Kommentare 551–560 von 9765
Catweazle74. (geb. 1974) am
@Rora
Eine wirklich gute Zusammenfassung der Geschehnisse und der zu beobachtenden Wirklichkeit, die leider zu viele wohl nicht zu erkennen scheinen - oder bewusst einfach leugnen wollen.
Doch die Zeitwende ist längst da, der nächste logische Schritt wäre die Tat!
Rora am
Die gestrige Markus-Lanz-Sendung war einmal mehr ein kleines Lehrstück darüber, wie politische Kommunikation funktionieren kann, wenn man auf konkrete Antworten lieber verzichtet.
Matthias Miersch hatte offenbar sein persönliches Standardprogramm dabei: dieselben Formulierungen, dieselben Ausweichbewegungen, dieselben wohlbekannten Floskeln, die man seit Wochen und Monaten bei öffentlichen Auftritten hört. Man könnte fast meinen, die Antworten seien längst vor der jeweiligen Frage festgelegt – praktisch, wenn die Realität zwischendurch etwas Unbequemes fragt.
Nur leider stellte Markus Lanz ziemlich konkrete Fragen. Und genau da wurde es interessant: Denn wer auf konkrete Fragen keine konkreten Antworten gibt, sondern immer wieder auf die vertrauten Textbausteine zurückgreift, hinterlässt irgendwann den Eindruck, dass entweder die Antwort fehlt – oder dass man sie lieber nicht geben möchte.
Noch aufschlussreicher wurde es beim Thema Ostdeutschland und der Wahrnehmung der Parteien. Die Vorstellung, die SPD und ihre politischen Akteure seien dort genauso präsent und wahrnehmbar wie die AfD, bekam durch Olaf Sundermeyer allerdings einen ziemlich deutlichen Realitätscheck.
Und das Bemerkenswerte daran: Sundermeyer argumentierte nicht aus irgendeinem Berliner Sitzungszimmer heraus, sondern aus jahrelanger journalistischer Recherche und eigener Beobachtung vor Ort. Seine Aussage war im Kern ziemlich simpel: Nein, die politische Präsenz der SPD ist dort eben nicht mit der Wahrnehmung der AfD gleichzusetzen.
Das ist vielleicht die eigentliche Pointe des Abends: Politik kann sich ihre Realität in Sitzungsräumen, Fraktionssitzungen und Pressekonferenzen sehr schön zurechtlegen. Draußen vor Ort interessiert sich die Realität allerdings erstaunlich wenig für Parteitagsformulierungen.
Vielleicht wäre es deshalb gelegentlich ganz hilfreich, nicht nur darüber zu sprechen, wie präsent die eigene Partei sein sollte, sondern einmal ehrlich hinzuschauen, wie präsent sie tatsächlich ist.
Denn irgendwann reicht auch die schönste Floskel nicht mehr als Ersatz für eine Antwort. Und schon gar nicht als Ersatz für die Realität.Rora am
Und noch etwas:
Wer prüft eigentlich die vermeintlich „gesichert Demokratischen“?
„Gesichert rechtsextrem“ – diese Formulierung sollte man einmal zu Ende denken.
Wenn eine Partei, die von Millionen Bürgern gewählt wird und bei Wahlen 20, 25 oder sogar 30 Prozent erreichen kann, vom Verfassungsschutz auf ihre Verfassungstreue überprüft wird, dann darf man eine ziemlich einfache Gegenfrage stellen:
Wer überprüft eigentlich diejenigen, die sich selbst zur „demokratischen Mitte“ erklären?
Demokratie bedeutet schließlich nicht:
Wir akzeptieren den Wählerwillen – solange uns das Ergebnis gefällt.
Und Demokratie bedeutet auch nicht:
Was die AfD fordert, ist grundsätzlich verdächtig; was die etablierten Parteien tun, ist aufgrund des richtigen Parteibuchs automatisch demokratisch.
