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    Staffel 2, Folge 1–8

    • Staffel 2, Folge 1 (25 Min.)
      Sie stehen für Macht und Mythos, für Glanz und Gloria, aber auch für Krieg und Kampf: Deutschlands Schlösser und Burgen. Allein in Mitteldeutschland gibt es über tausend herrschaftliche Bauten, die Schauplätze historischer Ereignisse, großer und kleiner Tragödien, Wirkungsstätten berühmter oder unrühmlicher Familien sind. Wer sie betritt, taucht ein in die Vergangenheit. Hier residierten Kaiser und Könige, Fürsten und Herzöge. Wie ging es einst dort zu und wie heute? Welches Geheimnis kann noch gelüftet werden? Und mit welch glanzvollen Festen, sehenswerten Ausstellungen, malerischer Natur und Architektur locken heute die einstigen Residenzen? Geschichten über Geschichten, die Kim Fisher in diesem Sommer wiederentdecken und erzählen will. Sie setzt damit ihre Schlössertour aus dem vergangenen Jahr fort.
      Kim Fisher hat ein Juwel entdeckt: Schloss Freudenstein in Freiberg. Es gilt als Geheimtipp für Freunde des Bergbaus und ist eine wahre Schatzkammer. Im Schloss sind heute zwei Sammlungen von Weltruf beheimatet: die weltgrößte und schönste Mineralienschau Terra Mineralia mit 3.500 prächtigen Mineralen und Edelsteinen und die Dauerausstellung über die Montangeschichte Sachsens. Ihren eigentlichen Ursprung hat die Anlage im Jahre 1168. Damals ließ Markgraf Otto von Meißen, der als Markgraf Otto der Reiche in die Geschichte einging, die Burg zum Schutz des Silberbergbaus einrichten. Im Schloss Freudenstein wurde auch der spätere Kurfürst August von Sachsen geboren, der seinem älteren Bruder Moritz nach dessen Tod auf den Thron folgte und von seinen Landeskindern als „Vater August“ verehrt wurde.
      Doch Kim Fisher erfährt noch manch andere spannende Episode aus der Geschichte des Bergbaus: Zu Ehren von Zar Peter I. von Russland veranstalteten anno 1711 in Schloss Freudenstein 2.000 Berg- und Hüttenleute eine prächtige Bergmannsparade und eine Abendmusik mit Bergsängern. Ein prächtiges Spektakel mit Folgen. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMo 22.07.2013MDR
    • Staffel 2, Folge 2 (25 Min.)
      1763, also vor genau 250 Jahren wurde im kleinen Ort Wermsdorf bei Leipzig Weltgeschichte geschrieben: Hier handelten Österreich, Preußen und Sachsen den Hubertusburger Frieden aus, der den verheerenden Siebenjährigen Krieg beendete. Ort dieser Friedensverhandlungen war das Schloss, das dem Vertrag seinen Namen gab: Hubertusburg. Ein denkwürdiger Anlass für Kim Fisher, der gewaltigen Schlossanlage einen Besuch abzustatten. Sie findet sich unversehens in „Sachsens Versailles“ wieder. Die prachtvolle Anlage ist nicht nur das größte Schloss Sachsens, sondern ebenso Europas weitläufigste Jagdresidenz. Sachsens berühmteste Herrschergestalt August der Starke schenkte seinem Sohn und Thronfolger August III. einen kleineren Vorgängerbau, gewissermaßen eine kurfürstliche Sommer-Datscha. Die war dem Sohn bald zu eng, also ließ er sie gewaltig ausbauen.
