2026 (Folge 487–502)
Der Sagenjäger – Max Müller: Der Krapfenbäck Simale
Folge 487
„Der steinerne Fischer“: Hotelwirt und Fischer Seppi Motschiunig berichtet Sagenjäger Max Müller (l.), dass der Fischfang am Wörthersee immer noch auf die gleiche Weise wie zur Zeit der Sage vor über 400 Jahren gehandhabt wird.Bild: ORF/Alpha Vision FilmIn Klagenfurt steht auf dem Benediktinermarkt das Denkmal eines Fischers. Unehrlich soll er gewesen und dafür zu Stein geworden sein. Max Müller, ein gebürtiger Klagenfurter, kennt die Sage und beginnt nachzuforschen. Der Sagenjäger erfährt über die im späten Mittelalter geltenden Marktregeln – und wie sie umgangen wurden. Seine Recherchen ergeben ein Sittenbild der damaligen Zeit vor über vierhundert Jahren. In Hallstatt untersucht „Rosenheim-Cop“ Max Müller den gewaltsamen Tod eines Bergmannes in den Salzminen vor einigen Jahrhunderten. Handelt es sich um Mord? Der Sage nach soll der Mann von einem Berggeist getötet worden sein, weil er ein Geheimnis ausgeplaudert hatte. Oder waren eifersüchtige Kollegen die Täter? Der Sagenjäger erhält viele Antworten. Dennoch bleibt offen, ob es sich um einen realen Mordfall handelt, der als Sage getarnt weitererzählt wurde, oder ob dieser Mord nie geschehen ist. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 14.04.2026 ORF III Schloss Schönbrunn – hinter der Fassade der Macht
Folge 488In der Großen Galerie zeigt sich der repräsentative Prunk der Kaiserresidenz.Bild: ORF/EPO-Film/Hubert DopplerSchönbrunn glauben alle Einheimischen zu kennen, doch diese Erbe Österreich Neuproduktion gibt bislang unbekannte Einblicke in das Leben und den Alltag dieses berühmtesten Schlosses Österreichs. Maria Theresia dehnte den Sommer vom April bis tief in den Herbst, um dem Gestank der Stadt zu entfliehen. Den Zoo, den sich ihr Ehemann wünschte, ließ sie nur weit weg vom Schloss zu – sie wollte nicht den Geruch der Stadt gegen den von Giraffen eintauschen. Nachdem sie nahezu jedes Jahr ein Kind gebar, wurde das Obergeschoß durch eine Querdecke halbiert und so genügend Räume für den Nachwuchs geschaffen.In der Maximalbesetzung funktionierte das Schloss mit bis zu zweitausend Bediensteten, die ebenfalls untergebracht und versorgt werden mussten. Nach Maria Theresia nütze niemand das Schloss mehr als Kaiser Franz-Joseph. Er war jeder Modernisierung abhold und lebte vergleichsweise spartanisch. Der Film erzählt unter anderem, warum das neu angeschaffte Telefon ausgerechnet auf der kaiserlichen Toilette installiert wurde. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 14.04.2026 ORF III Der Sagenjäger – Max Müller: Der steinerne Fischer
Folge 489In Kärnten begibt sich „Rosenheim-Cop“ und Sagenjäger Max Müller auf die Spur des Krapfenbäck Simale, eines berüchtigten Räubers. In einem Gasthaus wird ihm das originale Messer des Räubers präsentiert, eine Nachbarin zeigt sogar dessen Brieftasche. Der Sagenjäger unternimmt eine Tour durch den berüchtigten Wolschartwald, in dem der Krapfenbäck einst sein Unwesen getrieben haben soll. „Hochwürden auf Abwegen! Pfarrer und Bauer rauben einen einsamen Wanderer aus.“ Aber so kann es doch nicht gewesen sein? Der Pfarrer von Latschach wird Max Müller ganz anders geschildert: Ein Mann von Ehre, der sein Leben dem Bau der Kirche gewidmet hat. Aber woher hatte er das Geld für den prächtigen Bau? Der Sagenjäger forscht nach und entdeckt verborgene Talente des Pfarrers auf alchemistischem Gebiet. Um die guten Absichten zu bestätigen, wird sogar die Gruft, in der er bestattet wurde, geöffnet. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 21.04.2026 ORF III Das alte Wien in frühen Fotos