Wenn „gesichert“ tatsächlich ein Qualitätsmaßstab sein soll, dann bitte für alle.
Dann müsste ebenso geprüft werden, wie Parteien mit politischer Opposition umgehen. Wie sie mit Millionen Wählern umgehen, deren Entscheidung ihnen nicht gefällt. Wie sie Meinungsfreiheit, parlamentarische Minderheitenrechte, Gewaltenteilung und staatliche Institutionen behandeln. Und ob sie bereit sind, demokratische Entscheidungen auch dann auszuhalten, wenn das Ergebnis nicht in den eigenen politischen Konsens passt.
Denn Demokratie kennt keine Parteien erster und zweiter Klasse.
Natürlich darf und muss der Verfassungsschutz extremistische Bestrebungen untersuchen. Aber gerade deshalb muss auch seine Arbeit politisch und gerichtlich kritisch hinterfragt werden dürfen. Eine Demokratie braucht keinen Verfassungsschutz, dessen Einschätzungen wie unantastbare Glaubenssätze behandelt werden. Sie braucht einen Verfassungsschutz, dessen Maßstäbe nachvollziehbar, rechtsstaatlich und politisch neutral angewendet werden.
Deshalb wäre die spannendere Kategorie vielleicht gar nicht „gesichert rechtsextrem“.
Sondern:
SPD: gesichert demokratisch?
CDU/CSU: gesichert demokratisch?
Grüne: gesichert demokratisch?
Linke: gesichert demokratisch?
AfD: gesichert demokratisch?
Und zwar bei allen nach denselben Maßstäben.
Keine Selbstzertifizierung. Kein „Wir sind die Guten, weil wir uns gegenseitig demokratische Mitte nennen“. Keine Sonderregeln für die einen und Generalverdacht für die anderen.
Denn wer behauptet, die Demokratie schützen zu wollen, muss sich eine unbequeme Frage gefallen lassen:
Wer kontrolliert eigentlich die selbsternannten Kontrolleure der Demokratie?
Vielleicht beginnt Demokratie genau dort: nicht bei der Frage, welche Partei einem gefällt – sondern ob für Freund und Gegner dieselben rechtsstaatlichen Regeln gelten.Rora am
Man stelle sich vor: Politik ist tatsächlich veränderbar. Verträge können geändert oder gekündigt, Institutionen reformiert und Strukturen infrage gestellt werden. Geradezu erschütternd.
Und nun trifft diese Erkenntnis ausgerechnet den öffentlich-rechtlichen Rundfunk selbst. Plötzlich ist eine politische Forderung nicht mehr nur Gegenstand der Berichterstattung, sondern möglicherweise eine ziemlich persönliche Angelegenheit. Da bekommt das Wort „Einordnung“ gleich einen ganz neuen Klang.
Natürlich muss die ARD darüber berichten, wenn eine Partei den Rundfunkstaatsvertrag bzw. entsprechende staatsvertragliche Strukturen infrage stellt. Alles andere wäre absurd. Aber gerade weil man selbst betroffen ist, wäre journalistische Nüchternheit besonders wichtig: Was wird konkret gefordert? Was kann ein Land tatsächlich kündigen? Welche rechtlichen Folgen hätte das? Was würde sich ändern – und was eben nicht? Welche Argumente sprechen dafür, welche dagegen?
Was es dagegen nicht braucht, ist dramaturgische Selbstbetroffenheit nach dem Motto: „Schauen Sie genau hin, liebe Zuschauer – hier könnte bald das Licht ausgehen.“
Denn spätestens dann wird aus der Berichterstattung über einen politischen Konflikt eine Berichterstattung in eigener Sache. Und da darf man durchaus fragen, ob Nachricht und institutionelles Eigeninteresse noch sauber auseinandergehalten werden.
