Quoten: VOX-“Löwen“ dominieren in der Zielgruppe und schaden „Wer wird Millionär?“

    Blasses „Late Night Berlin“-Comeback, „Die Toten vom Bodensee“ insgesamt deutlich vorn

    Dennis Braun – 08.09.2020, 09:44 Uhr

    „Die Höhle der Löwen“

    Die mit Abstand meistgesehene Sendung bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren hieß auch am gestrigen Montag „Die Höhle der Löwen“. 1,34 Millionen aus dieser Altersgruppe bescherten der VOX-Gründershow einen hervorragenden Marktanteil von 17,8 Prozent – der im Übrigen genauso hoch lag wie zum Staffelstart vor einer Woche. Beim Gesamtpublikum gingen allerdings knapp 200.000 verloren, mit 2,38 Millionen wird man in Köln aber sicherlich ebenso gut leben können. „Ready to beef“ konnte im Anschluss binnen Wochenfrist in der Zielgruppe um 0,7 auf sehr gute 9,3 Prozent zulegen, insgesamt 680.000 blieben zu später Stunde noch wach.

    Freud und Leid lagen indes für die Kollegen von RTL dicht beieinander. Während „Wer wird Millionär?“ zwar mit 3,42 Millionen Gesamtzuschauern und 11,8 Prozent wie gehabt überzeugen konnte, bekam man bei den Werberelevanten aber die harte Konkurrenz deutlich zu spüren. Nur ein einstelliger Marktanteil von 9,6 Prozent wurde erzielt, das hat für den Quizklassiker absolut Seltenheitswert. Der schwache Vorlauf hatte auch Auswirkungen auf das nachfolgende Magazin „Extra“, das nicht über maue 8,9 Prozent hinauskam.

    Meilenweit in Front beim Gesamtpublikum lag eine neue Folge der erfolgreichen Krimireihe „Die Toten vom Bodensee“ im ZDF. 6,54 Millionen Menschen begaben sich auf wilden „Blutritt“, das entsprach hervorragenden 22,0 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen sprang mit 10,1 Prozent sogar ein zweistelliger Wert heraus, damit konnte man beispielsweise RTL und Sat.1 hinter sich lassen. Das anschließende „heute journal“ büßte angesichts 3,90 Millionen zwar einige Zuschauer ein, kam aber trotzdem auf sehr gute 14,6 Prozent. Das Drama „Die Farbe des Horizonts“ brachte es schließlich noch auf 11,6 Prozent bei 2,07 Millionen.

    Völlig blass blieb dagegen Das Erste mit seiner „Erlebnis Erde“-Doku „Geisterkatzen – Im Tal der Schneeleoparden“. Gerade mal 2,48 Millionen Zuschauer interessierten sich für die imposanten Tiere, mehr als 8,4 Prozent bei allen und 5,6 Prozent bei den jüngeren Zuschauern waren nicht drin. Auch „Hart aber fair“ und die „Tagesthemen“ mussten sich mit geringen Reichweiten von 2,43 Millionen (8,5 Prozent) bzw. 2,54 Millionen (11,7 Prozent) zufriedengeben. Besser war am Vorabend nicht nur die „Tagesschau“ unterwegs, sondern auch zuvor die Quizshow „Gefragt – Gejagt“, die 2,63 Millionen Ratefüchse vor dem Bildschirm versammelte und tolle 16,5 Prozent generierte.

    Einen guten Start in den Abend legte ProSieben hin, wo der Fantasy-Film „Wonder Woman“ 1,66 Millionen Zuschauer anlockte, womit gute 11,8 Prozent in der Zielgruppe zustande kamen. Angesichts dessen sind die Quoten für die Rückkehr von „Late Night Berlin“ um 23:00 Uhr als enttäuschend zu bezeichnen. Nicht mal eine halbe Million Zuschauer blieben dran, genauer gesagt 430.000. Bei den Umworbenen führte das zu lediglich 8,2 Prozent – zwar hatte es in der Vergangenheit auch schon schlechter ausgesehen, da aber zumeist mit einem deutlich schwächeren Vorprogramm im Rücken. Wenig Grund zur Freude gibt es auch eine Tür weiter bei Sat.1, wo die Promi-Version von „Plötzlich arm, plötzlich reich“ zwar 8,1 Prozent holte, den Senderschnitt aber verpasste. „akte.“ floppte im weiteren Verlauf wie so oft mit 6,8 Prozent.

    RTL Zwei schickte nach zwei Jahren Pause eine neue Staffel seiner Datingshow „UNdressed – Das Date im Bett“ an den Start. Während die erste neue Folge mit 500.000 Zielgruppen-Zuschauern noch auf zufriedenstellende 6,1 Prozent kam, tat sich eine weitere Folge mit 4,7 Prozent schon deutlich schwerer. „Love Island“ steigerte sich um 22:15 Uhr dann wieder auf 5,9 Prozent, blieb damit aber erneut ein gutes Stück hinter den Quoten der vergangenen Woche zurück. Kabel Eins muss mit seinen Filmen mittlerweile ebenfalls etwas kleinere Brötchen backen. „Mission: Impossible 2“ verzeichnete zunächst eher maue 4,5 Prozent, bevor es für „Passagier 57“ auf ordentliche 5,9 Prozent nach oben ging.

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