bisher 26 Folgen, Folge 14⁠–⁠26

  • Folge 14 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer unternimmt eine kulinarische Entdeckungsreise quer durch Deutschland. Was sind landestypische Gerichte? Und was verraten sie über die Menschen, ihre Geschichte, ihre Kultur? Du bist, was Du isst, sagt ein Sprichwort. Was bedeutet das für die deutsche Küche? Gibt es identitätsstiftende Gerichte? Wladimir Kaminer besucht berühmte Köchinnen und Köche des Landes und ergründet mit ihnen, wie viel deutsche Seele in ihren Kochtöpfen brodelt. Was wird angebaut in den unterschiedlichen Regionen und was ist Kult auf deutschen Tellern? Essen, das ist Kunst, Kultur, Vergangenheit und Zukunft sowie ein Feld, auf dem es immer auch Skurriles zu entdecken gibt. Ob Forelle in Bierteig mit Bratkartoffeln, Currywurst, Döner, Grünkohl, Riesling oder Sauerteig: Wladimir Kaminer geht den Spezialitäten auf den Grund. In Berlin diskutiert er über die Herkunft der Currywurst, isst den liebsten Imbiss der Deutschen, einen Döner, und schaut im Berliner Gourmetrestaurant „Nobelhart & Schmutzig“ vorbei. Hier wird „brutal regional“ gekocht. In Erfurt besucht Wladimir Kaminer die „Bachstelze“, in der Maria Groß, 2013 jüngste Sterneköchin Deutschlands, die alte deutsche Küche neu interpretiert und ab und zu auch den guten, alten Goldbroiler serviert. Zusammen mit dem Frankenwinheimer TV-Bäcker Axel Schmitt, dem „World Baker of the Year 2022“, backt Kaminer einen Frankenlaib und verarbeitet einen 50 Jahre alten Sauerteig. Seit 1758 wird in Bodenwöhr Bier gebraut und im „Brauereigasthof Jacob“ oberbayerische Spezialitäten serviert. Wladimir Kaminer probiert Bierbrauerschnitzel und Bratkartoffeln. 60 Kilogramm Grünkohl, Berge von Kasseler und Pinkel: Wladimir Kaminer ist dabei, wenn im „Bümmersteder Krug“ in Oldenburg alles für die traditionelle „Kohltour“ vorbereitet wird. Und zum Abschluss gibt es im Rheingauer Kloster Eberbach, dem ältesten und größten Weingut der Republik, den berühmten Rheingauer Riesling. Wladimir Kaminer verkostet und wirft einen Blick in die Wein-Schatzkammer des Klosters. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 25.08.2023 3sat-MediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 26.08.2023 3sat
  • Folge 15 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer unternimmt eine kulinarische Reise durch die Schweiz, um einen Blick in viele Kochtöpfe zu werfen. Neben Traditionellem entdeckt er so manche Neuheit. Auch solche, die seinen Geschmacksnerven nur bedingt schmeicheln. Geht es ums Essen in der Schweiz, kommt der Schriftsteller Wladimir Kaminer um drei Nahrungsmittel nicht herum: Käse, Rösti und Schokolade. Wenn man so will, die kulinarische DNA der Schweiz. Weshalb sind die Eidgenossen – in einem der reichsten Länder der Welt – noch immer so versessen auf Käse und Kartoffeln? Wieso passt Rotwein perfekt zu Schokolade? Diesen Fragen geht Kaminer hoch oben in den Walliser Alpen beim Open-Air-Raclette-Essen, im besten Rösti-Lokal im Emmental und in einer Schokoladenmanufaktur mitten in Zürich nach. Die Schweiz ist so globalisiert, dass man von a wie äthiopisch bis z wie zyprisch alles bekommen kann. Und wer hätte gedacht, dass es weltweit kein Land gibt, das im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Michelin-Sterne hat? Kaminer besucht Sternekoch Andreas Caminada in dessen Schloss „Schauenstein“ und erhält tiefe Einblicke in die Küche eines der besten 50 Restaurants der Welt. Stadtmensch Kaminer trifft auch Rebecca Clopath, die nichts Geringeres als „den Geschmack de Alpen“ verspricht. Die Naturköchin verkocht alles, was Wiesen und Wälder so hergeben. Das Ergebnis auf dem Teller ist dann eine Erfahrung der besonderen Art. Zu guter Letzt versucht Wladimir Kaminer das Geheimnis der Streuwürze „Aromat“ zu lüften. Das gelbe Pulver wurde in den 1970er-Jahren in jeder Schweizer Küche gebraucht und macht noch heute satte Umsätze, obwohl es scheinbar niemand mehr verwendet. „Kaminer Inside: Wie isst die Schweiz?“ kommt im Kaminer-üblichen Sound daher. Unterhaltend, humorvoll, schräg. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollen aber auch etwas lernen über die Schweiz im Allgemeinen und zu einzelnen Gerichten im Speziellen. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 25.08.2023 3sat-MediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 26.08.2023 3sat
