheit und Selbstbestimmtheit. Sie wurden bis dahin beherrscht von den Großreichen Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn – den Verliererstaaten des Krieges. Doch schon bald zeigte sich: Die kriegerischen Auseinandersetzungen endeten nicht, im Gegenteil. Polen kämpfte gegen Russland um Gebiete, auch im Baltikum herrschte Chaos. Die Dokumentation beschäftigt sich mit den heute noch spürbaren Folgen dieser Konflikte der Nachkriegszeit. Dies wird am deutlichsten in der Ukraine. Die Kämpfe zwischen dem Ostteil und dem Westen des Landes belegen das auf tragische Weise. Nach dem Ersten Weltkrieg war die heutige Ukraine aufgeteilt in Polen und Russland. So entstand eine Untergrundbewegung, die angeführt wurde von einem Mann, der bis heute in der Westukraine als Nationalheld verehrt wird: Stepan Bandera. Bandera ist eine umstrittene Figur, soll er doch auch bei Pogromen an Juden beteiligt gewesen sein. Dennoch gilt seine Person bis heute als Galionsfigur für den Unabhängigkeitskampf. So fehlt sein Porträt nicht auf Demonstrationen von Nationalisten, die eins verbindet: der Hass auf Russland. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 26.02.2022 ORF III
  • Portugal ist Schauplatz der längsten rechten Diktatur des modernen Europas. Über 40 Jahre beherrscht der „Estado Novo“ das Land. An seiner Spitze: António de Oliveira Salazar. Im Jahr 1932 wird er Regierungschef und erhebt sich zum Alleinherrscher. Salazar verfolgt kompromisslos ein Ziel: das Kolonialreich erhalten. Es gelingt ihm zwar, Portugal aus dem Zweiten Weltkrieg herauszuhalten, doch das Land verharrt in Armut und Rückständigkeit. Seine berüchtigte Geheimpolizei PIDE unterdrückt jede Opposition. Bei ihren Verhören setzt sie Folter ein, Menschen werden willkürlich verhaftet und über Monate hinweg inhaftiert. Unterstützung erfährt die PIDE auch aus dem westlichen Ausland. Denn: António de Oliveira Salazar ist strenger Katholik und verabscheut den Kommunismus. Er stellt sich auf die Seite des Westens, Portugal wird 1949 sogar Gründungsmitglied der NATO. Die anderen Mitgliedsstaaten nehmen die diktatorischen Verhältnisse in Salazars Portugal billigend in Kauf – ein verlässlicher Bündnispartner im westlichsten Europa hat Vorrang. Während im Jahr 1960 zahlreiche afrikanische Kolonien anderer Imperialmächte in die Unabhängigkeit entlassen werden, hält Salazar an den portugiesischen Überseegebieten fest. Doch ein Jahr später brechen Kämpfe in Angola aus. In der damals größten portugiesischen Kolonie beginnt Salazar einen zermürbenden Krieg um den Erhalt der kolonialen Macht. Der Konflikt breitet sich auf weitere Kolonien aus und wird immer weniger beherrschbar. Währenddessen wird in Portugal die Wehrpflicht auf vier Jahre erhöht, fast jeder junge Portugiese muss nun in den Überseegebieten kämpfen. Der Krieg wird sich über 13 Jahre hinziehen und den portugiesischen Staatshaushalt ruinieren. Antonio Salazar selbst stirbt 1970 nach einem Schlaganfall. Doch sein Nachfolger Marcelo Caetano führt die Diktatur und deren Kriege mit unverminderter Härte fort. Die zahlreichen Verluste und die Aussichtslosigkeit der kolonialen Konflikte führen zu einer Abkehr vom Regime des „Estado Novo“ – nicht nur in den Reihen der Soldaten, sondern auch in der breiten Bevölkerung. Am 25. April 1974 putschen linksgerichtete Soldaten gegen die Diktatur, besetzen Lissabon – und werden von den Menschen begeistert empfangen. Innerhalb weniger Stunden ist die Diktatur gestürzt. Der Aufstand verläuft friedlich und geht als „Nelkenrevolution“ in die Geschichte ein. Die afrikanischen Kolonien Portugals werden binnen anderthalb Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Mit dem Untergang der Diktatur findet auch die Kolonialgeschichte der einstigen See- und Handelsmacht ihr Ende. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 20.05.2023 ORF III
