• Folge 409 (40 Min.)
    Nachstellung: Alex III. – Bild: ORF/​Clever Contents
    Nachstellung: Alex III.
    Österreich und Russland – diese Beziehung ist historisch komplexer als man gemeinhin glaubt. Noch in der Revolution von 1848 gelingt es Habsburg nur mit russischer Militärhilfe, die aufständischen Ungarn niederzuwerfen. Zur Wiener Weltausstellung von 1873 bekräftigen der österreichische und der deutsche Kaiser sowie der russische Zar beim Dreikaisertreffen ihren unverbrüchlichen Zusammenhalt. Alle drei verstehen einander damals als logische Partner. Allerdings zeigt sich bald, dass diese Allianz an einzelnen Personen hängt. Mit einem Herrschaftswechsel in Russland dreht sich der Wind, und es beginnt jener Gegensatz, in den Europa dann im Ersten Weltkrieg hineinlaufen wird. Am Ende sind es nicht so sehr die strategischen Gegensätze zwischen den einzelnen Mächten, die den Lauf der Geschichte bestimmen, sondern die Ablehnung der Monarchien durch ihre eigenen Untergebenen. Die deutsche Heeresleitung setzt in der Schweiz Wladimir Iljitsch Lenin in den Zug nach Russland, um das Zarenreich durch die kommunistische Revolution zu destabilisieren. Allerdings bewahrheitet sich die Prognose von Kaiser Karl, dass diese Revolution auf sie alle zurückkommen wird. Die Erbe Österreich Neuproduktion geht den Ursachen nach dem Fall von Europas Dynastien nach und erzählt die Story aus der Perspektive des österreichischen Botschafters in Russland und des russischen Botschafters in Wien. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Di. 20.10.2026 3satOriginal-TV-Premiere Di. 22.10.2024 ORF III
  • Folge 411
    Er war einst der Zar von Bulgarien, er verstarb im Exil – und wurde heuer nach 76 Jahren wieder mit großem Pomp in seine alte bulgarische Heimat überstellt. Die Neuproduktion begleitet die Reise der sterblichen Überreste des einstigen Monarchen Ferdinand I. aus Coburg in die Gruft in Sofia und erzählt die bewegte Geschichte dieses Politikers und seiner Zeit. Ferdinand war von 1908 bis zu seiner Abdankung 1918 bulgarischer Zar. Nach ihm übernahm sein Sohn Boris den Thron. Seine Eltern waren August von Sachsen-Coburg und Gotha aus Österreich und Clémentine von Orléans, eine Tochter des französischen Königs Ludwig Philipp. Damit war Ferdinand eng mit dem englischen Königshaus verwandt. Österreich verweigerte ihm das Asyl, daher floh Ferdinand damals nach Coburg, wo er 1948 starb. R: Nevena Semova (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 29.10.2024 ORF III
  • Folge 412
    Kevin und Angie Breeden sind die Eigentümer von Viennas bekanntestem Lokal „Ned’s Shed“. Er arbeitete bis zur Pensionierung im lokalen Gefängnis – „ a pretty shitty Job“, Jetzt hat Kevin eine neue Chefin: seine Frau Angie.
    Wien ist einzigartig, da sind sich viele einig. Und doch gibt es Vienna anderswo auch – vor allem in den USA. Von Texas bis Maine tragen gleich siebzehn Orte diesen Namen, wobei kein einziger davon eine Verbindung zur Donaumetropole hat. Oft ist es gar nicht nachvollziehbar, wie diese Gemeinden zu ihrem „österreichischen“ Namen gekommen sind. Anlässlich der US-Präsidentenwahl hat Gestalter Gerhard Jelinek die amerikanischen Viennas bereist und die dortigen Bewohnerinnen und Bewohner mit der Namensanalogie konfrontiert. Kann es sein, dass man in einem Vienna lebt und so gar keine Nähe zum einzig wahren Wien verspürt? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 05.11.2024 ORF III
  • Folge 415
    Wiens Plätze tragen mehr Geschichte in sich, als uns oft bewusst ist. Viele kennen die Historie der Stadt an sich, aber nur wenige wissen, an welchen Ecken die Weltgeschichte genau durchgezogen ist. In diesem neuen Zweiteiler begibt sich Kari Hohenlohe zu bekannten Plätzen der Wiener Stadt und lässt gemeinsam mit Expertinnen und Experten die geschichtsträchtigsten Momente Revue passieren. Bei genauem Hinschauen stellt man fest, dass auch weit zurückliegende Ereignisse noch ihre Spuren hinterlassen haben. Im ersten Teil besucht er den Albertinaplatz, den Karlsplatz und die Freyung. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 19.11.2024 ORF III
  • Folge 417
    Im zweiten Teil seiner Wanderung durch Wiens geschichtsträchtigste Plätze besucht Kari Hohenlohe den Neuen Markt, den Josephsplatz und den Schwarzenbergplatz. Alle drei Orte sind mit unterschiedlichen Epochen dieser Stadt eng verbunden. Das Leben hat sich an öffentlichen Versammlungsorten wie diesem stets verdichtet – man tauschte Neuigkeiten aus, man rottete sich zusammen, hier wurde verkündet, geklagt und auch hingerichtet. Besatzungsarmeen wie die napoleonische oder später die sowjetische wussten diese Plätze für Aufmärsche und Propaganda zu nützen. Gemeinsam mit Stadthistorikern und -historikerinnen streift der ORFIII Moderator durch die markantesten historischen Ereignisse dieser Stadt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 26.11.2024 ORF III
  • Folge 419
    Die Ringstraßen-Familien galten als die „zweite Wiener Gesellschaft“ – oft zugereister Geldadel und Neureiche, die in Wien um Anerkennung rangen. Um ihren Ruf als Emporkömmlinge loszuwerden, investierten sie in Kunstsinnigkeit und Wohltätigkeit. Familien wie die Scheys, die Dumbas, die Kuffners, die Wittgensteins, die Todescos oder die Epsteins veränderten durch ihr Mäzenatentum die Stadt – sie förderten etwa den Musikverein, das Künstlerhaus, Maler wie Gustav Klimt und seine Secession, den Komponisten Johann Strauß oder die Ottakringer Sternwarte. Doch wurde ihr Traum, auf dem Wiener Parkett voll angenommen zu werden, am Ende wahr? Viele dieser Mäzene waren jüdischer Abstimmung – die zunehmenden Anfeindungen gegen sie im Lueger’schen Wien und das Ende der Monarchie ließen schließlich all ihre großen Hoffnungen platzen. Gestalterin Gigga Neunteufel begibt sich in dieser Coproduktion von ORFIII und Arte auf eine psychologische Spurensuche ins späte 19. Jahrhundert. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 10.12.2024 ORF III
  • Folge 421
    Wien in der Ringstraßenzeit – eine strahlende Kulisse für die historistische Pracht dieser Stadt. Doch die Wirklichkeit der meisten Menschen, die hier lebten, sah gänzlich anders aus: Dreiviertel von Wien wurden damals neu gebaut, die Stadt war eine einzige große staubige Baustelle. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner hatten einen migrantischen Hintergrund und lebten in Armut. Bei völlig ungleich verteiltem Wohlstand lebten der Geldadel und die Aristokratie in einer anderen Welt als die große Mehrheit. Die soziale Explosivität blenden wir heute gerne aus, wenn wir an diese Epoche zurückdenken, aber damals war sie prägend. Diese ORFIII Erbe Österreich Neuproduktion erzählt die damalige Donaumetropole unverstellt und zeigt das Hell und Dunkel dieser Zeit. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 07.01.2025 ORF III
    Österreichische TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 29.12.2024
  • Folge 422
    Das waren noch Zeiten, als das Fernsehen noch „das Fernsehen“ war! Ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten der ORF-Geschichte und mit Sendungs-Hits von damals bieten Kari Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz in der Fortsetzung der ORFIII-Erfolgsreihe „Fernsehen zum Gernsehen“. In Folge 1 schauen sie sich gemeinsam mit Stargast Ingrid Thurnher durch alte Ausschnitte, die zeigen, wie man sich früher die Zukunft vorgestellt hat. Manches ist skurril, manches ist tatsächlich so gekommen, wenn es damals auch noch reine Science-Fiction gewesen ist, so zum Beispiel Roboter, die die Haushaltsarbeit erledigen. Eine unterhaltsame Reise in die Vergangenheit mit vielen Déjà-vus! (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 07.01.2025 ORF III
  • Folge 423
    Wer durch die Ränder Wiens streift, merkt, dass in so manchem Grätzel die Hausnummern kleiner werden, wenn man stadtauswärts geht. Die alten Nummerierungen sind geblieben, als diese Dörfer eingemeindet worden sind. Viele von ihnen haben sich den dörflichen Charakter von früher erhalten. Manche sind von Mietskasernen durchsetzt worden und haben alles Ländliche abgelegt. In diesem neuen ORF III Erbe Österreich Dreiteiler erzählt Gestalterin Patrice Fuchs den historischen Wandel am Wiener Stadtrand. Folge 1 behandelt den Wiener Westen, wo Grätzel wie Ober St. Veit in die Großstadt hineinwachsen. Die Stadt hat die Gesundenversorgung an der frischen Luft entdeckt – und abseits der Öffentlichkeit. Statt Palais werden jetzt Pavillons an die Waldgrenze gebaut. Die ersten Straßenbahnen kämpfen sich in die grüne Lunge hoch. Und die erste Vorortebahn, S45, wird quer durch das westliche Wien errichtet. Damals ist sie nicht für den Personenverkehr gedacht, sondern soll Kriegsmaterial durch die Stadt frachten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 14.01.2025 ORF III
  • Folge 424
    Viel hat sich verändert in den letzten Jahrzehnten – der Blick zurück ins Archiv zeigt allerdings, dass man nicht allem nachweinen muss. In Folge 2 der ORF III-Serie „Fernsehen zum Gernsehen“ nehmen Kari Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz, fachkundig begleitet von Stargast Chris Lohner, die Modetrends und -sünden von früher unter die Lupe. Manche Dinge haben sich im Zyklus der Mode als durchaus langlebig erwiesen, bei manchen, etwa der Glockenhose, ist man froh, dass sie für immer gegangen sind. Ein vergnügter Ritt durch die heimische TV-Geschichte mit Erinnerungen an Publikumslieblinge und Sendungsformate von einst. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 14.01.2025 ORF III
  • Folge 425
