Quoten: Guter Auftakt für „The Mandalorian“, aber Nachrichten dominieren

    „Kitchen Impossible“ und „Tatort“ mit Allzeit- bzw. Jahresbestwerten

    Dennis Braun – 23.03.2020, 09:47 Uhr

    „The Mandalorian“

    Kurz vor dem Deutschlandstart des Streamingdienstes Disney+ am kommenden Dienstag (24. März) zeigte ProSieben am gestrigen Sonntagabend als Preview die erste Folge der mit Spannung erwarteten neuen Serie „The Mandalorian“. Das Interesse daran war durchaus vorhanden: Mit 1,87 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und sehr guten 14,2 Prozent lag man zur Primetime nur hinter dem Ersten. Die Free-TV-Premiere von „Star Wars: Die letzten Jedi“ musste sich im Anschluss mit 1,24 Millionen und 12,7 Prozent begnügen – hier dürfte man sich in Unterföhring doch etwas mehr erhofft haben.

    Extrem gefragt waren einmal mehr die Nachrichtenformate. Die auf 30 Minuten verlängerte „Tagesschau“ informierte allein im Ersten 12,24 Millionen Menschen (30,3 Prozent), rechnet man alle Dritten hinzu, kommt man sogar auf eine Gesamtreichweite von satten 18,8 Millionen. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen war es angesichts 3,55 Millionen Zuschauer (27,4 Prozent) die mit Abstand meistgesehene Sendung des Tages. Der starke Vorlauf bescherte dann auch dem anschließenden „Tatort“ einen neuen Jahresbestwert. Insgesamt 10,88 Millionen Krimifans sahen den neuesten Kölner Fall und sorgten für herausragende 27,6 Prozent, bei den Jüngeren reichte es zu ebenfalls tollen 19,7 Prozent. „Anne Will“ hielt sich später bei 5,75 Millionen Gesamtzusehern, die 19,3 Prozent entsprachen.

    Auch im ZDF lief die reichweitenstärkste Sendung bereits am Vorabend. Ein erneutes „ZDF spezial“ wollten um 19:15 Uhr 7,15 Millionen Menschen (21,0 Prozent) sehen, 1,25 Millionen (13,1 Prozent) davon kamen aus der Zielgruppe. Zur besten Sendezeit konnte dann auch die neue „Inga Lindström“-Schmonzette „Liebe verjährt nicht“ punkten: 5,55 Millionen ließen sich unterhalten, womit überdurchschnittliche 14,1 Prozent erzielt wurden. Beim jungen Publikum reichte es immerhin zu 6,2 Prozent. Das „heute journal“ brachte im Anschluss noch 5,28 Millionen auf den neuesten Stand, die zu diesem Zeitpunkt 16,3 Prozent bedeuteten.

    Platz 3 in der Zielgruppe ging um 20:15 Uhr an VOX, wo sich „Kitchen Impossible“ zu einem neuen Staffelbestwert aufschwang. Das erstmalige Duell zwischen Tim Mälzer und seinem Kumpel Steffen Henssler generierte stolze 13,7 Prozent bei 1,43 Millionen Zuschauern. Insgesamt saßen sogar 2,32 Millionen und damit so viele wie noch nie in der Geschichte des Formats vor den Bildschirmen – der in diesen Tagen allgemein höheren TV-Nutzung sei Dank. „Prominent!“ gelang es zu später Stunde, den Marktanteil bei den Werberelevanten sogar noch leicht auf 13,9 Prozent zu steigern.

    Keine guten Nachrichten kommen dagegen von den großen Privatsendern. RTL setzte mit „Dirty Dancing“ auf leichte Kost, wurde aber nicht belohnt und blieb bei 1,08 Millionen Jüngeren und 8,7 Prozent hängen. „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ schaffte später sogar nur miese 6,4 Prozent. Deutlich besser erging es „Martin Rütter – Die Welpen kommen“, das am Vorabend sehr gute 13,6 Prozent erzielte, nachdem „RTL Aktuell“ gar auf 1,61 Millionen und 18,4 Prozent gekommen war. Auch „The Voice Kids“ in Sat.1 konnte nicht wirklich überzeugen und musste sich mit 8,1 Prozent zufriedengeben, 950.000 Zielgruppen-Zuschauer waren dabei. Der Blick aufs Tagesprogramm macht hier ebenfalls mehr Freude: Die Wiederholung von „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ war um 14:30 Uhr noch einmal für 15,7 Prozent gut, ehe sich „The Biggest Loser“ mit 10,3 Prozent immerhin in der Zweistelligkeit hielt.

    Gleiches Bild bei RTL Zwei: Während „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ zur Primetime nicht über 480.000 junge Zuschauer und 4,4 Prozent hinauskam, punktete am Vormittag mit „X-Factor: Das Unfassbare“ ein echter Klassiker und holte sehr gute 7,4 Prozent. Auf keinen grünen Zweig kam dagegen Kabel Eins: Sowohl „Police Academy IV … und jetzt geht’s rund“ als auch „Abenteuer Leben am Sonntag“ gingen mit 3,5 und 3,4 Prozent unter.

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