Quoten: „Promi Big Brother“ fällt gegen starken Bundesliga-Auftakt auf Staffeltief

    Auch „The Wall“-Finale mit neuem Tiefstwert, ProSieben-Filme völlig chancenlos

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 25.08.2018, 10:10 Uhr

    Der Bundesliga-Auftakt bescherte dem ZDF den Tagessieg bei Jung und Alt. – Bild: ZDF
    Der Bundesliga-Auftakt bescherte dem ZDF den Tagessieg bei Jung und Alt.

    Mit den bombastischen Quoten der vergangenen Tage konnte die „Promi Big Brother“-Live-Show zur Halbzeit am gestrigen Freitag in Sat.1 nicht mithalten und fiel gegen König Fußball im ZDF sogar auf ein neues Staffeltief. Mit 830.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und 12,8 Prozent muss man in Unterföhring dennoch alles andere als unzufrieden sein. Insgesamt sahen allerdings lediglich 1,66 Millionen (7,3 Prozent) zu und damit etwa 500.000 weniger als bei den Tageszusammenfassungen zu späterer Stunde, hier bekam man die stärkere Konkurrenz ebenso deutlich zu spüren. Drei Folgen der „Knallerkerle“ blieben ab 23.45 Uhr mit 11,3, 10,1 und 10,8 Prozent noch zweistellig.

    Das Bundesliga-Auftaktspiel zwischen dem FC Bayern München und der TSG 1899 Hoffenheim im ZDF lag derweil bei Jung und Alt vorne. 6,99 Millionen Gesamtzuschauer bescherten den Mainzern starke 27,7 Prozent, in der Zielgruppe kam man auf nicht minder beachtenswerte 25,1 Prozent. Die anschließende kurze Sondersendung „Erinnerungen an Dieter Thomas Heck“ wollten dagegen nur noch 1,49 Millionen sehen, die Dokumentation „Champions der Charts – Hinter den Kulissen der Musikindustrie“ rutschte danach sogar unter die Millionenmarke.

    Erstaunlich unbeeindruckt von der Fußball-Übertragung zeigte sich zunächst Das Erste, das mit dem sechs Jahre alten Familiendrama „Gestern waren wir Fremde“ tolle 15,0 Prozent bei 3,85 Millionen Zuschauern verzeichnete und auch bei den Jüngeren mit 7,6 Prozent sehr ordentlich abschnitt. Nachdem die „Tagesthemen“ sich schon mit nur noch 2,86 Millionen begnügen mussten, sah es für einen alten Münchner „Tatort“ ab 22.00 Uhr angesichts 1,67 Millionen Zuseher (8,1 Prozent) noch schlechter aus.

    Bei RTL stand indes das Finale der zweiten Staffel der Gameshow „The Wall“ mit Frank Buschmann auf dem Programm. Während die bisherigen drei Folgen allesamt zumindest auf solider Flughöhe unterwegs waren, wurden ausgerechnet mit der vorerst letzten Folge neue Tiefstwerte aufgestellt. Gerade mal 700.000 Zielgruppen-Zuschauer waren am Ball bzw. an den Bällen, mehr als schwache 10,1 Prozent waren damit nicht drin. Die Konkurrenz in Gestalt von „Promi Big Brother“ und Fußball kann sicherlich nur bedingt als Ausrede herhalten. Fraglich also, ob es im nächsten Jahr noch einmal weitergeht. „Bülent Ceylan live! Haardrock“ fiel anschließend mit 9,0 Prozent gar in die Einstelligkeit.

    Sehr zu wünschen übrig ließen auch die Quoten für die Freitagsfilme auf ProSieben. Der Science-Fiction-Streifen „Transformers“ erwies sich mit nur 7,3 Prozent jedenfalls ebensowenig als geeignetes Konkurrenzprogramm wie im Anschluss auch „From Dusk Till Dawn“, das sich nur leicht auf 7,6 Prozent steigern konnte. Schwestersender kabel eins hielt sich zum Start in den Abend mit 6,7 Prozent für „Navy CIS: L.A.“ noch erstaunlich wacker, „Navy CIS: New Orleans“ fiel dann aber schon auf 4,9 Prozent zurück. Die Mutterserie „Navy CIS“ rutschte zu fortgeschrittener Uhrzeit immerhin nicht noch weiter nach unten.

    Auch RTL II kam zumindest um 20.15 Uhr mit einem blauen Auge davon, wo „James Bond 007: Der Morgen stirbt nie“ ordentliche 6,1 Prozent bei den Werberelevanten holte. Der Actionthriller „Man on Fire – Mann unter Feuer“ erwies sich später mit 3,8 Prozent jedoch als Rohrkrepierer. VOX kapitulierte gleich völlig und fuhr mit drei Folgen von „Law & Order: Special Victims Unit“ sowie „Chicago P.D.“ lediglich Werte zwischen 3,1 und 3,7 Prozent ein.

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