    Die großen Grubenanlangen im Süden Wiens brechen durch die ländliche Landschaft und die Liesinger Weinberge. Hier ist das dunkelste Wien. Für eine Baracke, die mit 67 Männern belegt ist, gibt es nur zwei Aborte, daher ist das Wasser des nahegelegenen Brunnens dermaßen verseucht, dass sich die Menschen mit Wasser aus der Donau versorgen mussten. Neben dem Armenarzt Viktor Adler erfährt auch eine feine Dame aus Penzing von diesen „Wohnhöhlen“, die „rote Erzsi“, Österreichs letzte Kronprinzessin, die sich von der Monarchie abgewendet und einen Sozialdemokraten geheiratet hat. Richtung Simmering kommt man am Zentralfriedhof vorbei. Hier steht auch das erste Krematorium Österreichs. Es wurde gegen die Bauordnung und gegen den Willen der Regierung gebaut und war sogar Auslöser eines Verfassungsstreit. Der Zentralfriedhof ist ein wichtiges Novum für die Zwei-Millionen-Metropole. Für arme Familien bedeutet das aber auch, dass sie ihre toten Verwandten im Leiterwagen durch die ganze Stadt ziehen müssen, um sie zu bestatten. In Folge 2 der Erbe Österreich-Reihe über die Wiener Vororte erzählt Gestalterin Patrice Fuchs von den Veränderungen im Lauf der Jahrzehnte an Wiens südlichem Rand. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 21.01.2025 ORF III
  • Folge 426
    Das gute alte Wiener Würschtel ist schon immer die Drehangel einer Kulturtechnik gewesen. In der dritten Ausgabe von Fernsehen zum Gernsehen schauen sich Stargast Verena Scheitz sowie die Moderatoren Kari Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz unterhaltsame Ausschnitte aus dem Archiv über die Wiener Ernährung an. Beginnend mit Otto Schenk und seiner Kultserie „Heiße am Samstag“ über Udo Proksch alias Serge Kirchhofer in der Backstube seines „Demel“ bis zu Udo Jürgens „Aber bitte mit Sahne“. Vegetarisch ging es auch schon vor zwei Jahrzehnten zu, kontroversiell war das Thema damals schon. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 21.01.2025 ORF III
  • Folge 427
    Die Lobau war ein unerschlossenes Land, und auch Stadlau und Essling bestanden damals noch aus spärlich bewohnten idyllischen kleinen Dörfern. Man kann die Biedermeierzeilen von damals noch heute in manchen Straßenzügen finden. Ein Zentrum der Gegend war das Schloss Essling und der dazugehörige Schüttkasten. Dorthin zog sich Napoleon zurück, als er in Aspern seine erste bedeutende Schlacht verloren hatte. An den Balken kann man heute noch Einritzungen der Soldaten finden. Ein Spektakel für die Floridsdorfer ist die Eröffnung der 22 Kilometer langen Dampflokstrecke von Stammersdorf nach Auersthal im Jahr 1903. Heute ist aus der Zugstrecke eine Fahrradroute geworden. Wie sich die Zeiten ändern sieht man auch am Maria-Theresia-Schlössl in Jedlesee. Einst war es ein opulentes Herrschaftshaus in mitten einer Aulandschaft. Hier wohnte der Leibarzt Maria Theresias. In den achtziger Jahren wird das Schlössl zum Tennisclub. Durch die Regulierung der Donau ändert sich in Floridsdorf viel. Die Alte Donau fing an zu veröden, und um die Gegend zu befestigen, schuf man den Florisdorfer Wasserpark. Der dritte und letzte Teil dieser Serie über die Wiener Vororte handelt von Wiens nördlichem Rand und seinem historischen Wandel. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 28.01.2025 ORF III
  • Folge 428
    Noch dauert es etwas, bis die heurige Badesaison anbricht, aber die vierte Ausgabe von Fernsehen zum Gernsehen eröffnet schon einmal vorab die Bäder. Kari Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz schauen sich mit Stargast Lizzy Engstler Schätze und Trouvaillen aus dem Archiv an – unterhaltsam, anregend und wissenswert. Vom legendären „Tröpferlbad“ über den Italien-Hunger der Österreicherinnen und Österreicher bis zur Kabinenparty im Wiener Gänsehäufel. Passend dazu auch Lizzy Engstlers Songcontest-Schlager „Sonntag“, jener Tag, an dem die Leute das kühle Nass am häufigsten aufgesucht haben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 28.01.2025 ORF III
  • Folge 432
    Der Wiener Fasching steuert ungebremst auf seinen alljährlichen Höhepunkt zu: den Opernball, dessen magische Strahlkraft noch aus dem Weltraum zu erkennen ist. Fiebernd fragt sich die Öffentlichkeit, welches Parfum der Herr von Welt aufträgt und wie heuer die Krönchen der Eröffnungsdamen aussehen werden. Ein Blick zurück mag helfen, die Übersicht über die wirklich wichtigen Dinge des Faschings zurück zu gewinnen. Stefan Wolner zeigt in dieser Neuproduktion die aufregendsten, lustigsten, skurrilsten und erhebendsten Momente aus den letzten Jahren und erzählt von gelungenen Sagern, beeindruckenden Garderoben und der Grenze zwischen gutem Geschmack und dem Rest der Empfindungswelt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 25.02.2025 ORF III
  • Folge 433
    Der Opernball – seit heuer wieder DAS Ballereignis der Saison. Viele Fans können es kaum erwarten, dass es nach zwei Jahren Pause dieses Faschingshighlight wieder gibt. Rauschende Roben, glitzernde Stars und der ganze Glanz der Staatsoper machen diesen Abend aus. Aber wie begann der Opernball eigentlich? ORF III blickt auf über hundert Jahre Ballgeschichte zurück. Zum ersten Mal fand er als „Hofopern-Soirèe“ am 11. Dezember 1877 statt. Auf Weisung Kaiser Franz Josefs hätte allerdings damals noch nicht getanzt werden dürfen. Doch die Wiener hielt es nicht auf ihren Plätzen als die Strauss Kapelle zu spielen begann. Danach wurde die Soirèe, die ab 1935 als „Opernball“ bekannt wurde, zu einem Fixpunkt der Ballsaison. Seitdem findet er (fast) immer am letzten Donnerstag im Fasching statt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 25.02.2025 ORF III
  • Folge 437
    Wien ist an sich die Stadt des Fleisches, weltberühmt vor allem für seine Rindfleischküche. Doch der Trend zur Abwendung von fleischlicher Ernährung begann hier auch schon früh, im 19. Jahrhundert. Fleisch galt damals noch als privilegierte Speise und war weit davon entfernt, eine Massen-Alltags-Speise zu sein wie heute. Der erste Impuls zum Fleischverzicht kam aus gesundheitlichen Gründen, von einer Gruppe von Leuten, die einen Reizdarm hatten und die auch etwa keinen Alkohol tranken und nicht rauchten. Mitte der 1880er Jahre tagte in Wien erstmals der sogenannte Vegetarianer-Congreß. Die fleischlose Ernährung machte die Anhänger und Anhängerinnen der Bewegung damals medial suspekt: von einer „modernen Sekte“ war die Rede, und sie wurden als freudlose, ausgezehrte Gestalten karikiert. Die Erbe Österreich Neuproduktion erzählt die Geschichte des Vegetarismus in Österreich. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 21.12.2025 ORF III
    Österreichische TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 26.03.2025
  • Folge 438
    Vom Strudengau bis ins Obere Mühlviertel – die Burgen und Schlösser in der oberösterreichischen Donauregion werden von ihren Besitzern mit Weitblick für die kommenden Generationen bewahrt. Bei allem Stolz auf die Leistungen ihrer Vorfahren geben sich die Schlossherren und -damen entlang der Donau in Oberösterreich bescheiden. Sie leben und wirken in dem Bewusstsein, dass sie mit der Instandhaltung ihrer Häuser eine gesellschaftliche Verantwortung tragen. 1822 hat die deutsche herzogliche Familie Sachsen-Coburg und Gotha Schloss Greinburg in Grein an der Donau erworben. Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha besucht das Haus im Strudengau mehrmals im Monat, es ist das älteste Wohnschloss Österreichs. Weiter westlich, da wo Österreichs längster Binnenfluss – die Enns – in die Donau mündet, befindet sich die vorgeblich älteste Stadt Österreichs: Enns. Niklas Salm-Reifferscheidt leitet seit 2009 die Forst- und Gutsverwaltung seiner Familie auf Schloss Steyregg. Seit rund 450 Jahren ist Schloss Starhemberg in Eferding westlich von Linz im Besitz der fürstlichen Familie Starhemberg. Schloss Altenhof im Oberen Mühlviertel gehörte einst wie auch die in der unmittelbaren Umgebung gelegene Burg Falkenstein zur Herrschaft der mächtigen Falkensteiner, die im 13. Jahrhundert von hier aus das Gebiet nördlich der Donau erschlossen haben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 01.04.2025 ORF III
  • Folge 439
    Sie handeln von Narren, die die Welt regieren, von Bergsteigerschicksalen und ruhlosen Burggeistern – die Geschichten in Südtirols Burgen und Schlössern sind gleichsam bunt wie geheimnisvoll. Vom Vinschgau bis ins Ahrntal – in Südtirol sind die Anzahl und Dichte an Burgen und Schlössern so hoch wie kaum sonst wo in Europa. Gepflegt und belebt werden sie von Menschen, die Verantwortung spüren, nicht nur für das Erbe ihrer Ahnherren, sondern für das ganze Land. Im Vinschgau im äußersten Westen des Landes ist für Johannes Trapp die Zeit der Obsternte angebrochen. Vom Frühjahr bis in den Herbst lebt er auf der Churburg über Schluderns, die seit mehr als fünfhundert Jahren im Besitz seiner Familie ist. Weiter östlich im Burggrafenamt rund um die Stadt Meran befindet sich Schloss Schenna. In dem um 1350 erbauten Baujuwel dreht sich alles um den Ahnherrn der Grafen von Meran, den steirischen Prinzen Erzherzog Johann. Von herausragender Bedeutung für das ganze Land ist Schloss Tirol. Die im 11. Jahrhundert errichtete Anlage in Dorf Tirol gilt als Wiege der Grafschaft Tirol. Über dem Südwesten des Bozener Talkessels thront die Festungsanlage von Schloss Sigmundskron – auch Firmian genannt. Sie ist ein symbolischer Ort für die Südtiroler Zeitgeschichte. Seit dem 13. Jahrhundert wacht Burg Taufers auf ihrem felsigen Thron über dem Eingang zum Ahrntal. R: Fritz Aigner (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 01.04.2025 ORF III
  • Folge 440
