Die „Dinner for One“-Lüge: Eine Spurensuche geht weiter …

Wie Leserhinweise uns wieder auf die Fährte von Peter Frankenfeld führten

Daniel Teuteberg
Daniel Teuteberg – 29.12.2025, 11:46 Uhr

„Same procedure as every year“: Butler James (Freddie Frinton) und Miss Sophie (May Warden) – Bild: SWR/NDR/Annemarie Aldag
„Same procedure as every year“: Butler James (Freddie Frinton) und Miss Sophie (May Warden)

Die Schweizer Version

Zur Schweizer Version hatten wir angemerkt, dass sie im März 1963 aufgezeichnet wurde und damit noch vor der bekannteren deutschen Version. Genauere Infos zur Ausstrahlung lagen uns aber noch nicht vor. Durch einen weiteren wertvollen Nutzerhinweis können wir nun ergänzen, dass der Sketch im Schweizer Fernsehen erstmals am 20. April 1963 gezeigt wurde – und zwar als Teil des Revue-Programms „Night Club“, welches man einreichte als Beitrag zum Wettbewerb um die Goldene Rose von Montreux (Rose d’Or), die der besten Unterhaltungssendung verliehen wird. Zu den weiteren Künstlern gehörte etwa Esther Ofarim, die wenige Wochen zuvor für die Schweiz beim Eurovision Song Contest angetreten war und mit ihrem Lied „T’en va pas“ den zweiten Platz belegt hatte. „Dinner for One“ war hier also nur eine von mehreren Nummern. Das könnte auch erklären, warum die Schweizer Version mit elf Minuten Länge deutlich kürzer ausfällt als die bekannte deutsche Aufzeichnung und infolgedessen auch hektischer wirkt. Vielleicht blieb in der 49-minütigen Sendung nur Zeit für eine deutlich gestraffte Variante.

„Night Club“: Schweizer Revue-Sendung mit „Dinner for One“ sowie u. a. dem Hazy-Osterwald-Sextett Radio TV – Je vois tout, No. 15/​1963, p. 23

Am 10. Februar 1972 wurde mutmaßlich die Schweizer Version nochmals in der Reihe „Da Capo“ mit Flavia Kleinheinz-Schnyder gezeigt. Belege für die weitere Ausstrahlungsgeschichte der Schweizer Version stehen noch aus. Angeblich geriet sie in Vergessenheit – so sehr, dass stattdessen irgendwann auch die deutsche Variante gezeigt wurde, bevor man die eigene wiederentdeckte und ab 1989 regelmäßig ins Programm nahm.

Ausstrahlung im britischen Fernsehen

Im letzten Jahr hatten wir am Rande erwähnt, dass der Sketch in Großbritannien weitgehend in Vergessenheit geriet und erst der Sender Sky Arts 2018 eine jährliche TV-Ausstrahlung startete, aber wohl nur bis 2020 durchhielt. Diese Aussage müssen wir korrigieren, denn die BBC zeigte 1963 alle Beiträge für die Rose d’Or und somit auch die oben erwähnte Schweizer Sendung „Night Club“; laut dem British Comedy Guide am 9. Juni 1963. Zu klären ist noch, ob es womöglich auch eine Ausstrahlung im deutschen Fernsehen gab. Außerdem soll die Premiere der uns bekannten Aufzeichnung im November 2018 auf einem Slapstick Comedy Film Festival in Schottland stattgefunden haben.

Das neue Prequel

Ende letzten Jahres wurde das angekündigte Prequel „Miss Sophie – Same Procedure as Every Year“ (damals noch unter dem Arbeitstitel „Dinner for Five – Killer for One“) bereits mit Spannung erwartet. Die Miniserie beleuchtet die Vorgeschichte des Sketches und zeigt, in welchem Verhältnis Miss Sophie (Alicia von Rittberg) und ihre Gäste zueinander standen. Tatsächlich kämpfen sie alle um die Hand der jungen Adeligen – doch bevor diese ihre Wahl treffen kann, wird einer von ihnen ermordet. Sophie fordert die verbliebenen Herren nun zu witzigen Wettkämpfen um ihr Herz heraus und versucht gleichzeitig, den Mörder zu finden. Butler James (Kostja Ullmann) steht ihr auch damals schon zur Seite. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Romanze, die aber unmöglich erscheint. Unser Kritiker Christopher Diekhaus hat die komplette Miniserie gesehen (zum Review), kam aber zu dem Ergebnis, dass der Silvesterklassiker ein solches Prequel nicht verdient habe.