Besonders kurios wäre es, eine solche Kritik allein deshalb anders zu behandeln, weil sie von der AfD kommt. Eine Forderung wird nicht automatisch richtig, weil sie von der AfD kommt – aber sie wird auch nicht automatisch falsch, weil sie von der AfD kommt. Genau dafür gibt es Journalismus: prüfen, erklären, einordnen und Gegenargumente liefern.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss die AfD nicht mögen. Er muss sie auch nicht schonen. Aber er sollte politische Vorschläge nach Inhalt und Fakten behandeln und nicht danach, wie unangenehm sie für das eigene Haus sind.
Denn wer jahrelang anderen erklärt, dass demokratische Entscheidungen Konsequenzen haben können, sollte nicht völlig überrascht wirken, wenn diese Erkenntnis eines Tages vor der eigenen Studiotür steht.Catweazle74. (geb. 1974) am
Bei linken Demonstrationen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen und Angriffen auf Reporter und teilweise Polizisten.
Besonders erschreckend war der Fall in Erfurt im Juli.
Ein Reporter wurde zu Boden gebracht und sogar gegen den Kopf getreten, obwohl er bereits am Boden lag.
Ausgerechnet diejenigen, die sich gerne als Verteidiger von "Demokratie"und Toleranz präsentieren, zeigen dabei eine erschreckende Doppelmoral.
Wer angeblich vorgibt "Demokratie" zu verteidigen, kann nichtmals eine freie Presse aushalten. Gewalt gegen Journalisten scheint für diejenigen Krawallmacher dabei ein legitimes Mittel zu sein.
So zeigen diese Leute ihr wahres Gesicht!
UserUli (geb. 1962) am
"SPIEGEL-Reporter werden angepöbelt, es gibt Pläne für eine »Bürgerwacht«: Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt zeigt sich erneut, dass Ignorieren, Verharmlosen und Relativieren im Umgang mit Parteien wie der AfD in die Irre führen." (Peter Nelles, Spiegel)
#Spiegel-Leser wissen mehr
Filmtipp: Hunde, wollt ihr ewig ... einem den Schlaf rauben?– (geb. 1990) am
Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht.UserUli (geb. 1962) am
Jungs, Ihr seid hier im falschen Film. "Zurück in die Vergangenheit" kann keineR mehr hören oder sehen.Reformer 028 (geb. 1954) am
Mister AfD,es ist langweilig jeden Tag den gleichen Schwachsinn zu schreiben.🥱🥱😴😴
.
Reformer 028 (geb. 1954) am
Schade Uli dass Sie die Kommentare zur Lanz Sendung von gestern gelöscht haben.
Ich habe die Sendung auch nicht gesehen.Die Meinung der Presse ist ganz unterschiedlich.Angefangen von der schlechten Moderation von Lanz,was ja nun wirklich kein Wunder ist.Dann Thorsten Frei,den Lanz wohl grillen wollte.Dann muss Frei gesagt haben,die #Reformen# Rentenreform,Gesundheitsreform wären Jahrhundert Reformen.Wenn Frei gesagt hätte,zum Nachteil der Versicherten,würde es ja stimmen.Über Fr.Brosius-Gersdorf will ich mich gar nicht äußern,Sie hat nichts zu entscheiden und ist auch freiwillig weg von Fenster.Genauso wenig über den Neoliberalen Journalisten Bröcker.Aber lass ich mal,Piperin,Hera und 819 bei Ihrer Meinung,es war eine gute Sendung,Geschmäcker sind eben verschieden.Catweazle74. (geb. 1974) am
"Campact" führt 81 Jahre nach dem Untergang des Dritten Reiches und 36 Jahre nach dem Untergang der DDR wieder Listen ein, die stark nach "Kauft nicht bei..." errinnern!
Ausgerechnet "Campact", eine klar im linkspolitisch-progressiven Spektrum verortete Organisation, erstellt Listen politisch unliebsamer YouTube-Kanäle und nimmt anschließend deren Werbepartner ins Visier.
Die Einstufung, wer als problematisch gilt, erfolgt dabei durch "Campact" selbst. Es ist darin ein Versuch missliebige Stimmen über wirtschaftlichen Druck auszubremsen.
