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    Staffel 4, Folge 1–7

    • Staffel 4, Folge 1 (25 Min.)
      Die Veste Heldburg ist der Auftakt der diesjährigen Schlosserkundungen von Kim Fisher. Zehn Schlösser und Burgen will sie in den kommenden zwei Wochen besuchen und setzt damit ihre erfolgreiche Schlössertour durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auch in diesem Sommer fort. Stolz und schön thront die Veste Heldburg auf einem 400 Meter hohen Phonolith-Felsen zwischen Hildburghausen und Coburg, eine imposante und zugleich märchenhafte Erscheinung. Gegründet wurde die Burg im 12. Jahrhundert. Durch Heirat gelangte die Veste in den Besitz der Wettiner. Sie ergänzten die Anlage ab 1560. Damals entstand der Französische Bau, ein Meisterwerk der Renaissance und fortan angemessene herzogliche Residenz. Nicht nur der Blick auf die Veste Heldburg ist atemberaubend, auch ihre Geschichte.
      Hier hat alles stattgefunden, was man sich nur vorstellen kann: blutige Hexenprozesse, großartige Hochzeiten, fiese Ränkespiele, fürstliche Taufen, unglaubliche Skandale und Feuer-Katastrophen. Und weil wir wohl alle Liebesgeschichten mögen, erzählt auch Kim Fisher eine „Love-Story“, die Ende des 19. Jahrhunderts die Welt der Blaublüter erschütterte, bis hin zum Berliner Kaiserhof. Hauptakteur des Skandals war Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, bekannt auch als „Theaterherzog“. Der Herzog hatte sich verliebt und seine große Liebe auch noch heimlich geheiratet. Natürlich findet Kim Fisher heraus, was es mit diesem Skandal auf sich hatte. Doch die Veste Heldburg hat weit mehr zu bieten. Jedes Jahr zu Pfingsten bevölkern Ritter, Spielleute, Gaukler und Händler die Heldburg.
      Gemeinsam mit den Besuchern begeben sie sich auf eine Zeitreise ins Mittelalter, wie es garantiert nie war. Hartnäckig hält sich die Mär von den „alten Rittersleut“ und dem illustren Leben auf den Burgen. Der Mythos Burg lebt. Auf der Veste Heldburg soll deshalb das „Deutsche Burgenmuseum“ Einzug halten. Eine Begegnung ganz anderer Art setzt auch Kim Fisher in Erstaunen. Über hundert Fledermäuse genießen in den Ritzen und Spalten der Heldburg Quartierschutz. Echte Nachtschwärmer, über die es manch aufregende Geschichte zu erzählen gibt. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMo 06.07.2015MDR
    • Staffel 4, Folge 2 (25 Min.)
      Auf ihrer Schlössertour quer durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen macht Kim Fisher auch auf Burg Schönfels halt und findet sich unversehens auf einer mittelalterlichen Wehranlage wieder. Wie ein Märchenbuch-Klischee von einer echten Ritter-Feste grüßt Burg Schönfels weit ins Pleißener und Zwickauer Land. Um 1200 entstanden, sicherte die Wehranlage für Kaiser Barbarossa das durch Rodungen neu gewonnene Terrain. Wahrscheinlich aber war Friedrich Barbarossa nie auf der Burg. Seine Vögte regierten das Reichs-Lehen. Die Vögte waren so mächtig und prägend, dass sie einem ganzen Landstrich in unmittelbarer Nachbarschaft den Namen gaben: Vogtland. Wer Schönfels besucht, macht eine Zeitreise ins 13. Jahrhundert: Wälle und Gräben, Mauern und Wehrgänge, Vor- und Hauptburg, dazu ein mächtiger Verteidigungsturm – der sogenannte Bergfried.
