Quoten: Solides „Doktor Ballouz“-Comeback, Rekord für „Blind ermittelt“

    „Germany’s Next Topmodel“ und „Kühlschrank öffne dich!“ legen ohne Fußball-Konkurrenz zu

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 22.04.2022, 09:53 Uhr

    Merab Ninidze ist „Doktor Ballouz“ – Bild: ZDF/X Filme Creative Pool/Oliver Betke
    Merab Ninidze ist „Doktor Ballouz“

    Die gute Nachricht fürs ZDF: Mit soliden Gesamtmarktanteilen von 13,3 und 13,8 Prozent kehrte „Doktor Ballouz“ am gestrigen Donnerstagabend auf dem Niveau des Vorjahres zurück. Die schlechte: Die Reichweite sank im Vergleich zum Auftakt von Staffel eins deutlich. 3,61 Millionen und 3,75 Millionen Menschen sahen die ersten beiden Folgen der zweiten Staffel, das waren knapp eine Million weniger als zuletzt. Sollte sich die Arztserie jedoch auf diesem Niveau einpendeln, kann man damit in Mainz recht zufrieden sein. Anders die Lage bei den 14- bis 49-Jährigen, hier kamen nur maue 3,8 und 4,5 Prozent zustande. Erfolgreicher waren im Folgenden das „heute journal“ (7,5 Prozent) und „Maybrit Illner“ (7,7 Prozent) unterwegs, auch insgesamt waren beide Formate angesichts 3,85 Millionen (16,4 Prozent) und 2,90 Millionen (15,7 Prozent) gefragt.

    Der „Wien-Krimi“ „Blind ermittelt“ setzte sich derweil im Ersten nicht nur an die Spitze des Tagesrankings, sondern stellte auch einen neuen Rekord auf: 5,98 Millionen Zuschauer entschieden sich für die neue Folge „Tod im Prater“ und trieben den Marktanteil auf tolle 21,9 Prozent. In der Zielgruppe war man mit überdurchschnittlichen 9,4 Prozent zudem erster Verfolger von Heidi Klum und ihren Models. Danach musste der Sender den öffentlich-rechtlichen Kollegen allerdings den Vortritt lassen: „Monitor“ schaffte noch mit Ach und Krach 10,0 Prozent bei 2,35 Millionen Gesamtzusehern, ehe die „Tagesthemen“ 1,93 Millionen informierten und bei 9,8 Prozent hängen blieben.

    „Germany’s Next Topmodel“ auf ProSieben profitierte indes von der fehlenden Fußball-Konkurrenz, die in den vergangenen beiden Wochen für leichte Einbußen gesorgt hatte. Nun ging es wieder auf starke 1,13 Millionen werberelevante Zuschauer und 19,5 Prozent nach oben, das reichte natürlich für den Tagessieg. Insgesamt hatten 2,04 Millionen Menschen eingeschaltet, ein Zuwachs um 160.000 zur letzten Folge. „red.“ holte nachfolgend zwar noch gute 10,9 Prozent, was aber eingedenk des Vorlaufs streng genommen etwas zu wenig ist. Um RTL in die Schranken zu weisen, reichte es jedoch allemal, dort tat sich ein von 20:15 Uhr bis Mitternacht dauerndes „stern TV Spezial“ zum Thema „Wie arbeitet Deutschland?“ ziemlich schwer: Insgesamt wollten die Mammutsendung nur 1,04 Millionen Menschen sehen, bei den Jüngeren kamen gerade mal 9,2 Prozent zustande. Das darin eingebettete „RTL Direkt“ blieb um 22:15 Uhr mit 8,0 Prozent ebenfalls blass.

    In Unterföhring dürfte man sich heute nicht nur über die Steigerung bei „GNTM“ freuen, auch „Kühlschrank öffne dich!“ in Sat.1 konnte zulegen: Um genau zwei Punkte auf ordentliche 7,4 Prozent ging es bei den Umworbenen nach oben, das war zugleich ein neuer Bestwert für das Format mit Ruth Moschner. Die Gesamtreichweite stagnierte allerdings und betrug diesmal 840.000 Zuschauer. „akte.“ sackte im Anschluss wieder auf schwache 4,2 Prozent ab. Den gesamten Abend über lag man darüber hinaus hinter VOX, wo „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ zunächst bereits sehr gute 8,3 Prozent generierte. „The Transporter Refueled“ katapultierte den Marktanteil zu später Stunde noch auf hervorragende 11,6 Prozent und machte die Kölner zu diesem Zeitpunkt zum Marktführer in der Zielgruppe.

    RTL Zwei erlitt mit den Doku-Soaps „Dickes Deutschland“ und „Mensch Retter“ Schiffbruch und kam nicht über jeweils miese 3,7 Prozent in der Zielgruppe hinaus. Etwas gefragter war um 20:15 Uhr die Komödie „Besser geht’s nicht“ bei Kabel Eins, die mit 4,3 Prozent aber auch keine Bäume ausreißen konnte. „Die Jack Nicholson Story“ landete anschließend bei äußerst überschaubaren 2,6 Prozent.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Ich habe mich sehr auf die weiteren Folgen mit Dr. Ballouz gefreut. Diese unaufgeregte und sympathische Serie tut besonders in diesen Zeiten gut.
      • (geb. 1935) am

        Genau so ist es bei mir. Danke für die Fortsetzung der Reihe.

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