      Entstanden ist ein bedeutendes Monument spätbarocker Baukunst. Jeden Herbst zog August III. mit dem kompletten Hofstaat von Dresden nach Wermsdorf. August liebte die Parforcejagd, die Treibjagd mit einer 250köpfigen Hundemeute. Die ganze Gegend stand im Zeichen der Jagd: Künstlich angelegte Seen, unterbrochen von wildreichen Wäldern, dienten dem Kurfürsten und König von Polen nur zu diesem einen Zweck. Auf den saftigen Wiesen der Wermsdorfer Kulturlandschaft tummeln sich heute tausende Gänse. Unser Weihnachtsbraten wächst im Sommer heran. Doch nicht dem ist Kim Fisher auf der Spur, sondern der Frage, ob Gänse auch als „Wachhunde“ zu nutzen sind! Die glanzvolle Geschichte der königlichen Jagdresidenz endete schrittweise. 1761 ließ Preußens König Friedrich II. das Schloss komplett plündern. Im Herbst 1763 starb August III.
      und kurz darauf auch sein Sohn und Nachfolger. Damit endete nicht nur das „Augustäische Zeitalter“, auch das Schloss geriet in Vergessenheit. Mit einer sehenswerten Ausstellung voller spektakulärer Exponate, so erfährt Kim Fisher, wollen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden das Schloss aus seinem Dornröschenschlaf wecken. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDi 23.07.2013MDR
    • Staffel 2, Folge 3 (25 Min.)
      Auf Schloss Hundisburg wird Kim Fisher am Eingang von einem riesigen Hund empfangen. Ist er der Schlosshüter oder der Schlossherr gar? Oder ist er vielleicht der Namenspatron? Kim Fisher findet schnell heraus, dass der Hund eine Hauptrolle in einer Sage spielt: Als sich im Hochmittelalter in der umliegenden Gegend der Orden der Tempelritter auflöste, nahm der letzte Ritter Zuflucht auf der Hundisburg. Sein treuer Hund vermisste bald seinen Herren und durchstreifte die Gegend, um ihn zu suchen. Als er ihn endlich in der Hundisburg fand, machte er sich durch freudiges Gebell bemerkbar, bis ihn sein Herr zu sich nahm. Doch Schloss Hundisburg hat mehr zu bieten, als Sagen und Legenden. Das monumentale Bauensemble mit einem rekonstruierten Barockgarten und einem Landschaftspark hat eine bewegte Geschichte.
      Mitte des 15. Jahrhunderts ging das Schloss an die Familie von Alvensleben. Diese ließ die Burg zum Renaissanceschloss ausbauen, um Macht und Reichtum einer großen Adelsfamilie zu demonstrieren. Nach schweren Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg wurde es in ein grandioses Barockschloss verwandelt. Berühmt wurde das Schloss auch durch seine Gäste. So hat Hoffmann von Fallersleben hier manch bekannte Volksweise gedichtet. Kim Fisher wird bei ihrer Erkundungstour nicht nur auf die Schlossbrauerei aufmerksam, sondern auch auf ein berühmtes technisches Denkmal: In der Ziegelei wird noch heute der Ton von Hand in eine Holzform gestrichen, luftgetrocknet und im Zick-Zack-Ofen nach alter Tradition gebrannt. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMi 24.07.2013MDR
    • Staffel 2, Folge 4 (25 Min.)
      Auf ihrer Schlössertour quer durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen macht Kim Fisher auch im Rochlitzer Schloss Halt und findet sich unversehens auf einer echten Ritterburg wieder. Majestätisch thront Schloss Rochlitz seit mehr als tausend Jahren über der Zwickauer Mulde. Die markanten Türme ragen 60 Meter hoch in den Himmel. In früheren Epochen mögen diese Rochlitzer Riesen auf die Menschen so gewirkt haben wie auf uns heute die Skyline von New York. Doch hinter den dicken Turmmauern lauert finsteres Mittelalter: In der Folterkammer meint man, noch heute das Kettenklirren und die Schmerzensschreie der Gemarterten zu hören. Und auch ein Kerker soll sich hier verbergen: ein fenster- und türloser Raum, der nur über eine Falltür in vierzig Metern Höhe zu erreichen ist.