    Sommer in Österreich – unweigerlich denkt man da an den Wörther See. Noch bevor die internationale Schickeria an die französische Riviera aufbrach, bildete sich in Kärnten eine Art „Alpen-St.-Tropez“ heraus, das fest in der Hand von Gunter Sachs und der restlichen Jetset-Kommune war. Christian Papke erinnert an die große Zeit des Wörthersee-Tourismus und zeigt neben der Naturschönheit auch die Stars und anderen Menschen, die diesen Ort zu einem Inbegriff der sommerlichen Leichtigkeit gemacht haben, etwa Peter Alexander, der sich in seiner Villa an den Gestaden des Sees zu erholen pflegte. (Text: ORF)
    Österreichische TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 04.04.2025
  • Folge 441
    Die Karlskirche ist eines der großen Wahrzeichen Wiens. Der mächtige und prachtvolle Barockbau ist das Gravitationszentrum des Karlsplatzes. Anfang des 18. Jahrhunderts gelobte Kaiser Karl VI. während der letzten großen Pestepidemie in Wien seinem Namenspatron Karl Borromäus zum Dank eine Kirche zu errichten, sollte die Pest von der Stadt abgewendet werden können. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die Karlskirche ihrem Architekten, dem Erbauer Schloss Schönbrunns, Johann Fischer von Erlach, der mit dem Sakralbau eine Verbindung zwischen Rom und Byzanz verdeutlichen wollte und sich darum an Elementen der Hagia Sophia, sowie der Trajansäule des römischen Forums bediente. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 14.04.2025 ORF III
  • Folge 443
    Wenn es ein Symbol für den Wiederaufbau Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg gab, dann war es neben dem Stephansdom und der Staatsoper vor allem die Pummerin. Heute kennen die Österreicherinnen und Österreicher diese Glocke vor allem von Silvester, wenn sie telegen das Neue Jahr einläutet. Doch ihre wahre Sternstunde hatte sie 1952, als sie in St. Florian gegossen und in einem wahren Triumphzug über die alliierten Sektorengrenzen nach Wien geführt wurde. In einer so noch nie dagewesenen Dokumentation, einer ORFIII-Hochglanz-Eigenproduktion, erzählt Regisseur Peter Beringer die ganze Geschichte der berühmtesten Glocke Österreichs. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 15.04.2025 ORF III
  • Folge 445
    Bis zum Ende der Monarchie blieb Johann Hunyadi ein Held der Habsburger, Kaiser Franz Joseph nahm ihn in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ auf. Zu dem Zeitpunkt lag Hunyadis militärische Lebensleistung bereits vierhundert Jahre zurück. In dem labilen 15. Jahrhundert, als Habsburg das erste Mal die dynastische Hand nach Ungarn ausstreckte und gleichzeitig die Osmanen die mitteleuropäische Machtordnung schwer bedrohten, profilierte sich Hunyadi als unerschrockener Soldat und ebenso als gewiefter Machtpolitiker. Der heutigen ungarischen Regierung gilt er als Volksheld, auch im Wiener Arsenal steht eine Statue von ihm. Für das Spielfilmprojekt „Hunyadi – Aufstieg zur Macht“ hat Robert Dornhelm diese Zeit wieder auferstehen lassen. Das serielle Endprodukt startet dieser Tage im ORF. Die Erbe Österreich Neuproduktion erzählt den historischen Hintergrund der Figur und der Zeit. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 22.04.2025 ORF III
  • Folge 451
    Triest: Über 500 Jahre habsburgisch geprägt, ist die Stadt nach wie vor Schnittstelle dreier großer Kulturen. Die Stadt der vielen Namen zeigt ihre vielen Facetten zwischen gestern und heute. * Triest ist eine Schnittstelle Europas, ein Ort, an dem sich drei große Kulturen begegnen: die romanische, die slawische und die germanische. Auch Meer und Wind haben Einfluss auf die Stadt und ihre Umgebung, prägen die Menschen genauso wie den Wein und die Oliven. * „Trieste è una donna“, stellt der 1957 verstorbene Umberto Saba in seinem berühmten Gedicht fest. Dem stimmt auch Fremdenführerin Emanuela Guidoboni zu. Die Stadt verdanke ihre historische Bedeutung einer Frau: Maria Theresia, die im 18. Jahrhundert Triest zu einem wichtigen Handelszentrum der Monarchie ausbaute. Einzigartig ist die Piazza dell’Unità d’Italia, auch Piazza Grande genannt. „Sie ist der Salon der Stadt und der größte zum Meer hin geöffnete Platz Europas“, erklärt der Wiener Architekt Erich Bernard, der in Triest lebt. Umgeben von stattlichen Gebäuden wie der Präfektur, dem Grand Hotel Duchi d’Aosta und dem Palast der Landesregierung, liegt sie gegenüber der „Mole Audace“, einem Steinpier aus dem 18. Jahrhundert, der zum Flanieren einlädt. Doch die Habsburger hinterließen nicht nur im Zentrum der Stadt ihre Spuren. Rund um das Schloss Miramare wurden auf einer Felsklippe prächtige Gärten im englischen und deutschen Stil angelegt. Für den 22 Hektar großen Park, erbaut um 1860 für Erzherzog Maximilian von Österreich, wurden unzählige Zugwaggons mit Erde aus Kärnten und der Steiermark angeliefert. Dort wurden geometrische Blumenbeete angelegt und exotische Pflanzen aus aller Welt gesetzt. Triest war stets ein Ort vieler Sprachen und Literaten: Jules Verne, Richard Francis Burton, Sigmund Freud, James Joyce, Umberto Saba und viele andere prägten diese multilinguale Region mit ihren Werken, wohl oft bei einer Tasse des berühmten Triestiner Kaffees. Nicht umsonst nennt sich Triest „Il capoluogo del caffè“ – die Kaffeehauptstadt, wie uns Kaffeeröster Fabrizio Polojaz erzählt. Triest hat viele Namen, sagt Polojaz: „Man nennt sie auch die Stadt der Hunde – haben Sie schon bemerkt, wie viele Hunde hier sind?“ Und sie wird auch „die Stadt der Winde“ genannt. Kein Wunder, denn Triest hat gleich vier Winde zu bieten: die Bora, den Libeccio, den Scirocco und den Mistral. Und während der „Barcolana“, der größten Segelregatta der Welt, trägt die Stadt alljährlich im Oktober den Titel „Hauptstadt des Segelns“. Wind und Meer beeinflussen auch die Landwirtschaft Triests, vor allem den Wein- und Olivenanbau. Devan Sancin, Winzer und Olivenbauer im Breg, einem Gebiet in den Bergen über Triest, berichtet von den besonderen Bedingungen für den Anbau. Im Karst oberhalb der Stadt gibt es zahlreiche „Osmize“, Buschenschanken, wie uns Igor und Diego, Vater und Sohn, erzählen. Der Film „Stadt der vielen Namen“ ist eine filmische Reise durch die Geschichte einer Stadt im Schnittpunkt europäischer Kulturen. Triest, mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kultur und Natur, bleibt ein faszinierender Ort, der eine tiefe Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart schafft. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 03.06.2025 ORF III
  • Folge 452
    Umringt von den Auenlandschaften der Donau und der March liegen die herrschaftlichen Marchfeldschlösser. Nach aufwändiger Renovierung erstrahlen sie heute wieder in ihrem alten Glanz. * Die Schlösser im Marchfeld wurden lange Zeit vom österreichischen Hochadel als Jagdschlösser und zu Repräsentationszwecken genutzt. Heute stehen die authentisch revitalisierten Prunkschlösser ganz im Zeichen des Naturschutzes und der Naturvermittlung. * Auf einem sanft zu den Marchauen abfallenden Hügel liegt Schloss Hof, die größte Schlossanlage des Marchfelds. Als Landschloss des Prinzen Eugen von Savoyen wurde Schloss Hof bekannt. 1755 ging es in den Besitz von Maria Theresia über. Berühmt ist es nicht zuletzt für seinen prächtigen Barockgarten, der auf sieben Terrassen weitgehend originalgetreu wiederhergestellt ist. Das prunkvolle Schloss wird heute vor allem von Familien besucht, wie die Leiterin des Tierbereichs Katharina Tschann zu erzählen weiß. Neben Barockeseln und seltenen Pferderassen zählen auch Kamele zu den Bewohnern der weitläufigen Schlossanlage. Insbesondere für Tagesausflüge von Schloss Hof aus wurde einst das nur drei Kilometer entfernt liegende Schloss Niederweiden genutzt. Im 18. Jahrhundert war die prunkvolle Anlage ebenfalls zunächst im Besitz von Prinz Eugen und danach von Maria Theresia. Über die barocken opulenten Tafelrunden gibt die Kuratorin Katrin Harter Auskunft. Regisseur Valentin Badura wirft auch einen Blick in die Küche von Schlosswirt David Sloboda, der historischen Gerichte die barocke Esskultur mit allen Sinnen nachempfinden lässt. Ebenfalls als Jagdschloss wurde das inmitten der Donauauen gelegene Schloss Eckartsau genutzt. Im 12. Jahrhundert als Wasserburg erbaut, wurde es im 18. Jahrhundert von Franz Ferdinand Graf Kinsky barockisiert und 1760 vom Haus Habsburg-Lothringen erworben. Ab dem Regierungsverzicht des letzten österreichischen Kaisers Karl. I. beherbergte das Schloss die kaiserliche Familie, ehe sie den Weg ins Exil antrat. Schlossführerin Lisa Drinka führt auch durch die gut erhaltenen Dienstwohnungen im Dachgeschoss. Schloss Marchegg wurde als Teil der Stadtbefestigungsanlage vor mehr als 750 Jahren unter König Ottokar II. von Böhmen errichtet. Geprägt wurde das Haus jahrhundertelang durch das Fürstengeschlecht der Pálffys von Erdöd, in deren Zeit es auch sein barockes Erscheinungsbild von heute erhielt. Direkt angrenzend an das Schloss kann die größte baumbrütende Weißstorchenkolonie Mitteleuropas bestaunt werden. Geschäftsführer und Naturvermittler Andreas Pataki schaut bei täglichen Kontrollgängen durch das naturbelassene Areal nach dem Rechten. Naturvermittlung wird auch auf Schloss Orth großgeschrieben, befindet man sich doch in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer der letzten großen intakten Flussauenlandschaften Mitteluropas. Im 12. Jahrhundert als Wasserburg errichtet und später von Kronprinz Rudolf als Jagdschloss genützt, beherbergt das Schloss heute das Verwaltungszentrum des Nationalparks Donau-Auen. Direktorin Edith Klauser führt durch das Haus und zeigt auch die Unterwasserwelt der Auenlandschaft, die dank großer Aquarien auf dem Naturvermittlungsgelände Schlossinsel aus nächster Nähe beobachtet werden kann. Eine Dokumentation von Valentin Badura (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 10.06.2025 ORF III
  • Folge 454
