13 Horrorfilmtipps zu Halloween – außer „Halloween“

    Mit diesen Filmen lässt es sich angemessen auf dem Sofa gruseln

    Rosanna Großmann – 30.10.2020, 17:34 Uhr

    Die französische Netflix-Serie „Marianne“

    It’s the Most Wonderful Time of the Year – nein, noch ist das Weihnachtsfest Weihnachten: Die Rede ist von Halloween und der Grusel-Jahreszeit.

    Auch, wenn sich Halloween aufgrund großer Gegnerschaft nicht so richtig in Deutschland durchzusetzen vermag, gibt es durchaus begeisterte Fans – die vielleicht schon im Alter von sieben Jahren schaurige Partys gegeben haben, auf denen es Würstchen-Zombiefinger und grünen Wackelpudding mit Gummiwürmern zu essen gab. Oder die stundenlang ihre Wohnung mit künstlichen Spinnweben und Taschentuch-Gespenstern behängen. Die ganze Arbeit muss man sich nicht unbedingt machen, und Partys feiert man aktuell auch lieber nicht. Doch in Stimmung kommen – das geht nicht nur mit Kürbisfratzen-Schnitzen, sondern auch mit guten Gruselfilmen. Wir stellen eine handverlesene Auswahl an feinstem Geister-, Dämonen- und Monsterhorror vor, durch die Sie sich in der Bildstrecke klicken können. Fröhliches Halloween mit diesen 13 Grusel-Perlen!

