Quoten: „Promibacken“ verabschiedet sich mit Rekord, „Bachelor“ und „TV total“ fallen auf Tiefs

    Guter Einstand für „Retourenjäger“, „Taunuskrimi“ holt Gesamtsieg

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 17.02.2022, 09:49 Uhr

    „Das große Promibacken“: Die Kandidaten der sechsten Staffel – Bild: Sat.1/Claudius Pflug
    „Das große Promibacken“: Die Kandidaten der sechsten Staffel

    Mit einem neuen Quotenrekord hat sich am gestrigen Mittwochabend die sechste Staffel von „Das große Promibacken“ in Sat.1 verabschiedet: 900.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren sahen das Finale, das entsprach sehr guten 12,9 Prozent. Auch insgesamt kann man in Unterföhring mehr als zufrieden sein: 2,43 Millionen Zuschauer bedeuteten hier 8,9 Prozent, damit verfehlte man nur haarscharf einen neuen Bestwert. „Promis backen privat“ machte später zwar wieder zu wenig aus dem Vorlauf, hielt sich aber bei leicht überdurchschnittlichen 7,9 Prozent in der Zielgruppe.

    Die Stärke des Bällchensenders ging unter anderem zulasten von RTL, wo „Der Bachelor“ so schlecht lief wie noch nie: Nur noch 12,2 Prozent wurden bei den Werberelevanten gemessen, genau wie beim Konkurrenten hatten 900.000 eingeschaltet. Die Gesamtreichweite lag angesichts 1,76 Millionen ebenfalls auf dem bislang niedrigsten Niveau. 360.000 Zuseher mehr hatte zuvor das „RTL Aktuell Spezial“, „RTL Direkt“ blieb um 22:15 Uhr dann bei 9,0 Prozent in der Zielgruppe hängen. Für „stern TV“ ging es um 22:45 Uhr immerhin wieder auf 11,7 Prozent nach oben.

    Einen weiteren Verlierer findet man in Gestalt von ProSieben: „TV total“ nähert sich dort in großen Schritten der Einstelligkeit und verzeichnete diesmal mit 830.000 jungen Zuschauern noch 10,8 Prozent Marktanteil. Zur Erinnerung: Gestartet war die Neuauflage mit Sebastian Pufpaff im vergangenen November mit sagenhaften 27 Prozent und pendelte danach noch einige Wochen um die 20-Prozent-Marke. Insgesamt erreichte die gestrige Folge lediglich 1,23 Millionen, ebenfalls ein neuer Negativrekord. Ein Flop bleibt auch das Magazin „Zervakis & Opdenhövel. Live.“, das im Anschluss auf miese 5,3 Prozent zurückfiel.

    Die doppelte Marktführerschaft bei den 14- bis 49-Jährigen sicherte sich Das Erste: Zunächst kam die „Tagesschau“ auf 1,40 Millionen Zuschauer (18,6 Prozent), das „ARD extra“ zu den Corona-Beschlüssen danach auf 1,01 Millionen (13,3 Prozent). Beim Gesamtpublikum wurden 5,40 Millionen (17,9 Prozent) bzw. 4,62 Millionen (15,2 Prozent) gezählt. Für die Komödie „Eisland“ blieben um 20:30 Uhr 4,13 Millionen dran, die für gute 13,9 Prozent sorgten, während in der Zielgruppe immerhin 7,0 Prozent zustande kamen. Erfolgreich schnitten zudem wieder die Olympia-Übertragungen ab, so fieberten bereits am Morgen 3,04 Millionen bei der Biathlon-Staffel der Damen mit. Satte 43,4 Prozent standen zu Buche, bei den Jüngeren reichte es zu nicht minder beeindruckenden 30,9 Prozent.

    Über die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz informierte auch bereits ein „ZDF spezial“ um 19:20 Uhr, das 3,50 Millionen Gesamtzuschauer (13,3 Prozent) interessierte. Der zweite Teil des „Taunuskrimis“ „Muttertag“ steigerte sich um 20:30 Uhr deutlich auf 5,96 Millionen und famose 20,0 Prozent, womit man sich im Tagesranking die Krone aufsetzte. Junges Publikum war deutlich spärlicher anwesend, hier wurden unspektakuläre 6,7 Prozent generiert. Das „heute journal“ und das „auslandsjournal“ kamen im Folgenden noch auf 4,02 Millionen (15,8 Prozent) bzw. 2,43 Millionen (11,7 Prozent).

    RTL Zwei schickte derweil zur Primetime die neue Doku-Soap „Die Retourenjäger“ ins Rennen, für die man sich Ex-VOX-Moderatorin Panagiota Petridou geangelt hat. Mit 6,6 Prozent bei den Umworbenen und insgesamt 970.000 Zuschauern feierte das Format einen rundum gelungenen Einstand. Nicht mithalten konnten eine neue und eine alte Folge der „Schnäppchenhäuser“, die sich mit später mit durchwachsenen 4,6 und 4,3 Prozent begnügen mussten. Zu Beginn des Abends wies man auch VOX in die Schranken, wo „Bones – Die Knochenjägerin“ nicht über unbefriedigende 4,3 Prozent hinauskam. Zwei weitere Folgen waren angesichts 5,1 und 5,5 Prozent nur unwesentlich besser unterwegs. Relativ blass blieb zudem der Thriller „Verblendung“, der bei Kabel Eins 4,3 Prozent schaffte.

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