Quoten: „Nachtschicht“ dominiert insgesamt, wenig Interesse an „Promis auf Datingkurs“

    Claudia Obert hilft „Big Brother“ nicht, „WWM“ holt Zielgruppensieg

    Dennis Braun – 05.05.2020, 09:36 Uhr

    „Nachtschicht“: Erichsen (Armin Rohde) und Lisa (Barbara Auer) im Einsatz.

    Das ZDF hatte am gestrigen Montagabend die meistgesehene Sendung des Tages im Programm. Die neue Folge „Cash & Carry“ der Krimireihe „Nachtschicht“ wollten insgesamt 6,96 Millionen Menschen sehen, das entsprach hervorragenden 20,4 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen war man zwar ein ganzes Stück schwächer unterwegs, mit 760.000 kamen aber zumindest überdurchschnittliche 8,1 Prozent zustande. Das „heute journal“ hielt im Anschluss noch 5,06 Millionen Gesamtzuschauer (16,3 Prozent) vorm Bildschirm, die „heute“-Nachrichten hatten es um 19:00 Uhr bereits auf 4,88 Millionen (19,1 Prozent) gebracht.

    Im Ersten informierte die „Tagesschau“ zunächst 6,38 Millionen Zuseher (19,7 Prozent), das anschließende „ARD extra“ kam schon nur noch auf 4,25 Millionen (12,5 Prozent). Der Dokumentarfilm „Kinder des Krieges“ musste sich dann mit lediglich 3,35 Millionen (10,0 Prozent) zufriedengeben, ehe „Hart aber fair“ wieder auf 3,62 Millionen und gute 14,7 Prozent zulegte. Beim jungen Publikum standen hier sogar starke 9,9 Prozent zu Buche. „Gefragt – Gejagt“ hatte am Vorabend zudem einen ordentlichen Start in die neue Staffel hingelegt, wenngleich das Niveau von „Wer weiß denn sowas?“ wenig überraschend nicht erreicht werden konnte. 2,78 Millionen Menschen quizzten mit und sorgten für ansprechende 14,5 Prozent, in der Zielgruppe reichte es dagegen nur zu durchwachsenen 6,4 Prozent.

    RTL Zwei schickte mit „Match! Promis auf Datingkurs“ eine neue Datingshow ins Rennen, die sich zum Auftakt allerdings recht schwer tat. Nur 410.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren waren dabei, womit man nicht über maue 4,5 Prozent hinauskam. „Naked Attraction – Dating hautnah“ meldete sich anschließend etwas besser zurück, konnte mit 5,6 Prozent aber auch keine Bäume ausreißen – von zweistelligen Werten, die in der ersten Staffel vor drei Jahren die Regel waren, ist man inzwischen weit entfernt.

    So verlor man dann auch das Doku-Soap-Duell gegen VOX ziemlich deutlich, wenngleich auch hier Abschläge hingenommen werden mussten. „First Dates Hotel“ verlor binnen Wochenfrist weitere Zuschauer und kam mit 650.000 Jüngeren noch auf solide 7,1 Prozent. Den gleichen Marktanteil verzeichnete im Anschluss auch „Prince Charming“, 440.000 blieben noch dran. Primetime-Sieger bei den Werberelevanten wurde derweil der große Bruder RTL, wo „Wer wird Millionär?“ mit 1,32 Millionen gute 14,4 Prozent holte und auch beim Gesamtpublikum angesichts 4,70 Millionen wieder erfolgreich abschnitt.

    Große Probleme hatte dagegen Sat.1: Schon die Tageszusammenfassung von „Big Brother“ ging um 19:00 Uhr mit 370.000 Zielgruppen-Zuschauern und 5,5 Prozent wie gehabt baden, „111 tollkühne Talente!“ waren zur besten Sendezeit sogar nur für 5,0 Prozent gut. Die auf kurz vor 22:00 Uhr verschobene Entscheidungsshow von „BB“ brachte es mit 390.000 auf nur wenig mehr Zuschauer als am Vorabend und blieb bei 5,9 Prozent hängen. Der erhoffte Quoten-Boost durch den Kurzbesuch von Claudia Obert blieb damit aus.

    Nicht viel zu holen gab es auch für alte Folgen von „Young Sheldon“ und „The Big Bang Theory“ auf ProSieben, die bei Werten zwischen 7,1 und 10,2 Prozent bei den Jüngeren hängenblieben. „Late Night Berlin“ mit Klaas Heufer-Umlauf bewegte sich zu fortgeschrittener Stunde mit 410.000 Zuschauern und 9,4 Prozent auf dem unspektakulären Niveau der Vorwochen, ehe sein abgefilmter Podcast „Baywatch Berlin“ mit 10,5 Prozent überraschend den besten Marktanteil des Abends generierte. Zu Beginn der Primetime war Kabel Eins dem größeren Schwestersender dicht auf den Fersen. Die Actionkomödie „Rush Hour“ verbuchte starke 6,9 Prozent bei 640.000 Zuschauern, der Science-Fiction-Thriller „Predator“ steigerte sich später noch leicht auf 7,1 Prozent.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Meine ich das bloß, oder war Nachtschicht auch schon mal besser.

      Das Drehbuch hatte ja so seine Schwächen. Die Dialoge waren schon sehr gekünstelt und erst nehmen die beiden Streifenbeamten Elias aufgrund seiner Hautfarbe fast fest, weil sie ihn nicht kennen. Später gehören sie aber zu den Streifenbeamten, die im selben Gebäude Dienst tun wie die Leute vom KDD ... ?
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        Ich schaue montags immer Pro7 Maxx.
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        • (geb. 1954) am melden

          Ja, war schon ein sehenswerter Krimi.
          Hoffentlich waren aber die dargestellten Fehlverhalten von Polizisten NUR Fiction.
          Oder zusammengeholt aus anderen Städten und ansonsten zeitlich weit auseinander liegend.
          Ansonsten würd ich anfangen, an Polizisten der unteren Stufen zu zweifeln....
          Na ja, Armin Rohde hat ja wieder alles raus gehauen, sein Spiel ist großartig.
          Ich freue mich schon auf eine nächste Folge!
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            Dauert leider immer sehr lange bis zur nächsten Folge...
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          Nachtschicht war ein toller, spannender Krimi, da können sich die Autoren vom Tatort viel abschauen.
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