  • Folge 16 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer, Sternekoch Lukas Mraz
    Wladimir Kaminer ist wieder auf Roadtrip. Diesmal geht es durch das kulinarische Österreich. Es wird sehr süß, so, wie es sich für das kleine Land gehört. Bestsellerautor Wladimir Kaminer kocht Marillenknödel, kostet Mehlspeisen und lernt, was die „Original“ Salzburger Mozartkugel ausmacht. Natürlich dürfen Wein, Schnitzel, Tafelspitz & Co.nicht fehlen. Im Wiener Kunsthistorischen Museum trifft der Autor das Künstler-Duo Sonja Stummerer und Martin Habelsreiter aka „Honey and Bunny“. Bekannt sind die beiden durch ihre Essens-Performance, in ihren Arbeiten reflektieren sie Esskultur, und hinterfragen kulinarische Traditionen. Mit Waldimir legen sie einen Gemüse-Farbkreis auf, gehen in ihr Lieblingslokal Schnitzel essen und verraten ihm, was man in Österreich unter „Melanzani“ oder „Fisolen“ versteht. Und natürlich darf der „Wiener Tafelspitz“ nicht fehlen: Lukas Mraz ist ein sogenannter „Junger Wilder“ unter den Köchen. Das mit zwei Michelin-Sternen gekrönte Familienrestaurant „Mraz und Sohn“ betreibt er gemeinsam mit seinem Vater Markus in der Brigittenau in Wien, einem Arbeiterbezirk. Die beiden zeigen Waldimir, wie man einen Tafelspitz der etwas anderen Art kocht, nämlich aus Lamm. Um die Weinkultur des Landes besser kennenzulernen, geht es ins Burgenland, weltberühmt für seinen Rotwein, zum Weingut der Familie Göschl. Dort werden nicht nur Yogastunden angeboten, sondern auch Yogawein, der das klassische Sortiment bereichert. Hintergrund: Das Weingut wird von zwei Jungwinzerinnen, Daniela und Kathrin, geführt, eine von ihnen ist Yogalehrerin. Beide hatten andere Pläne, als das Weingut ihrer Eltern zu übernehmen, und sich erst nach Studium und Arbeitserfahrungen in Wien und Niederösterreich, dazu entschlossen. Wladimir erfährt, wie man die Weinstöcke richtig behandelt und warum die Verbindung von Wein und Yoga keine „liaison dangereuse“ ist. Nach einer schweißtreibenden Yogastunde gibt es eine typische Brettljause und die Gelegenheit die Weinsorten der Region (blind) zu verkosten. Von der Weintraube ist es zur Marille nicht weit, denn bekannt ist Österreich, besser gesagt, die Gegend „Wachau“ weltweit für eine ganz besondere Frucht: Die „Original Wachauer Marille“ ist eine streng geschützte Marke. Mit Anita Brunner und deren beiden Eseln spaziert er durch einen Marillengarten und erntet die besonderen Früchte. Verkocht werden diese dann zu Marillenknödel mit der Köchinnen-Legende Lisl Wagner Bacher. Sie hat ein ganzes Kochbuch über die Obstsorte verfasst. Übrigens: Sag niemals Aprikose zu einer echten Marille! Das muss auch der Autor noch lernen. Noch süßer wird es für den Schriftsteller in Salzburg. Dort lernt er alles über die „Original“ Salzburger Mozartkugel und darf sogar selbst Hand anlegen. Trotzdem: Die Rezeptur ist streng geheim. Mit Blick über die gesamte Stadt kostet er die luftigste Mehlspeise Österreichs, nämlich „Salzburger Nockerln“: Ein luftig-leichtes Dessert, das aus Eischnee besteht, serviert von einem Kellner mit dem Namen Ferdinand – wir sind ja schließlich in Österreich. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 25.08.2023 3sat-MediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 26.08.2023 3sat
  • Folge 17 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer geht auf Erkundungstour in den Filmstudios Babelsberg, wo seit 1912 Filmgeschichte geschrieben wird. Ob in der Außenkulisse, im Requisitenfundus oder im volumetrischen Studio – er stößt auf eine Schatzkammer des großen Kinos. Das älteste Großatelier- Filmstudio der Welt steht nicht in Hollywood, sondern in Potsdam Babelsberg. Es ist bis heute das größte Filmstudio Europas. Seit 1912 wurden hier mehr als viertausend Filme produziert. Namhafte Regisseurinnen und Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler haben hier gewirkt und nationale, wie internationale Filmklassiker geschaffen, darunter Kultfilme wie „Metropolis“ oder „Der Blaue Engel“. Ob in den Filmstudios Babelsberg oder ihren historischen Vorläufern Decla Bioscop, Ufa und