Quoten: Mütter-Porno macht Zuschauer an, Realitystars steigern sich

    „Outlander bleibt mau“, „auslandsjournal“ schlägt ZDF-Krimi

    Dennis Braun – 30.07.2020, 09:36 Uhr

    „Mütter machen Porno“: (v. l.) Britta, Karina, Mirjam, Jasmine, Bianca

    Ein Quoten-Höhepunkt war das Format „Mütter machen Porno“ für Sat.1 zwar nicht, Aufmerksamkeit konnte die zweiteilige Doku aber dennoch erzeugen. Die am gestrigen Mittwochabend gezeigte finale Folge interessierte insgesamt 1,03 Millionen Zuschauer, der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen betrug überdurchschnittliche 8,5 Prozent. Besonders neugierig war das Publikum aber auf den anschließend – in einer kommentierten und entschärften Version – ausgestrahlten Porno „Vanilla X – Der Film“, der sich auf erfreuliche 9,2 Prozent steigern konnte. Die Gesamtreichweite legte sogar auf 1,22 Millionen zu.

    Zufriedene Gesichter dürfte man heute auch bei RTL Zwei sehen, wo es für den „Kampf der Realitystars“ in Woche zwei nach oben ging. 960.000 Zuschauer ab drei Jahren ließen sich auf die Show ein, 540.000 Werberelevante waren darunter. Hier standen sehr gute 8,7 Prozent zu Buche, ein Plus von 1,6 Punkten im Vergleich zur Vorwoche – obendrein war man damit nicht weit entfernt von den größeren Privatsendern. Eine alte Folge der Datingshow „UNdressed – Das Date im Bett“ fiel später allerdings auf 5,5 Prozent, was aber immer noch im Bereich des Senderschnitts lag.

    Leuchtturm-Formate suchte man beim jungen Publikum vergebens, am besten lief es noch für eine neue Folge von „9–1–1 Notruf L.A.“ auf ProSieben, die mit 590.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren immerhin 9,6 Prozent erzielte. „Atlanta Medical“ konnte den minimalen Aufwärtstrend vom letzten Mittwoch nicht bestätigen und sackte wieder auf miese 6,6 Prozent ab. Doch auch RTL hatte so seine Probleme: Eine Wiederholung von „Rütter reicht’s!“ blieb dort zunächst bei 560.000 Zuschauern und 8,9 Prozent hängen, ehe „stern TV“ angesichts 10,5 Prozent zumindest die Zweistelligkeit erreichte.

    Insgesamt sicherte sich erneut die „Tagesschau“ den ersten Platz und informierte 4,35 Millionen Menschen, die 18,8 Prozent entsprachen. Die elf Jahre alte Musikkomödie „Die Spätzünder“ konnte nachfolgend aber nicht viel reißen und musste sich mit 2,83 Millionen und 11,5 Prozent begnügen, in der Zielgruppe waren dafür gute 7,4 Prozent drin. „Plusminus“ und die „Tagesthemen“ dümpelten im weiteren Verlauf bei unspektakulären Reichweiten von 2,01 Millionen (8,5 Prozent) und 1,90 Millionen (9,3 Prozent) herum.

    Einen gegensätzlichen Verlauf nahm der Abend im ZDF. Der „ORF Landkrimi“ „Alles Fleisch ist Gras“ ging dort zu Beginn der Primetime mit 2,57 Millionen Zuschauern (10,4 Prozent) unter und musste sich sogar den öffentlich-rechtlichen Kollegen geschlagen geben. Bei den Jüngeren versagte der Film mit 2,9 Prozent auf ganzer Linie. Danach wurde es schlagartig besser: Das „heute journal“ verbesserte sich stark auf 3,57 Millionen Gesamtzuschauer (14,9 Prozent), ehe auch das „auslandsjournal“ überzeugte und von 2,74 Millionen (13,4 Prozent) gesehen wurde. Die Marktanteile bei den 14- bis 49-Jährigen betrugen richtig gute 7,6 und 8,8 Prozent.

    Erneut ziemlich mau schlug sich „Outlander“ bei VOX. Lediglich 400.000 und 360.000 junge Zuschauer hatten die Folgen drei und vier der fünften Staffel eingeschaltet, das reichte nur für unbefriedigende 5,8 und 6,3 Prozent. „Big Little Lies“ stürzte danach auf bis zu 2,4 Prozent in die Tiefe. Durchgehend erfolgreich kam dagegen Kabel Eins durch den Abend: Schon der Actionthriller „Wer ist Hanna?“ lag um 20:15 Uhr bei tollen 6,8 Prozent, ehe es für „Im Netz der Spinne“ mit 6,6 Prozent nur minimal schwächer lief.

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      Whow,
      na das zeigt ja, wes Geistes Kind die sogenannte Zielgruppe ist.

      Armes Deutschland.
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