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    Staffel 3, Folge 1–8

    • Staffel 3, Folge 1 (25 Min.)
      Neun Schlösser will Kim Fisher in den kommenden zwei Wochen erkunden. Sie setzt damit ihre erfolgreiche Schlössertour auch in diesem Sommer fort. Ihr erster Ausflug führt sie in den idyllischen Burgenlandkreis mit seinen tausendjährigen Weinbergen. Per Schiff reist Kim Fisher durch das Unstruttal, wo sich über dem Weinstädtchen Freyburg die majestätische Neuenburg erhebt. Mit 30 000 Quadratmetern Fläche ist sie größer als ihre berühmte Schwesterburg, die Wartburg. Beide schützten einst Thüringens Grenzen: die Wartburg im Westen und die Neuenburg im Osten. Die Neuenburg beherbergte vor Jahrhunderten so berühmte Gäste wie Kaiser Barbarossa, in der Doppelkapelle – einer hierzulande seltenen architektonischen Kostbarkeit – betete einst Elisabeth von Thüringen.
      Heute lockt die Neuenburg mit dem stolzen Slogan: „Sachsen-Anhalts prachtvollstes Eingangstor in die Vergangenheit“. Die gigantische Burg wurde unter dem thüringischen Landgrafen Ludwig, besser bekannt als „Ludwig der Springer“, im Jahr 1090 gegründet. Doch ihre Gründung ist mit Blut geschrieben. Ein Toter ging dem Baubeginn voraus: Ein Mittelalter-Krimi, der bis in die heutige Zeit die Gemüter erregt. War Ludwig der Springer ein Mörder? Nicht nur beim Schlossdirektor, auch im „Saale-Unstrut-Krimi“ mit dem vieldeutigen Titel „Dame und Springer“ findet Kim Fisher darauf eine Antwort. In diesem Jahr bringt das Theater aus Naumburg den blaublütigen Thriller im Schlosshof der Neuenburg erstmals zur Aufführung. Ein grandioses Sommerspektakel am historischen Schauplatz, das Weltkulturerbe erlebbar machen soll.
      Die Zeit und ihre Geschichte sind aber auch auf ganz andere Weise auf Schloss Neuenburg zu Hause. Die Schau „Wunderwerk Taschenuhr“, der Kim Fisher einen Besuch abstattet, belegt glanzvoll kunsthistorische und technische Meisterschaft. Die Hof-Uhrmacher des Zaren und des Kaisers in Wien sind hier mit ihren Chronometern vertreten. Die unbezahlbaren Präzisions-Wunder nennen sich Zappler-, Teller- und Spindeltaschenuhr: eine ganze Sinfonie aus Anker und Unruh. Zeitgeschichte im besten Sinne des Wortes. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMo 07.07.2014MDR
    • Staffel 3, Folge 2 (25 Min.)
      Ihre Reise durch Schlösser und Burgen quer durch Mitteldeutschland führt Kim Fisher heute ins Grüne nach Greiz, die Perle des Vogtlandes. Das Sommerpalais im Greizer Park ist eben erst aus der Hochwasser-Katastrophe des vergangenen Jahres aufgetaucht. Gebaut in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, war es einst nicht zum Regieren gedacht, sondern als schönes Refugium, als Rückzugsort der Fürsten von Reuß. Es entstand ganz nach den damals zeitgemäßen französischen Vorbildern: sehr nobel, sehr elegant, mitten in der Aue der Weißen Elster. Der Park ist ein grünes Paradies, gewachsen in über 200 Jahren. Baumkundler schätzen vor allem den altehrwürdigen Gehölzbestand, Jogger die Weitläufigkeit und die ganz normalen Besucher seine faszinierende Schönheit. Garten und Kunst sind im Sommerpalais eins.
      Es ist ein Ort der Musen und des Genießens – noch heute. Und so nimmt es nicht wunder, dass Kim Fisher mit einem Gartenarchitekten den reizvollen Landschaftsgarten erkunden wird und dabei immer wieder auf einen zeichnenden Sommerfrischler trifft. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Herr mit Stift und Zeichenblock einer der wichtigsten Karikaturisten Deutschlands ist und zu den Gründungsvätern des „Satiricums“ gehört. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDi 08.07.2014MDR
    • Staffel 3, Folge 3 (25 Min.)