Defa: die Filmgeschichte Babelsberg spiegelt immer auch deutsche Geschichte wider. Ein mystischer Ort voller Geschichten. Ein Mythos, eine Legende – „Babelsberg, die deutsche Traumfabrik“, staunt Wladimir Kaminer und nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Reise in die Geschichte des deutschen Films. Vor über 100 Jahren begann in Babelsberg die Filmgeschichte mit der Gründung des heute ältesten Filmstudios. Asta Nielsen, der damals größte internationale Star, drehte hier 1912 ihren ersten Film „Der Totentanz“ – ein überwältigender Publikumserfolg. Schnell fanden technische Innovationen Einzug in die Filmproduktion. Anfang der 1920er Jahre ermöglichte die „entfesselte Kamera“ den Perspektivwechsel, 1929 feierte der Tonfilm mit „Melodie des Herzens“ sein Debüt. Babelsberg ist bis heute ein magischer Ort und ein Spiegel seiner Zeit: Auf die kriegspropagandistischen Stummfilme im ersten Weltkrieg folgte Fritz Langs monumentales Science-Fiction-Epos „Metropolis“, das heute zum Weltdokumentenerbe gehört. Die UFA-Ära der 1930er /​1940er Jahre hat Glanz und Glamour nach Babelsberg gebracht und Stars wie Zarah Leander, Heinz Rühmann, Marlene Dietrich oder Hans Albers in die Welt. Genauso steht diese Ära aber auch für zahlreiche menschenverachtende Werke, die unter der Ägide des nationalsozialistischen Reichspropagandaministeriums entstanden sind. Unter sowjetischer Verwaltung wurde in den Nachkriegsjahren die Produktion am Standort schnell wieder aufgenommen. Zu wichtig war das Medium Film für die Propaganda. Bereits im Mai 1946 erfolgte die offizielle Gründung der Deutschen Film AG (DEFA). Der erste Nachkriegsfilm erschien noch im selben Jahr: „Die Mörder sind unter uns“. Dem folgten bis 1990 eintausendzweihundertvierzig Spiel- und Fernsehfilme verschiedener künstlerischer und politischer Ausrichtungen, die auf dem Babelsberger Areal produziert wurden, darunter Meisterwerke wie „Die Legende von Paul und Paula“, oder „Jakob der Lügner“ 1976, aber auch legendäre Märchenfilme wie „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ und „Der Kleine Muck“. Die Wende und Wiedervereinigung Anfang der 1990er Jahre hat für den Filmstandort eine neue Epoche eingeläutet. Die Medienstadt Potsdam-Babelsberg wurde geboren. Spiel-, Trick- und Dokumentarfilme, TV-Serien oder auch digitale Formate – „Made in Babelsberg“: Hier entstehen nicht nur nationale Dauerbrenner wie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ ,sondern auch internationale Blockbuster, wie „Die Tribute von Panem – Mockingjay“, „Monuments Men“, „Bridge of Spies – Der Unterhändler“, „Men in Black“, „Anonymus“ oder der mit vier Oscars ausgezeichnete Film „Grand Budapest Hotel“. Ob Steven Spielberg oder Roman Polanski, George Clooney oder Cate Blanchett – unzählige namhafte, internationale Stars geben sich in Babelsberg die Klinke in die Hand. Wladimir Kaminer trifft Schauspielerin Anna Loos zum Walzer tanzen in der Marlene-Dietrich-Halle und schwelgt mit ihr in Erinnerungen. „Hier wird einfach permanent gezaubert, es ist unglaublich, welche großartigen Filme hier schon entstanden sind“, so Anna Loos. Mit Szenenbildner Uli Hanisch erkundet Kaminer die Außenkulisse der Studios, die Neue Berliner Straße, die Hanisch entworfen hat. Im Möbelfundus zeigt Filmausstatter Bernhard Henrich Kaminer seine Lieblingsstücke, von Tom Cruises Stuhl aus „Operation Walküre“ bis hin zum Schreibtisch aus „Bridge of Spies“ und den Kunstwerken aus „Monuments Men“. Mit Christine Handke vom Filmmuseum spricht Kaminer darüber, wie der Mythos Babelsberg überhaupt entstanden ist. Sven Bliedung von der Heide weiht ihn ein in die Geheimnisse des volumetrischen Studios und die Zukunft des Films. Und Kunstmaler Robert Krüger zeigt Kaminer, wie er aus 25 verschiedenen Rosatönen den perfekten für „Grand Budapest Hotel“ gefunden hat, und erzählt ihm, wie die Zusammenarbeit mit den berühmtesten Regisseuren unserer Zeit funktioniert. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 05.10.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 04.11.2023 3sat
  • Folge 18 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer begleitet den kompletten Bühnenaufbau inklusive Eisfläche der Show. Hier werden gerade die Lichter getestet.