Die TV-Termine in der Übersicht

Wer also lieber beim Original bleiben möchte, hat zum Jahreswechsel wie gewohnt reichlich die Gelegenheit dazu. Verbunden mit den besten Wünschen für 2026 legen wir unseren Lesern hier die Sendetermine an Silvester bzw. in der Neujahrsnacht in der Übersicht ans Herz:

„Same procedure than as every year“: Conférencier Heinz Piper NDR (Screenshot)

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Über den Autor

Daniel Teuteberg ist Jahrgang 1986 und hat sich schon in früher Kindheit sehr für das Medium Fernsehen begeistert. Und das, obwohl sein Elternhaus erst sehr spät mit Satellitenempfang ausgerüstet wurde und ihm die ganze Bandbreite seiner Möglichkeiten bis dahin vorenthalten blieb. Schon im Grundschulalter nahm er akribisch die Hörzu auseinander – wortwörtlich mit der Schere. Er ist vermutlich der Erfinder des Episodenführers, was jedoch nie offiziell festgehalten wurde. Seine handgeschriebenen Werke existieren aber noch heute. Bevorzugte Genres gibt es kaum. Nach dem Kinderfernsehen wandte er sich relativ jung den ZDF-Familienserien zu, bevor er die Daily Soaps für sich entdeckte. Nach einigen Jahren kühlte diese Leidenschaft teilweise ab, doch „Marienhof“ und „Verbotene Liebe“ hielt er bis zum Ende die Treue. Zur Zeit seines Studiums weist sein Serien-Lebenslauf Lücken auf, da er zeitweise ohne Fernsehempfang auskommen musste und nur selten Zeit für und Lust auf neue Serien hatte. Nachdem er im Studium mit Erziehungs- und Kommunikationswissenschaft noch zweigleisig gefahren ist, setzte sich schließlich doch die alte Leidenschaft für die Medien durch und so kümmert er sich seit 2013 als Redakteur bei fernsehserien.de hauptsächlich um die Pflege der Seriendatenbank und setzt damit fort, was er schon als Kind geliebt hat.

Lieblingsserien: Superstore, The Middle, Vorstadtweiber

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am via tvforen.de

    Ich konnte leider über "Dinner for One" auch nie lachen. Da war ja Kuli mit seinen Ansagen witziger!
    • am

      Frankenfeld hat sich gern mit der Entdeckung geschmückt. Es wundert mich, daß jetzt die Künnecke-Show wieder aus dem Rennen genommen wird. Ich habe mich geärgert, daß sie in der 60er-Jubiläumsshow nicht erwähnt wird. Ich erinnere mich, ein Foto aus einer TV-Zeitschrift von 1961 gesehen zu haben, eindeutig mit dem Bild von Frinton und Wardeh und "Dinner for One" in "Lassen Sie sich unterhalten".
      Hier ist noch ein Beweis

      In der Sendung „Bitte lassen Sie sich unterhalten“ mit Evelyn Künnecke am 9.Dezember 1961 trat ein damals unbekanntes englisches Komikerpaar, Freddie Frinton und May Warden auf mit „Dinner for one“. Die hochschwangere Frau Margarete Welty lachte so heftig, daß die Wehen einsetzten. Im Spital kam Sohn Dieter zwei Wochen zu früh auf die Welt. Dieser datenmäßig genau dokumentierte Vorfall ist auch der Beweis, daß nicht Peter Frankenfeld der Entdecker Frintons in Blackpool 1962 für den deutschen Markt war und er den Sketch in seiner Sendung  im März 1963 erstmals brachte, wie er immer kolportierte.