Folge 490Historische Aufnahme zum Thema Verkehr in Wien.Bild: PAMMER FILM/Wien Museum / ORF / Peter KainzAls in Wien die ersten Straßenfotos entstanden, sah die Stadt an vielen Ecken der heutigen schon recht ähnlich. Nur die Kleidung der Menschen und die Verkehrsmittel sind eindeutig die von damals. In einer faszinierenden Zeitreise begibt sich diese Erbe Österreich Neuproduktion in das alte Wien zurück. Historische Aufnahmen, beginnend noch vor der Ringstraßenzeit, als noch die Stadtmauern standen, erzählen vom Leben von damals, von der Mode, von den Berufen und vom Alltag der Menschen im 19. Jahrhundert. Der Film besucht bekannte Orte der Stadt, von der Innenstadt bis zu den Außenbezirken, und lässt das exquisite Bildmaterial von Expertinnen und Experten einordnen. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 28.04.2026 ORF III Die Erfindung des Urlaubs
Folge 491Küchenbrigade Hotel Oberbozen.Bild: ORF/embfilmMancher heimische Sommergasthof lebte vom Esprit seiner Wirtin. Legendär war etwa um die Jahrhundertwende die Wienerin Olga Schneider, die den Eigentümer des Reichenauer Thalhofes heiratete und dort zu einer Art „Rösslwirtin“ aufstieg. Sogar mit Arthur Schnitzler, der dort verkehrte, soll sie eine Romanze gehabt haben, freilich eine, der nach der damaligen Moral keine Zukunft beschieden war. Die Erbe Österreich Neuproduktion zeigt die Macherinnen und Macher des frühen heimischen Tourismus, und die Orte, wo die ersten Hotels aus dem Boden sprossen. Auch wenn Komfort damals noch etwas anderes hieß als heute – Toilette am Gang war unumgänglich – schrieb man schon zu der Zeit den Service groß. Auf einen Gast kamen in gehobenen Häusern zwei Bedienstete. Auf der Schafbergspitze hoch über dem Wolfgangsee ließ ein mutiger Hotelier bereits 1864 das erste Berghotel der Habsburgermonarchie. Die ebenso neue Schafberg-Zahnradbahn brachte die Gäste hinauf. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 05.05.2026 ORF III Luxus, Glamour, blaues Meer – Geschichte der Côte d’Azur
Folge 492Hier nächtigen seit 150 Jahren Künstler, Könige und Rockstars: Das Hotel du Cap-Eden-Roc.Bild: ORF/Authentic/ZDF/ARTE/Denis LuethiEs ist eine der schönsten Regionen Europas, und wohl die glamouröseste: der Küstenstreifen der Côte d’Azur zwischen Cannes und Nizza. Träume, Legenden und Sehnsüchte sind an die Bilder der blauen Riviera geknüpft. Seit über 100 Jahren geben sich hier die Reichen und Schönen, Stars, Künstler:innen und Adelige ein Stelldichein. Leichtigkeit und außergewöhnliche Eleganz, das ist das einzigartige Lebensgefühl, das die Côte d’Azur vermittelt. Ihr Ruhm gründet auf einer glanzvollen Vergangenheit, die eng mit dem legendären Grand Hotel du Cap-Eden-Roc verwoben ist. Vor kurzem entdecktes Archivmaterial des luxuriösen Hotels in Antibes lässt die goldenen Jahre der Côte d’Azur wieder aufleben. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 12.05.2026 ORF III Koscher heiraten – Kuppelei und Liebelei anno dazumal
Folge 493Marie Theres Arnbom.Bild: embfilm / ORFPublikumsliebling Petra Morzé verkörpert in dieser neuen Erbe Österreich Spieldokumentation die Herausgeberin des ersten Wiener Heiratsannoncen-Blatts, Sophie von Zerdahelyi. Ehen wurden auch um die Jahrhundertwende primär aus wirtschaftlichen oder aus Standesmotiven heraus geschlossen. „24/176/40k fl. – gut dotiert, sucht gebildete Dame solider Moral,“ lautete zum Beispiel eine solche Anzeige mit den typischen Chiffrezahlen. Hinter jeder Anzeige lauerte eine ökonomische Gleichung, etwa: Er heiratete ihr Bargeld, sie seine Visitenkarte – die echte „Neigungsehe“ blieb die Ausnahme.Das Verkuppeln von Paaren hat in der jüdischen Kultur eine lange Tradition. Gekuppelt wurde aber auch in der katholischen Mehrheitsgesellschaft laufend. Regisseurin Gigga Neunteufel erzählt die damalige Heiratspraxis anhand mehrerer authentischer Personen, etwa Friederike Sacher, Tochter eines Hoteliers und Gastwirts in Lunz, für die der Vater den Bräutigam aussucht, den sie aber ablehnt und sich damit letztlich auch durchsetzt. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 19.05.2026 ORF III Sex und Sinnlichkeit – Das liebestolle England vor Victoria