    2024 feiert die große Eisshow „Holiday On Ice“ im Berliner Tempodrom 80. Jubiläum und Wladimir Kaminer ist live dabei – vom Aufbau, Eis machen bis hin zu den Proben und der großen Premiere. Er begleitet dabei sowohl die Stars auf der Eisbühne als auch Menschen hinter den Kulissen der gewaltigen Show. Er trifft Gaststar Vanessa Mai und schnallt sich mit der ehemaligen Eiskunstlauf-Weltmeisterin Denise Biellmann auch selbst die Schlittschuhe an. Die erfolgreichste Eiskunstlauf-Show der Welt feiert 80-jähriges Jubiläum. Die Mischung aus klassischem Eiskunstlauf, Artistik, bunten Showelementen, Licht und Musik ist ein Publikumsmagnet: Mehr als 330 Millionen Menschen haben „Holiday On Ice“ bereits besucht. 20 Städte stehen im Tourplan der Jubiläumsshow „NO LIMITS“. Dabei bedeutet jede Station einen Neuanfang: In jeder Stadt beginnt die 50-köpfige Crew mit dem Aufbau von vorn – vor allem mit der Installation einer Eisfläche. Das Eis ist nicht überall gleich, die Fläche variiert, und die Künstlerinnen und Künstler müssen sich auf immer neue Bedingungen einstellen. Es gibt Anproben, Licht-, Ton- und Generalproben. Verantwortlich für reibungslose Auf- und Abbauarbeiten ist seit gut zwei Jahrzehnten Peter „Kuschel“ Koschmieder als technischer Leiter. Er gilt als die gute Seele von „Holiday On Ice“, kennt alles und jeden und sorgt dafür, das alles läuft. Wladimir Kaminer darf ihn bei seiner Arbeit begleiten. Natürlich ist Wladimir Kaminer auch bei den Proben dabei. Nur einen einzigen Tag haben die Künstler Zeit, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen: Dauerstress für Natalia Belusakova, die als Trainerin die Proben leitet und sicherstellen muss, dass alles funktioniert und keine Fehler passieren – auch wenn die Eisfläche jedes Mal eine andere Größe hat und die Choreografie darauf angepasst werden muss. Emmanuelle Proft und Nicolas Nadeau aus Kanada sind die Stars der „NO LIMITS“-Show: Zum ersten Mal laufen sie bei „Holiday on Ice“. Wladimir Kaminer begleitet Sportlerinnen und Sportler sowie die Trainerin hinter den Kulissen, bei den Proben und natürlich am Premierenabend. Gaststar der Show ist diesmal Schlagersängerin Vanessa Mai, die Wladimir Kaminer bereits bei den Proben trifft. Mit dem Produzenten und Geschäftsführer von „Holiday On Ice“, Peter O’Keeffe, spricht Wladimir Kaminer über die Geschichte und Zukunft der Eisshow und darüber, wie jede neue Show noch spektakulärer, größer, besser werden kann. Am Ende lockt ihn noch die große Eisfläche: Zuletzt stand Wladimir Kaminer als Kind auf Kufen – aber eine Runde auf der berühmtesten Eisbühne der Welt lässt er sich nicht entgehen. Fachkundige Anleitung bekommt er dabei von der Schweizer Eiskunstläuferin Denise Biellmann, die selbst lange der Star der Show war und als erste Frau den dreifachen Lutz auf dem Eis sprang. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 19.10.2024 3sat
  • Folge 19 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer mit Jens Breitfeld in seiner Drechslerei. Hier stellt er seit 30 Jahren traditionelle erzgebirgische Volkskunst her, wie Räuchermänner und Schwibbögen.
    Welche Bräuche gibt es in Deutschland, und was davon ist „typisch deutsch“? Eine Frage für Wladimir Kaminer, der einmal quer durchs Land reist und sich ein Bild macht von deutschem Brauchtum. Indem Menschen ihre Bräuche leben, vergewissern sie sich ihrer kulturellen Identität. Sie feiern die Wechsel von Jahreszeiten, das Überstehen von Katastrophen, Initiationen – und dabei irgendwie auch immer sich selbst! Wladimir Kaminer begibt sich auf eine Entdeckungstour quer durch die deutsche Republik und feiert gemeinsam mit den Menschen vor Ort: ob bei großen Festen, oder bei kleinen, regionalen Ritualen und Bräuchen. Das wohl bedeutendste deutsche Brauchtum begeht Wladimir Kaminer im Erzgebirge: Umgeben von Schwibbögen und Räuchermännern feiert er Weihnachten in Annaberg-Buchholz und lässt sich von Drechsler Jens Breitfeld in die Holzkunst einführen. Jens Breitfeld produziert schon seit 30 Jahren Räuchermänner und Weihnachtsengel – oder „Jahresendflügelfiguren“, wie sie zu DDR-Zeiten bezeichnet wurden. Mit der Hergisdorfer Pfingstgesellschaft im Kreis Mansfeld-Südharz vertreibt Kaminer beim alljährlichen Dreckschweinfest den Winter. Das Fest geht auf altgermanisches Brauchtum zurück und ist immaterielles Kulturgut der UNESCO. In Schierke im Harz trifft sich Wladimir Kaminer zur Walpurgisnacht mit dem Oberteufel Michael Gebbert. Jedes Jahr am 30. April verwandelt sich die Ortschaft am Brocken in einen brodelnden Hexenkessel, wenn Tausende Hexen und Teufel die Ankunft des Frühlings mit nächtlichen Freudenfeuern feiern. Beim Schützenfest in Neuss ist die ganze Stadt dabei – es gilt als weltgrößtes überhaupt, und natürlich darf Wladimir Kaminer dort nicht fehlen. Überhaupt ist das Schützenwesen fester Bestandteil der deutschen Kultur und tief verwurzelt in regionalen Traditionen. In Greimharting am Chiemsee entdeckt Kaminer eine ur-bayerische Tradition – und eine, von der er nie zuvor gehört hatte: das Dirndldrahn. Beim 6-Vereine-Preisplattln erlebt er bayerisches Brauchtum, Trachten, Volksmusik und Volkstanz – und eine hoch komplizierte, anstrengende Sportart. Wie das überhaupt funktioniert, ohne umzufallen, erfährt Kaminer von Dirndldreherin Magdalena Löhmann. Mit Sepp Bauer vom Greimhartinger Trachtenverein spricht er über passende Trachten und warum die Schuhplattler keine Nachwuchssorgen haben. Die Husumer Ringreitergilde von 1826 feiert Sommerfest: mit einem großen Umzug hoch zu Pferde und natürlich begleitet von einer Blaskappelle quer durch die Stadt. Das Ringreiten ist verwandt mit dem mittelalterlichen Ringstechen, einer Zielübung mit der Lanze – und ein alter Brauch an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Seit 2015 dürfen auch Frauen in der Gilde reiten: Kaminer begleitet Natascha Moinian bei den Spielen und spricht mit ihr über den Reiz des Ringreitens. Neugierig und mit wachem Entdeckergeist mischt sich Wladimir Kaminer unters Volk: Es wird getanzt, geschossen, geritten, gekrönt, und zwischendrin wird es auch mal richtig schmutzig. „Die Deutschen feiern die Feste, wie sie fallen!“, meint Kaminer – und Anlässe, gemeinsam zu feiern, gibt es wirklich zuhauf. Eine wilde Reise durch Deutschland, von Nord nach Süd und von Ost nach West. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 30.11.2024 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 07.12.2024 3sat