      „Preußen und Sachsen – Szenen einer Partnerschaft“: Mit diesem Slogan wirbt in diesem Jahr nicht nur die brandenburgische Landesausstellung. Spuren dieser wechselvollen, oft schwierigen Beziehungsgeschichte der Nachbarländer Preußen und Sachsen finden sich auch in Sachsen auf der Ortenburg in Bautzen. So wundert es nicht, dass Kim Fisher neugierig auf ein Schloss ist, das oft Schauplatz dieser spannungsreichen Geschichte war. Während der Schlesischen Kriege wurde die Oberlausitz zum Durchzugsgebiet zahlreicher Truppen. 1745 besetzte das preußische Heer Bautzen, das damals noch Budissin hieß. Im Schloss wurde die preußische Feldbäckerei aufgebaut. Auch während des Siebenjährigen Krieges blieb die Ortenburg nicht verschont und wurde im Wechsel von preußischen und österreichischen Truppen besetzt.
      Nach dem Ende des Napoleonischen Krieges erhielten zahlreiche Gerichtsbehörden der Oberlausitz ihren Sitz auf der Ortenburg. Noch heute beherbergt sie das Obersächsische Verwaltungsgericht. Eine berühmte Ortenburger Kriminalgeschichte handelt übrigens vom berühmt-berüchtigten Karasek, für die einen der König der Diebe, für die anderen der „Robin Hood der sächsischen Oberlausitz“. Doch die Ortenburg hat noch weit mehr zu bieten. Im früheren Salzhaus lädt das Sorbische Museum dazu ein, die Kultur des kleinen slawischen Volkes zu entdecken. Bei ihrer Stippvisite auf dem Burghof macht Kim Fisher auch Bekanntschaft mit „Psezpoldnica“, der „Mittagsfrau“, einer sorbischen Sagengestalt, von der sie manch guten Rat empfängt. Kim Fisher lässt es sich auch nicht nehmen, dem deutsch-sorbischen Volkstheater einen Besuch abzustatten.
      Seit 19 Jahren findet auf dem Hof der Bautzener Ortenburg alljährlich der Theatersommer statt, ein Freiluftspektakel für Groß und Klein. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMi 09.07.2014MDR
    • Staffel 3, Folge 4 (25 Min.)
      Auf ihrer Schlössertour quer durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen macht Kim Fisher auch auf Burg Kriebstein halt und findet sich unversehens auf einer echten Ritterburg wieder. Uneinnehmbar thront die Burg seit mehr als 600 Jahren über der Zschopau. Einst schlugen die Flößer ein Kreuz, wenn sie die schroffe Klippe von Burg Kriebstein glücklich erreichten: Ab hier war der Fluss halbwegs gezähmt. Zu dem wehrhaften Granulitfelsen, auf dessen äußerster Spitze das spätgotische Kleinod erbaut wurde, führt heute die steilste Straße Sachsens hinauf. Burg Kriebstein ist eine Verheißung: Im Kern besteht die Burg aus einem gigantischen Wohnturm, 45 Meter hoch, einst ein Wohn-und Fluchtort.
      Hoch oben entdeckt Kim Fisher eine kostbare Bohlenstube von 1423. Sie diente als Lese-, Näh- und Bet-Stübchen, war im Winter mollig warm und ersparte den langen Gang nach unten in die Burgkapelle. Im Wohnturm soll es auch einen Schatz geben, bestehend aus Silber, Gold, Porzellan und Elfenbein. In einem Kaminschlot hat ihn 1945 der letzte Kammerdiener versteckt. Und das so gut, dass er erst 1986 durch einen puren Zufall entdeckt wurde. Kim Fisher erfährt, dass sich hinter dem sensationellen Schatzfund eine tragische Widerstandsgeschichte gegen die Nazidiktatur verbirgt. Heute ist Kriebstein ein wahres Freizeitparadies: Rockkonzerte, Mittelalterfest, stilvolle Ritteressen und schaurig-geheimnisvolle Führungen locken die Besucher an. Die Burg ist innen wie außen einfach Sachsens schönste Ritterburg. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDo 10.07.2014MDR
    • Staffel 3, Folge 5 (25 Min.)