Folge 494Pornografie war auch im 18. Jahrhundert weit verbreitet.Bild: ORF, One Tribe TV Ltd.Großbritannien am Ende des 18. Jahrhunderts: durch die Serie „Bridgerton“ wieder populär geworden, herrscht ein romantisiertes Bild vom Liebesleben der gehobenen britischen Gesellschaft jener Epoche. Auch die gefühlsseligen Jane Austen-Romane spielen in dieser Zeit. Doch die Wahrheit dahinter war eine ganz andere: die Ehe war keineswegs eine romantische Angelegenheit, geheiratet wurde wegen Geld, Status und Ansehen. Das Sexleben fand woanders statt. Seitensprünge, Pornografie und Prostitution waren für Männer und Frauen der britischen Oberschicht nur oberflächlich ein Tabu. Die Dokumentation, gedreht in den Kulissen von „Bridgerton“, zeigt das überraschende Sittenbild Großbritanniens in der Zeit vor dem prüden Viktorianischen Zeitalter. Regie: Mimi Templar-Gay Buch: Jack Carey (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 19.05.2026 ORF III Trump, Wien und wir – wieviel Österreich steckt in den USA?
Folge 495Wer wusste, dass Donald Trumps Residenz Mar-a-Lago einst von einem Wiener Architekten erbaut worden ist? Und wer hätte gedacht, dass die Bibel, auf die amerikanische Präsidenten bei ihrer Vereidigung schwören, aus Österreich kommt? Zum heurigen 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten begibt sich dieses neuproduzierte Erbe Österreich Spezial auf die rotweißroten Spuren der amerikanischen Geschichte. Joseph Urban lebte und studierte in Wien an der Akademie der Bildenden Künste, er baute hier unter anderem den Wiener Rathauskeller.1927 errichtete er für eine der damals reichsten Frauen der USA, die Kunstsammlerin Marjorie Merriweather Post, das Anwesen in Mar-a-Lago, das dann 1985 Donald Trump erwarb. Bei der Bibel, auf die die Präsidenten bei den Angelobungen ihre rechte Hand legen, handelt es sich um den Frühdruck einer Guttenberg-Bibel aus dem Kärntner Kloster St. Paul im Lavanttal. Und auch österreichische Auswanderer brachten ihre Traditionen und ihre Glaubenswerte mit in die „neue Welt“. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 09.06.2026 ORF III Die Wiener Tempel-Story
Folge 496Eingangspforte des Wiener Stadttempels.Bild: ORF/PAMMER FILMDer Tempel in der Seitenstettengasse ist aus dem Wiener jüdischen Leben nicht wegzudenken. Am Vorabend seiner Wiedereröffnung gibt Erbe Österreich exklusiv erste Einblicke in das aufwändig restaurierte Haus. Die Neuproduktion unter der Regie von Christian May erzählt den Werdegang dieses Hauses, das wie kein anderes von der wechselhaften und tragischen Geschichte des Wiener Judentums im 19. und 20. Jahrhundert erzählt. Von allen jüdischen Gotteshäusern, die einst zu Hochblüte der Gemeinde in der Stadt existiert hatten, überstand nur das Gebäude in der Seitenstettengasse die Reichspogromnacht, weil es baulich an die umliegenden Wohnhäuser grenzte. Seine Eröffnung jährt sich heuer zum 200. Mal. Der Film begleitet unter anderem Vertreter von Familien, die seit Jahrhunderten in der Gemeinde aktiv sind, und zeigt den gesellschaftlichen Wandel, in dem sich jüdisches Leben hier abgespielt hat. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 15.09.2026 ORF III Der Sagenjäger – Max Müller: Der Hochalpgeist von Berwang