  • Folge 20 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer meinte, die Schweiz gut zu kennen. Doch was er für diesen Film neu entdecken durfte, hat ihn völlig überrascht. Wladimir Kaminer ist wieder unterwegs in der Schweiz. Dieses Mal will der Erfolgsautor und Kolumnist herausfinden, welche Bräuche und Traditionen die Menschen im Land der Banken und Uhren feiern. Kaminer reist in seiner unnachahmlichen Art durch die Schweiz und kommt mitunter an seine körperlichen Grenzen. Am Anfang tuckert Wladimir Kaminer noch gemütlich in einem Boot mitten durch Zürich die Limmat herunter. Es ist früh am Morgen, und er ahnt nicht, dass er am Abend am jahrhundertealten Frühlingsfest „Sechseläuten“ eine Weltpremiere erleben wird. Im Kanton Bern übt er sich dann an den Hornussen-Meisterschaften im Schlagen und Abtun. Hornussen ist eine Sportart, die nur in der Schweiz gespielt wird und die von Nichtsahnenden verächtlich als „Bauerngolf“ bezeichnet wird. Sportlich geht es auch an der französischen Grenze im Kanton Jura weiter: Beim 119. Marché-Concours dreht sich alles um die Freiberger Pferde. Bei einem Wagenrennen fühlt sich Kaminer zwar wie Cäsar, ist aber schon nach wenigen Minuten völlig ausgepumpt. Pferde sind nicht so sein Ding. Kühe mag er lieber. Doch was er in Aproz im Kanton Wallis erlebt, schlägt alles bislang Erlebte: Dort grasen die Kühe nicht friedlich auf der Wiese, sondern kämpfen erbittert gegeneinander. Es wird die Königin der Königinnen ermittelt – Königinnen im demokratischsten Land der Welt. Wladimir Kaminer kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Reise durch die Alpenrepublik endet in Tafers im Kanton Freiburg. Dort erfährt Kaminer, dass nicht Schwingen, sondern Jassen der Schweizer Volkssport Nummer eins ist, warum das Kartenspiel Hunderttausende Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernseher lockt und was Kurt Felix damit zu tun hat. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 30.11.2024 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 07.12.2024 3sat
  • Folge 21 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer bei Tostmann Trachten: Gexi Tostmann, Wladimir Kaminer.
    Welche Traditionen gibt es in Österreich, und was ist ein „typisches“ Ritual? Wladimir Kaminer geht auf eine spannende und unterhaltsame Suche nach dem Brauchtum in der Alpenrepublik. Zum vierten Mal mischt sich Wladimir Kaminer unters österreichische Volk und entdeckt diesmal die dort typischen Bräuche und Traditionen. Der Autor lernt auf der Reise das Maibaumstehlen, Walzer tanzen, Krampusse und eine „Kürbis-Bürgermeisterin“ kennen. In der Wiener Hofburg besucht er den Jägerball, lernt in der legendären Tanzschule Elmayer das „Walzieren“ und lässt sich bei den Trachten-Expertinnen Anna und Gexi Tostmann stilgerecht einkleiden. Im oberösterreichischen Mühlviertel trifft Kaminer die „Maibaum Crew“ und stiehlt mit der Truppe einen Baum – ein Brauch, der ausnahmsweise von den Behörden geduldet und nicht strafrechtlich verfolgt wird. Die Aktion findet in der Nacht statt und erfordert koordiniertes Vorgehen, damit der um die 1000 Kilo schwere Maibaum beim Sturz keinen Schaden anrichtet. Bei den „Haller Salzteufeln aus dem Gangerlgraben“ lernt der Autor, was es braucht, um sich in einen typischen Krampus zu verwandeln. Die gruseligen Masken werden dort traditionell von Hand geschnitzt. Wladimir Kaminer erinnert der Brauch an die russische Version des Weihnachtsmanns, „Väterchen Frost“, vor dem er sich als Kind gefürchtet hat. An einem der heißesten Sommertage erlebt Kaminer in Bad Ischl einen Hauch Monarchie bei den „Kaisertagen“. Dafür schlüpft er in ein bürgerliches Outfit der Jahrhundertwende mit Gehstock und Zylinder. Abgerundet wird der Tag in einem typischen k. u. k. Kaffeehaus, in dem er mit den Mitgliedern des Nostalgievereins über die Kaiserzeit sinniert. Ende des Sommers ist Erntezeit: Das bringt Wladimir Kaminer nach Preding in der Steiermark, wo dem Kürbis zu Ehren ein mehrtägiges Fest ausgerichtet wird. Höhepunkt der Festlichkeiten ist die Wahl eines Kürbisbürgermeisters oder einer Kürbisbürgermeisterin. Einst saßen dabei Vertreter der verschiedenen Zünfte um einen Tisch, in der Mitte stand eine Schale mit Grießbrei. Auch heute noch fällt ein Kürbis in diese Schale, und wer am meisten vom Grießbrei abbekommt, gilt als gewählt. Kaminer darf als Juror mitstimmen. In „Kaminer Inside – Brauchtum in Österreich“ wird getanzt, gestohlen, erschreckt und vor allem: sich verkleidet. Eine spannende und amüsante Reise durch die Alpenrepublik. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 30.11.2024 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 07.12.2024 3sat
  • Folge 22 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer besucht eine Aufführung von „Aschenputtel“ mit den Darstellern der Laienspielgruppe in der Burgruine Polle.