    Die historischen Baujuwele von Split bis Stari Grad auf der Insel Hvar locken nicht nur zahlreiche Gäste nach Dalmatien – sie sind vor allem eines: der ganze Stolz der Menschen, die hier leben. * Passioniert tradiert man die Geschichten der Prachtbauten – wie jene der Uskoken auf der Festung Klis, die sich einst so beharrlich gegen die Osmanen gewehrt haben, oder jene von Petar Hektorovi? auf Schloss Tvrdalj, der den Fischern ein literarisches Denkmal gesetzt hat. * So manch architektonisches Vermächtnis der stolzen Vergangenheit Dalmatiens ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Der Diokletianpalast in Split, der zweitgrößten Stadt Kroatiens, zählt ohne Zweifel weltweit zu den am besten erhaltenen Denkmälern römischer Baukunst. Einst ließ sich der römische Kaiser Diokletian diesen weitreichenden Palastkomplex als Alterssitz erbauen, ab 305 n. Chr. residierte er hier und inszenierte sich als gottgleicher Herrscher. Die zum Palast gehörenden Bauwerke wie das einstmalige Mausoleum Diokletians oder das Peristyl bilden heute das Herzstück der Altstadt von Split. Die Gemäuer des Komplexes haben die Fantasie von Anita Birimiša schon als Kind beflügelt, heute lässt sie als leidenschaftliche Stadtführerin ihre Gäste in die Welt des Diokletian eintauchen. In Stari Grad auf der Insel Hvar hat sich der bedeutende kroatische Dichter und Edelmann Petar Hektorovi? im 16. Jahrhundert über einen Zeitraum von 40 Jahren nach eigenen Entwürfen ein Schloss errichten lassen: Schloss Tvrdalj. Heute lebt hier Niko Politeo, ein Nachkomme der Familie des Universalgelehrten. Während er sich darum kümmert, das Bauwerk und den Schlossgarten in Schuss zu halten, hat sich die Stadtführerin Klaudija Gamuli ganz dem Wirken und der Philosophie von Petar Hektorovi? verschrieben. Rund 14 Kilometer nordwestlich von Hvar auf der Insel Šolta wurde im 18. Jahrhundert vom für Kroatien so bedeutenden Adeligen Ivan Petar Marchi ein Schloss gebaut – Martinis Marchi. Das Anwesen war nach seinem Wirken weitgehend dem Verfall preisgegeben. Zu Beginn der 2000er Jahre wurde es unter der Expertise des Architekturhistorikers und Konservators Radoslav Bužan?i? restauriert, der auf die Herausforderungen in der Erhaltung der historischen Bausubstanz zurückblickt. Martinis Marchi beherbergt heute ein luxuriöses Hotel. Zurück auf dem Festland: 10 Kilometer nördlich von Split thront die Festung Klis auf einem imposanten Felsmassiv. Die bereits im Jahr 852 als Fürstensitz erwähnte Burg war aufgrund ihrer strategisch herausragenden Lage stets von großer militärischer Bedeutung. Im 16. Jahrhundert wurde Klis zu einem für ganz Europa wichtigen Bollwerk gegen die Osmanen, eine Schlüsselrolle nahmen hier die Uskoken unter der Führung des Adeligen Petar Kruži? ein. Heute hält ein Verein die Erinnerung an die außergewöhnlichen Krieger hoch. Das Zentrum der Hafenstadt Trogir westlich von Split gleicht einem Museum, seit 1997 zählt die gesamte Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein wahres Urgestein von Trogir ist Milan Bili?, der als Stadtführer mit unermüdlichem Esprit und stets mit einer kleinen Kroatien-Flagge in den Händen die so vielfältigen architektonischen Schätze seiner geliebten Heimat präsentiert – von der Kathedrale Sveti Lovro über den Cipiko-Palast bis hin zur Festung Kamerlengo, die den Hafen von Trogir bewacht. Eine Dokumentation von Fritz Aigner (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 24.06.2025 ORF III
  • Folge 458
    Die mehrteilige Dokumentationsreihe „Die Habsburger in Europa“ ist ein Streifzug durch die europäische Geschichte und zu den schönsten und bedeutendsten Wirkstätten der Habsburger. Der Aufstieg der Habsburger von einer regionalen deutschen Herzogsfamilie aus dem heutigen Elsass zur mächtigsten Herrscherdynastie Europas spiegelt sich auch in den vielen baulichen Zeugnissen, die heute noch an ihren Aufstieg und ihre einstige Macht erinnern. Ausgangspunkt der filmischen Reise in jene Länder und zu jenen Orten, die bis heute von den Habsburgern geprägt sind, ist die Wiener Hofburg. Ausgehend vom einstigen Machtzentrum der deutsch-römischen Kaiser führt die Reise zunächst nach Westen, in das Elsass und den Schweizer Kanton Aargau, wo das Geschlecht der Habsburger vor rund 900 Jahren in das Licht der Geschichte tritt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 30.09.2025 ORF III
  • Folge 459
    Die Schlossherren und Burgdamen des Nordburgenlandes legen höchsten Wert auf die Ausstattung ihrer Häuser, ob im stilvollen Hotel oder im randvollen Antiquitätenladen. Sie sind wahre Hüter historischer Details – sei es aus Familientradition oder aus purer Leidenschaft. Den Anfang macht Burg Bernstein, Heimat der Adelsfamilie Almásy. Erasmus Almásy pflegt hier auch das Erbe seines wohl bekanntesten Vorfahren Ladislaus, dessen Biografie als Forscher die Inspiritationsquelle für den Film „Der englische Patient“ war. Burg Schlaining präsentiert sich runderneuert. Die Burg ist zum Haus für burgenländische Zeitgeschichte geworden – als „Friedensburg“ gilt sie schon länger. Prägend für das Burgenland war vor allem das Wirken der Familie Esterházy, die auch auf Schloss Lackenbach residierte, das im 16. Jahrhundert als Wasserburg erbaut wurde. Heute wird das Haus als Hotel geführt, ein Museum widmet sich der Esterházy’schen Jagd. Prall gefüllt ist Schloss Potzneusiedl im Nordosten des Landes. Hier lädt der Kunstsammler Gerhard Egermann in einen schier unendlichen Antiquitätenladen. An der Grenze zur Slowakei besucht der Film abschließend Kittsee. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 07.10.2025 ORF III
  • Folge 460
    Kein europäisches Adelsgeschlecht hat mehr Spuren hinterlassen als die Habsburger, keine andere Dynastie war auf Dauer mächtiger. Ihre Burgen und Schlösser haben die Jahrhunderte überdauert. Der Film führt durch zahlreiche Regionen, die oft über Jahrhunderte von ihnen verwaltet und regiert. Die enorme Bedeutung von Innsbruck wird bei einem Besuch in der Hofburg Innsbruck deutlich, die Kaiser Maximilian I. besonders geliebt hat. Auf Schloss Tratzberg hoch über dem Inntal lässt sich neben einem bedeutenden Stammbaum der Habsburger sogar das seit mehr als 500 Jahren unveränderte Schlafzimmer des Kaisers bestaunen. Weiter geht es nach Süden in das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal in Kärnten. Hier liegen seit der Überstellung ihrer sterblichen Überreste vor mehr als 200 Jahren einige der frühesten Habsburger in einer Gruft in der Stiftskirche. Deutlich prunkvoller ließen sich freilich ihre Nachfahren in der Kapuzinergruft in Wien zur letzten Ruhe betten. Beeindruckend sind die Barocksärge von Kaiser Karl VI. oder seiner Tochter Maria Theresia und deren Gemahl Franz Stephan von Lothringen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 07.10.2025 ORF III
  • Folge 462
    Bis heute gilt Rudolf Steiner als Prophet, der die Menschen zu einer höheren Wahrheit geführt hat. Doch seine Lehren sind einer wissenschaftlichen Evidenz durchwegs entkoppelt. Zu Steiners hundertstem Todestag heuer geht diese Erbe Österreich Neuproduktion der Frage nach, welche Nachwirkung die Esoterik dieses Mannes auf die heutige Gesellschaft ausübt. Schließlich sind Wissenschaftsfeindlichkeit, Echokammern und Realitätsverweigerung lange auf einem geistigen Nährboden gewachsen, bevor sie zu schwerer Spaltung und Zerrüttung geführt haben. Hat Steiners Verweis auf kosmische Zusammenhänge, die mit schnöder Ratio nicht zu erfassen wären, der grassierenden Wissenschaftsskepsis Vorschub geleistet? Und sind seine mystisch-spekulativen Ideen tatsächlich ein geeigneter Rahmen, um im aufgeklärten 21. Jahrhundert Schulbildung, Medizin und andere Lehren daraus abzuleiten? Eine kritische Durchleuchtung eines Heldenmythos’ von Regisseurin Sandra Rak (Konzept: Karl Benedikter). (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 21.10.2025 ORF III
  • Folge 463
    Sie leben wie vor 300 Jahren: die Amish in den USA. Die religiöse Gemeinschaft hat ihren Ursprung in Europa und folgt ihren ganz eigenen Regeln. Tief in ihrem Glauben verwurzelt, praktizieren die Amish die Erwachsenentaufe und verweigern sich – je nach Strenge der Gemeinde – dem technischen Fortschritt. Sie tragen altmodische Kleidung, Hüte, Hauben und lange Bärte. Der Film von Barbara Völkel gibt einen faszinierenden Einblick in eine traditionelle Welt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 21.10.2025 ORF III
  • Folge 464
    Gestorben wurde in Wien immer schon, seitdem die Römer das Lager Vindobona errichtet hatten. Aber wo liegen all die zehn- und hunderttausenden Toten der vergangenen zwei Jahrtausende? In dieser ORFIII Erbe Österreich Neuproduktion macht sich Gestalterin Gigga Neunteufel auf die Suche nach den verschwundenen Gräbern. Unter anderem begleitet der Film einen Sensationsfund: Auf dem Schlachtfeld Aspern wird gerade ein Reiter mitsamt Pferd aus der napoleonischen Zeit geborgen. Auch Ausgrabungen in St. Pölten führen sensationell in die Lebenswelt des Mittelalters. Der Film führt in die wechselvolle Wiener Geschichte, beginnend in der Zeit, als nördlich der Donau noch das Barbarenland lag, bis ins Mittelalter und ins 19. Jahrhundert. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 28.10.2025 ORF III
  • Folge 467
    Eines der großen Rätsel der österreichischen Geschichte ist zumindest teilweise gelöst: Das Auftauchen des als verschollen gegoltenen habsburgischen Juwelenschmucks in einem kanadischen Schließfach hat dem hundertjährigen Rätselraten ein Ende gesetzt. Freilich knüpft sich jetzt eine Reihe ganz neuer Fragen an diesen Fund: Wie kamen die Edelsteine dorthin? Wo ist der Rest des Schmuckes, den die kaiserliche Familie auf ihrer Flucht mitgenommen hat? Und vor allem: Sind die Eigentumsverhältnisse wirklich so klar, wie Kaiser-Enkel Karl Habsburg sagt? In einer umfassenden historischen Rekonstruktion folgt Regisseur Wolfgang Winkler in dieser Neuproduktion den verschlungenen Wegen dieser Juwelen und lässt renommierte Expertinnen und Experten zur Frage der Rechtmäßigkeit aller Vorgänge zu Wort kommen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 18.11.2025 ORF III
