Emily in Paris
    USA 2020–
    • Deutsche Online-Premiere
      Netflix
    • Originalsprache
      Englisch
    Emily Cooper (Lily Collins) stammt aus dem nicht gerade für Mode und Kultur bekannten Mittleren Westen der USA. Für einen Traumjob erhält sie eine einmalige Gelegenheit: Sie soll die amerikanische Sicht der Dinge bei einer französischen Marketing-Firma mit an den Tisch bringen – und dafür nach Paris ziehen. Ihre Begeisterung ist groß, doch der Clash der Kulturen ist vorprogrammiert – auch auf privater Ebene. (Text: RD)

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    • (geb. 1955) am

      Emily in Paris, Crash der Kulturen?

       

      Emily kommt nach Paris ist ein Hochglanzmärchen aus dem
      Hause Netfix. Im Gegensatz zu so manchen Berufskritikern sollte man die Serie
      nun wirklich nicht so ernst nehmen. Na klar es werden hier so ziemlich alle
      Klischees bedient die so über Paris im Umlauf sind. Allerdings sollten sich die
      Pariser doch bitte nicht darüber beschweren. An so manchem haben sie doch in
      den letzten Jahrzehnten kräftig mit gestrickt und auch davon provitiert. Zu
      Klischees kann man nun anmerken, dass sie oft einen wahren Kern haben. Das sich
      nun aber Pariser Journalisten über die Serie bei Netfix offiziell beschweren
      sollen, ist wirklich schwach. Ich bin immer davon ausgegangen das
      Humorlosigkeit eine Deutsche Eigenschaft (Klischee?) ist, nicht aber eine
      Französische. Der Serie hat man auch Sexismus vorgeworfen, der Vorwurf ist
      meiner Meinung nach haltlos. Sicher wird hier mit dem Thema Sex gespielt, wie
      auch mit anderen Themen gespielt wird aber zu keiner Zeit verletzend oder
      herabwürdigend. Jedenfalls habe ich den Eindruck das man hier als Mann auch
      ganz schön was abkriegt, was auch OK ist, wir können das aushalten. Emily hat
      da, wenn das männliche Gegenüber die Stränge schlägt eine passende Antwort
      parat.

       

      Hier werden sicher die mehr oder weniger "Reichen und
      Schönen" und deren Leben klischeehaft präsentiert. Die sozialen Gegensätze
      werden in Staffel 1 nicht, auch nicht am Rande behandelt. Dies mag man
      beklagen, ist hier aber auch nicht das Thema. Zu diesem Thema stehen reichlich
      Dokumentationen oder Filme/Serien bereit, die dies thematisieren. Im Übrigen
      werden dann auch hier, zumindest in Filmen/Serien, oft politisch korrekte Klischees
      artig bedient.

       

      Es ist doch einfach köstlich zu beobachten wie hier Emily
      teilweise wie Alise im Wunderland durch Paris läuft und dabei in so manches
      Fettnäpchen tritt. Hier wird spielerisch und humorig der Lernprozess den Emily
      als anfangs so taffen, etwas prüden Amerikanerin in Paris durchläuft und immer
      wieder auf Widerstände, andere Mentalitäten trifft, gezeigt. Amüsant ist es
      mitzuerleben, dass dies keine Einbahnstraße ist und ihr Umfeld gleichermaßen von
      ihr beeinflusst wird.

       

      Die Serie habe ich mit wachsendem Vergnügen und Interesse
      verfolgt. Sehr gerne würde ich den weiteren Weg von Emily in Paris und ihren
      Abenteuern in weiteren Staffeln verfolgen.

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