      Und noch eine Geschichte gibt es
      Die offizielle Fotosession des norwegischen Königshauses 2000:
      Anwesend waren auch die Verlobte des Thronfolgers und zukünftige Kronprinzessin Mette-Marit mit ihrem knapp 4jährigen Sohn Marius. Die Familie stand steif und königlich bereit zum traditionellen Familienphoto, als Marius vorstürzte und über ein dort liegendes Eisbärfell hupfte. Inspiriert von "Dinner for one" stahl der Kleine den Majestäten die Show und wurde zum Liebling der Norweger.
      • am via tvforen.de

        Ein Interview mit Fernsehunterhaltungschef des NDR Henri Regnier über die Aufzeichnung von "Dinner for one" gibt Aufschluss:

        https://www.youtube.com/watch?v=BYIwQLbzp8c

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        • am via tvforen.de

          Somnambule schrieb:
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          > Ein Interview mit Fernsehunterhaltungschef des NDR
          > Henri Regnier über die Aufzeichnung von "Dinner
          > for one" gibt Aufschluss:

          Henri Regnier meint hier, es wäre 1959 gewesen. Die erste Aufführung von "Dinner for one" im deutschen Fernsehen war aber doch wohl am 22. Oktober 1960 in der ersten Ausgabe von "Guten Abend!" mit Peter Frankenfeld. In der Hörzu 42/60 wurde jedoch Freddie Frinton bei der Ankündigung der Sendung mit keinem Wort erwähnt.

          http://www.bilder-hosting.info/vorschau/cqs1767451197y.JPG (http://www.bilder-hosting.info/viewer.php?id=cqs1767451197y.JPG)
          http://www.bilder-hosting.info/vorschau/opt1767451251l.JPG (http://www.bilder-hosting.info/viewer.php?id=opt1767451251l.JPG)
      • am via tvforen.de

        Hier ein Programmhinweis (eine Sendung des SDR, 1988):

        https://www.youtube.com/watch?v=7YjvuycTqz4

        -
        • am via tvforen.de

          Lustiger Sketch, schaue ich mir an.
          • am via tvforen.de

            Das Original schaue ich auch nicht jedes Silvester, aber einige der zahlreichen Remakes sind wirklich gut gemacht und darüber kann ich dann lachen. Spontan fällt mir Ralf Schmitz ein, der könnte glatt ein Enkel vom Butler James sein. Hannes und der Bürgermeister sowie Heißmann und Rassau haben auch gute Remakes gemacht.
            • am via tvforen.de

              Willst Du damit andeuten, dass die heutigen Möchtegern-Comedian, oder wie sie sich nennen besser sind? Wenn ich schon Chris Tall, Johan König, Michael Mittermaier und Co sehe, bekomme ich schon eine Gänsehaut. Die bringen nur das, was das Skript ihnen vorschreibt. Wie die kleinen Kinder. La la la la la laaa.
              Die Perfektionisten, die sich zuhause Gedanken darüber gemacht haben, wie man ein Publikum zum Lachen bringt, gibt es nicht mehr. Hape Kerkeling bildet da eine eher seltene Ausnahme.
              Und die anderen Typen? Mit billigen, abgedroschenen Witzen und Bermerkungen, möglichst nur noch unter die Gürtellinie, das Publikum verarschen. Die sind ja so doof, die zahlen sogar Geld dafür. Die wollen es ja gar nicht anders.
              • am via tvforen.de

                WilliWinzig schrieb:
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                > Willst Du damit andeuten, dass die heutigen
                > Möchtegern-Comedian, oder wie sie sich nennen
                > besser sind? Wenn ich schon Chris Tall, Johan
                > König, Michael Mittermaier und Co sehe, bekomme
                > ich schon eine Gänsehaut. Die bringen nur das,
                > was das Skript ihnen vorschreibt. Wie die kleinen
                > Kinder. La la la la la laaa.
                > Die Perfektionisten, die sich zuhause Gedanken
                > darüber gemacht haben, wie man ein Publikum zum
                > Lachen bringt, gibt es nicht mehr. Hape Kerkeling
                > bildet da eine eher seltene Ausnahme.
                > Und die anderen Typen? Mit billigen,
                > abgedroschenen Witzen und Bermerkungen, möglichst
                > nur noch unter die Gürtellinie, das Publikum
                > verarschen. Die sind ja so doof, die zahlen sogar
                > Geld dafür. Die wollen es ja gar nicht anders.