  • Das moderne Europa gilt heute als Zusammenschluss gefestigter und freiheitlicher Demokratien. Dabei konnten sich Diktaturen bis in die Mitte der 1970er Jahre sogar in Griechenland und Portugal halten. Der Weg dieser Länder in die Demokratie war kaum einfacher als der von anderen autoritären Systemen. ORF III zeigt zwei der letzten Diktaturen Europas und dokumentiert, wie der Westen und andere Akteure diese brutalen und repressiven Systeme bis zuletzt unterstützt haben. 21. April 1967 – Panzer rollen durch Athen. Es ist der Beginn einer Militärdiktatur mitten in Europa, befehligt von griechischen Offizieren und getrieben vom Hass auf die Kommunisten. Unter dem Befehl von Oberst Georgios Papadopoulos setzen die Militärs einen Putschplan um, der von der NATO im Kampf gegen den Kommunismus entwickelt wurde. In nur einer Nacht sichern sich die Obristen so die Macht über Griechenland. Schon in den ersten Tagen nach dem Putsch werden Tausende Kommunisten und linke Oppositionelle festgenommen und auf abgelegene Inseln vor der Küste Griechenlands verschleppt. In der Folgezeit errichten die Obristen eine Schreckensherrschaft, in der die Hetze gegen alles politisch Linke in brachialer und roher Gewalt mündet. Linientreue und Loyalität sind gefordert, erzwungen durch Folter und Gefangenschaft. Zwar protestieren die USA zuerst gegen das griechische Obristen-Regime und sperren dem Verbündeten kurzzeitig die Militärhilfe. Doch es herrscht der Kalte Krieg und seine geografische Lage macht Griechenland zu einem unverzichtbaren Bündnispartner im Kampf gegen den internationalen Kommunismus. Politische Verwerfungen im Nahen Osten festigen die strategische Bedeutung des südeuropäischen Landes zusätzlich. Bereits im Herbst 1967 erhält das Regime wieder hohe, bedingungslose Militärhilfen. Es ist die Zeit des beginnenden Massentourismus. Auch Griechenland lockt mit seinen Stränden und antiken Stätten immer mehr Urlauberinnen und Urlauber an. Die Obristen erkennen frühzeitig das Potenzial dieser Entwicklungen und steigern die Investitionen im Tourismussektor um bis zu 600 Prozent. Tatsächlich floriert die Wirtschaft bis Anfang der 1970er-Jahre. Damit kann das Regime den mangelnden Rückhalt in der Bevölkerung wettmachen. Doch 1972 gerät der Aufschwung ins Stocken, eine hohe Inflation und politische Fehler führen zu öffentlichen Protesten, die schließlich blutig niedergeschlagen werden. Die Folge sind interne Machtkämpfe, aus denen der Chef der Sicherheitspolizei, Dimitrios Ioannidis, als neuer Anführer der griechischen Militärjunta hervorgeht. Doch er begeht einen verhängnisvollen Fehler: Um alte Gebietsansprüche einzulösen, versucht er, die Insel Zypern unter seine Kontrolle zu bringen. Damit beschwört er den bis heute nicht gelösten Zypernkonflikt herauf – und so letztlich auch den Untergang des Regimes der Obristen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 20.05.2023 ORF III
  • Es war eine seltsame Affäre, voller Liebe, Lust und Verzweiflung. Jene zwischen Adolf Hitler und Eva Braun, seiner Geliebten von 1932 bis zu ihrem gemeinsamen Selbstmord im Berliner Bunker im April 1945. Diese außergewöhnliche Dokumentation zeigt den Privatmann Adolf Hitler, betrachtet durch die Augen – beziehungsweise durch die Kameralinse – von Eva Braun, die mit ihrer eigenen 16-mm-Kamera ein „Making-of“ über Hitler und sein Regime aufgenommen hat. Und zwar in Farbe. Die mitreißende Dokumentation basiert auf den umfangreichen persönlichen Film- und Fotoarchiven von Eva Braun sowie auf den exklusiven Aufnahmen von Heinrich Hoffmann, Hitlers offiziellem Fotografen. Das Ergebnis ist ein Film, der einen einzigartigen Blick auf das Privatleben Hitlers eröffnet, sowie auch auf die unglaublichen Verbrechen, die der deutsche Diktator begangen hat. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 14.03.2020 ORF III
