ABC bestellt Zeitreise-Drama „Time After Time“ und neun weitere Pilotfolgen

    Sender bestellt sieben Drama-Piloten und drei Comedys

    Bernd Krannich – 01.02.2016, 11:42 Uhr

    Der US-Sender ABC ist in den vergangenen Tagen auf große Einkaufstour gegangen und hat zahlreiche seiner für dieses Jahr erwarteten Serien-Pilot-Bestellungen getätigt. Deadline schätzt, dass der Sender in diesem Jahr je etwa zehn Drama- und Comedy-Piloten bestellen wird.

    Ebenfalls bestellt wurden in den letzten Tagen die Drama-Piloten „The Jury“ (fernsehserien.de berichtete), „Still Star-Crossed“ (fernsehserien.de berichtete) und das „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“-Spin-Off „Marvel’s Most Wanted“ (fernsehserien.de berichtete) sowie die Comedy-Piloten „Toast“ (fernsehserien.de berichtete) von den Schauspielern Scott Foley und Greg Grunberg, die „Braunschlag“-Adaption „Hail Mary“ (fernsehserien.de berichtete), die Buddy-Comedy „Chunk and Bean“ und „Square Roots“ (fernsehserien.de berichtete) und eine noch namenlose, teils animierte Comedy über einen imaginären Freund (fernsehserien.de berichtete).

    Drama-Piloten

    Time After Time

    Produzent Kevin Williamson („The Following“,„Vampire Diaries“) schrieb das Drehbuch zu „Time After Time“ nach einer Romanvorlage von Karl Alexander aus dem Jahr 1979. In Alexanders Geschichte hatte H.G. Wells, der weltberühmte Autor des Romans „Die Zeitmaschine“, selbst eine solche erfunden. Er zeigte die Pläne dazu einem Freund. Der entpuppte sich allerdings als Jack the Ripper, eine Verfolgungsjagd durch die Zeit schließt sich an. Laut früheren Angaben soll Williamsons Geschichte diese Vorlage als Ausgangspunkt der Handlung verwenden und diese dann fortspinnen.

    Warner Bros. TV ist das Studio hinter diesem Serienpiloten.

    Meaghan Oppenheimer Projekt

    Reese Witherspoon fungiert als Executive Producer der Drama-Soap von Autorin Meaghan Oppenheimer. Im Zentrum steht eine skrupellose Scheidungsanwältin aus Dallas. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als ihre liebeskranke und emotional instabile Schwester bei ihr auftaucht. Sie sorgt dafür, dass ein altes Familiengeheimnis an die Oberfläche kommt und löst auch bei der Protagonistin selbstzerstörerisches Verhalten aus.

    ABC Studios und Witherspoons Pacific Standard produzieren.

    The Death Of Eva Sofia Valdez

    Im Zentrum von „The Death Of Eva Sofia Valdez“ steht die aus Kuba in die USA eingewanderte Eva Sofia Valdez, die sich von ganz unten nach ganz oben gearbeitet hat und nun eine angesehene Unternehmerin in Miami ist. Daneben engagiert sie sich für die rechtliche Verbesserung der Situation von Einwanderern. Doch hinter ihrer unnachgiebigen Arbeit stecken wenig edle Motive, denn sie will sich vor allem an einem Mann rächen, der sie einst betrogen hat. Diese Rachsucht könnte Eva Maria ebenso zerstören wie das dunkles Geheimnis um ein Opfer, dass sie einst gebracht hatte, um ihren Aufstieg zu erreichen.

    Das Projekt wird als „sexy Rachedrama mit einem übernatürlichen Twist“ sowie als „McBeth auf Kubanisch“ beschrieben. Bühnenautorin Charise Castro Smith fungiert als Drehbuchschreiberin. Das Projekt wird von den beiden „Marvel’s Agent Carter“-Produzentinnen Michele Fazekas und Tara Butters mit ihrer Firma Fazekas & Butters unter dem Dach von ABC Studios hergestellt.

    Conviction

    Liz Friedman („Elementary“) und Liz Friedlander („Stalker“) entwickelten zusammen die Idee zum Anwalts-Drama „Conviction“. Die Serie handelt von Carter Morrison, der brillanten Tochter eines US-Präsidenten, die dem Namen der Familie bisher allerdings keine Ehre gemacht hat. Sie wird dazu „erpresst“, den Job als Chefin der neu geschaffenen Conviction Integrity Unit von Los Angeles anzunehmen. Diese Einheit aus Anwälten und Forensikern rollt eigentlich mit einer Verurteilung abgeschlossene Fälle wieder auf, wenn ernsthafte Zweifel aufkommen, dass der Verurteilte wirklich auch der Schuldige ist.

    Mark Gordon Co. („Grey’s Anatomy“, „Quantico“) und ABC Studios fungieren als Produzenten, eOne übernimmt den internationalen Vertrieb.

    Model Woman

    Die Drama-Soap „Model Woman“ spielt in den 1970er Jahren und basiert lose auf dem Sachbuch „Model Woman: Eileen Ford and the Business of Beauty“. Die Handlung ist zum Ende des Jahrzehnts angesiedelt, als in den USA die sogenannten „Model Wars“ herrschten: Das Geschäft mit Models brachte ihren Agenturen (und ihnen selbst) nach einer allmählichen Veränderung des Geschäfts große Einnahmen, entsprechend waren Ausnahmeschönheiten unter den Agenturen heiß umkämpft: Die ersten Supermodels. Eilleen Ford war mit ihrer Ford Modeling Agency eine treibende Kraft hinter dieser „Weiterentwicklung“ des Modelgeschäfts.