                Michael Mittermeier würde ich nicht als Möchtegernkomiker bezeichnen.
              • am via tvforen.de

                Frog and Starfish schrieb:

                > Michael Mittermeier würde ich nicht als
                > Möchtegernkomiker bezeichnen.

                Michael Mittermeier würde ich nicht MAL als Möchtegernkomiker bezeichnen.
              • am via tvforen.de

                die denken sich zumindest teilweise Programme aus. es ist ja außerdem ja nun mal wesentlich schwerer, mit Wortwitzen zu Punkten als mit einer abgedroschenen Clown-Nummer, wie es Dinner for One ja nun mal ist, in den 50er Jahren. da langte es vielleicht noch, wenn man sich als Clown zu große Schuhe anzog und sich tolpatsich stellte. damit kann man aber heute nicht mehr kommen.
                Dinner for One funktioniert ohne Quotendruck als Running Gag zu Silvester. Man zeigt so was aber nicht mehr im heutigen TV. man zeigt ja auch keine Zirkus-Clowns mehr oder Charlie Chaplin. das ist einfach vorbei. auf dem Niveau ist das.
                heute müsste ein Zirkus-Clown eine viel akrobatischere Vorstellung bringen als Freddie Frinton, und selbst dann kommt er nicht mehr im TV vor.

                wobei 50er Jahre. das ist 61 aufgezeichnet.
                die Zuschauer bei Dinner for One sind eindeutig instruiert, wahrscheinlich bezahlt, um da zu Lachen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das 61 noch funktioniert hätte ohne bezahlte Lacher.
                Damals hatten die Zuschauer zwar praktisch noch kein TV.
                aber beim ersten Stolpern über den Tigerkopf geraten die Zuschauer geradezu in Ekstase. das ist zu offensichtlich.
              • am via tvforen.de

                Zitat:
                "Man zeigt so was aber nicht mehr im heutigen TV. man zeigt ja auch keine Zirkus-Clowns
                mehr oder Charlie Chaplin. das ist einfach vorbei. auf dem Niveau ist das. "

                Hier muß ich dir allerdings energisch widersprechen:
                Die Werke von Chaplin, Keaton, Lloyd, Langdon, Laurel & Hardy
                sind bis heute noch als großartige Klaßiker angesehen und werden
                es auch noch in 50 Jahren sein.
                Wenn man sie bewußt ansieht steckt da schon sehr viel mehr dahinter
                als nur "große Clownsschuhe" und "Torte ins Gesicht".

                In diese "Hall of Fame" würde ich jetzt "Dinner for One" nicht erheben,
                der Sketch an und für sich ist aber schon gelungen.
                Was ich allerdings gar nicht
                nachvollziehen kann ist der künstliche Kult um ihn und daß er zur Silvester-
                Programm-Tradition gehört. Genauso wie andere Weihnachts- und Silvesterfolgen
                von durchgehend guten humoristischen Serien.

                Slapstick war schon immer ein fester Bestandteil in der Sparte "Filmkomödie"
                und wird es auch immer bleiben - von Mel Brooks in den 70ern, Jim Carrey
                in den 90ern bis hin zur "Die nackte Kanone"-Neuauflage letztes Jahr.

                Bei den Komikern mit "Wortwitz" fallen mir aber keine Neuzugänge ein,
                hier greife ich immer auf die Urgesteine wie Woody Allen oder Gerhard Polt
                zurück.
              • am via tvforen.de

                badspaenzer schrieb:
                -------------------------------------------------------
                > die denken sich zumindest teilweise Programme aus.
                > es ist ja außerdem ja nun mal wesentlich
                > schwerer, mit Wortwitzen zu Punkten als mit einer
                > abgedroschenen Clown-Nummer, wie es Dinner for One
                > ja nun mal ist,

                Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung, wovon du redest. Da du behauptest, den Sketch nur ein einziges Mal gesehen zu haben, ist das auch kein Wunder. Freddie Frinton ist mit "Dinner for One" hunderte Male aufgetreten und hat dabei natürlich gemerkt, welche Elemente beim Publikum funktionieren und welche nicht. Dementsprechend dürfte er den Sketch immer wieder verändert und verfeinert haben. Wenn bei dir nur das Stolpern über den Tigerkopf hängengeblieben ist, sagt das mehr über dich aus als über "Dinner for One".