    13 Filmtipps zu Halloween
    Der spanische Grusler „Das Waisenhaus“ ist ein guter Einstieg in die Welt der Geister, die in dunklen Gebäuden umherspuken und dabei den einen oder anderen Menschen in Besitz nehmen. Dieser Film kann mit einer emotionalen Geschichte, authentischen Hauptfiguren und einer guten Prise Jumpscares aufwarten. Hinzu kommt ein Plot-Twist, den man nur als hartgesottener Experte ahnt und der für eine ordentliche Portion Schock seitens der augenzuhaltenden Zuschauenden sorgt. Warner Bros.
    Fremdartige Kreaturen haben sich in „A Quiet Place“ auf der Erde niedergelassen und widmen sich fortan der Vernichtung der Menschheit. Neuartig ist in dieser Umsetzung jedoch die Natur jener Wesen, denn sie agieren extrem geräuschempfindlich. Die Menschen schützen sich also, indem sie, genau, möglichst wenig Lärm machen. Dass sich das mit Kleinkindern oder auch während einer Geburt als nicht einfach gestaltet, ist naheliegend: In der erzwungenen Stille liegt auch eine nervenkitzelnde Spannung. Mit Emily Blunt und John Krasinski in den Hauptrollen. Paramount Pictures
    Während in „Relic – Dunkles Vermächtnis“ das ganze Haus mehr und mehr mit Schimmel überzogen wird, und auch die in ihm wohnende Großmutter nicht ganz schadlos zu bleiben scheint, versuchen ihre Tochter (Emily Mortimer) und die Enkelin alles, um ihr Familienoberhaupt zu retten. Keine Sekunde lang lässt dieses Spielfilmdebüt der Regisseurin Natalie Erika James die Zuschauenden los; der nächste Erschreckende lauert schon wieder in der Ecke. „Relic“ gibt es bisher zwar nur auf DVD und Blu-ray, doch die Anschaffung lohnt sich. Nine Stories Productions
    Alle dreißig Jahre wird der Stoff „Das Ding aus einer anderen Welt“ („The Thing“) verfilmt – das erste Mal 1951, dann 1982, und schließlich wieder 2011. Alle drei Filme sind sehenswert, anfangen sollte man jedoch mit der 80er-Version, denn sie stammt von keinem Geringeren als John Carpenter. Die Darstellung des sonderbaren Organismus, gegen den die Wissenschaftler einer Forschungsstation in der Antarktis zu kämpfen haben, wird hier besonders faszinierend-eklig umgesetzt. Universal Pictures
    Es gibt auch eine Handvoll guter Horror–Serien, und dieses Format passt natürlich zu den postmodernen Sehgewohnheiten. „Spuk in Hill House“ wartet mit gut designten Geistern und mitreißenden Erzähl-Episoden auf – und wirklich ständig ist irgendwo etwas Gruseliges im Hintergrund zu erkennen. „Hill House“ ist jedoch nicht nur Horror, sondern auch die emotionale Geschichte einer Familie, die ein Trauma zu verarbeiten hat. Die Nachfolgerserie, „Spuk in Bly Manor“, verliert sich leider in diesen Sentimentalitäten, vielen Tränen und endlosen Monologen. Netflix
    „Hereditary – Das Vermächtnis“: Genau, noch ein Vermächtnis (in der deutschen Übersetzung). „Hereditary“ ist ein Muss. In über zwei Stunden baut Ari Aster das beklemmende Bild einer Familientragödie auf und verzichtet dabei komplett auf lautstarke Hüpfgrusel. Die Geschichte und die sich langsam entfaltenden Bilder sind so furchtbar, wie man sie sich nur wünschen kann. Toni Collette spielt die scheinbar den Verstand verlierende Mutter der Familie. Bis zum Finale unangenehm unheimlich. Wer ihn noch nicht gesehen hat und Horrorfan ist, sollte unbedingt reinschauen – auch, wer vielleicht von Asters bekanntem Nachfolger „Midsommar“ eher mäßig begeistert war. PalmStar Media
    Keine Angst vor den Siebzigern: Nicolas Roeg wusste schon damals, was er tat! Die Wirkung von „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ kann sich nur entfalten, wenn man sich dem Film ganz hingibt (was generell bei Horrorfilmen zu empfehlen ist). Dann jedoch spürt man deutlich die Panik des Vaters (Donald Sutherland), der noch immer sein Kind sucht, viele Jahre nach dem Unfall. Und die unbestimmte Bedrohung, die von etwas Übernatürlichem auszugehen scheint. Das Ende ist besonders mit Schrecken. D.L.N. Ventures Partnership
    Eine Gruppe von Menschen bleibt in „Devil – Fahrstuhl zur Hölle“ in ebenjenem Fahrstuhl stecken. Dieses Setting ist klaustrophobisch genug, doch so richtig schlimm wird’s, als einer nach dem anderen brutal stirbt – immer dann, wenn das Licht ausgeht. Es wird klar: Der Teufel ist unter ihnen. Doch wer ist es? (Sie kommen wahrscheinlich nicht drauf.) Die Story ist vom Gruselmeister mit dem unaussprechlichen Namen, M. Night Shyamalan. Universal Pictures
    Allein schon die Räumlichkeiten, in denen„The Autopsy of Jane Doe“ größtenteils spielt, haben kaltes Schauderpotenzial: Es ist ein Leichenhaus, in dem sich Vater (Brian Cox) und Sohn der Obduktion einer verstorbenen Frau widmen. Doch irgendetwas stimmt mit diesem Körper nicht. Während die Männer immer weitere Kuriositäten in dessen Innerem finden, geschehen auch um sie herum vermehrt bedenkliche Dinge. Tipp: Bei „The Autopsy“ ist nebenbei Pizza- oder Popcornsnacken nicht gut möglich. Impostor Pictures
    Eine alte Hexe, ein verfluchter Knopf und ein offenes Grab im strömenden Regen: „Drag Me to Hell“ hat alles, was das Halloweenherz begehrt, und noch dazu eine Prise makabren Humor. Kleine Kätzchen können in solchen Filmen nicht überleben, und auch Leichen bleiben nicht dort, wo sie hingehören, sondern spucken eher noch literweise gelben Schleim aus. Sam Raimi schrieb mit „Tanz der Teufel“ bereits Horror-Filmgeschichte und ist ebenfalls Regisseur von „The Grudge – Der Fluch“ und der „Spider-Man“-Trilogie. Universal Pictures
    Der „Uncanny Valley“-Effekt besagt, dass es besonders unheimlich wirkt, wenn menschliche Züge nur bis zu einem gewissen Grad verfälscht werden. Herausglubschende Augen und zu weit geöffnete Münder bietet die französische Grusel-Thriller-Serie „Marianne“ zuhauf. Dazu wird die namensgebende Hexe immer wieder in extrem kurzen Bildframes eingeblendet. Doch der wahre Horror liegt im zum eingefrorenen Lächeln verzogenen Gesicht der Schauspielerin Mireille Herbstmeyer und in dem von unter dem Bett geflüsterten Satz Gib mir deinen Fuß. Empreinte Digitale
    „The Pact“: Als nach ihrer Mutter auch noch ihre Schwester verschwindet, sucht eine junge Frau (Caity Lotz) das Haus ihrer Kindheit auf. Doch irgendetwas stimmt mit dieser Wohnung ganz gehörig nicht. Mysteriöse Hinweise bringen sie auf die Spur des brutalen Killers „Judas“. Besonders unheimlich sind hier – neben dem Plot-Twist – Fotografien, auf denen unerklärliche Dinge zu erkennen sind. Die Geister sorgen für wohlige Gruselschüttler. Preferred Content
    Wer jetzt zum Beispiel im Besessenheits-Genre Blut geleckt hat, dem sei noch ein Urgestein ans Herz gelegt: Sam Raimis „Tanz der Teufel“ (1981). So ganz ernst kann sich der Regisseur beim Schreiben des Klassikers selbst nicht genommen haben, doch die handgemachten Effekte der Low-Budget-Produktion – schmelzende Leichen, wildes Blutspritzen – sorgen für entsetzten Spaß. Nachdem der Dämonenbeschwörungsfilm bis 2016 für drastische Gewaltdarstellungen (Vergewaltigung durch einen besessenen Baum?) auf dem Index stand, kann man ihn nun endlich getrost konsumieren. Renaissance Pictures

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1979) am melden

      Nun ist der erste Teil von Tanz der Teufel ungeschnitten sogar ab 16 freigegeben. Darf also sogar im TV gesendet werden 
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      • (geb. 1967) am melden

        Und, DAS werde ich NIE verstehen, warum wohl, anscheinend sämtliche Film Kritiker sowas von auf

        "Hereditary" abfahren!


        Im Kino damals wollte ich schon nach nicht mal der Hälfte des Films raus , da es mich terisch genervt hatte, das ich null, null durch gesehen habe!!
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        • (geb. 1967) am melden

          Achso, ich nun wieder, ich muß auf das Bild und vor klicken....
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          • (geb. 1967) am melden

            Hä?? Wo sind denn diese 13 Film Tipps??
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            • (geb. 1967) am melden

              Bei "Marianne" hatte ich damals beim Start aus unerfindlichen Gründen bei Folge 3 glaube ich aufgehört...
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