  • Zwölf Jahre lang war Eva Braun die Frau an Hitlers Seite, doch ihre Beziehung wurde bis zum Schluss geheim gehalten. Erst im letzten Moment heiratete das Paar: Am 29. April 1945, nur einen Tag vor ihrem gemeinsamen Tod im Führerbunker, wird aus der Dauergeliebten endlich Frau Hitler. Doch auch nach dem Krieg dringt kaum etwas über sie an die Öffentlichkeit. Über Jahrzehnte gilt die Münchnerin als unpolitische Gespielin, als „blondes Dummchen“. Erst in der 2010 erschienenen Biografie „Eva Braun: Leben mit Hitler“ zeigt die Historikerin Heike Görtemaker die gelernte Fotolaborantin von einer anderen, gar nicht so unschuldigen Seite. Anhand außergewöhnlicher Archivaufnahmen, viele davon von Eva Braun selbst gedreht, gewähren Historiker und Experten einen bisher unbekannten Einblick in ihr kurzes Leben und ihre Beziehung zum „Führer“. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 29.04.2023 ORF III
  • Die Frau an Hitlers Seite gibt bis heute Rätsel auf. War sie vor allem ein Opfer – eine naive, junge Frau, die vom Dämon Hitler verführt wurde? Eine modeinteressierte Blondine, die von Politik nichts wissen wollte? Jahrzehntelang blieb die Rolle von Eva Braun im Dunkeln, auch deshalb, weil sich um sie viele Legenden rankten. Die Beziehung der Münchnerin zum 23 Jahre älteren Diktator wurde in der NS-Zeit vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Aus Imagegründen: Hitler behauptete immer wieder, keine Zeit für eine Ehe zu haben, er sei mit Deutschland verheiratet, daher würde eine Heirat niemals in Frage kommen. Faktum ist: Eva Braun, die Hitler 1929 als Laborantin im Fotogeschäft von Heinrich Hoffmann, dem Leibfotografen des „Führers“, kennengelernt hatte, verbrachte 13 Jahre an der Seite des Diktators – bis zum Untergang des „Dritten Reichs“. Am 30. April 1945, kurz vor der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht, beging sie in Berlin mit Adolf Hitler Selbstmord. Für die Dokumentation „Eva Hitler – Ganz privat“ analysierten Lippenleser die Stummfilmaufnahmen von Gesprächen, die Hitler und die für den Holocaust hauptverantwortlichen SS-Männer Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich führten – Görtemakers Bilanz: „Es ist ein Mythos, dass Hitler mit Eva Braun – ebenso wie mit anderen Frauen in seinem Umfeld – nicht über seine Politik gesprochen hätte. Eva Braun war mindestens eine Mittäterin, auf jeden Fall eine Komplizin. Ein Opfer war sie nicht.“ (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 30.11.2015 ORF III
  • Begnadeter Schauspieler, Komiker und Filmstar mit zeitloser Popularität. Legendärer Wienerlieder-Interpret und liebenswürdiger Grantler mit Hang zum Geiz. So bleibt der am 6. August 1880 in Wien geborene Johann Julier alias Hans Moser vielen in Erinnerung. Aber wie war Hans Moser wirklich? Mit neu entdeckten Fakten, Erzählungen seiner ihm vertrauten Nichte und prominenten Schauspielkollegen zeichnet Regisseur Wolfgang Liemberger ein differenziertes Bild des privaten Menschen Hans Moser. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 20.08.2016 ORF III
  • 4.500 jüdische Holocaust-Überlebende hatten sich im Sommer 1947 mit einem Schiff, der „Exodus“, aufgemacht. Das Ziel der Verzweifelten: Palästina. Dort wollten sie in dem noch zu gründenden jüdischen Staat ein neues Leben anfangen. Doch noch hatten die Briten die Mandatsmacht in Palästina und versuchten, die jüdische Immigration zu begrenzen. Die Fahrt mit dem ehemaligen Vergnügungsdampfer war längst zum Politikum geworden, das weltweit verfolgt wurde. Die britische Regierung veranlasste trotzdem die Stürmung des Schiffes und ließ die unerwünschten Flüchtlinge zurück nach Deutschland bringen – ausgerechnet in das Lager vor Lübeck, welches mit seinen Wachtürmen an ein KZ erinnerte. Der dramatische Konflikt um die „Exodus“ wird von Regisseur Andreas Schmidt mit Hilfe von Zeitzeugen in Israel, Großbritannien, den USA und Deutschland rekonstruiert. (Text: ORF)