  • Folge 468
    Habsburgs verschwundene Juwelen sind wieder aufgetaucht – und mit ihnen auch die Frage nach dem Reichtum dieser Familie. Die Habsburger assoziiert man heute durchwegs mit Prunk und Wohlstand. Doch die Finanzlage des Kaiserhauses war über die Jahrhunderte immer wieder wechselhaft. Woher kam das Geld der Habsburger?, fragt Regisseurin Gigga Neunteufel. Und was bedeutete es für ihren Lebensstandard? Denn auch imposante Schlösser wie etwa Schönbrunn waren ungemütlicher, als man heute glaubt. Nirgends wurde auf mehr als achtzehn Grad geheizt, künstliches Licht war wertvoll und die Räume entsprechend dunkel. Den großen Sprung nach vorn machte die Familie durch die Einheirat von Franz Stephan von Lothringen: Der Ehemann von Maria Theresia verfügte über viel Tagesfreizeit und ein gehöriges kaufmännisches Gespür. Von seinen Einkünften sollte die Casa d’Austria noch bis zu ihrem Ende zehren. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 25.11.2025 ORF III
  • Folge 470
    Zu den legendärsten Räubern der heimischen Geschichte gehört Johann Grasel. Er trieb im Waldviertel und in Südmähren sein Unwesen und stilisierte sich, indem er immer wieder Teile seiner Beute an die lokale Bevölkerung abgab, zum sozialen Umverteiler von Reich zu Arm. Entsprechend gut konnte er sich überall vor der Staatsmacht verstecken, die er lange narrte. 1815 wurde er jedoch gefasst und später hingerichtet. Sein Leben wirft auch ein Licht auf die Armut und die Perspektivlosigkeit der unteren Schichten in Österreich. Norbert Blecha und Katrin Ehrbar haben die Prozessakten ausgewertet und für Erbe Österreich dieses neuproduzierte Porträt hergestellt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 02.12.2025 ORF III
  • Folge 471
    Der Reichtum war schon in früheren Zeiten sehr ungleich verteilt. Gerade die Habsburger Monarchie und ihre hierarchische Gesellschaftsordnung beförderte unermesslichen Wohlstand für einzelne, während sie das Gros der Bevölkerung von einer Teilhabe ausschloss. In diesem neuen Erbe Österreich Zweiteiler zeigt ORFIII, welche Tycoons und Top-Reiche damals Fortune machten und wie sich das in Luxus und Lebensstil zeigte. Self-Made-Men wie der Automobilunternehmer Camillo Castiglioni verstanden es, hoch zu pokern und Trends zu erkennen. Monopole galten damals als etwas prinzipiell Sinnvolles, hinzu kamen geringe Kosten für die Arbeitskraft und ein laxes Patentrecht, das Österreich den Ruf einer „Kopiernation“ einbrachte – ideale Voraussetzungen für Glücksritter und alle, die den großen Coup witterten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 13.01.2026 ORF III
  • Folge 472
    Granada Alhambra.
    Die „Burgundische Hochzeit“ 1477 zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Maximilian I. und Maria von Burgund legt den Grundstein für ein Reich, das riesige Gebiete rund um den Erdball umfasste. Die Heiratspolitik der Habsburger im 15. Jahrhundert führte zur Teilung des Hauses Österreich in eine spanische und eine deutsche Linie: gemeinsam herrschten sie über ein Reich, von dem Kaiser Karl V. gesagt hat, dass darin die Sonne niemals untergehe. 1477 heiratete der römisch-deutsche Kaiser Maximilian I. Maria von Burgund. Diese sogenannte „Burgundische Hochzeit“ war der Grundstein für ein Reich, über das Kaiser Karl der V. gesagt hat, dass darin die Sonne niemals untergehe. Gernot Stadler widmet sich in der Dokumentation „Die Habsburger in Europa – Der Weg zur Weltmacht“ den geopolitischen Folgen dieser Hochzeit, denn auch Maximilians Kinder wurden geopolitisch strategisch verheiratet. Die Heiratspolitik der Habsburger im 15. Jahrhundert führte zur Teilung des Hauses Österreich in eine spanische und eine deutsche Linie: Margarete von Österreich und Philipp der Schöne wurden mit den Kindern der spanischen Herrscher Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien verheiratet, Johann und Johanna. In der nächsten Generation wurden die beiden Söhne von Philipp dem Schönen und Johanna von Kastilien zu den römisch-deutschen Kaisern Karl V. und Ferdinand I. gewählt. Als römisch-deutscher Kaiser und spanischer König ist Karl V. viel auf Reisen, sowohl im Reich als auch in Spanien. Der Film folgt seinen Spuren von Madrid über Toledo bis nach Granada, wo sich in der Alhambra arabische Baukunst und italienische Renaissance eindrucksvoll ergänzen. Eine weitere Station ist das Kloster von Yuste, heute Teil der Region Extremadura, ganz im Westen Spaniens: Karl V. hatte den entlegenen Ort als letztes Refugium gewählt, wohin er sich schwerkrank zurückgezogen hatte, frustriert von den Entwicklungen seiner Zeit. Karls Sohn, der spanische König Philipp II, hat seine Spuren etwa in Sagovia, in Zentralspanien, hinterlassen. Dort hatte er im 16. Jahrhundert mit Hilfe von Fachleuten aus Tirol eine Münzprägestätte errichten lassen. Ein Teil des Goldes und Silbers aus den spanischen Vizekönigreichen in Amerika, der Neuen Welt, wurde im Hafen von Sevilla entladen, nach Segovia gebracht und dort zu Münzen geprägt. Der Film begleitet den britischen Habsburg-Experten Simon Winder auf seiner Reise durch Österreich. Seine Spurensuche führt ihn zunächst in das Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, wo die bedeutendsten Urkunden zur Geschichte der Habsburger aufbewahrt werden, und ins Zeughaus nach Graz, in die weltweit größte Sammlung historischer Waffen aus dem 16. Jahrhundert. In Kärnten trifft Simon Winder Karl Khevenhüller, den Burgherrn von Hochosterwitz. Dessen Vorfahre Hans Khevenhüller war Botschafter des römisch-deutschen Kaisers am spanischen Hof – und damit ein Freund von Philipp II. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 13.01.2026 ORF III
  • Folge 473
    Nicht nur waghalsige Unternehmer häuften in der Monarchie viel Geld an. Es war auch viel altes Geld unterwegs, das durch die Generationen gereicht wurde. Familien wie Lobkowitz, Lacy oder Harrach waren Grundherren oder auch Industrielle, die ihre Vorrechte als Adelige in einträgliche Geschäfte ummünzten und so aus ihrem Status heraus das Vermögen ihrer Dynastie mehrten. Auch wenn der Großadel seine gesellschaftliche Bedeutung gegen Ende der Monarchie verlor, blieb in vielen Fällen das Geld. Und oft schafften es die Familien auch, das Vermögen über den Fall der Habsburger hinaus im Haus zu halten. Der zweite und letzte Teil dieser Kurzserie stellt unter anderem eine historische Schuldverschreibung aus dem 16. Jahrhundert vor, die, wenn man ihre Gültigkeit bis heute anerkennt, heute Millionen wert wäre. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 20.01.2026 ORF III
  • Folge 474
    Einmal im Jahr wird die Wiener Staatsoper zum Nabel der österreichischen Gesellschaft. Alle Arien und Duette sind verhallt, wenn für eine Nacht der Fasching im Dreivierteltakt durch dieses Haus walzt. Die Wiener Oper ist allerdings nicht nur in der Opernball-Nacht, sondern auch sonst quer durch das Jahr mehr als nur ein erstklassiges Musiktheater. Sie ist Teil einer Populärkultur, an der auch all jene teilhaben, die sie nie besuchen. Regisseur Erik Etschel hat für diese Erbe Österreich Neuproduktion – eine Koproduktion von ORFIII und Arte – Geschichten rund um den Opernball eingefangen, von der ersten Tanzprobe der Eröffnungspaare über einen Kult-Taxifahrer, einen Gastronomen, der regelmäßig nach den Vorstellungen die Stars bei sich empfängt, bis zu Star-Bariton und begeisterten Opernball-Besucher Clemens Unterreiner. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 10.02.2026 ORF III
  • Folge 475
    Eröffnet wird der Opernballabend Dokumentation „Trends im ¾ Takt“ von Astrid Brunnbauer. Zum ersten Mal steht die Dokumentation zum Opernball 2020 ganz im Zeichen der unterhaltsamen Trendforschung. Trends gibt es viele am Ball: Vom Kleidertrend über den Frisurentrend bis hin zum Schuhtrend. Natürlich stehen auch die Musik und die Tanzeinlagen im Mittelpunkt der Trendforschung. Der wichtigste Trend der letzten Jahre: Der Selfie-Trend! Die Doku gibt Einblicke, welcher Trend längerfristig bestehen wird und welcher gleich wieder vom Opernball verschwunden war. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 10.02.2026 ORF III
  • Folge 476
    Nach zweijähriger Pause ist dem Wiener Opernball wieder der Hauptabend von ORF 2 gewidmet. Von den Vorbereitungen in der Oper sowie der Ankunft der Gäste und ihrem Einzug auf der Feststiege, über die Eröffnung des Jungdamen- und Jungherrenkomitees bis zur Mitternachtsquadrille: Das TV-Publikum erlebt ab 20:15 Uhr wieder alle Höhepunkte live aus der Wiener Staatsoper. Der mit vielen Neuerungen versehene Ballabend steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Solidarität und unterstützt ÖSTERREICH HILFT ÖSTERREICH, eine gemeinsame Initiative von Österreichs führenden Hilfsorganisationen in Kooperation mit dem ORF. Durch den diesjährigen Opernball-TV-Abend führen Mirjam Weichselbraun und Andi Knoll, das ZIB-Moderationspaar Nadja Bernhard und Tarek Leitner, Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz sowie Teresa Vogl. Eröffnet wird der Opernball-Abend mit „Wiener Opernball 2023 – Die Verwandlung“. Der erste Programmpunkt des Ballabends erlaubt einen Blick hinter die Kulissen des prestigeträchtigen Events und zeigt, wie die Wiener Staatsoper Schritt für Schritt für den Opernball bereit gemacht wird – vom Parkett, über den Blumenschmuck bis hin zu den Speisen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 10.02.2026 ORF III
  • Folge 477
    Christoph Santner , Maria Santner.