Meinungsvielfalt offenbar nach dem Motto:
Alles darf gesagt werden, solange es politisch genehm ist!
Die benannten Kanäle haben zum Teil 100.000 Abonnenten.
Sie berichten über Kriminalstatistiken, über die Asylzahlen, über Energiepreise und über den Zustand der Infrastruktur.
Sie zeigen Polizeiberichte, Gerichtsentscheidungen und offizielle Zahlen des Bundeskriminalamts.
Sie fragen zudem warum bestimmte Muster in den öffentlich-rechtlichen Medien selten im Zusammenhang dargestellt werden.
Genau das ist der Kern ihrer Arbeit!
Jetzt wird dieser Kern ihrer Arbeit als "Hass und Hetze" gerahmt, weil die Auswahl und Gewichtung der Fakten nicht ins Bild passen, dass bestimmte Redaktionen und NGO's für richtig halten.
Wer darauf hinweist, dass die Zahl der Messerangriffe in bestimmte Regionen gestiegen ist, gilt schnell als "rechtsextrem". Wer die Zahl der BKA-Statistik zitiert und gleichzeitig fragt, warum die politische Reaktion darauf so zögerlich ausfällt, wird in dieselbe Schublade gesteckt.
Die Einschätzung, dass Politik, Institutionen und Behörden zunehmend von politischen Einflüssen geprägt seien, wird insbesondere nämlich von den Menschen vertreten, die sich auch außerhalb regierungsnahen Medien informieren.
Der Vertrauensverlust in die Regierung und die Rechtsstaatlichkeit spiegeln sich in den aktuellen Umfragewerten wider und verdeutlichen zugleich den Wunsch nach politischen Veränderungen.
Daher gehört es zur Medienkompetenz dazu, die vielfältigen verfügbaren Informationen kritisch zu nutzen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und sich daraus ein fundiertes Urteil letzlich bilden zu können
Wer diese Vielfalt jetzt einschränken oder abschaffen will, gefährdet letztlich das Fundament unserer Demokratie!
Manche Menschen sehen Dinge, andere die Zusammenhänge.
#BlickDurchDenStrohhalmUserUli (geb. 1962) am
Ach und Sie, Catweazle, wenn ich schon mal da bin: So Campact hat also Firmen gesagt, dass sie da für Rechtspopulisten Werbung machen und ob das gut wäre? Und da haben dann einige werbungsbetreibende Firmen gesagte (Aldi-Süd, Edeka, dm oder was mir da gerade einfällt):
"Ja, ne, Rechtspopulisten über unsere Werbungsausgaben zu finanzieren, das gefällt uns jetzt auch nicht. Das wirkt auch nicht soo gut."
Und das ist jetzt schon wieder "Nazi". Weil im Grundgesetz steht: "Jeder hat ein Recht auf Werbeeinnahmen"? Oder was? Junge, Junge, Junge - Lesen hilft!
Und Campact (dessen Namen übrigens seinerzeit Elsässer als Compact abgeschmiert hat), ist keine Einrichtung der öffentlichen Hand, sondern praktisch ein privater Teil der Zivilgesellschaft und die können immer noch sagen, was Sie wollen. Das ist halt so in ... ich weiß nicht, ob Sie davon schon mal gelesen oder gehört haben.
Allerdings nicht wenn sie, so wie Sie, Falschheiten verbreiten, sondern das was sie sagen, muss schon stimmen. Das, nur so z.B. NIUS oder Apollo rechtspopulistisch und jetzt nicht meinetwegen in Wahrheit links-liberale Feministen sind.
Tichy hat ja geklagt, wollen wir mal sehen. Na, Vertrauen in die - wie heißt das noch? - Demokratie? Wollen wir das mal buchstabieren?Catweazle74. (geb. 1974) am
Man sollte den domestizierten Unmut über politische Veränderungen als Haustier durchaus weiter pflegen.