    Wladimir Kaminer radelt entlang der Deutschen Märchenstraße – auf den Spuren von Grimms Märchen, Schneewittchen, dem Rattenfänger von Hameln und Baron Münchhausen. Von Marburg bis Bremen entdeckt Wladimir Kaminer die Ursprünge deutscher Märchen. Er trifft Märchenfiguren, Forschende und Sagengestalten und fragt: Was ist wahr, was erfunden? Eine Reise durch Mythen, Geschichte und deutsche Kulturlandschaft. In der neuen Folge von „Kaminer Inside“ nimmt Wladimir Kaminer die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine märchenhafte Reise entlang der Deutschen Märchenstraße. Mit dem Fahrrad erkundet er Orte, an denen Grimms Märchen lebendig werden: In Marburg trifft er Märchenerzählerin Karin Kirchhain und fragt: Wie wurden die Märchen überhaupt gesammelt – und was sagen sie uns heute noch über Ängste, Träume und gesellschaftliche Normen? Bei Bad Wildungen steigt Waldimir Kaminer in ein altes Kupferbergwerk hinab. Gemeinsam mit Heimatforscher Eckhard Sander macht er sich auf die Spur von Schneewittchen und den sieben Zwergen, die vermutlich menschliche Vorbilder hatten. In Hameln lässt er sich von dem modernen Rattenfänger Brian Boyer verzaubern und erfährt: Der Rattenfänger ist eigentlich gar keine Märchenfigur – wie viel von seiner Geschichte ist also wahr? Im geheimnisvollen Reinhardswald erfährt Kaminer von Jägerin Andrea Robrecht, wo Hänsel und Gretel oder Dornröschen ihren Ursprung haben könnten und warum der Wald eine so wichtige Rolle in vielen Märchen spielt. In Bodenwerder folgt Wladimir Kaminer den Spuren des legendären Baron Münchhausen, der mit seinen unglaublichen Geschichten Wahrheit und Fantasie verschwimmen ließ. „Kaminer Inside: Deutsche Märchenstraße“ ist eine Entdeckungsreise durch deutsche Kulturgeschichte, Mythen und Sagen, voller überraschender Begegnungen, starker Emotionen und zeitloser Fragen: Was erzählen uns Märchen über uns selbst – und warum brauchen wir sie heute mehr denn je? (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 04.10.2025 3sat
  • Folge 23 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer vor dem Kölner Dom: Im Vordergrund präsent, während die detailreiche Fassade des Wahrzeichens den Hintergrund dominiert.
    Wladimir Kaminer blickt hinter die Kulissen des Kölner Doms und trifft Menschen, die das berühmte Bauwerk zwischen Geschichte, Glauben und täglicher Arbeit lebendig erhalten. Der Kölner Dom ist Wahrzeichen und Arbeitsort zugleich. Wladimir Kaminer erkundet das Bauwerk mit und ohne Besuchertrubel und zeigt, wie Alltag, Verantwortung und Identität im Dom zusammenkommen. Der Kölner Dom ist Deutschlands bekanntestes Wahrzeichen, UNESCO-Weltkulturerbe und für viele das Herz von Köln. Jeden Tag kommen rund 20.000 Menschen dorthin – Touristen, Gläubige, Pilgernde und Staatsgäste aus aller Welt. „Kaminer Inside: Kölner Dom“ nähert sich diesem Monument jenseits von Ehrfurcht und Postkartenblicken und erzählt vom Dom als lebendigem Arbeitsort. Wladimir Kaminer trifft die Menschen, die den Dom erhalten, ordnen und mit Bedeutung füllen. Mit Dombaumeister Peter Füssenich geht es hoch über die Dächer der Kathedrale zu Restaurierungsarbeiten. Sie zeigen, warum der Dom trotz seiner Vollendung im Jahr 1880 ständig repariert, restauriert und weitergebaut wird – über Generationen hinweg, ein echtes Menschheitsprojekt. Domschweizer Cay Schloemer sorgt mitten im Besuchertrubel für Ordnung und Regeln im Alltag eines internationalen Publikums. Wladmir Kaminer darf ebenfalls in die Robe eines Schweizers schlüpfen. Nachts verändert sich der Dom grundlegend: Gemeinsam mit Domkapitular