127. Finnland – Suche nach dem Glück
Staffel 24, Folge 1 (45 Min.)
Mit Glück kann man zwischen Herbst und Frühling in Finnland Polarlichter sehen. Sie werden durch Sonnenstürme hervorgerufen, deren geladene Teilchen vom Magnetfeld der Erde zu den Polarregionen gelenkt werden. Dort reagieren sie mit Molekülen in der oberen Atmosphäre und regen diese zum Leuchten an.Bild: Oliver Roetz / ZDFAusgerechnet zwischen Polarnacht und Mitternachtssonne leben die glücklichsten Menschen der Welt – in Finnland. Hannah Emde will das Geheimnis der Finnen entschlüsseln. Wie kann man glücklich sein in einem Land, in dem monatelang die Sonne fehlt und Eiseskälte für lebenswidrige Bedingungen sorgt? Hannah Emde macht sich für „Terra X: Faszination Erde“ auf die Suche nach dem Glück der Finnen. Finnland hat zwei Gesichter: Wochenlange Dunkelheit im Winter und endlose Nächte im Sommer. Temperaturen, die bis unter minus 40 Grad Celsius fallen, und endlose Sommertage, an denen das Leben kaum zur Ruhe kommt.In diesem Spannungsfeld aus Überfluss und Entbehrung sucht Wildtierärztin Hannah Emde nach dem, was Finnland zur glücklichsten Nation macht. Zwischen Nordlichtern, Rentieren, der Stille verschneiter Wälder und dem Glitzern tausender Seen erlebt sie eine Natur, die gegensätzlicher kaum sein könnte. Weiße Polarfüchse, Braunbären, duftende Wälder und seltene Flussbewohner prägen ein Land, das gelernt hat, mit extremen Herausforderungen zu leben – und das Glück und Reichtum nicht nur im Wohlstand findet. Finnlands Bewohnerinnen und Bewohner leben nach dem Motto: Wer die Natur respektiert, bekommt viel zurück. Das „Jedermannsrecht“, fischreiche Seen, saubere Luft, weite Wälder als Wirtschaftsgrundlage und Rückzugsgebiete – all das bildet den Rahmen für ein besonderes Lebensgefühl, das sich nur schwer fassen lässt. Hannah Emde folgt auf ihrer Reise durch Finnland Spuren im Schnee, Geschichten vom Feuerfuchs und Konflikten zwischen Mensch und Tier. Ihre Reise stellt sie vor eine vermeintlich einfache, aber grundsätzliche/entscheidende Frage: Liegt das Glück vielleicht gerade dort, wo man sich den Launen der Natur aussetzt und sich auf das wechselhafte Spiel der Elemente einlässt? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 04.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 08.03.2026 ZDF 128. Chile – Das Geheimnis des Lebens
Staffel 24, Folge 2 (45 Min.)In Chile fahnden Forschende nach Leben – im Kosmos. Dabei gleicht Chile selbst einem fernen Planeten. Hannah Emde begibt sich auf eine spannende Spurensuche in fremde Welten. Glühende Wüste, eisige Höhen, wilde Strömungen. In jeder Region verbergen sich einzigartige Überlebenskünstler. Die Natur offenbart hier ihre erstaunliche Vielfalt. In Chile zeigt sich, wie das Leben das ganze Universum erobert haben könnte. Hannah Emde startet ihre Expedition in der Atacamawüste – einer Landschaft, in der man zunächst kein Leben vermuten würde.In manchen Regionen dieser marsähnlichen Welt hat es seit 23 Millionen Jahren nicht geregnet. Und doch existiert Leben: Kakteen haben eine Strategie entwickelt, die Feuchtigkeit des Camanchaca-Nebels an ihren Dornen einzufangen und damit ein verborgenes Netz zu nähren. Insekten, kleine Vögel und Lamas folgen diesen Lebensspuren. Am anderen Ende der Wüste haben Flamingos einen Mechanismus entwickelt, mit dem sie das Wasser der Salzseen verarbeiten können. Für die meisten Tiere wäre es tödlich, doch durch besondere Salzdrüsen am Schnabel können sie das überschüssige Salz wieder ausscheiden. Diese besondere Anpassung sichert ihnen das Überleben am Rande der Wüste. Im Osten wird Chile durch die gewaltige Bergkette der Anden begrenzt: Rund 200 aktive Vulkane und extreme Höhen machen sie zu einem gefährlichen Lebensraum aus Steilwänden, Feuer und Eis. Doch ein Tier ist perfekt angepasst: der Kondor. Als Meister der Thermik nutzt er die steilen Hänge für seine Nahrungssuche. Für andere Tiere erfüllt er wichtige Funktionen. Als Aasfresser verhindert er die Ausbreitung von Krankheiten. Er lebte über Jahrtausende in perfekter Koexistenz mit dem Puma, dessen Beutereste er verwertet. Heute bedroht die Viehzucht beide Arten. Hannah Emde begleitet Schutzprojekte vor den Toren des Nationalparks Torres del Paine, die neue Wege gehen und ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ermöglichen wollen. Entlang der Küste Chiles verläuft der Humboldtstrom – einer der artenreichsten Ströme der Erde. Sein kaltes Wasser aus der Antarktis sorgt für einzigartigen Nahrungsreichtum. Hannah Emde reist mit einer Pinguin-Forscherin auf die Insel St. Magdalena und versucht mit ihr das Rätsel um den Rückgang der Magellan-Pinguine zu lösen. Der Humboldtstrom zieht auch die großen Meeressäuger wie Blauwale an. Sie sind Teil des globalen Netzwerks der Ozeane. Die intelligenten Tiere kommunizieren in einer Sprache, die wir Menschen gerade erst beginnen zu verstehen. Hannah Emde begleitet ein Schutzprojekt für eine seltene chilenische Walart: den Burmeister-Schweinswal. Seine Anpassung: er kommuniziert in einer sehr hohen Frequenz, die seine Fressfeinde, wie Orcas nicht wahrnehmen können. Er ist klein, scheu und nahezu unerforscht. Um ihn vor Fischernetzen zu bewahren, testen Forscher akustische Warnsignale. Am Ende der Reise steht ein ganz besonderes Wissenschaftsprojekt: Das Extremely Large Telescope (ELT). Mit seiner Hilfe wollen Forschende aus aller Welt die großen Rätsel des Universums lösen – auch die Frage: Gibt es Leben da draußen? Hannah Emde ist überzeugt: „Wenn man sich klarmacht, unter welch widrigen Bedingungen sich Leben hier auf der Erde entwickeln konnte, bin ich sicher, dass es da draußen noch viel mehr gibt.“ (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 04.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 15.03.2026 ZDF