Folge 497Die Suche nach einem sagenhaften Geist führt Sagenjäger Max Müller in dieser Ausgabe der Reihe nach Berwang im Tiroler Außerfern. Als es um die Heiterwanger Hochalpe bei Berwang noch ruhiger war und die Hirten und Bauern die auffälligen Geräusche in der Natur zu deuten wussten, soll ein Geist in Gestalt eines Senners dort sein Unwesen getrieben haben. Wenn sich in der Nacht die große Stille über das Gebirge legte, begann der Unruhige sein Werk. Glaubten die Einheimischen früher fest an diesen Geisterspuk, so verlor sich in späterer Zeit seine Spur und heute hört man auch vom Hochalpgeist nichts mehr. Auch der zweite Fall des Sagenjägers spielt in Tirol: Hoch über Innsbruck türmt sich ein alleinstehender Felsen, bei dem es sich um die versteinerte Riesenkönigin Frau Hitt handeln soll.Laut den Sagenexperten Wolfgang Morscher und Berit Mrugalska ist es in der einen Fassung die Verschwendung von Lebensmitteln, in der anderen Ausgabe Hartherzigkeit, die Verderben über die Riesenkönigin brachte. Mit Rainer Brandner, Professor für Geologie, macht Max Müller eine Reise durch die Jahrmillionen der Erdgeschichte, bevor er im Peter-Anich-Haus in Oberperfuss Johanna Obojes-Rubatscher trifft, um nach einer alten Karte zu suchen, in der das Schloss von Frau Hitt eingezeichnet ist. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 15.09.2026 ORF III Parlament – Hinter den Kulissen
Folge 498Der historische Bundesversammlungssaal.Bild: ORF/NeulandfilmDas Parlament hinter den Kulissen zu erleben, das gelingt nur denen, die dort arbeiten. Erbe Österreich zeigt in dieser Neuausgabe, wie Abgeordnete den Alltag an diesem prominenten Arbeitsplatz erleben: Was kocht dort die Kantine und welche Preise zahlt man für ein Menü? An welchen Begegnungszonen trifft man sich zum Austausch? Verhält man abseits des Plenums zum politischen Gegner anders? Außerdem zeigt der Film, wie sich die Arbeit der Abgeordneten im Lauf der Geschichte verändert hat – waren der heutige Nationalrat und Bundesrat doch einst das Herrenhaus und das Abgeordnetenhaus des alten Reichsrats. Anhand dreier historischer Persönlichkeiten erzählt Gestalter Manuel Obermeier, wie sich die Sitten in dem Haus am Ring im Lauf der Zeit gewandelt haben. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 29.09.2026 ORF III Die Habsburger in Europa – Ein letzter Glanz
Folge 499Die Kaiservilla in Bad Ischl, Oberösterreich.Bild: ORF/Gernot Stadler FilmIn der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn entwickelte sich Wien zur imperialen Metropole und erhielt ihr unverwechselbares, typisch habsburgisches Erscheinungsbild. Das 19. Jahrhundert ist geprägt von epochalen Veränderungen. Das Kaisertum Österreich geht aus den Napoleonischen Kriegen als europäische Großmacht hervor. Die Eisenbahn verbindet entlegene Orte des Vielvölkerreichs, viele Städte werden im k.-u.-k.-Stil ausgebaut. Die Dokumentation „Die Habsburger in Europa – Ein letzter Glanz“ zeigt die Veränderungen im 19. Jahrhundert auf, die das Habsburgerreich erschüttern und das Herrscherhaus vor enorme Aufgaben stellt.Von der Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress und der Revolution von 1848 über den Konflikt der deutschen Großmächte Österreich und Preußen bis zum Ausbau der Eisenbahn und der Nationalitätenfrage spannt sich der Bogen. Vier österreichische Kaiser bestimmen die Geschicke der Monarchie von ihrer Gründung bis zum Ende habsburgischer Herrschaft in Europa nach dem Ersten Weltkrieg 1918. Der Film zeigt, wie die österreichischen Kaiser Franz I., Ferdinand I, Franz Joseph I. und schließlich Karl I. auf die Herausforderungen ihrer Zeit reagiert haben. Kriege gegen Italien, Preußen und auf dem Balkan erschüttern das Reich, das sich gleichzeitig zu einem modernen, glanzvollen Staat entwickelt. Aus dem mittelalterlichen Wien wird eine pulsierende Weltstadt, die Hofburg wird im imperialen Stil ausgebaut, die prächtige Ringstraße mit ihren Palais entsteht. Auch Städte wie Budapest oder Triest erstrahlen bald in neuem, imperialem Glanz. Entlang der neuen Eisenbahn entstehen noble Kur- und Sommerfrischeorte wie Pörtschach am Wörthersee oder Abbazia (Opatija) an der Adria. Dort trifft sich, wer Rang und Namen hat im Habsburgerreich. Die filmische Reise führt aber auch zu bedeutenden und beliebten Sitzen der Habsburger, zu Schlössern, die neu errichtet werden oder ein