  • In einem blutigen Bürgerkrieg putschte sich Franco an die Macht und regierte Spanien fast vier Jahrzehnte lang – mit eiserner Hand. Unter seiner Führung gelang konservativ-monarchistischen Militärs mit Unterstützung des faschistischen Königreichs Italien und des nationalsozialistischen „Dritten Reichs“ im Juli 1936 ein Staatsstreich gegen die im Februar 1936 demokratisch gewählte republikanische Regierung Spaniens. Drei Jahre erbitterter Bürgerkrieg waren die Folge und haben Spanien im April 1939 zu einem anderen Land gemacht. Bei den Kämpfen und politischen Säuberungen wurden eine halbe Million Menschen getötet. (Text: ORF)
  • Der Mythos Franco steht für ein grausames Regime, für das dunkelste Kapitel Spaniens. Franco gab sich den Titel „Caudillo de España“ – das Oberhaupt Spaniens. Er kreierte seine eigenen Rituale der Macht. Der Kriegsheld, Familienvater und Massenmörder war ein Mann mit vielen Gesichtern. Franco zog mit seiner Familie feierlich in den El-Pardo-Palast von Madrid, die einstige Sommerresidenz des Königs. War das noch das Verhalten eines Staatschefs? Oder bereits Größenwahn? (Text: ORF)
  • Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Karten der Weltpolitik neu gemischt. Die Alliierten unterschieden nun klar zwischen Freunden und Feinden der Demokratie. Für Franco wurde die Lage kritisch. Denn in Spanien litten viele unter seiner Schreckensherrschaft. Deshalb wollten ihn viele stürzen. Diese Folge schildert, wie er sich im neuen Machtgefüge durchsetzte. (Text: ORF)
  • Francos außenpolitische Erfolge eröffnen Mitte der 1950er Jahre neue Perspektiven für Spanien. Nach Jahrzehnten des Stillstands geht es nun wieder vorwärts. Francos Herrschaft ist aufs Neue legitimiert. Innerhalb und außerhalb Spaniens verstummt der Widerstand gegen ihn. Der Diktator sitzt fest im Sattel. Doch mit den neuen Freunden kommen auch neue Einflüsse ins Land. Spanien wandelt sich. (Text: ORF)
  • Farah Diba Pahlavi ist die Witwe des letzten Schahs des Iran. In ihren eigenen Worten erzählt Farah Diba Pahlavi ihre turbulente Lebensgeschichte und wie sie zur ersten und einzigen Kaiserin in der Geschichte Persiens wurde. Die Geschichte dieses Landes und seine Kultur sind ebenso Thema dieser Dokumentation wie das Leben von Farah, einem Vorbild für Frauen im Iran. Der Film begleitet Kaiserin Farah Pahlavi auf einer Reise durch ihre wahrhaft einzigartige Liebesgeschichte. Er dokumentiert ihr heutiges Leben in Paris, begleitet sie zum Todestag des Schahs zu dessen Grab in Kairo und reist mit ihr zur Biennale in Venedig. Reichhaltiges, teilweise unveröffentlichtes Archivmaterial aus allen Lebensabschnitten Farah Pahlavis, insbesondere aus dem Iran der 1960er und 1970er Jahre, wird im Dokumentarfilm gezeigt – auch Amateurvideos aus ihrem privaten Archiv. Ihr Sohn Reza Pahlavi ruft derzeit aus dem amerikanischen Exil zum Umsturz des Regimes auf und beansprucht eine politische Führungsrolle im Iran. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 07.03.2026 ORF III
  • Hoovers Macht nährte sich aus den Informationen, die er hatte. Er kannte alle kleinen Geheimnisse und schmutzigen Geschichten des politischen Washingtons, sowie der Glamourwelt Hollywoods. Unermüdlich und akribisch stellte er daraus seine geheimen Dossiers zusammen. Er benutzte sein Wissen selten, aber er ließ die Betroffenen gerne wissen, dass er wusste … Die detailreiche Dokumentation der kanadischen Filmemacher lässt den Zuschauer teilhaben an der rasanten Karriere Hoovers vom kleinen Boten in der Kongressbibliothek bis zum Strippenzieher ganz, ganz oben. Sie erzählt von schmutzigen politischen Machenschaften, heißen Affären, vom Mythos der G-men, den Spezialagenten des FBI, die für ihn unermüdlich im Einsatz waren. Hoover galt lange als der Held und große Beschützer der USA. Erst nach seinem Tod erfuhr die amerikanische Öffentlichkeit von den oft schamlosen Eingriffen in die Privatsphäre, durch die Hoover an seine Informationen gekommen war. Der Ruf des FBI war stark beschädigt. Und es dauerte lange, bis das Federal Bureau sich davon wieder erholte. Heute, in Zeiten starker Bedrohung durch internationalen Terrorismus, so dokumentiert der Film, gibt es jedoch wieder Menschen in den USA, die ernsthaft die Frage stellen, ob ein starker Mann wie Hoover nicht auch heute gut wäre für das Land. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 08.04.2017 ORF III