    Getanzt wird am Opernball bekanntlich überall – von der Eröffnungspolonaise über die künstlerische Eröffnung bis zur Mitternachtsquadrille. Jeder so, wie es Lust, Können und Alkoholspiegel gerade zulassen. Gestalterin Astrid Brunnbauer hat sich durch das Opernballarchiv gegraben und zeigt von majestätischen Einzugspolonaisen über grazile Balletteinlagen bis zum Disco-Shake alles, was sich an diesem Abend jedes Jahr tänzerisch abspielt in dem Haus. Raritäten wie José Carreras, der mit Anna Netrebko das Tanzbein schwingt, sind ebenso dabei wie die heimische Prominenz, der die Kamera genau auf die Füße schaut. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 10.02.2026 ORF III
  • Folge 478
    Zwei Kronprinzen, zwei Weltreiche – und zwei vollkommen unterschiedliche Dramen, in schicksalhafter Verbindung zueinander: Rudolf von Österreich und Wilhelm von Preußen. Beide Prinzen leiden extrem unter der ihnen zugedachten Rolle, eine Welt aufrechtzuerhalten, die im Bröckeln begriffen ist. Und beide erdulden Kindheits-Traumata in der Beziehung zu ihren Eltern, an denen sie sich ihr Leben lang abarbeiten werden. Doch ihre Ziele und Weltanschauungen könnten unterschiedlicher nicht sein – der liberale Rudolf hat die Vision eines vereinten Europas, der konservative Wilhelm will vor allem sein eigenes Reich stärken und autoritär regieren. Ein opulentes Dokudrama über zwei gleichaltrige Erben europäischer Kaiserhäuser, die aber einen völlig anderen Weg gehen- für den einen mündet er in persönlichem Triumph, für den anderen in einer Tragödie. Buch: Iris Fegerl Regie: Iris Fegerl und Reinhold Bilgeri ORF, ZDF/​Arte, Epo-Film (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 24.02.2026 ORF III
  • Folge 481
    „Rosenheim-Cop“ Max Müller begibt sich auf die Spuren von Österreichs Sagenwelt. In Folge eins verschlägt es ihn zuerst nach Kärnten und dann an den Arlberg. So geht es um einen stummen Pilger, der im Jahr 1081 im Kloster Ossiach um Unterschlupf gebeten hat („Der stumme Büßer zu Ossiach“), und um den Schnanner Drajer, einen gefürchteten sogenannten Schwarzkünstler aus dem 18. Jahrhundert. Er soll einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und Baumstämme gestreckt sowie wilde Stiere gezähmt haben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 06.04.2026 ORF III
  • Folge 482
    In Folge zwei seiner Reise durch Österreichs Sagenwelt kommt „Rosenheim-Cop“ Max Müller nach Bad Goisern am Hallstättersee. Hier auf der oberösterreichischen Seite des Dachsteins soll einst, so will es eine Sage, eine ganze Stadt versunken sein. Und auf seinem zweiten Schauplatz Tirol macht er sich auf die Suche nach Beweisen für eine verschwundene Siedlung im Zugspitzgebiet am Fuß des Drachensees. Auch wenn Sagen wie diese im Reich der historischen Phantasie zu verorten sind, erzählen sie doch oft von einer höheren Wahrheit, die die Menschen früher beschäftigt hat. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 06.04.2026 ORF III
  • Folge 483
    In Lermoos in Tirol wird seit fast vierhundert Jahren kein Fasching mehr gefeiert. Ein Holzkreuz am Rand des Talkessels erinnert an das Ereignis, nach dem Schluss mit lustig war. Dort soll zwölf jungen Männern der Teufel erschienen sein. Was war auf dem Heimweg von einem Wirtshaus geschehen, dass der Fasching für Jahrhunderte verbannt wurde? Max Müller erfährt, dass nicht nur der Teufel, sondern auch die Kirche ihre Hand im Spiel hatte. Und Im steirischen Joglland erinnert der Teufelstein an eine andere Geschichte: Der Teufel wollte zurück in den Himmel und sollte dafür zwischen dem ersten und zweiten Glockenläuten einen Turm zum Himmel bauen. Der Versuch schlug fehl. Aber wenn das Gestein aus drei übereinanderliegenden Felsklötzen nicht vom Teufel dorthin geschafft wurde – von wem dann? Der Sagenjäger erfährt, in welcher Verbindung der Teufelstein zu heidnischen Kultstätten steht und ob er ein Kraftplatz ist. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 06.04.2026 ORF III
  • Folge 484
    Die Sage von der Todesbotschaft ist eine sehr kurze Sage: Eine allseits beliebte junge Magd in Wals-Siezenheim erhält von einem Vogel eine Botschaft und verschwindet danach auf Nimmerwiedersehen. Ende. Wenn eine Geschichte gar so schnell erzählt ist, dann steckt sicher viel mehr dahinter als vermutet. Der kriminalistische Spürsinn von Max Müller ist geweckt und so begibt er sich auf Spurensuche in Salzburg. War die beliebte Magd vielleicht zu beliebt? Ist ihr Verschwinden die Folge eines Verbrechens? Bei seinen Recherchen stellt der Sagenjäger mit dem Krimiautor Manfred Baumann spannende Theorien auf und lässt von Maler Anton Thiel ein Phantombild der vermissten Frau erstellen. Um mehr über den geheimnisvollen Vogel, der die Todesbotschaft überbracht haben soll, zu erfahren, sucht Max Müller Hilfe bei Helmut Wolfertstetter, Europameister im Vogelzwitschern. Danach führt Märchen- und Sagenerzähler Chris Ploier den Sagenjäger auf eine neue Spur: Bei der jungen Magd handelte es sich höchstwahrscheinlich um eine Wildfrau! Zu guter Letzt und zu seiner größten Überraschung begegnet Max Müller dann in der Person von Helga Graef sogar einer leibhaftigen Wildfrau. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 07.04.2026 ORF III
  • Folge 485
    Plakat Erotic Kino.
    Wenige Orte sind wienerischer als der Prater. Eine Freizone, die dem Naturgenuss ebenso dient wie der gestandenen Unterhaltung, gibt es in Europas Metropolen in dieser Form nur einmal. Seit jeher querten hier die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten ihre Wege, der Prater war immer schon ein Panoptikum der Wiener Gesellschaft. Regisseur Gebhard Hölzl arbeitet die alten Aufnahmen des Wiener Praters auf – Bilder von Menschen mit Melonen, Sonnenschirmen und Krinolinen, Kutschenfahrten bei Korso-Veranstaltungen, Faktoten aus dem Wurstelprater. Die Magie dieses Ortes zieht sich quer durch die Jahrhunderte. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 07.04.2026 ORF III
  • Folge 486
    Hampton Court zählt zu den bedeutendsten royalen Residenzen in der Geschichte Englands. Der weitläufige Palast mit seinen 330 Hektar Garten- und Parkanlagen erzählt eine Geschichte von Macht und Vergänglichkeit. Hier begegnen einander die Epochen – von der roten Backsteinarchitektur der Tudors über die barocken Fassaden Wilhelms III. und Maria II. bis hin zu den viktorianischen Gartenrestaurierungen. Die Dokumentation führt durch ein einzigartiges Ensemble, in dem sich Architektur, Kunst und Natur auf eindrucksvolle Weise verbinden. Gärten sind dabei weit mehr als schmückendes Beiwerk. Sie sind Ausdruck von Harmonie und Kontrolle, Schönheitssinn und Autorität. Hampton Court ist auch Schauplatz lebendiger Mythen. Die Spukgalerie erinnert an die tragischen Schicksale der Ehefrauen Heinrichs VIII. Im 19. Jahrhundert erlebt Hampton Court eine neue Blütezeit: Die viktorianische Epoche macht den Palast zu einer der ersten großen Besucherattraktionen Englands. R. Jaqueline Rauter (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 07.04.2026 ORF III
  • Folge 487
    „Der steinerne Fischer“: Hotelwirt und Fischer Seppi Motschiunig berichtet Sagenjäger Max Müller (l.), dass der Fischfang am Wörthersee immer noch auf die gleiche Weise wie zur Zeit der Sage vor über 400 Jahren gehandhabt wird.
