Kaminer Inside Folge 26: Die größten Schätze der Schweiz
Folge 26
26. Die größten Schätze der Schweiz
Folge 26 (45 Min.)
Wladimir Kaminer entdeckt die größten Schätze der Schweiz: eine Schwarze Madonna, eine spektakuläre Eisenbahnbrücke, Giacomettis Kunst und die Vielstimmigkeit des Jodelns. Seine Reise führt ihn ins Kloster Einsiedeln, zur Stiftsbibliothek St. Gallen und nach Graubünden. Im Wasserschloss Europas erfährt er am Beispiel des versunkenen Dorfs Marmorera, welchen Preis der Fortschritt haben kann. Die Schweiz ist ein kleines Land mit großen Schätzen. Doch was macht sie wirklich reich? Goldbarren in Banktresoren, spektakuläre Berglandschaften oder jahrhundertealte Traditionen? Bestsellerautor Wladimir Kaminer begibt sich auf eine ebenso neugierige wie vergnügliche Entdeckungsreise durch die Eidgenossenschaft – auf der Suche nach Schätzen, die sich nicht immer in Franken und Rappen beziffern lassen.
Im Kloster Einsiedeln begegnet er einer Schwarzen Madonna, die mit 37 Kleidern eine stolze Garderobe vorzuweisen hat. In Graubünden bestaunt er
die Ingenieurskunst der Schweizer Eisenbahnpioniere, und in Zürich entdeckt er die weltberühmten Skulpturen von Alberto Giacometti, die für astronomische Summen gehandelt werden. In der Stiftsbibliothek St. Gallen begegnet er einem besonderen Zeugnis der Sprachgeschichte: dem ältesten erhaltenen Buch in deutscher Sprache.
Die Geschichte von Marmorera zeigt ihm die Schattenseiten der Schweizer Wasserkraft: Für den Bau eines Stausees musste ein ganzes Dorf weichen. Beim Jodeln erlebt er schließlich, wie aus vielen unterschiedlichen Stimmen ein gemeinsamer Klang entsteht. Wladimir Kaminer trifft auf Menschen, die ihre Schätze mit Leidenschaft pflegen und bewahren. Dabei entdeckt er ein Land, das von seiner kulturellen Vielfalt lebt und erstaunlich viele unterschiedliche Stimmen vereint. Und er stellt fest: Die Schweizer mögen in vielem zurückhaltend sein. Wenn es um ihre Schätze geht, hört die Bescheidenheit allerdings auf. (Text: 3sat)