    Hauptfigur der Serie ist Bertie Geiss, die stürmische und kompromisslose Matriarchin an der Spitze einer international bekannten Modeling-Agentur.

    TriStar TV (eine wiederbelebte Marke von Sony) und Anonymous Content stehen hinter dem Projekt. Die Adaption des Stoffes hat Helen Childress übernommen, die bisher vor allem für das Drehbuch zum Kultfilm „Reality Bites – Voll das Leben“ aus dem Jahr 1994 bekannt war.

    Spark

    Die Serie „Spark“ (vorheriger Arbeitstitel: „Power“) soll eine Drama-Soap um Gier, Leidenschaft und Hoffnung sein, die im Jahr 2016 einer alternativen Zeitlinie angesiedelt ist – im Steampunk-Genre. In diesem Subgenre der Science-Fiction wurde die Elektrizität nie entdeckt, entsprechend beherrschen Dampfmaschinen die Technik, häufig lehnt sich die Mode in solchen Settings der Welt vor dem ersten Weltkrieg an. Vermutlich weil Kulisse und Special Effects für dieses Projekt besonders teuer wären, hat ABC lediglich eine pilot-presentation bestellt, also keine vollwertige Pilotepisode.

    Im Zentrum der Handlung steht der Kampf zweier Familien um die Vorherrschaft sowie eine rebellische junge Frau, die den „Funken der Erfindung“ (eine Anspielung auf das Überspringen eines elektrischen Funkens zwischen zwei ungleich geladenen Orten) in sich trägt, der die Machtbasis beider Familien im Boden versinken lassen könnte.

    Michael Cooney schrieb das Drehbuch, Ian Sander und Kim Moses produzieren. Die drei standen bereits im letzten Jahr hinter einem Serienpiloten von ABC, „Runner“.

    Notorious

    Josh Berman („Bones – Die Knochenjägerin“, „Drop Dead Diva“) und Allie Hagan stehen hinter dem Projekt „Notorious“, das als provokativer Blick auf die Verknüpfung von Strafrecht und den Medien angekündigt wird.

    Angelehnt an die berufliche Beziehung zwischen dem in den USA bekannten Strafverteidiger Mark Geragos und der Produzentin Wendy Walker von der früheren CNN-Sendung „Larry King Live“ geht es um die berufliche und private Beziehung zwischen „einem charismatischen Anwalt und einer einflussreichen Fernsehproduzentin, die versuchen, die Medien, das Rechtssystem und schließlich auch einander unter die eigene Kontrolle zu bringen“.

    Produktionsstudio The Firm, Sony Pictures TV und ABC Studios fungieren als Produzenten.

    Comedy-Piloten

    Weeks/Mackay-Projekt

    Schauspieler Ed Weeks („The Mindy Project“) hat zusammen mit Hannah Mackay einen noch namenlosen Comedypiloten über zwei beste Freunde geschrieben. Die Hauptfigur ist weiblich, lesbisch und von der Grundeinstellung „das ist auch gut so“. Ihr heterosexueller bester Freund wird vor allem als neurotisch beschrieben. Und beide kommen nicht voneinander los.

    Die britische Produktionsfirma Kindle Entertainment produziert. Weeks ist bei dem Projekt ausdrücklich nur als Autor an Bord und wird keine Hauptrolle in der Serie übernehmen.

    The Fluffy Show

    Der in San Diego geborene Schauspieler und Comedian Gabriel Iglesias (Künstlername Fluffy) bleibt nach seiner Rolle in der Comedyserie „Cristela“ dem Sender ABC verbunden: Dort erhielt nun ein Serienpilot grünes Licht, den Iglesias auf Basis seiner Lebenserfahrung zusammen mit Jay Lavender und Tim Doyle geschrieben hat.

    Im Zentrum von „The Fluffy Show“ (ehemals „The Fluffy Shop“) steht vor allem die Herausforderung für den Comedian, während der Woche viel für seinen Künstler-Job zu reisen und dann nur wenige Stunden oder Tage zu haben, an denen er sein Leben zuhause gestalten kann beziehungsweise immer wieder von den Dingen überrascht zu werden, die sich in seiner Abwesenheit in seinem sozialen Umfeld entwickelt haben.

    ABC Studios produziert diese Multi-Kamera-Comedy.

    The Second Fattest Housewife In Westport

    Die Handlung der Single-Kamera-Comedy „The Second Fattest Housewife In Westport“ (Nachtrag: Mittlerweile „American Housewife“) wird aus der Sicht von Katie erzählt, einer eigentlich nur leicht übergewichtigen Frau. Die sehr durchsetzungsstarke Ehefrau und Mutter dreier Kinder versucht in einer wohlhabenden Stadt, die von „perfekten“ Hausfrauen und mit „perfekten“ Kindern bevölkert ist, ihre chaotische Familie durch den Tag zu bringen.

    Sarah Dunn („Chaos City“) schrieb den Serienpiloten, zusammen mit Aaron Kaplan fungiert sie für Kapital Entertainment und ABC Studios als Executive Producer.

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