    In Klagenfurt steht auf dem Benediktinermarkt das Denkmal eines Fischers. Unehrlich soll er gewesen und dafür zu Stein geworden sein. Max Müller, ein gebürtiger Klagenfurter, kennt die Sage und beginnt nachzuforschen. Der Sagenjäger erfährt über die im späten Mittelalter geltenden Marktregeln – und wie sie umgangen wurden. Seine Recherchen ergeben ein Sittenbild der damaligen Zeit vor über vierhundert Jahren. In Hallstatt untersucht „Rosenheim-Cop“ Max Müller den gewaltsamen Tod eines Bergmannes in den Salzminen vor einigen Jahrhunderten. Handelt es sich um Mord? Der Sage nach soll der Mann von einem Berggeist getötet worden sein, weil er ein Geheimnis ausgeplaudert hatte. Oder waren eifersüchtige Kollegen die Täter? Der Sagenjäger erhält viele Antworten. Dennoch bleibt offen, ob es sich um einen realen Mordfall handelt, der als Sage getarnt weitererzählt wurde, oder ob dieser Mord nie geschehen ist. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 14.04.2026 ORF III
  • Folge 488
    In der Großen Galerie zeigt sich der repräsentative Prunk der Kaiserresidenz.
    Schönbrunn glauben alle Einheimischen zu kennen, doch diese Erbe Österreich Neuproduktion gibt bislang unbekannte Einblicke in das Leben und den Alltag dieses berühmtesten Schlosses Österreichs. Maria Theresia dehnte den Sommer vom April bis tief in den Herbst, um dem Gestank der Stadt zu entfliehen. Den Zoo, den sich ihr Ehemann wünschte, ließ sie nur weit weg vom Schloss zu – sie wollte nicht den Geruch der Stadt gegen den von Giraffen eintauschen. Nachdem sie nahezu jedes Jahr ein Kind gebar, wurde das Obergeschoß durch eine Querdecke halbiert und so genügend Räume für den Nachwuchs geschaffen. In der Maximalbesetzung funktionierte das Schloss mit bis zu zweitausend Bediensteten, die ebenfalls untergebracht und versorgt werden mussten. Nach Maria Theresia nütze niemand das Schloss mehr als Kaiser Franz-Joseph. Er war jeder Modernisierung abhold und lebte vergleichsweise spartanisch. Der Film erzählt unter anderem, warum das neu angeschaffte Telefon ausgerechnet auf der kaiserlichen Toilette installiert wurde. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 14.04.2026 ORF III
  • Folge 489
    In Kärnten begibt sich „Rosenheim-Cop“ und Sagenjäger Max Müller auf die Spur des Krapfenbäck Simale, eines berüchtigten Räubers. In einem Gasthaus wird ihm das originale Messer des Räubers präsentiert, eine Nachbarin zeigt sogar dessen Brieftasche. Der Sagenjäger unternimmt eine Tour durch den berüchtigten Wolschartwald, in dem der Krapfenbäck einst sein Unwesen getrieben haben soll. „Hochwürden auf Abwegen! Pfarrer und Bauer rauben einen einsamen Wanderer aus.“ Aber so kann es doch nicht gewesen sein? Der Pfarrer von Latschach wird Max Müller ganz anders geschildert: Ein Mann von Ehre, der sein Leben dem Bau der Kirche gewidmet hat. Aber woher hatte er das Geld für den prächtigen Bau? Der Sagenjäger forscht nach und entdeckt verborgene Talente des Pfarrers auf alchemistischem Gebiet. Um die guten Absichten zu bestätigen, wird sogar die Gruft, in der er bestattet wurde, geöffnet. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 21.04.2026 ORF III
  • Folge 490
    Historische Aufnahme zum Thema Verkehr in Wien.
    Als in Wien die ersten Straßenfotos entstanden, sah die Stadt an vielen Ecken der heutigen schon recht ähnlich. Nur die Kleidung der Menschen und die Verkehrsmittel sind eindeutig die von damals. In einer faszinierenden Zeitreise begibt sich diese Erbe Österreich Neuproduktion in das alte Wien zurück. Historische Aufnahmen, beginnend noch vor der Ringstraßenzeit, als noch die Stadtmauern standen, erzählen vom Leben von damals, von der Mode, von den Berufen und vom Alltag der Menschen im 19. Jahrhundert. Der Film besucht bekannte Orte der Stadt, von der Innenstadt bis zu den Außenbezirken, und lässt das exquisite Bildmaterial von Expertinnen und Experten einordnen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 28.04.2026 ORF III
  • Folge 491
    Küchenbrigade Hotel Oberbozen.
    Mancher heimische Sommergasthof lebte vom Esprit seiner Wirtin. Legendär war etwa um die Jahrhundertwende die Wienerin Olga Schneider, die den Eigentümer des Reichenauer Thalhofes heiratete und dort zu einer Art „Rösslwirtin“ aufstieg. Sogar mit Arthur Schnitzler, der dort verkehrte, soll sie eine Romanze gehabt haben, freilich eine, der nach der damaligen Moral keine Zukunft beschieden war. Die Erbe Österreich Neuproduktion zeigt die Macherinnen und Macher des frühen heimischen Tourismus, und die Orte, wo die ersten Hotels aus dem Boden sprossen. Auch wenn Komfort damals noch etwas anderes hieß als heute – Toilette am Gang war unumgänglich – schrieb man schon zu der Zeit den Service groß. Auf einen Gast kamen in gehobenen Häusern zwei Bedienstete. Auf der Schafbergspitze hoch über dem Wolfgangsee ließ ein mutiger Hotelier bereits 1864 das erste Berghotel der Habsburgermonarchie. Die ebenso neue Schafberg-Zahnradbahn brachte die Gäste hinauf. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 05.05.2026 ORF III
  • Folge 492
    Hier nächtigen seit 150 Jahren Künstler, Könige und Rockstars: Das Hotel du Cap-Eden-Roc.
    Es ist eine der schönsten Regionen Europas, und wohl die glamouröseste: der Küstenstreifen der Côte d’Azur zwischen Cannes und Nizza. Träume, Legenden und Sehnsüchte sind an die Bilder der blauen Riviera geknüpft. Seit über 100 Jahren geben sich hier die Reichen und Schönen, Stars, Künstler:innen und Adelige ein Stelldichein. Leichtigkeit und außergewöhnliche Eleganz, das ist das einzigartige Lebensgefühl, das die Côte d’Azur vermittelt. Ihr Ruhm gründet auf einer glanzvollen Vergangenheit, die eng mit dem legendären Grand Hotel du Cap-Eden-Roc verwoben ist. Vor kurzem entdecktes Archivmaterial des luxuriösen Hotels in Antibes lässt die goldenen Jahre der Côte d’Azur wieder aufleben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 12.05.2026 ORF III
  • Folge 493
    Marie Theres Arnbom.
    Publikumsliebling Petra Morzé verkörpert in dieser neuen Erbe Österreich Spieldokumentation die Herausgeberin des ersten Wiener Heiratsannoncen-Blatts, Sophie von Zerdahelyi. Ehen wurden auch um die Jahrhundertwende primär aus wirtschaftlichen oder aus Standesmotiven heraus geschlossen. „24/​176/​40k fl. – gut dotiert, sucht gebildete Dame solider Moral,“ lautete zum Beispiel eine solche Anzeige mit den typischen Chiffrezahlen. Hinter jeder Anzeige lauerte eine ökonomische Gleichung, etwa: Er heiratete ihr Bargeld, sie seine Visitenkarte – die echte „Neigungsehe“ blieb die Ausnahme. Das Verkuppeln von Paaren hat in der jüdischen Kultur eine lange Tradition. Gekuppelt wurde aber auch in der katholischen Mehrheitsgesellschaft laufend. Regisseurin Gigga Neunteufel erzählt die damalige Heiratspraxis anhand mehrerer authentischer Personen, etwa Friederike Sacher, Tochter eines Hoteliers und Gastwirts in Lunz, für die der Vater den Bräutigam aussucht, den sie aber ablehnt und sich damit letztlich auch durchsetzt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 19.05.2026 ORF III
  • Folge 494
    Pornografie war auch im 18. Jahrhundert weit verbreitet.
    Großbritannien am Ende des 18. Jahrhunderts: durch die Serie „Bridgerton“ wieder populär geworden, herrscht ein romantisiertes Bild vom Liebesleben der gehobenen britischen Gesellschaft jener Epoche. Auch die gefühlsseligen Jane Austen-Romane spielen in dieser Zeit. Doch die Wahrheit dahinter war eine ganz andere: die Ehe war keineswegs eine romantische Angelegenheit, geheiratet wurde wegen Geld, Status und Ansehen. Das Sexleben fand woanders statt. Seitensprünge, Pornografie und Prostitution waren für Männer und Frauen der britischen Oberschicht nur oberflächlich ein Tabu. Die Dokumentation, gedreht in den Kulissen von „Bridgerton“, zeigt das überraschende Sittenbild Großbritanniens in der Zeit vor dem prüden Viktorianischen Zeitalter. Regie: Mimi Templar-Gay Buch: Jack Carey (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 19.05.2026 ORF III
  • Folge 495
    Wer wusste, dass Donald Trumps Residenz Mar-a-Lago einst von einem Wiener Architekten erbaut worden ist? Und wer hätte gedacht, dass die Bibel, auf die amerikanische Präsidenten bei ihrer Vereidigung schwören, aus Österreich kommt? Zum heurigen 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten begibt sich dieses neuproduzierte Erbe Österreich Spezial auf die rotweißroten Spuren der amerikanischen Geschichte. Joseph Urban lebte und studierte in Wien an der Akademie der Bildenden Künste, er baute hier unter anderem den Wiener Rathauskeller. 1927 errichtete er für eine der damals reichsten Frauen der USA, die Kunstsammlerin Marjorie Merriweather Post, das Anwesen in Mar-a-Lago, das dann 1985 Donald Trump erwarb. Bei der Bibel, auf die die Präsidenten bei den Angelobungen ihre rechte Hand legen, handelt es sich um den Frühdruck einer Guttenberg-Bibel aus dem Kärntner Kloster St. Paul im Lavanttal. Und auch österreichische Auswanderer brachten ihre Traditionen und ihre Glaubenswerte mit in die „neue Welt“. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 09.06.2026 ORF III
  • Folge 496
    Eingangspforte des Wiener Stadttempels.