      Diese Geschlossenheit ist außergewöhnlich. Das urige Gemäuer veranschaulicht, wie kaum ein zweites in Sachsen, mittelalterliche Lebensart. Beim Hirsebrei in einer mit Lehm und Stroh verputzten Stube kann sich Kim Fisher ein Bild davon machen. Auf ihrer Stippvisite begegnet sie auch dem letzten vor Ort lebenden Herrn von Römer. Benno von Römer, dessen Vorfahren die Burg ab 1770 als Sommersitz nutzten, ist Bio-Landwirt. Er bewirtschaftet heute ein ehemaliges Rittergut im Schatten der Burg. Neben der Landwirtschaft und dem Bergbau war es der Holzreichtum, der Burg Schönfels einst ökonomisch trug. Von hier wurde auf der Pleiße das Holz bis nach Leipzig geflößt. Die Gewinne aus dem Geschäft mit der Messestadt flossen auch zurück auf die Burg Schönfels.
      An keinem Ort der Burg wird das so deutlich, wie in der farbenfrohen, prächtig ausgeschmückten Burgkapelle. Auch Kim Fisher lässt sich von der Musik der Holzorgel verzaubern. Übrigens: In der Unterburg vermutete ein Lichtentanner Bürgermeister sogar das Versteck des legendären Bernsteinzimmers. Aber die Suche blieb – wie stets – erfolglos. Dennoch hat Burg Schönfels noch lange nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben. Und vielleicht findet ja Kim Fisher noch einen ganz besonderen Schatz. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDi 07.07.2015MDR
    • Staffel 4, Folge 3 (25 Min.)
      Sagen und Mythen ranken sich um Dom und Schloss Merseburg. Auch Kim Fisher ist diesen auf der Spur und sucht zunächst nach einem Gabelabdruck auf dem Pflaster des Merseburger Schlossbergs. Ob sie fündig wird? Der Legende nach soll vor knapp 700 Jahren einer der wichtigsten Männer der Merseburger Vergangenheit, Bischof Thilo von Trotha, seine Gabel wütend in hohem Bogen aus dem Fenster auf den Domplatz geworfen haben. Eine Kutsche fuhr darüber und drückte den Zinken auf ewig ins Pflaster. Wahr oder nicht wahr? Auf jeden Fall ist es eine der Geschichten, die die Merseburger über den jähzornigen Bischof erzählen. Und es gibt noch viel mehr davon. Einst war Merseburg Pfalz und Bischofssitz, ein bedeutendes mittelalterliches Machtzentrum der Ottonen. Unter Heinrich II. erlebte die Pfalz Merseburg zu Beginn des 11. Jahrhunderts ihre Blütezeit.
      Damals wurde der Grundstein für den Dom gelegt. Bischof Thietmar von Merseburg war vor 1000 Jahren der Mann der Stunde und gilt als bedeutendster Chronist des Mittelalters. Alles, was in seiner Amtszeit geschah, hielt er in den „Merseburger Chroniken“ fest. Geschrieben hat er mit Tinte und Gänsekiel. Thietmars mittelalterliche Schreibstube hat noch heute geöffnet. Wer will, kann sich im Merseburger Schloss in der karolingischen Minuskelschrift üben. Auch Kim Fisher versucht sich im „Skriptorium“ daran. Schreiben wie vor 1000 Jahren, eine echte Herausforderung. Im Spätmittelalter schrieb Thilo von Throta Bistums-Geschichte und hinterließ nicht nur Gabel-Spuren. Als Baumeister begann er 1470 mit dem Umbau auf dem Schlossberg. Eine mächtige spätgotische Anlage war sein Ziel.
      Mystisch und vor allem kryptisch wird’s auch im Merseburger „Schatz-Gewölbe“. Hier liegen sie, die weltberühmten „Merseburger Zaubersprüche“, über die Kim Fisher manch atemberaubende Geschichte erzählen kann. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMi 08.07.2015MDR
    • Staffel 4, Folge 4 (25 Min.)
      Ihre Schlösserreise führt Kim Fisher auch nach Köthen, in die Stadt, die in diesem Jahr ihr 900. Jubiläum feiert. Johann Sebastian Bach trug den Namen der Stadt in alle Welt. Als Hofkapellmeister bei Leopold von Anhalt-Köthen schuf der Komponist hier Teile seiner berühmten „Brandenburgischen Konzerte“. Und in Köthen, so erzählt man sich, verbrachte er seine glücklichsten Lebensjahre. Doch die Bachstadt hat mit ihrem Schloss noch weit mehr zu bieten. Das Schloss ist ein Paradies für Ornithologen und Homöopathen. Seit 1629 ist es auch Wirkungsstätte des ersten deutschen Sprachverbandes, der „Fruchtbringenden Gesellschaft“. Die mittelalterliche Burganlage war einst Sitz askanischer hochadliger Grafen. Bis 1847 diente das Schloss als Anhaltische Fürstenresidenz.
      Baumeister wie Christian Gottfried Heinrich Bandhauer und der Dresdener Hofbaumeister Melchior Brenner hinterließen hier ihre Handschrift. Heute erstrahlen große Teile der Schloss- und Parkanlage wieder im neuen Glanz. Seit 170 Jahren beherbergt der Ferdinandsbau die umfangreiche Sammlung des bekannten Vogelkundlers Johann Friedrich Naumann, der als Begründer der Ornithologie gilt. Das Schaffen des großen Vogelkenners ist weltweit einmalig. In seiner zwölfbändigen „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands“, das heute als Standardwerk gilt, beschrieb er nicht nur detailliert die einzelnen Vogelarten, sondern fügte den Beschreibungen faszinierende Abbildungen in schönster Aquarelltechnik hinzu.
      Im Apothekengewölbe des Ludwigsbaues lässt sich Kim Fisher homöopathische Arzneimittel erklären und erfährt noch manch Unbekanntes über den Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann. Wissen Sie, was ein Klapprechner ist? Nein? Kim Fisher erfährt es von der Professorin für Computerlinguistik, Frau Seewald-Heeg, Chefin der „Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft“. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMo 13.07.2015MDR
    • Staffel 4, Folge 5 (25 Min.)
      Im thüringischen Wolfersdorf entdeckt Kim Fisher ein kleines Juwel: das Jagd- und Wasserschloss „Zur Fröhlichen Wiederkunft“. Es ist eng mit der Reformationsgeschichte verbunden, obwohl Martin Luther das Schloss nie gesehen hat. Doch der Name des Schlosses geht auf eine dramatische Geschichte zurück, die im Schmalkaldischen Krieg ihren Ursprung hat. Der Erbauer des Schlosses, Kurfürst Johann Friedrich I., auch der Großmütige genannt, kämpfte als einer der Anführer des Schmalkaldischen Bundes und wichtigster Förderer und Gönner Luthers für die Reformation. Doch Johann Friedrich geriet in kaiserliche Gefangenschaft, verlor seine Kurfürstenwürde und große Teile von Kursachsen. Fünf Jahre währte seine Kriegsgefangenschaft.
      Als er im September 1552 nach Wolfersdorf zu seiner Gemahlin Sybille und den drei Söhnen heimkehrte, bekam das Schloss den Namen „Zur fröhlichen Wiederkunft“. Der Legende nach hob ein einziger Teichbauer mit Holzspaten und Schubkarre den Schlossteich in nur sechs Monaten aus. Unglaublich! Und so ruht das Jagdschloss auf 26 Eichenpfählen – ein Klein-Venedig im thüringischen Wolfersdorf. Die Fassade von Schloss Wolfersdorf trägt die Farb- und Putzschichten von fünf Jahrhunderten, Spuren wechselvoller Zeiten, von Verfall und Blüte. Es war Wohn- und Jagdresidenz, Jugendwerkhof und Sommerhaus der Universität Jena. Übrigens forcierte Johann Friedrich der Großmütige vom Schloss aus die Gründung dieser noch heute existierenden Bildungshochburg. Im Moment steckt das Schloss mitten im Wiederaufbau.
      Doch Kim Fisher findet sehenswerte sanierte Kostbarkeiten, wie einen einzigartigen Fahrstuhl, der noch vom letzten Herzog auf Schloss Wolfersdorf, Herzog Ernst II., stammt. Dass er ein Techniknarr war, sieht man auf Schritt und Tritt. Und so kann sich Kim Fisher auch ein Bild vom Tresorraum machen, der in den 20er-Jahren besser gesichert war als die Geldhäuser in Jena und Weimar. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereDi 14.07.2015MDR
    • Staffel 4, Folge 6 (25 Min.)