      Ihre Entdeckungstour durch Mitteldeutschlands Schlösser und Burgen führt Kim Fisher heute nach Altenburg: weltbekannt auch als Wiege des Skatspiels. Hier, wo schon Barbarossa, Bach und Luther verkehrten, thront majestätisch auf einem Felsen das prächtige Schloss über der ehemaligen Residenzstadt. Es hat eine mehr als 1.000-jährige Geschichte auf dem Buckel. Als slawische Wallanlage wurde die damalige Burg bereits 976 erstmals erwähnt. Wechselnde Herrscher und dramatische Ereignisse haben ihre Spuren hinterlassen. 1455 wurde das Schloss zum Tatort des damals spektakulärsten Kriminalfalls Mitteldeutschlands. Natürlich lässt es sich Kim Fisher nicht entgehen, sich auf die Spuren des legendären Prinzenraubes zu begeben. Doch das Schloss hat weit mehr zu bieten. Es ist Heimstatt des ersten Spielkartenmuseums der Welt.
      Eine wahre Schatzkammer: Mehr als 6.000 historische Kartenspiele wurden gesammelt. Das sogenannte Hofämterspiel, das um 1450 entstand, ist das älteste gedruckte und nachträglich kolorierte Kartenspiel, das bis heute erhalten geblieben ist. Aber nicht nur der Hofadel, sondern auch die Altenburger Bürger liebten das Kartenspiel. Ihre klügsten Köpfe, unter ihnen auch der Verleger Friedrich Brockhaus, ersannen das zünftige Skatspiel, das Anfang des 19. Jahrhunderts seinen Siegeszug in die deutschen Universitätsstädte antrat und bis heute für Furore sorgt. Auch Kim Fisher hat ihre helle Freude daran, einen zünftigen Skat zu kloppen. Ab 1886 legten nationale Skatkongresse die Skatregeln fest und das internationale Skatgericht in Altenburg muss noch heute manchen Streit schlichten. Im Altenburger Schloss macht Kim Fisher noch eine erstaunliche Entdeckung.
      Eine Sonderausstellung ist Luthers engstem Freund und Vertrauten, dem Theologen Georg Spalatin, gewidmet. Der behauptet von sich: „Wenn ich nicht gewesen wäre, nimmer wäre es mit Luthero und seiner Lehr so weit kommen.“ War Spalatin tatsächlich der Steuermann der Reformation? Ein Gelehrter also, der seine Fäden meist im Schatten des Wittenberger Reformators zog? (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMo 14.07.2014MDR
    • Staffel 3, Folge 6 (25 Min.)
      Wer denkt, Sondershausen ist ausschließlich eine Stadt des Kalibergbaus, wird durch Kim Fisher eines Besseren belehrt. Auch wenn die Stadt das älteste und tiefste noch befahrbare Kalibergwerk der Welt besitzt, wurde die Stadt historisch vor allem von den Bewohnern des Schlosses geprägt. Über 500 Jahre war es Familienbesitz der Grafen und Fürsten von Schwarzburg, eine der ältesten und zeitweise sogar mächtigsten Dynastien in Thüringen. Jede Generation derer von Schwarzburg-Sondershausen hat ihre Spuren hinterlassen. So entstand über die Jahrhunderte ein stattliches Anwesen, der größte und bedeutendste Schlosskomplex Nordthüringens. Kim Fisher kann sich nicht sattsehen an den beeindruckenden architektonischen „Wundern“, die sechs Baustilepochen repräsentieren.
      Das vollständig restaurierte Achteckhaus ist für sie ein Augen- und zudem ein Ohrenschmaus, denn es wird heute vor allem als Konzert- und Probensaal genutzt. Dort musiziert das legendäre Loh-Orchester, das bereits vor über 500 Jahren gegründet wurde. Es soll Deutschlands ältester Klangkörper sein und man sagt ihm nach, dass er der Musik von Richard Wagner und Franz Liszt zum Durchbruch verholfen hat. Natürlich interessiert Kim Fisher auch, wie das Orchester zu seinem Namen kam. Das Schloss beherbergt noch ein weiteres Prunkstück: die „Goldene Kutsche“. Die „grand carrosse“ ist ein Kunstwerk, 1710 in Paris gebaut. Vergleichbare Prachtexemplare stehen nur noch in St. Petersburg, Lissabon und Stockholm. Kim Fisher staunt über die Handwerkskunst jener Zeit und das Geschick der Restauratoren von heute. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMi 16.07.2014MDR
    • Staffel 3, Folge 7 (25 Min.)
      Kim Fisher vor dem Schloss Wernigerode.