    Der Tempel in der Seitenstettengasse ist aus dem Wiener jüdischen Leben nicht wegzudenken. Am Vorabend seiner Wiedereröffnung gibt Erbe Österreich exklusiv erste Einblicke in das aufwändig restaurierte Haus. Die Neuproduktion unter der Regie von Christian May erzählt den Werdegang dieses Hauses, das wie kein anderes von der wechselhaften und tragischen Geschichte des Wiener Judentums im 19. und 20. Jahrhundert erzählt. Von allen jüdischen Gotteshäusern, die einst zu Hochblüte der Gemeinde in der Stadt existiert hatten, überstand nur das Gebäude in der Seitenstettengasse die Reichspogromnacht, weil es baulich an die umliegenden Wohnhäuser grenzte. Seine Eröffnung jährt sich heuer zum 200. Mal. Der Film begleitet unter anderem Vertreter von Familien, die seit Jahrhunderten in der Gemeinde aktiv sind, und zeigt den gesellschaftlichen Wandel, in dem sich jüdisches Leben hier abgespielt hat. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 15.09.2026 ORF III
  • Folge 497
    Die Suche nach einem sagenhaften Geist führt Sagenjäger Max Müller in dieser Ausgabe der Reihe nach Berwang im Tiroler Außerfern. Als es um die Heiterwanger Hochalpe bei Berwang noch ruhiger war und die Hirten und Bauern die auffälligen Geräusche in der Natur zu deuten wussten, soll ein Geist in Gestalt eines Senners dort sein Unwesen getrieben haben. Wenn sich in der Nacht die große Stille über das Gebirge legte, begann der Unruhige sein Werk. Glaubten die Einheimischen früher fest an diesen Geisterspuk, so verlor sich in späterer Zeit seine Spur und heute hört man auch vom Hochalpgeist nichts mehr. Auch der zweite Fall des Sagenjägers spielt in Tirol: Hoch über Innsbruck türmt sich ein alleinstehender Felsen, bei dem es sich um die versteinerte Riesenkönigin Frau Hitt handeln soll. Laut den Sagenexperten Wolfgang Morscher und Berit Mrugalska ist es in der einen Fassung die Verschwendung von Lebensmitteln, in der anderen Ausgabe Hartherzigkeit, die Verderben über die Riesenkönigin brachte. Mit Rainer Brandner, Professor für Geologie, macht Max Müller eine Reise durch die Jahrmillionen der Erdgeschichte, bevor er im Peter-Anich-Haus in Oberperfuss Johanna Obojes-Rubatscher trifft, um nach einer alten Karte zu suchen, in der das Schloss von Frau Hitt eingezeichnet ist. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 15.09.2026 ORF III
  • Folge 498
    Der historische Bundesversammlungssaal.
    Das Parlament hinter den Kulissen zu erleben, das gelingt nur denen, die dort arbeiten. Erbe Österreich zeigt in dieser Neuausgabe, wie Abgeordnete den Alltag an diesem prominenten Arbeitsplatz erleben: Was kocht dort die Kantine und welche Preise zahlt man für ein Menü? An welchen Begegnungszonen trifft man sich zum Austausch? Verhält man abseits des Plenums zum politischen Gegner anders? Außerdem zeigt der Film, wie sich die Arbeit der Abgeordneten im Lauf der Geschichte verändert hat – waren der heutige Nationalrat und Bundesrat doch einst das Herrenhaus und das Abgeordnetenhaus des alten Reichsrats. Anhand dreier historischer Persönlichkeiten erzählt Gestalter Manuel Obermeier, wie sich die Sitten in dem Haus am Ring im Lauf der Zeit gewandelt haben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 29.09.2026 ORF III
  • Folge 499
    Die Kaiservilla in Bad Ischl, Oberösterreich.
    In der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn entwickelte sich Wien zur imperialen Metropole und erhielt ihr unverwechselbares, typisch habsburgisches Erscheinungsbild. Das 19. Jahrhundert ist geprägt von epochalen Veränderungen. Das Kaisertum Österreich geht aus den Napoleonischen Kriegen als europäische Großmacht hervor. Die Eisenbahn verbindet entlegene Orte des Vielvölkerreichs, viele Städte werden im k.-u.-k.-Stil ausgebaut. Die Dokumentation „Die Habsburger in Europa – Ein letzter Glanz“ zeigt die Veränderungen im 19. Jahrhundert auf, die das Habsburgerreich erschüttern und das Herrscherhaus vor enorme Aufgaben stellt. Von der Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress und der Revolution von 1848 über den Konflikt der deutschen Großmächte Österreich und Preußen bis zum Ausbau der Eisenbahn und der Nationalitätenfrage spannt sich der Bogen. Vier österreichische Kaiser bestimmen die Geschicke der Monarchie von ihrer Gründung bis zum Ende habsburgischer Herrschaft in Europa nach dem Ersten Weltkrieg 1918. Der Film zeigt, wie die österreichischen Kaiser Franz I., Ferdinand I, Franz Joseph I. und schließlich Karl I. auf die Herausforderungen ihrer Zeit reagiert haben. Kriege gegen Italien, Preußen und auf dem Balkan erschüttern das Reich, das sich gleichzeitig zu einem modernen, glanzvollen Staat entwickelt. Aus dem mittelalterlichen Wien wird eine pulsierende Weltstadt, die Hofburg wird im imperialen Stil ausgebaut, die prächtige Ringstraße mit ihren Palais entsteht. Auch Städte wie Budapest oder Triest erstrahlen bald in neuem, imperialem Glanz. Entlang der neuen Eisenbahn entstehen noble Kur- und Sommerfrischeorte wie Pörtschach am Wörthersee oder Abbazia (Opatija) an der Adria. Dort trifft sich, wer Rang und Namen hat im Habsburgerreich. Die filmische Reise führt aber auch zu bedeutenden und beliebten Sitzen der Habsburger, zu Schlössern, die neu errichtet werden oder ein letztes Mal in kaiserlichem Glanz erstrahlen. Von Schloss Miramare bei Triest geht die Reise weiter nach Son Marroig, dem Landsitz von Ludwig Salvator von Österreich-Toskana auf Mallorca und schließlich nach Böhmen, wo Schloss Brandeis zu den bedeutendsten Residenzen der Habsburger zählt. In der Kaiservilla in Bad Ischl erzählt der Ururenkel von Kaiser Franz Joseph, Valentin Habsburg-Lothringen, von den glücklichen Tagen, die Franz Joseph dort zugebracht hat und führt in das Arbeitszimmer, in dem der Kaiser 1914 die Kriegserklärung an Serbien unterzeichnet hat. Auf Schloss Artstetten in Niederösterreich führt Alix de La Poëze d’Harambure-Fraye durch die Privaträume ihres Ururgroßvaters, Thronfolger Franz Ferdinand, dessen Ermordung in Sarajevo zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs und schließlich zum Ende der Habsburgermonarchie geführt hat. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 06.10.2026 ORF III
  • Folge 500
    Eine Fläche von Österreich viermal so groß wie die Stadt Wien ist in der Hand weniger Adelsfamilien. Was wie ein Satz aus der Geschichte klingt, ist die Wirklichkeit des Jahres 2026. Wie, so fragt man sich, konnte ein solcher Wohlstand das Ende der Monarchie überstehen? Noch dazu, wo Österreich sich angeblich das härteste aller Adelsaufhebungsgesetze gegeben hat? Gestalter Norman Vaughan macht sich in dieser Erbe Österreich Neuproduktion auf die Spur des Landvermögens dreier Familien, der Liechtensteins, der Schwarzenbergs und der Esterhazys. Jede von ihnen hat ihren eigenen Grund für ihren außergewöhnlichen Vermögenstransfer. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 20.10.2026 ORF III
  • Folge 501
    Conrad von Hötzendorf.
    Manche hatten das Ende der Monarchie in etwa so vorhergesehen, wie es dann auch kam. Bemerkenswerterweise kamen zwei der schärfsten Kritiker des Systems Habsburg aus der Familie selbst, nämlich die beiden Thronfolger Kronprinz Rudolf und Erzherzog Franz Ferdinand. Rudolf ließ seinem Ärger über vieles, was falsch lief im Reich, unter einem Pseudonym in der Presse freien Lauf. Franz Ferdinand nahm sich ebenso kein Blatt vor den Mund. Beide sahen, dass zentrale Positionen wie etwa die Armee nur mehr nach dynastischen Kriterien besetzt wurden. Um die fachliche Eignung ging es immer weniger. Auch entging ihnen nicht, wie hilflos die Monarchie der Sprengkraft des Nationalismus und der sozialen Frage gegenüberstand. Ihnen war klar, dass die Herrschaft untergehen musste, wenn sie nicht einige Stellhebel umlegte. Jonathan Vaughan und Bernhard Riener untersuchen in dieser ORF III-Erbe Österreich Produktion, welche Systemfehler im Herbst 1918 zum Ende der Monarchie führten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 20.10.2026 ORF III
  • Folge 502
    Die Wiener Kapuzinergruft beherbergt nicht nur viele Lebensgeschichten, sondern auch viele Leidensgeschichten. Die Ursachen, an denen die Mitglieder des Herrscherhauses verstarben, waren mannigfaltig. Manche Habsburger erreichten für damalige Verhältnisse ein hohes Alter, wie etwa Franz Joseph, der 86 Jahre alt wurde. Andere raffte der Tod früh hinweg wie etwa seine Tochter Erzherzogin Sophie, die bereits das frühe Kindesalter nicht überlebte. Seuchen wie die Pocken oder die Tuberkulose schlugen in der Geschichte ihre Schneisen durch das Kaiserhaus. Auch gegen andere gesundheitliche Gefahren wie Infektionen war man am Hof kaum besser gerüstet als die einfachen Menschen – zu schlecht war generell der medizinische Wissensstand. Karl Hohenlohe fragt in dieser Erbe Österreich Neuproduktion nach den Todesursachen der Habsburger. R: Sandra Rak (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 27.10.2026 ORF III

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