      Kim Fisher entdeckt tatsächlich einen Seilzug und das sogenannte Angstloch, den einzigen Zugang zum Verlies. Auf ihrer Stippvisite erfährt sie, dass Schloss Rochlitz schon vor 500 Jahren gewissermaßen eine Festung der Emanzipation war. Bestes Beispiel ist Elisabeth von Rochlitz. Sie machte gegen den Willen ihres Schwiegervaters – immerhin der damals amtierende Kurfürst von Sachsen – aus dem Gemäuer einen Stützpunkt der Lutheraner. Mit dem provokanten Titel „Fett, einäugig, revolutionär“, lockt man heute die Besucher ins etwas abgelegene Muldental. Welche Bewandtnis hat es mit diesem ungewöhnlichen Motto? (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDo 25.07.2013MDR
    • Staffel 2, Folge 5 (25 Min.)
      400 Meter hoch erhebt sich die Leuchtenburg über dem Tal und gibt den Blick frei über das reizvolle Thüringer Land, den sich auch Kim Fisher nicht entgehen lassen will. „Königin der Burgen“ wird die Leuchtenburg genannt. Sie zählt zu den schönsten Höhenburgen Deutschlands. Doch keine Prinzessin und auch kein Prinz lebten dort. Doch ein Fabeltier, ein Drache, soll auf der Burg herumgeistern, bis heute. Auf der Leuchtenburg erzählt man sich dazu folgende Geschichte: In früheren Zeiten, als die Berge noch nicht von den Menschen besiedelt waren, gab es auf diesem Berg viele Drachennester. Mit dem Bau der Burg wurden sie jedoch alle zerstört, bis auf eines. Es wurde im Muschelkalkberg gefunden, darin ein bunt schimmerndes Ei, aus dem kurz darauf ein kleiner Drache hervorlugte. Der Drache wurde bald heimisch auf der Burg und liebte das Abenteuer.
      Die Menschen gaben ihm den Namen „Tatsu“, Drache des Meeres. Hinter doppelten Mauern, Wallgraben und Wehrtürmen ein „Drache des Meeres“? Nicht nur Kim Fisher wundert sich. Doch kaum hat sie die Höhenburg erklommen, lässt sie sich vom Meeresdrachen in die Unterwasserwelt und in eine außergewöhnliche Zeitreise entführen. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMo 29.07.2013MDR
    • Staffel 2, Folge 6 (25 Min.)
      Mit Elefanten hat es auf Schloss Friedenstein eine besondere Bewandtnis. Die Dickhäuter waren die Lieblingstiere der Gothaer Herzöge. Immerhin stehen sie für Weisheit, Kraft und Macht. Und sehr mächtig war die Residenz Sachsen-Gotha-Altenburg einst tatsächlich. Das Haus war und ist gewissermaßen mit dem gesamten europäischen Hochadel versippt und verschwägert. Wer kann das schon von sich sagen? Den Grundstein für Schloss Friedenstein legte Herzog Ernst I., weil sehr protestantisch, auch „Ernst der Fromme“ genannt. Er ließ Schloss Friedenstein erbauen. Als er 1643 den gigantischen Bau in Auftrag gab, tobte der Dreißigjährige Krieg. Aber der Regent wollte endlich Frieden und schuf eine Residenz mit Symbolcharakter und Größe: Friedenstein. Ernst I. war ein Mann mit Prinzipien, ein unnachgiebiger Hausvater auch, der auf Bildung setzte.
      Deshalb führte er die allgemeine Schulpflicht ein. Und zwar für Jungen und Mädchen. Das war damals eine kleine Sensation. Als sein Sohn Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg die Regierungsgeschäfte übernahm, hielt mit ihm der Elefant Einzug auf Schloss Friedenstein. 1678 wurde Friedrich I. mit dem Königlich Dänischen Elefantenorden geehrt. Ein europäischer Ritterschlag. Fortan wurde der Elefant zum Lieblingstier auf Schloss Friedenstein. Eine regelrechte Manie brach aus. Und so nimmt es nicht wunder, dass Kim Fisher auf Schritt und Tritt dem Rüsseltier begegnet. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDi 30.07.2013MDR
    • Staffel 2, Folge 7 (25 Min.)