Dominik Meiering erlebt Kaminer die Kathedrale als stillen, spirituellen Ort jenseits des touristischen Betriebs. Dabei trifft er auch Winfried Bönig an der Domorgel, für den das die beste Zeit zum Üben ist. Domarchäologin Ruth Stinnesbeck führt Kaminer hinab in die Grabungen unter der Kathedrale – und durch fast 2000 Jahre Bau- und Stadtgeschichte. Mit dem Musiker und kölschen Original Henning Krautmacher spricht Wladimir Kaminer über den Dom als identitätsstiftendes Symbol für Köln. Und auch in die Schatzkammer darf er einen Blick werfen. „Kaminer Inside: Kölner Dom“ bietet einen besonderen Einblick in eins der berühmtesten Bauwerke der Welt und zeigt den Kölner Dom als generationsübergreifendes Gemeinschaftsprojekt – getragen von den Menschen hinter dem Monument. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere So. 19.07.2026 3sat-MediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 08.08.2026 3sat
  • Folge 24 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer sucht Deutschlands größte Schätze und findet sie in Sprache, Kunst, Natur und Musik, aber vor allem bei den Menschen, die sie lebendig halten. Was macht Deutschland reich? Wladimir Kaminers Reise führt quer durchs Land vom Wattenmeer bis in die Hallertau. Er findet Gold und Diamanten hinter Panzerglas, aber auch Kostbares im Schlick, in Gedichten, im Bierzelt und auf Hopfenfeldern. Was ein Land besonders macht, lässt sich nicht allein an materiellen Werten messen. Wladimir Kaminer reist durch die Republik und begegnet Menschen, die die größten Schätze des Landes in Sprache, Natur, Kunst, Musik und Tradition bewahren und weitertragen. In Hamburg trifft er Thomas D. von den Fantastischen Vier. Gemeinsam erkunden sie die deutsche Sprache als Kulturschatz und schlagen den Bogen von Goethe und Ringelnatz bis zum Rap: Sind Gedichte wie der Erlkönig schon ein bisschen Hip-Hop? Im Grünen Gewölbe in Dresden begegnet Kaminer Schätzen im klassischen Sinn. Der Kunsthistoriker Marius Winzeler zeigt ihm Meisterwerke aus Gold und Edelsteinen, Dinglingers berühmten „Großmogul“, einen Kirschkern mit 185 geschnitzten Köpfen und den Grünen Dresdner Diamanten, den „Schatz im Schatz“. An der Nordsee liegt für Wattführerin Sesle Jacobs der größte Schatz: das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Zwischen Schlick, Krebsen und Wattwürmern zeigt sie Kaminer einen Lebensraum, der zweimal am Tag sein Gesicht verändert. In Bayern trifft Kaminer die Blasmusik-Band LaBrassBanda und ihren Frontmann Stefan Dettl. Im Bierzelt erlebt Kaminer, wie Blasmusik Menschen und Generationen zusammenbringt. Ein Schatz, der Tradition mit Lebensgefühl verbindet. Im Bauhaus Dessau zeigt Bauforscher Peter Biewer Kaminer, wie radikal modern die Vorstellungen von Walter Gropius und den Bauhaus-Künstlern Anfang des 20. Jahrhunderts waren. Ein Schatz aus Ideen, die damals eine Revolution bedeuteten – und bis heute bestimmen, wie wir bauen, wohnen und gestalten. Zum Abschluss führt die Reise in die Hallertau. Dort lernt Kaminer mit Hopfenbotschafterin Elisabeth Stiglmaier das „grüne Gold“, den Hopfen, kennen. Die bis zu sieben Meter hohe Pflanze prägt die bayerische Landschaft seit Jahrhunderten und hat ihren Geschmack in der ganzen Welt hinterlassen. „Kaminer Inside: Die größten Schätze Deutschlands“ erzählt von Reichtümern, die Deutschland besonders machen, in Natur, Sprache, Kunst, Musik, Erfindergeist und Tradition. Und von den Menschen, die dafür sorgen, dass diese Schätze lebendig bleiben. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 12.12.2026 3sat
  • Folge 25 (45 Min.)