Wer jedoch demokratisch legitimierte Entwicklungen nicht einmal anerkennt, verwechselt Demokratie mit dem Grundgesetz (oben geschehen) und offenbart damit eigentlich vor allem nur eines:
Dass er von beidem erstaunlich wenig Verstand besitzt!
Besonders widersprüchlich wird es, wenn ausgerechnet jene, die sich auf demokratische Werte berufen, mit undemokratischen Mitteln versuchen, unliebsame Stimmen mundtot zu machen.
Indem man etwa YouTube-Kanälen gezielt den Geldhahn zudrehen und damit deren wirtschaftliche Grundlage gefährden will.
Wer bereit ist zur Beseitigung missliebiger Inhalte sogar die finanzielle Existenz dahinter aufs Spiel zu setzen, sollte sich vielleicht wirklich fragen, wie viel Demokratie in diesem Vorgehen tatsächlich noch steckt!
(Applaus)
Und gerade die deutsche Geschichte sollte dabei nämlich mahnend sein.
Schon zur NS-Zeit wurden Andersdenkende gezielt aus dem öffentlichen und wirtschaftlichen Leben gedrängt, um ihre Stimmen und ihren Einfluss auszuschalten.
Wer heute zu ähnlichen Mitteln greift, sollte endlich aufhören andere ständig zu belehren und stattdessen sich den Spiegel mal vorhalten:
Selbstreflexion wäre hier weitaus demokratischer als das Ausschalten unliebsamer Stimmen.
Ein Leben im ständigen Widerspruch, ist ein geistloses Leben in trostloser Einsamkeit!
#IdeologieVerbrenntDenVerstandCatweazle74. (geb. 1974) am
…allerdings sollte man dabei durchaus am Rande erwähnen, dass YouTube hierzu ganz klare Richtlinien hat und die Einschätzung, ob ein Verstoß vorliegt, freundlicherweise dann YouTube selbst überlässt.
Liegen keine Beanstandungen vor, ist das Thema damit erledigt. Punkt!
Da können sich selbsternannte Weltverbesserer noch so sehr auf den Kopf stellen, Purzelbäume schlagen oder empört im Kreis laufen - an den Richtlinien von YouTube ändert das erstaunlicherweise trotzdem nichts!
Herma am
Ich fand die Ausführungen von Frau Brosius Gersdorf auch gut und es ist mehr als bedauerlich, dass man dieser kompetenten Rechtsprofessorin mit einer Schmuddelkampagne der AfD, der die CDSU aufsprang, das Amt der Verfassungsrichterin verweigerte.
Ihre Kritik: es werde zur Rechtsfrage, wenn Verfassungsrechte, wie das Recht der Fraktionsausschüsse spiegelbildlich zum Proporz im Plenum vertreten zu sein, beschnitten würde! Das beträfe derzeit Linke und AfD für das parlamentarischen Kontrollgremium, des die Geheimdienste kontrolliert! Dies sei bezogen auf die Linke verfassungswidrig, bei der AfD müsse man sehen, dass Sie vom Verfassungsschutz beobachtet wird, dessen Kontrolle dem parlamentarische Kontrollgremium obliegt!
Vor dem Hintergrund unserer Geschichte gilt es Demokratie, den Rechtsstaat durch unabhängige Gerichte, freie Medien und unabhängige Handlungsfähigkeit der Parlamente zu schützen. Da, wo ganz offensichtlich verfassungswidrige Positionen zu erkennen sind, muss gegengesteuert werden, eine wehrhafte Demokratie muss Extremissmus ablehnen ohne die Grundrechte zu verletzen, die sie schützen. Da gehört für mich der Ausschluss demokratiefeindlicher Politiker aus bestimmten Kontrollgremien dazu!diametral (geb. 1965) am
Im Grundsatz bin ich bei Ihnen, @Hera:
Extremismus (Gewalt bzw. Staatszersetzung) darf auf keinen Fall geduldet werden.