                > in den 50er Jahren. da langte es
                > vielleicht noch, wenn man sich als Clown zu große
                > Schuhe anzog und sich tolpatsich stellte. damit
                > kann man aber heute nicht mehr kommen.
                > Dinner for One funktioniert ohne Quotendruck als
                > Running Gag zu Silvester. Man zeigt so was aber
                > nicht mehr im heutigen TV.

                Viele Elemente in "Dinner for One" sind zeitlos, z.B. die Darstellung eines immer betrunkener werdenden Mannes (daran ist schon so mancher Komiker gescheitert) oder auch die Parodie der imaginären Geburtstagsgäste mit ihren Marotten. Meine Lieblingsstelle als Kind war anfangs das Trinken aus der Blumenvase, was natürlich ein ziemlich simpler Gag ist. Später hab ich mich am meisten af die Stelle gefreut, wo Frinton den verschütteten Wein mit der Hand wieder ins Glas schieben will.

                Übrigens enthält der Sketch durchaus auch Wortwitz. Das fängt bei den Namen der Gäste an und hört bei der Schlusspointe auf, die viele Zuschauer vermutlich erst nach diversen Wiederholungen verstanden haben. Deshalb wundert es mich eigentlich, dass nie eine Version mit deutschen Untertiteln gezeigt wurde. In der Mediathek gibt es für die englischen Dialoge interessanterweise nur englische Untertitel.

                Und was heißt "ohne Quotendruck"? Die Einschaltquoten in den 3. Programmen waren über Jahrzehnte hinweg so hoch, dass der Sketch immer mehr Sendeplätze bekam (im NDR lief er gestern z.B. viermal) und irgendwann auch ins Erste gehievt wurde. Allein die drei quotenstärksten Ausstrahlungen kamen gestern zusammen auf 5,3 Mio. Zuschauer.
              • am via tvforen.de

                badspaenzer schrieb:
                -------------------------------------------------------
                > Die Zuschauer bei Dinner for One sind eindeutig
                > instruiert, wahrscheinlich bezahlt, um da zu
                > Lachen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das 61
                > noch funktioniert hätte ohne bezahlte Lacher.
                > Damals hatten die Zuschauer zwar praktisch noch
                > kein TV.
                > aber beim ersten Stolpern über den Tigerkopf
                > geraten die Zuschauer geradezu in Ekstase. das ist
                > zu offensichtlich.

                Das ist doch in heutigen TV-Shows kein Stück anders. Da werden die Zuschauer ja auch künstlich angeheizt und sollen an bestimmten Stellen klatschen und lachen. Bei der heute-show wird das teilweise ja auch so zusammengeschnitten, dass Lacher aus anderen Stellen gezeigt werden, wenn das bei der aktuellen Stelle nicht gut genug war. In dem Sinne war Fernsehen ja schon immer Inszenierung.
              • am via tvforen.de

                is richtig, aber es sind schon in gewisser Weise Pointen. es sei denn, es ist die Vietnamesin da mit ihrer Wissenschafts-Show, bei ihr merkt man, dass sie es nicht kann
                es ist natürlich damals, ich habe sogar an Silvester noch mal reingesehen, der Sketch ist, wie ich bereits wasserdicht geschrieben habe, überhaupt nicht mehr zeitgemäß, extrem auffällig gemacht. er stolpert und die Zuschauer geraten in Ekstase. und das beim ersten Stolperer.
                hat den Charme der 50er Jahre, lassen wir es duchrgehen als extrem plump gemacht.
                man gerät doch nicht in Ekstase, wenn jemand stolpert.
                das ist Trivialhumor aus der Klamottenkiste
              • am via tvforen.de

                in England ist der Sketch ja angeblich weitgehend unbekannt und da ist er wohl ziemlich exklusiv aufgetreten.

                kann ich auch nachvollziehen.
                Stolpern, den Betrunkenen spielen.
                das ist halt 50er Jahre. das ist völlig klar, dass das in England kein Mensch mehr kennt.