      Ein grandioser Blick auf den Brocken und die bunte Stadt bietet sich Kim Fisher von Schloss Wernigerode. Es ist ein märchenhaftes Anwesen, das schon oft als Filmkulisse genutzt wurde. 1978 drehte die DEFA hier den zauberhaften Märchenfilm „Schneeweißchen und Rosenrot“. 2012 wurde „Das kleine Gespenst“ nach dem Bestseller von Otfried Preußler verfilmt. Ob die Vorfahren des „kleinen Gespensts“ auch schon hier lebten, ist nicht bekannt. Wohl aber, wer dieses Märchenschloss geplant und gebaut hat. Es war ein junger Mann aus Blankenburg mit dem schönen Namen Carl Frühling. Er war gerade mal 23, als er 1862 mit dem historischen Umbau des Schlosses begann. Mehr als zwei Jahrzehnte dauerte die Umgestaltung der einstigen Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert zum Repräsentationsschloss.
      Sehr detailreich, opulent und ziemlich gewaltig, wurde es zu einem Leitbau des norddeutschen Historismus. Es gewährt dem Besucher noch heute tiefe Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Bauherr war übrigens Graf Otto zu Stolberg, Regent, Diplomat und Politiker, und einst als Vizekanzler der zweite Mann nach Otto von Bismarck. So nimmt es nicht wunder, dass Schloss Wernigerode einst Ort wichtiger politischer Begegnungen war. Allein Kaiser Wilhelm I. weilte achtmal auf Schloss Wernigerode. Heute ist das Schloss eine touristische Attraktion. Etwa 180.000 Besucher kommen jährlich auf den Bergsporn. Vielleicht werden es in diesem Jahr noch mehr sein, denn Wernigerode ist Gastgeber für den „Sachsen-Anhalt-Tag“. Und auf dem Festumzug wird auch das Wahrzeichen von Wernigerode „mitfahren“. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDo 17.07.2014MDR
    • Staffel 3, Folge 8 (25 Min.)
      Auf der letzten Station ihrer diesjährigen Schlössertour trifft Kim Fisher eine echte Sport-Legende, einen Welt- und Europameister, den besten Motocross-Fahrer der achtziger Jahre. Mit Harald Sturm braust sie zum Schloss Wildeck, das in Zschopau liegt. Zschopau, das Städtchen mit seinen 11.000 Einwohnern, ist historisch geprägt vom Motorradbau. Und auch das Schloss steht ganz im Zeichen der „heißen Öfen“: Die sehenswerte Ausstellung „MotorradTräume“ bringt Kim Fisher zum Staunen. Sie erfährt, dass sich schon vor dem ersten Weltkrieg der dänische Unternehmer Jörgen Skafte Rasmussen in Zschopau ansiedelte und die größte Zweiradschmiede der Welt entwickelte. 60.000 Motorräder verließen einst jährlich sein DKW-Werk. Mit dem Slogan „DKW – das kleine Wunder, läuft bergauf wie andere runter“ warb er in den zwanziger Jahren für seine Maschinchen.
      Seit 1952 firmierte das Motorradwerk unter „VEB Motorrad Zschopau“ und ab 1956 hießen alle Modelle, die das Werk verließen, MZ. Und auch Harald Sturm feierte einen Welt- und vier Europameistertitel auf einer MZ. Wildeck aber nur als Schloss der Motorradträume zu präsentieren, wäre mehr als ungerecht. Ursprung des Schlosses und damit der Stadt Zschopau ist eine Burg, die der Sicherung des Übergangs des „Alten Böhmischen Steiges“ über die Zschopau diente, einer wichtigen Salz- und Handelsstraße zwischen Leipzig und Prag. Kurfürst Moritz von Sachsen ließ die mittelalterliche Wehranlage von 1545 bis 1547 zum Jagdschloss umbauen. Die herrlichen Kassetten-Decken, die noch heute zu bewundern sind, stammen aus jener Umbauzeit. Heute ist Schloss Wildeck eine Hochburg des Handwerks, ein regelrechtes Handwerkerschloss.
      Und so besucht Kim Fisher die Schauwerkstatt der Münz- und Prägestempelmacher und versucht sich in der alten Kunst des Geldmachens. Gleich im Nachbargewölbe wird nach uralten Verfahren gedruckt und das Gedruckte gebunden, und auch Kim Fisher probiert eine der historischen Buchpressen aus. Und noch ein Juwel hat Schloss Wildeck zu bieten: die uralte Zisterne, die wie eine blau-grüne Lagune im Gneisgestein liegt. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereSa 19.07.2014MDR

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