  • Jeder erinnert sich noch an das legendäre Schönbrunn-Konzert im Jahr 2000 der Kultband Austria 3: Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros und Georg Danzer schufen nicht nur als Solo-Künstler, sondern auch mit dieser Band den Soundtrack einer ganzen Generation. Andere legendäre Auftritte wie das Donauinselkonzert verliehen dem Trio, das nach einer damals gängigen Zigarettenmarke benannt war, Kultstatus. Zum heurigen Jahrestag der Bandgründung im Jahr 1997 hat Peter Fässlacher Rainhard Fendrich und Wolfgang Ambros interviewt und erzählt anhand toller Archivausschnitte und mit Aussagen von Zeitzeugen den Werdegang dieser einmaligen Künstlervereinigung. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.04.2023 ORF III
  • Er war zu seiner Zeit ein ganz Großer: Der aus dem Schweizer Engadin stammende Schlagersänger, Schauspieler und TV-Showmaster Vico Torriani. Die TV-Legende moderierte die erste Farb-TV-Show des deutschsprachigen Fernsehens. „Der Goldene Schuß“ wurde regelmäßig von Millionen Menschen in Österreich, Deutschland und der Schweiz gesehen. Vico empfing Gäste von Peter Alexander bis Toni Sailer. Vergangenes Jahr hätte Vico Torriani seinen 100. Geburtstag gefeiert. Der gelernte Koch Vico Torriani beginnt seine Karriere in amerikanischen Armeeclubs in Deutschland nach 1945, tingelt durch die Tanzlokale und wird zum Schlagerstar. Mit seinen Filmen, etwa „Gitarren der Liebe“ oder „Strassenserenade“ erreicht Vico, der meist den italienischen Herzensbrecher gibt, ein Millionenpublikum, das sich in der Wirtschaftswunderzeit nach Unterhaltung, nach Italien, dem Süden, der Fremde und der Liebe sehnt. Der Schweizer spielt in über 100 Filmen, seine Schlager werden zu Hits. Er verkauft mehr als 15 Millionen Schallplatten und erfindet sich im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere immer wieder neu. In dieser exklusiven TV-Dokumentation für ORF III erzählt seine Tochter Nicole Kündig-Torriani über das keineswegs nur fröhliche Leben des seinerzeitigen „Verding“-Kindes. Vico Torriani wurde von seinen Eltern zur Kost in eine fremde Bauernfamilie gegeben, nach einer schweren Brandverletzung im Dienst der eidgenössischen Armee musste Vico ein Haarteil tragen. Eine Tatsache, die er immer verschwieg. Tochter Nicole begibt sich zwanzig Jahre nach dem Tod ihres Vaters auf einer Spurensuche ins rätoromanische Engadin, in seine „Heimatgemeinde“ Soglio. Der Gemeindepräsident von St. Moritz erklärt die Faszination des Sängers zwischen Kitsch und hohem handwerklichen Können. Topsy Küppers erinnert sich an ihren ersten Film an der Seite von Vico Torriani. Die Linzerin Marianne Schachinger öffnet ihre Fotoalben und „outet“ sich als größter Fan des Schweizers, der gerade in Österreich überaus beliebt war. In Osttirol am Tristachersee spielen die „Original Flamingos“ mit dem Hotelier Josef „Pepi“ Kreuzer Schlager von ihm, wie seinerzeit, als der Sänger in einem Lienzer Studio sein Schlager-Repertoire neu einspielte. Vico Torriani wird in der TV-Dokumentation von Gerhard Jelinek als vielschichtiger Bühnenmensch porträtiert, der sich immer wieder neu auszurichten verstand. Der Film zeigt mit wunderbaren Bildern aus St. Moritz, Soglio und Silvaplana die Verwurzelung des Sängers, Schauspielers und Fernsehstars in der imposanten Bergwelt des Schweizer Engadin, einer Landschaft, die sich nach dem Süden öffnet und zahlreiche Einflüsse bündelt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 19.12.2020 ORF III

zurückweiter

Erhalte Neuigkeiten zu zeit.geschichte direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu zeit.geschichte und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

Erinnerungs-Service per E-Mail

TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn zeit.geschichte online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.

Auch interessant…

Hol dir jetzt die fernsehserien.de App