                mit Stolpern, Trivialslapstick und auf Betrunken machen kann man heute nicht mehr kommen.
                der Quotendruck ist nicht da. Silvester hat ja wohl das schlechteste Programm überhaupt, senderübergreifend, wobei die nackte Kanone Trilogie wird durchgespielt, das ist Slapstick, aber in erster Linie auch viel Wortwitz und die extrem trockene Art des Synchronsprechers von Leslie Nielsen, die Mimik... bei Dinner for One ist das ja völlig Fehlanzeige, also nacke Kanone ist meilenweit über dem Clown-Niveau von dinner for one.
                dinner for one ist ein Anachronismus und es gibt welche, die sich dabei amüsieren. wenn man weiß, dass der gleich stolpert schon mal lachen, weil der stolpert ja gleich. na ja.
                dinner for one hat minimal Wortwitz.
                das gehört ja auch zur Absurdung Überhöhung des nicht mehr zeitgemäßen Sketches. damals hätte das in Deutschland sowieso nur eine Minderheit verstanden, den Halbwitz da am Ende - mit quälend langem Anlauf.

                Slapstick gehört dazu. aber wenn man damit heute kommen will, muss man ein ganz anderes Niveau bieten und nicht 50er Jahre Zirkus-Clown Niveau.

                sich dann auslassen über heutige Komiker, die sich lieber Comedians nennen, und die zumindest im TV viel mehr tun müssen als "Torte ins Gesicht"... ist unpassend.
                welcher nennenswerte Schauspieler scheitert denn daran, einen Betrunkenen zu spielen?
              • am via tvforen.de

                in England ist der Sketch ja angeblich weitgehend unbekannt und da ist er wohl ziemlich exklusiv aufgetreten.

                kann ich auch nachvollziehen.
                Stolpern, den Betrunkenen spielen.
                das ist halt 50er Jahre. das ist völlig klar, dass das in England kein Mensch mehr kennt.


                mit Stolpern, Trivialslapstick und auf Betrunken machen kann man heute nicht mehr kommen.
                der Quotendruck ist nicht da. Silvester hat ja wohl das schlechteste Programm überhaupt, senderübergreifend, wobei die nackte Kanone Trilogie wird durchgespielt, das ist Slapstick, aber in erster Linie auch viel Wortwitz und die extrem trockene Art des Synchronsprechers von Leslie Nielsen, die Mimik... bei Dinner for One ist das ja völlig Fehlanzeige, also nacke Kanone ist meilenweit über dem Clown-Niveau von dinner for one.
                dinner for one ist ein Anachronismus und es gibt welche, die sich dabei amüsieren. wenn man weiß, dass der gleich stolpert schon mal lachen, weil der stolpert ja gleich. na ja.
                dinner for one hat minimal Wortwitz.
                das gehört ja auch zur Absurdung Überhöhung des nicht mehr zeitgemäßen Sketches. damals hätte das in Deutschland sowieso nur eine Minderheit verstanden, den Halbwitz da am Ende - mit quälend langem Anlauf.

                Slapstick gehört dazu. aber wenn man damit heute kommen will, muss man ein ganz anderes Niveau bieten und nicht 50er Jahre Zirkus-Clown Niveau.

                sich dann auslassen über heutige Komiker, die sich lieber Comedians nennen, und die zumindest im TV viel mehr tun müssen als "Torte ins Gesicht"... ist unpassend.
                welcher nennenswerte Schauspieler scheitert denn daran, einen Betrunkenen zu spielen?
              • am via tvforen.de

                Ich ziehe meinen Hut vor Leuten, die so wasserdicht schreiben können wie du.

                Und gut, dass du es noch mal betont hast. Da wage ich erst recht nicht, zu widersprechen.


                So wasserdicht!
              • am via tvforen.de

                Schau dir doch mal irgendwelche US-Sitcoms an, egal ob jetzt aus den 80ern/90ern oder aktuelle. Da hast du ja auch ei Publikum, was an den kleinsten Stellen halb ausflippt und wo du manchmal dasitzt und denkst "Kriegt euch wieder ein, soo witzig war das jetzt ja auch wieder nicht". Das ist ja kein Stück anders im Grunde als bei "Dinner for One". Das wird halt übertrieben dargestellt, dass du als Zuschauer unterschwellig per se schon mal das Gefühl kriegst "Muss ich jetzt witzig finden, weil die sich drüber so beömmeln".
            • am via tvforen.de

              BTW: Vielleicht auch noch erwähnenswert ... ;o)

              https://de.wikipedia.org/wiki/Dinner_for_One
              1999 wurde die Aufzeichnung per Computer nachkoloriert und zum Jahreswechsel 1999/2000 erstmals ausgestrahlt. Die kolorierte Fassung erfreute sich keiner großen Beliebtheit. In einigen Ländern kam es zu öffentlichen Protesten. In der Regel wird seitdem wieder die Schwarzweiß-Version gezeigt. In der ARD Mediathek steht die Farbversion zur Verfügung.