      Dem Geist von Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen begegnet Kim Fisher auf Schritt und Tritt, nicht nur auf der Elisabethenburg in Meiningen, der vorletzten Station ihrer diesjährigen Schlössertour. Er hat überall in der Stadt seine Spuren hinterlassen, und nicht umsonst nannte man ihn den Theaterherzog. „Dem Volke zur Freude und Erbauung“, so lautet die Inschrift auf dem 1909 eröffneten neuen Meininger Theater, das Georg II. in nur 20 Monaten aus seinem Privatvermögen erbauen ließ. Auf dem barocken Residenzschloss in Meiningen von so fortschrittlichen Pädagogen wie Friedrich Fröbel erzogen, war der Erbprinz von Sachsen-Meiningen jedoch nicht nur ein Kulturpolitiker und Künstler, sondern auch ein Herrscher, der die Politik und das Rechtswesen liberalisierte und wichtige Reformen im Schul- und Gesundheitswesen durchsetzte.
      Im Schloss Elisabethenburg gingen bedeutende Künstler ihrer Zeit ein und aus: Max Reger und Richard Wagner, Hans von Bülow oder Johannes Brahms. Friedrich Schiller saß oft in der gut ausgestatteten Hofbibliothek während seines Asyls im nahegelegenen Bauerbach, vielleicht auch, um seiner unglücklichen Liebe zur Tochter des Hauses Wolzogen zu entfliehen. Die dritte Ehefrau des Meininger Herzogs gar war eine Bürgerliche, eine Schauspielerin. War das nicht ein ziemlicher Skandal in den adeligen Kreisen Ende des 19. Jahrhunderts? Aber nicht nur die hehren Künste treiben die Moderatorin um in der Stadt an der Werra. Auch ein ganz anderes thüringisches Kulturgut beanspruchen die Meininger für sich: die „Hütes“, die berühmten Thüringer Klöße.
      Frau Holle selbst soll in der Gastwirtschaft Schlundhaus im 16. Jahrhundert die Hütesklöße zum ersten Mal zubereitet haben. Wahrheit oder Legende? Und um welche Hüte geht es hier? (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMi 31.07.2013MDR
    • Staffel 2, Folge 8 (25 Min.)
      Kim Fishers letzte Station auf ihrer diesjährigen Schlössertour ist das Kloster Michaelstein, das idyllisch am Harzrand vor den Toren Blankenburgs liegt. Entstanden ist die Anlage Anfang des 12. Jahrhunderts. Zisterziensermönche lebten hier. Heute ist Kloster Michaelstein kein Ort der Stille, denn schon seit Ende der 1960er-Jahre ist im Kloster die Musik zuhause. Hier hat nicht nur die Musikakademie Sachsen-Anhalt ihren Sitz, vor sieben Jahren wurde in Michaelstein auch das Jugendbarockorchester „Bachs Erben“ gegründet. Die jungen Musiker kommen aus ganz Deutschland. Manche gehen noch zur Schule, andere studieren schon. Aber jeder von ihnen liebt Bachs Kompositionen und vor allem die historischen Instrumente, auf denen das Ensemble musiziert. Kim Fisher hat sich im Kloster Michaelstein noch ein anderes Ereignis ausgesucht.
      Sie ist dabei, wenn sich etwa 50 Leute zu einem „DrumCircle“, einer Art Trommelfeuerwerk, treffen. Ein Musik-Happening, bei dem die Klostermauern beinahe ins Wanken geraten. Menschen jeden Alters, vom Kind bis zum Greis, musizieren gemeinsam auf Trommeln und Perkussionsinstrumenten. Wer befürchtet, so etwas ende im akustischen Chaos, der kann beruhigt sein: Obwohl die Beteiligten weder Noten kennen noch ein Instrument spielen müssen, entsteht auf wundersame Weise immer wieder ein neues Musikstück! Und was darf in einem Kloster keinesfalls fehlen? Der Klostergarten. Kim Fisher erlebt ihn als einen Ort des Genusses und der Meditation. Spätestens seit Hildegard von Bingen wissen wir, dass gegen fast alles ein Kraut gewachsen ist. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDo 01.08.2013MDR

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