letztes Mal in kaiserlichem Glanz erstrahlen. Von Schloss Miramare bei Triest geht die Reise weiter nach Son Marroig, dem Landsitz von Ludwig Salvator von Österreich-Toskana auf Mallorca und schließlich nach Böhmen, wo Schloss Brandeis zu den bedeutendsten Residenzen der Habsburger zählt. In der Kaiservilla in Bad Ischl erzählt der Ururenkel von Kaiser Franz Joseph, Valentin Habsburg-Lothringen, von den glücklichen Tagen, die Franz Joseph dort zugebracht hat und führt in das Arbeitszimmer, in dem der Kaiser 1914 die Kriegserklärung an Serbien unterzeichnet hat. Auf Schloss Artstetten in Niederösterreich führt Alix de La Poëze d’Harambure-Fraye durch die Privaträume ihres Ururgroßvaters, Thronfolger Franz Ferdinand, dessen Ermordung in Sarajevo zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs und schließlich zum Ende der Habsburgermonarchie geführt hat. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 06.10.2026 ORF III Österreich – Land in Adelshand – bis heute
Folge 500Eine Fläche von Österreich viermal so groß wie die Stadt Wien ist in der Hand weniger Adelsfamilien. Was wie ein Satz aus der Geschichte klingt, ist die Wirklichkeit des Jahres 2026. Wie, so fragt man sich, konnte ein solcher Wohlstand das Ende der Monarchie überstehen? Noch dazu, wo Österreich sich angeblich das härteste aller Adelsaufhebungsgesetze gegeben hat? Gestalter Norman Vaughan macht sich in dieser Erbe Österreich Neuproduktion auf die Spur des Landvermögens dreier Familien, der Liechtensteins, der Schwarzenbergs und der Esterhazys. Jede von ihnen hat ihren eigenen Grund für ihren außergewöhnlichen Vermögenstransfer. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 20.10.2026 ORF III Zeitenwende in Österreich
Folge 501Conrad von Hötzendorf.Bild: ORF/PortalfilmManche hatten das Ende der Monarchie in etwa so vorhergesehen, wie es dann auch kam. Bemerkenswerterweise kamen zwei der schärfsten Kritiker des Systems Habsburg aus der Familie selbst, nämlich die beiden Thronfolger Kronprinz Rudolf und Erzherzog Franz Ferdinand. Rudolf ließ seinem Ärger über vieles, was falsch lief im Reich, unter einem Pseudonym in der Presse freien Lauf. Franz Ferdinand nahm sich ebenso kein Blatt vor den Mund. Beide sahen, dass zentrale Positionen wie etwa die Armee nur mehr nach dynastischen Kriterien besetzt wurden. Um die fachliche Eignung ging es immer weniger. Auch entging ihnen nicht, wie hilflos die Monarchie der Sprengkraft des Nationalismus und der sozialen Frage gegenüberstand. Ihnen war klar, dass die Herrschaft untergehen musste, wenn sie nicht einige Stellhebel umlegte. Jonathan Vaughan und Bernhard Riener untersuchen in dieser ORF III-Erbe Österreich Produktion, welche Systemfehler im Herbst 1918 zum Ende der Monarchie führten. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 20.10.2026 ORF III Kapuzinergruft – die gerichtsmedizinische Tour
Folge 502Die Wiener Kapuzinergruft beherbergt nicht nur viele Lebensgeschichten, sondern auch viele Leidensgeschichten. Die Ursachen, an denen die Mitglieder des Herrscherhauses verstarben, waren mannigfaltig. Manche Habsburger erreichten für damalige Verhältnisse ein hohes Alter, wie etwa Franz Joseph, der 86 Jahre alt wurde. Andere raffte der Tod früh hinweg wie etwa seine Tochter Erzherzogin Sophie, die bereits das frühe Kindesalter nicht überlebte. Seuchen wie die Pocken oder die Tuberkulose schlugen in der Geschichte ihre Schneisen durch das Kaiserhaus. Auch gegen andere gesundheitliche Gefahren wie Infektionen war man am Hof kaum besser gerüstet als die einfachen Menschen – zu schlecht war generell der medizinische Wissensstand. Karl Hohenlohe fragt in dieser Erbe Österreich Neuproduktion nach den Todesursachen der Habsburger. R: Sandra Rak (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 27.10.2026 ORF III
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