Quoten: Silbereisens „Schlagerchampions“ lassen Pufpaffs „TV total Turmspringen“ weit hinter sich

ZDF siegt haushoch mit „Ein starkes Team“, RTL zwei punktet mit „Scary Movie“-Doppel

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 11.01.2026, 11:36 Uhr

Florian Silbereisen präsentierte „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“ – Bild: MDR/JürgensTV/Beckmann
Florian Silbereisen präsentierte „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“

Nur wenige Tage nach dem „Silvester Schlagerbooom“ lud Florian Silbereisen am gestrigen Samstagabend erneut das Who’s Who der deutschen Schlagerszene zu einem Stelldichein – und das mit großem Erfolg. 4,02 Millionen Zuschauer waren bei der mehr als dreistündigen Live-Show „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“ aus dem Berliner Velodrom dabei, in der unter anderem Helene Fischer ihr Comeback auf der großen Bühne gab. Der Marktanteil betrug starke 19,0 Prozent beim Gesamtpublikum. Gefragt war die Show jedoch auch in der jungen Zielgruppe: Mit 525.000 14- bis 49-Jährigen holte Silbereisen 14,7 Prozent und war damit zur Primetime das gefragteste Programm in dieser Altersklasse. Lediglich die 20-Uhr–„Tagesschau“ war mit 1,05 Millionen jungen Zuschauern und satten 29,8 Prozent noch gefragter.

Doch insgesamt gab es auch an diesem Samstagabend kein Vorbeikommen an dem Lieblingsgenre der Deutschen: Krimi. Überragende 7,02 Millionen Menschen sahen den neuen Fall des ZDF-Dauerbrenners „Ein starkes Team“, was dem Mainzer Sender weit überdurchschnittliche 29,7 Prozent Marktanteil einbrachte. Die Krimireihe sprach allerdings vorrangig ein älteres Publikum an: Nur 330.000 Zuschauer waren unter 50 Jahre alt, so dass man sich in der jungen Zielgruppe mit 9,0 Prozent begnügen musste. Für eine Wiederholungsfolge von „Der Staatsanwalt“ blieben um 22 Uhr noch 3,23 Millionen Menschen bei 16,4 Prozent dran.

Vor einem deutlich kleineren Publikum ging auf ProSieben die Jubiläumsausgabe des „TV total Turmspringen“ über die Bühne. 1,03 Millionen Menschen bei 5,5 Prozent sahen die mehrstündige Eventshow mit Sebastian Pufpaff. In der jungen Zielgruppe sprangen mit 390.000 14- bis 49-Jährigen 12,0 Prozent Marktanteil heraus. Damit ordnete sich die ProSieben-Show in der jungen Zielgruppe hinter den „Schlagerchampions“ ein – zugleich war es der schwächste Wert in der Geschichte des Formats, das erstmals 2004 von Stefan Raab aus der Taufe gehoben wurde.

Schwestersender Sat.1 setzte währenddessen auf eine berühmte Comic-Katze und strahlte die Animationskomödie „Garfield – Eine extra Portion Abenteuer“ als Free-TV-Premiere aus. Diese erreichte jedoch nur insgesamt 640.000 Zuschauer und auch in der jungen Zielgruppe kamen lediglich mittelmäßige 7,5 Prozent heraus. Besser lief es für Konkurrent RTL, wo um 20:15 Uhr einmal mehr „Bullyparade – Der Film“ gezeigt wurde. Die Kino-Komödie von Michael „Bully“ Herbig aus dem Jahr 2017 sahen 1,25 Millionen Menschen und holte beim jungen Publikum respektable 10,6 Prozent Marktanteil. Weniger gefragt war die nachfolgende Übertragung der NFL Playoffs, für die ab 22 Uhr knapp über eine Million Zuschauer dranblieben. Die Zielgruppen-Marktanteile schwankten zwischen 7,9 und 9,9 Prozent.

Über überraschend starke Quoten vor allem beim jungen Publikum konnte sich RTL Zwei freuen. Der Doppelpack aus den Komödien-Klassikern „Scary Movie“ und „Scary Movie 2“ sorgte für 7,3 und 8,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Insgesamt waren knapp über 500.000 Zuschauer dabei. Auch VOX konnte mit Hollywoodware punkten: „Die Schadenfreundinnen“ erreichten 7,8 Prozent, insgesamt hatten sogar über eine Million Menschen eingeschaltet. Der Klassiker „Pretty Woman“ konnte sich danach gar auf 8,1 Prozent steigern. Das Schlusslicht bildete wieder einmal Kabel Eins, wo drei alte Folgen von „FBI: Special Crime Unit“ nicht überzeugen konnten. Die Gesamtreichweite schwankte zwischen 430.000 und 530.000 Zuschauern. In der jungen Zielgruppe sah es mit mickrigen Werten zwischen 1,6 und 1,7 Prozent so richtig düster aus.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • (geb. 1981) am

    bei Not gegen Elend habe ich fürs Serienschauen entschieden.
    • (geb. 1978) am

      Pro7 veranstaltet ein Jubiläums-Turmspringen und schafft es dabei, Stefan Raab, den Erfinder des Formats, kein einziges Mal zu erwähnen oder zumindest kurz im Bild zu zeigen. Selbst Elton, der in Unterföring offenbar noch nicht ganz so in Ungnade gefallen zu sein scheint (immerhin lieg im Anschluss eine alte SdS-Folge mit ihm), kam in den verschiedenen Rückblicken nicht vor, obwohl er für einige der spektakulärsten Bauchplatscher der Turmspringen-Historie verantwortlich war. Das war schon sehr kindisch, unsouverän und peinlich. Apropos peinlich: Die ständigen Anzüglichkeiten von Sonja Kraus und das wechselseitige Gesäusel mit Steven Gätjen ließen Erinnerungen an schlechteste Raab-Zeiten wieder aufleben und wirkten völlig aus der Zeit gefallen. Das Özcan Cosar ein Totalausfall war und in über 4 Stunden Sendung nicht einen guten Gag platzieren konnte, komplettiert das Bild einer leider (einmal mehr) ziemlich missratenen Pufpaff-Sport-Show.
      • am

        Du sprichst mir aus der Seele. Danke für diesen Kommentar!
      • am

        Einmal war ganz kurz Elton zu sehen. Ja, du hast Recht, eine Frechheit. Vor allem, weil der beste Sprung aller Zeiten war einfach Stefan Raab und Oli Pocher aus 15 Meter Höhe, als sie vom "Dach" der Halle sprangen und Kai Pflaume zur echten Pflaume wurde. Das ist der unangefochtene Nummer eins Moment...

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