Lediglich auf den Rechtsweg lege ich wert.diametral (geb. 1965) am
da Sie Ihren post nun gelöscht haben, @User Uli, kann ich meinen auch löschen.UserUli (geb. 1962) am
Können Sie machen, wobei ich Ihre Reaktion nicht gelesen, sondern nur noch eine vagen Blick erhascht hatte.
Ich löschte, weil mir durch den Kopf ging, dass mein Post von der Wirkung her sehr belehrend bis arrogant (Sendung nicht gesehen, aber alles besser wissen) angelegt war, was eigentlich nie schön ist, oberfächlich erscheint und an die Gedankenwelt der Betreffenden praktisch nie anknüpft.
Und sie wissen ja ohnehin, dass ich Sätze wie "Der Volkswille .. und damit ist IMMER das gesamte Volk gemeint .. muss für jeden ehrlichen Demokraten das höchste Gut sein .. umgesetzt durch die Legislative .. kontrolliert von Judikative. .... Demokratie und GG kennen keine "Brandmauern" und wohin dies zu ignorieren führt, sehen wir derzeit." in der Konsequenz für absolut problematisch bis populistisch halte, insofern sie an einen modernen liberalen Verfassungsverständnis vorbeigehen.
Nicht nur, weil es die Gleichursprünglichkeit von Verfassung und Demokratie unterwandert, sondern unterschlagt, dass das Grundgesetz selbst als "Brandmauer" eingeführt worden ist.Daraus ergibt sich ja der Artikel zur "wehrhaften Demokratie".
Infolge dessen kann eine Brosius Gersdorf sich niemals in Richtung "Brandmauer muss weg" geäußert haben, sie wird, wie immer, sinngemäß gesagt haben: "Die Brandmauer ist eine politische Entscheidung."
Es kann nicht anders sein, denn es gibt keinen "Demokratiezwang", sein Gewissen zu verleugnen oder mit jemandem Allianzen einzugehen, den man nicht will. So etwas kann nach dem Grundgesetz nämlich nicht normiert werden!!! Und deshalb hat das Verfassungsgericht bereits auch in einigen Fällen pro Individualentscheidung und gegen die AFD geurteilt.
So ist es zumindest völlig überdehnt, aus einer formallogischen Betrachtung eine politische Perspektive abzuleiten. Es ist zu unterscheiden zwischen prozeduraler Legalität und politischer Legitimität. Man kann das nicht in Eins setzen.
Heißt: Brosius Gersdorf will nicht "die Brandmauer kontrollieren", oder rechts und links gleichsetzen (sagt sie immer, dass es dort den Unterschied gibt, das die AFD in Teilen bereits als rechtsextremistisch eingestuft ist), sondern argumentiert so, dass formal- oder verfahrenslogisch beim Ausschluss von Posten entgegen des Proporzprinzipes einer verfassungsgerichtlichen Legitimation bedarf!
Ich sehe das nicht so im Fall der AFD aufgrund des Brandmauercharakters des Grundgesetzes, Gewissen und Kant und so. Aber das ist hier egal.
Die Argumentation mit der notwendigen Prüfung durch das Verfassungsgericht ist ja verfassungsrechtlich nachvollziebar und richtig. Aber die Folgerung, jetzt mal alltagspraktisch: Solange man die AFD nicht verboten hat, muss man sie in allen Teilen wie alle anderen behandeln und womöglich die Koalition anbieten? Das erscheint mir gedankliche Ausflucht.
Vielleicht ist es im Vortrag so eingänglicher, was ich meine.Herma am
Passt, @ Uli, Ihren gelöschten Beitrag hatte ich nicht gelesen!
@ diametral nach der heutigen Lanz-Sendung legitimiert sich die "Brandmauer" ( ich kann das Wort nicht mehr hören) von selbst! Ich hoffe, die CDU bleibt konsequent!diametral (geb. 1965) am
wird ja immer noch schöner .. als ob das GG eine "Brandmauer" sei.😂
Ganz im Gegenteil.