              Dinner for One – Die Farbversion https://mediathekviewweb.de/#query=%23Dinner%20for%20One%20&everywhere=true

              Erwas gekürzt auch auf YT zu finden ...


              https://www.youtube.com/watch?v=HnozL_Ugx4E
              • am via tvforen.de

                "In einigen Ländern kam es zu öffentlichen Protesten."


                interessiert dieses Ding außerhalb Deutschlands irgendjemanden?
              • am via tvforen.de

                also laut Wiki wird es in einigen Ländern zu Jahresende ausgestrahlt.
                wer auch immer sich das anguckt. 1x habe ich es mir angesehen.
                der Sketch ist bestenfalls 50er Jahre Humor.
                man kann darüber lachen, zumindest wenn man sich das Gemüt eines Kindes bewahrt hat. so wie man halt darüber lacht, wenn jemand ne Torte ins Gesicht kriegt.
              • am via tvforen.de

                badspaenzer schrieb:
                -------------------------------------------------------
                > man kann darüber lachen, zumindest wenn man sich
                > das Gemüt eines Kindes bewahrt hat. so wie man
                > halt darüber lacht, wenn jemand ne Torte ins
                > Gesicht kriegt.

                Und du gehst zum Lachen in den Keller?
              • am via tvforen.de

                Hm, also über "Lebensmittel im Gesicht" kann ich nicht mehr lachen,
                über diesen harmlosen Sketch immer noch. ;o)

                BTW: Hierüber auch ... ^^


                https://i.postimg.cc/5tvZXMCv/(fernandez)-kellerlachen-936x.jpg
                (https://postimages.org/)
              • am via tvforen.de

                Lass gut sein, Norbert.
                Seit den Weihnachtsposts kennt doch jeder seine bitter, trübsinnige Meinung.
                Ich glaube, er ist der Grinch. Da darf niemand fröhlich sein :-)

                Snake
              • am via tvforen.de

                Ich fand die Farbversion gut gemacht und angenehm anzuschauen. Ich versteh zwar die Leute, die den Sketch lieber nach wie vor in schwarz-weiß sehen. Aber ich fand das auch übertrieben, wie man sich damals drüber aufgeregt hatte. Zum Glück kann man sowas heutzutage ja einfach in ne Mediathek stellen und dann soll es sich jeder anschauen, wie er will. Wäre meiner Ansicht nach auch die beste Lösung bei solchen auf 16:9 geschnittenen und ursprünglich in 4:3 gedrehten Sachen, wenn man da einfach beide Versionen anbietet und dann dem Zuschauer überlässt, welche er lieber ansehen will. Hab ich aber ehrlich gesagt noch nirgends gesehen, dass das so gemacht wurde.
              • am via tvforen.de

                wat? Wer bist du denn?

                ich habe Weihnachten realistisch beschrieben.

                wer sich da bei amazon Wunschzettel und dem ganzen sonstigen Kokolores wie Kirchgang und Hausmusik als Erwachsener noch drüber freut hat einen extrem trübsinnigen Alltag.

                so wird ein Schuh draus.
              • am via tvforen.de

                es gibt natürlich einen Grund, warum diese Form des "Humors" es ansonsten nicht überlebt hat.
                Torte ins Gesicht, Dinner for One oder so was... das ist ja praktisch das Niveau.
                Stumpfer Kinderwitz ohne Worte.
                die Leute konnten damals nicht mal englisch.
                Wozu auch?