      Wo Elbe, Triebisch und Meisa einen steilen Felsen umfließen, wurde im Jahr 929 eine hölzerne Burg errichtet. Sie wurde zur Wiege Sachsens. Von hier aus regierte das Fürstengeschlecht der Wettiner über Jahrhunderte. Und 1471 entstand hier unter der Leitung von Werkmeister Arnold von Westfalen der erste Schlossbau Deutschlands: Schloss Albrechtsburg Meißen, die „sächsische Akropolis“. Ein Superlativ, seit 1471 ein Trendsetter – hoch aufstrebend inszeniert Schloss Albrechtsburg noch immer die Herrlichkeit seiner einstigen Herrschaft. Was Wunder, das Kim Fisher auf ihrer Entdeckungstour dem gewaltigen Meißner Schloss einen Besuch abstattet. Schloss Albrechtsburg besticht durch einzigartige architektonische Lösungen und Gestaltungsideen. Ein Meisterstück ist der große Wendelstein. Oft kopiert, nie erreicht – ein Wunderwerk der Steinmetzkunst, findet Kim Fisher.
      1710 zieht mit der ersten europäischen Porzellanmanufaktur neues Leben in das Schloss ein. Johann Friedrich Böttger perfektioniert hier sein keramisches Know-how. Bis zu fünfhundert Manufakturarbeiter wuseln auf drei Etagen durch die stickige Burg. Zahllose Pferdefuhrwerke schaffen die Rohstoffe heran. Es rumpelt allerorten. Für Augusts Porzellanvernarrtheit wird gerackert, was das Zeug hält. Von der Meißner Schlossmanufaktur trat das „Weiße Gold“ seinen Triumphzug durch ganz Europa an. Die Albrechtsburg hat jedoch noch ganz andere Geschichten zu bieten. „1.000 Jahre Bier in Sachsen“ heißt die neueste Ausstellung. War das Bier vor 1.000 Jahren schon das Bier, das wir heute kennen? Und vor allem: Was hat Bier mit der Albrechtsburg zu tun? Fragen über Fragen, auf die Kim Fisher verblüffende Antworten findet. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereMi 15.07.2015MDR
    • Staffel 4, Folge 7 (25 Min.)
      Letzte Station ihrer diesjährigen Schlössertour ist das „Thüringer Versailles“. Auch für Kim Fisher ist das barocke Kleinod Schloss Molsdorf von besonderem Reiz. Einst gehörte das vor den Toren Erfurts gelegene Schloss zu den ersten Adressen der feudalen Gesellschaft. Seine Glanzzeit hatte es Mitte des 18. Jahrhunderts, als hier der Reichsgraf Gustav Adolph Graf von Gotter, ein Diplomat am Hofe Friedrichs des Großen, residierte. „Vive la joie – Es lebe die Freude“, war sein Lebensmotto. Wohl deshalb wurde Gotter Mitglied des „Ordens der gut gelaunten Eremiten“. Wundersame Legenden erzählt man sich bis heute über den Schlossherren. Ein wahrer Lebemann, ein Frauenheld und Freigeist soll er gewesen sein.
      Was ist dran an dem Ruf des Grafen? Welche Rolle spielte er in diesem Schloss, wie prägte er es in seiner Zeit? Kim Fisher lädt die Zuschauer zu einer Spurensuche ein. Auch mehrere Nachbesitzer hinterließen ihre gestalterische Handschrift im Schloss, für Jugendstileinbauten etwa sorgte zum Beispiel Anfang des 20. Jahrhunderts die Gräfin von Gneisenau. Auch der Schlosspark hat eine ganz besondere Ausstrahlung, wohl deshalb, weil zwei Epochen der Gartenkunst in den schmucken Anlagen für den Besucher sichtbar werden. Die barocke Gartenanlage aus der Gotterzeit wurde unter der Federführung des Gothaer Hofgärtners Johann Rudolph Eyserbeck in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts in einen bis heute erhaltenen Landschaftspark umgestaltet, dem man die inspirierenden Ideen der Gartengestalter noch immer anmerkt. (Text: mdr)
      Deutsche TV-PremiereSa 18.07.2015MDR

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