Politische Gegner zu diskriminieren und deren Rechte zu entziehen .. (bis im Extremfall sogar wegzusperren) ..
sind Denke und Praktiken des Dritten Reiches, womit das GG ein für alle mal Schluß machen wollte.
"Nie wieder!"
Nochmal:
"Niemand darf wegen ... oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden."
GG Art. 3 Abs. 3
Für SIE, @User Uli, gilt das offenbar alles nicht.
Die "Gleichheit vor dem Gesetz" steht im GG.
Dann sagen Sie halt gleich, dass das ganze GG nur "populistisch" sei und bei jedem Menschen erst einmal Sie zu fragen seien, ob dessen Ansichten in Ihren Kram passen.
Sie zeigen da schon ein seltsames Verständnis von Demokratie.
Frauke Brosius-Gersdorf jedenfalls ein ganz anderes, nämlich dass die Gremien von ALLEN Parteien, auch von den Rändern, angemessen vertreten sein müssen.
Es ist wohl anzunehmen, dass sie das GG in- und auswendig kennt.
-----
Das Widerstandsrecht bezieht sich auf die demokratische Grundordnung und völlig fehl am Platz, das hier herziehen zu wollen.
Demokratie ist sogar eines der schärfsten Schwerter der AfD .. gerade in heutiger Zeit.
(in autokratischen Systemen mit Scheinwahlen hätten sie gar keine Chance. Wo aber das Volk aufbegehrt und eine Randpartei wählt kann Demokratie sogar zur Alleinregierung verhelfen).
Die AfD redet von allem möglichen, aber nicht von "Demokratie abschaffen" (außer ein paar Pappnasen im Forum vielleicht).diametral (geb. 1965) am
@Hera,
"Brandmauern" -ist doch egal wie Sie's nennen-
sind einfach nur blödsinnig.
Auch das kommentierte Frauke Brosius-Gersdorf, dass (in der Kernaussage) die Bürger in ihrem Demokratieverständnis verletzt werden und es nur den Rändern nutzt.
Zur Linken gibt es ebenfalls eine Brandmauer.
Und jetzt?
BSW lehnt diese zur AfD und generell ab
(Sahra W.: gescheitert, „undemokratisch“ sowie als „Brandmauer-Idiotie“)
auch in Union gibt es Stimmen, welche auf Kooperation mit AfD zielen.
---
Schon mal das Volk gefragt?
Umfragen nach (INSA) lehnen 48% eine gemeinsame Regierung mit AfD strikt ab.
Hört sich nach viel an, aber es relativiert sich, da 41%-44% auch mit Grünen gemeinsame Regierungen ablehnen.
Gleichzeitig will eine klare Mehrheit von 59 % hier keinen pauschalen, dogmatischen Ausschluss mehr der AfD, sondern Zusammenarbeit in Sachthemen.
-----
Brandmauern weichen immer mehr auf, zum Teil können nicht mal mehr Regierungen gebildet werden.
Also, was hat es denn gebracht? Die Wähler zur AfD getrieben und ansonsten gar nichts.
Mein Gott, macht doch bitte mal die Augen auf, was Ihr damit anrichtet.Herma am
@ diametral, ich denke Sie verstehen @ Uli's Ansatz und meine Aussagen nicht so ganz. Dass unser Verfassungsgericht bei verfassungsfeindlichen Bestrebungen die Möglichkeit des Einschreitens hat, IST EINE ART BRANDMAUER, das sehe ich genauso, und es ist derzeit nur die AfD, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, nicht die Linke. Leider ist meine Zeit momentan begrenzt, daher zunächst nur soviel dazu. Und bitte nicht wieder " ihr richtet an", nein, das tun " wir" nicht! 😀
zurückweiter
Erhalte Neuigkeiten zu Markus Lanz direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Markus Lanz und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn Markus Lanz online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.Erinnerungs-Service per
E-Mail