                50er Jahre Humor von der primitivsten Sorte.
                das Ding ist ja 61 aufgezeichnet, da war es eigentlich schon zu spät dafür. daher passt auch s/w.
                ich nehme auch an, dass die Leute deswegen eine Farbverion nicht mochten.
                das passt einfach nicht.
                als würde man die kleinen Strolche oder Dick und Doof kolorieren.
                passt nicht.
                wobei das Niveau bei Dinner for One da noch mal ne Spur tiefer liegt.
              • am via tvforen.de

                ^_^ schrieb:
                -------------------------------------------------------
                > In der Regel wird seitdem wieder die
                > Schwarzweiß-Version gezeigt. In der ARD Mediathek
                > steht die Farbversion zur Verfügung.

                Der NDR zeigt die Farbversion i. d. R. auch noch ein Mal pro Silvester linear. Um 18:30 Uhr sollte es heute soweit sein.
              • am via tvforen.de

                badspaenzer schrieb:
                -------------------------------------------------------
                > wat? Wer bist du denn?
                >
                > ich habe Weihnachten realistisch beschrieben.
                >
                > wer sich da bei amazon Wunschzettel und dem ganzen
                > sonstigen Kokolores wie Kirchgang und Hausmusik
                > als Erwachsener noch drüber freut hat einen
                > extrem trübsinnigen Alltag.
                >
                > so wird ein Schuh draus.

                Buahahahahaha!!!
                So herrlich bei Euch Figuren. Immer nach dem Motto: "Nicht ich, sondern DUUU!!"
                "Ich bin nicht seltsam, aaalle anderen sind es"
                "Hier gibts nicht nur einen Geisterfahrer sondern Hunderte" :-)


                Snake
              • am via tvforen.de

                hast du das mit den Geschenken immer noch nicht verkraftet?

                vielleicht gibt es nächstes Jahr was.
                Fang schon mal mit dem Wunschzettel an
              • am via tvforen.de

                Snake, wenn er jemanden sieht, der eine andere
                als die vorherrschende Meinung hat.


                https://i.ibb.co/s0fWhwt/snatchers.jpg
                (https://ibb.co/7wfkHWb)
              • am via tvforen.de

                James Finlaysons Assistent schrieb:
                -------------------------------------------------------
                > Snake, wenn er jemanden sieht, der eine andere
                > als die vorherrschende Meinung hat.
                >
                >

                LÖL
                Da habe ich wohl einen Nerv getroffen, mit der Meinung.

                So hart getroffen, das gleich zwei getroffene Hunde bellen, innerhalb von Minuten.
                Seltsam, seltsam...

                Snake
              • am via tvforen.de

                badspaenzer schrieb:
                -------------------------------------------------------
                >
                > wer sich da bei amazon Wunschzettel und dem ganzen
                > sonstigen Kokolores wie Kirchgang und Hausmusik
                > als Erwachsener noch drüber freut hat einen
                > extrem trübsinnigen Alltag.

                Ich finde anderen ihr Fest madig zu machen ist eher ein Zeichen für einen trübsinnigen Alltag. Ich bin selbst auch kein Weihnachtsfan, aber wenn andere Spaß dran haben, wer bin ich ihnen zu sagen, das das falsch ist?
            • (geb. 1967) am

              Großen Dank für diesen echt interrssanten Artikel! Warum allerdings beim NDR, der ja die eigentliche, deutsche Heimat für "Dinner for One" ist/war, fast nix zu holen ist, ist für mich nicht nachzuvollziehen....finde ich sehr komisch! WAHNSINN auch, wie oft dfer Sketch dann immer auf fast ALLEN Sendern wiederholt wird! Ich habe den Sketch bis heute vielleicht , gerade mal nur 2, oder 3 mal gesehen, das hat mir bis heute gereicht! 


              Es gibt ja Menschen, für die muß es zu Weihnachten die zigsten MärchenFilme geben und natürlich auch die "Kevin - allein zu hause" Filme. Oder, auch "der kleine Lord", der dieser Tage auch schon wieder zig mal wiederholt wurde! Ich konnte und kann mit "der kleine Lord" noch nie was anfangen, WARUM so derartt viele deutsche diesen Film so mögen, ist für mich nicht nachvollziehbar!
              • am

                Leider wurde immer nur der von 1980 gezeigt, es gibt einen früheren, viel besseren. Und dann gibt es noch die schlechteste Version, "Die kleine Lady" mit der Antischauspielerin Christiane Hörbiger.

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