    Vom Mythos Toplitzsee über Arnold Schwarzeneggers Geburtshaus, die Wiener Schatzkammer bis zum Waldviertler Mohn: Wladimir Kaminer entdeckt überraschende Reichtümer Österreichs. Der Autor begibt sich ein weiteres Mal auf humorvolle Spurensuche in die Alpenrepublik. Er erkundet erstaunliche Schätze wie funkelnde Kronen, verborgene Kostbarkeiten der Natur, historische Geheimnisse, Ikonen mit Steirer Hintergrund und köstliche Kulinarik. Wladimir Kaminer ist wieder unterwegs! In „Kaminer Inside“ widmet sich der Bestsellerautor mit Witz und Neugierde den besonderen Reichtümern Österreichs. Auf seiner Entdeckungsreise spürt er Legenden, kulinarischen Traditionen, echten Juwelen und weltberühmten Ikonen nach, immer auf der Suche nach den Menschen und Geschichten hinter den Kulissen. Im „Arnold Schwarzenegger Museum“ in Thal bei Graz trifft Wladimir Kaminer Peter Urdl, Schulfreund des Actionstars und Gründer der Ausstellungsstätte, dem Geburtshaus des Hollywoodstars. Gemeinsam wandeln sie auf den Spuren der „steirischen Eiche“ und Hollywoodlegende, besichtigen persönliche Erinnerungsstücke aus „Arnies“ Jugendtagen und ergründen auf gewohnt unterhaltsame Weise, was den „Terminator“ zum „National Treasure“ Österreichs macht. Der eine oder andere Klimmzug darf natürlich nicht fehlen. Glanzvoll geht es in der Wiener Schatzkammer weiter. Zusammen mit dem Kunsthistoriker Daniel Uchtmann nimmt Wladimir Kaminer die jahrhundertealten Kronjuwelen der Habsburger unter die Lupe. Zwischen der Reichskrone und kostbaren Reliquien entdeckt Wladimir Kaminer auch ein Einhorn-Horn und den heiligen Gral – was es damit auf sich hat? Der sagenumwobene Toplitzsee im Salzkammergut ist eine weitere Station der „Schatzsuche“. Bei Albrecht Syen, dem Besitzer der Fischerhütte am Ufer, taucht Wladimir Kaminer tief in die Mythen um versenkte Schatzkisten, gefälschte Pfundnoten und angebliches Nazigold ein. Gemeinsam ergründen sie die anhaltende Faszination, die der mystische Bergsee bis heute auf Schatzsucher aus aller Welt ausübt – auch auf den Autor, der kurzerhand selbst in den tiefen Bergsee springt und sich das Ganze einmal genauer ansieht. Dass der wahre Reichtum des Landes manchmal unscheinbar in der Natur wächst, erfährt der Deutschrusse im malerischen Waldviertel. Im „Mohndorf“ in Armschlag lernt er Rosi und Johann Neuwiesinger kennen, bei denen sich alles um das „schwarze Gold“ dreht – Graumohn. Sie weihen ihn in die Geheimnisse des Waldviertler Graumohns ein, und Wladimir Kaminer wuzelt mit Rosi Neuwiesinger Mohnnudeln. Dabei entpuppt er sich als Naturtalent, wie die Köchin und Hausherrin schnell bemerkt. Ein weiteres „Gold“ Österreichs hat einen flüssigen Aggregatszustand: Wasser. In Wien befinden sich mehr Trinkbrunnen als in ganz Deutschland. Grund genug, um das weltberühmte, frische Alpenquellwasser direkt aus einigen dieser Brunnen zu trinken. Doch nicht genug damit, im Caféhaus verkostet Wladimir Kaminer gemeinsam mit der Reiseführerin und Weinsommelière Long Luna Lin-Maurer unterschiedliche österreichische Mineral- und Heilwässer, und im historischen Vöslauer Thermalbad badet er direkt in der Ursprungsquelle des weltberühmten Mineralwassers. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 12.12.2026 3sat
  • Folge 26 (45 Min.)
    Wladimir Kaminer entdeckt die größten Schätze der Schweiz: eine Schwarze Madonna, eine spektakuläre Eisenbahnbrücke, Giacomettis Kunst und die Vielstimmigkeit des Jodelns. Seine Reise führt ihn ins Kloster Einsiedeln, zur Stiftsbibliothek St. Gallen und nach Graubünden. Im Wasserschloss Europas erfährt er am Beispiel des versunkenen Dorfs Marmorera, welchen Preis der Fortschritt haben kann. Die Schweiz ist ein kleines Land mit großen Schätzen. Doch was macht sie wirklich reich? Goldbarren in Banktresoren, spektakuläre Berglandschaften oder jahrhundertealte Traditionen? Bestsellerautor Wladimir Kaminer begibt sich auf eine ebenso neugierige wie vergnügliche Entdeckungsreise durch die Eidgenossenschaft – auf der Suche nach Schätzen, die sich nicht immer in Franken und Rappen beziffern lassen. Im Kloster Einsiedeln begegnet er einer Schwarzen Madonna, die mit 37 Kleidern eine stolze Garderobe vorzuweisen hat. In Graubünden bestaunt er die Ingenieurskunst der Schweizer Eisenbahnpioniere, und in Zürich entdeckt er die weltberühmten Skulpturen von Alberto Giacometti, die für astronomische Summen gehandelt werden. In der Stiftsbibliothek St. Gallen begegnet er einem besonderen Zeugnis der Sprachgeschichte: dem ältesten erhaltenen Buch in deutscher Sprache. Die Geschichte von Marmorera zeigt ihm die Schattenseiten der Schweizer Wasserkraft: Für den Bau eines Stausees musste ein ganzes Dorf weichen. Beim Jodeln erlebt er schließlich, wie aus vielen unterschiedlichen Stimmen ein gemeinsamer Klang entsteht. Wladimir Kaminer trifft auf Menschen, die ihre Schätze mit Leidenschaft pflegen und bewahren. Dabei entdeckt er ein Land, das von seiner kulturellen Vielfalt lebt und erstaunlich viele unterschiedliche Stimmen vereint. Und er stellt fest: Die Schweizer mögen in vielem zurückhaltend sein. Wenn es um ihre Schätze geht, hört die Bescheidenheit allerdings auf. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 12.12.2026 3sat

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