David E. Kelley verkauft Serienadaption von „Der Mandant“ an CBS

    Weitgehende Produktionszusage für „The Lincoln Lawyer“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 26.06.2019, 10:23 Uhr

    Matthew McConaughey vor dem Lincoln im 2011 erschienenen Film „Der Mandant“ – Bild: Lionsgate
    Matthew McConaughey vor dem Lincoln im 2011 erschienenen Film „Der Mandant“

    Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis auch in der Unterhaltungsindustrie, und neue Serienprojekte von David E. Kelley sorgen immer für hohe Nachfrage, zumal wenn im Hintergrund eine Buchvorlage von Bestseller-Autor Michael Connelly (auch „Bosch“) steht – die wurde 2011 als „Der Mandant“ mit Matthew McConaughey auf die Leinwand gebracht. So hat CBS nun die neue Idee zur Anwaltsserie „The Lincoln Lawyer“ eingekauft und gleich ein series production commitment gegeben: Wenn das Projekt nicht (für die Season 2020/21) in Serie gehen sollte, muss CBS eine Vertragsstrafe zahlen. Das ist der höchste „Preis“, den man bei einem Network erzielen kann.

    Kelley, zuletzt mit „Big Little Lies“ erfolgreich, war in den späten 80ern und Neunzigern für Serien wie „Ally McBeal“, „Practice – Die Anwälte“, „Picket Fences“ und „Chicago Hope“ bekannt. Der fehlgeschlagene Versuch, für NBC eine „Wonder Woman“-Serie zu entwickeln, sorgte dafür, dass sich der Ehemann von Michelle Pfeiffer aus dem Networkfernsehen etwas zurückzog.

    Mit der neuen Serienidee „The Lincoln Lawyer“ kehrt Kelley thematisch zum Anwaltsberuf zurück, den er einst selbst ausübte. Der Titel der Serie ist schnell erklärt: Es geht um einen Anwalt, der seinen Beruf von seinem Fahrzeug ausübt – einem Ford, Modell „Lincoln Town Car“. Zu seiner Zeit war das eine Luxuslimousine, aber die letzten Modelle liefen bereits 2011 vom Band.

    Der Name des Protagonisten ist Mickey Haller, er ist ein Idealist, der mit seiner „mobilen Kanzlei“ in Los Angeles unterwegs ist und kleinere wie auch große Fälle übernimmt.

    Ursprünglich hatte Kelley die Adaption von Connellys Romanen auf eigene Verantwortung geschrieben („on spec“), A+E Studios erwarb die Rechte und der amerikanische Pay-TV-Sender Epix („Get Shorty“, „Berlin Station“) hatte eine Serienbestellung geprüft. Als daraus nichts wurde, signalisierte Kelley, dass er nach einer Zeit im Pay-TV („Goliath“ für Amazon, „Mr. Mercedes“ für Audience, „Big Little Lies“ und das kommende „The Undoing“ für HBO) zu einer Rückkehr ins Network-TV bereit sei.

    Mit seiner series production commitment setzt CBS nun darauf, dass das Projekt ein für den Sender taugliches Drehbuch hervorbringt, ein Serienpilot bestellt wird, dieser gut wird (inklusive der Besetzung der Hauptrolle mit einem passenden Star) und es sich für den Sender lohnen wird, eine Serienproduktion zu bestellen. Ob es dazu kommt, wird sich bis zum Mai nächsten Jahres entscheiden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen