zurückStaffel 5, Folge 1–5weiter

    • Staffel 5, Folge 1 (45 Min.)

      Sie schenkt jeder Figur etwas von sich. Der unberührbaren Diva, der berührenden Ehefrau, der störrischen Kratzbürste. In ihrer Sinnlichkeit ist sie immer unverwechselbar Hannelore Elsner, die jetzt 70 wird und im deutschen Kino und Fernsehen so präsent ist wie nie zuvor.

      Alle Filmgenre hat sie ausprobiert: die Kinokomödie „Alles auf Zucker“, die Tragikomödie „Kirschblüten-Hanami“, das Melodram „Die Unberührbare“. Für jede dieser Rollen wurde sie nicht einfach nur besetzt, sondern hat Regisseure dazu inspiriert, sie ganz auf ihre Person zuzuschneiden. Ihr Kino-Comeback im Jahr 2000 mit fast 60 Jahren als „Die Unberührbare“ (Regie: Oskar Roehler) bringt die Anerkennung als Charakterdarstellerin. Sololeistungen liegen ihr: Der Schriftsteller Bodo Kirchhoff legt ihr einen 90-minütigen Monolog in den Mund, den sie in „Mein letzter Film“ in die Kamera erzählt, als sei es ihre eigene Lebensbeichte. In ihrer Autobiografie „Im Überschwang“ schreibt sie über sich als Schauspielerin: „Man braucht das Gefühl, dass man richtig angeschaut wird, liebevoll, auch zärtlich, auch erkennend, kritisch und sezierend. Das hat etwas mit einem ganz großen Vertrauen zu tun.“

      Im oberbayerischen Burghausen aufgewachsen, beginnt Hannelore Elsner gleich nach der Klosterschule in München Theater zu spielen, erst Volkstheater, dann bei den Kammerspielen. Vom Fleck weg wird sie für den Film entdeckt, in einer ihrer ersten Kinoproduktionen, „Die endlose Nacht“ (1963), spielt sie ein Starlet. Der Autorenfilmer Will Tremper lässt sie improvisieren, die Kritik ist begeistert. Sie taucht noch einige Male in Opas Kino auf, bekommt eine Zeitlang nicht die Rollen, die sie gerne gespielt hätte. Als sie in den 90ern in der ARD-Serie als „Die Kommissarin“ Lea Sommer in Stöckelschuhen daherkommt, hat sie sich neu erfunden. Und wieder scheint diese Rolle wie für sie gemacht.

      Hannelore Elsner mag den Flirt mit der Kamera nicht nur bei Dreharbeiten. Dafür ist sie viel auf Reisen, am Set im tiefsten Bayern oder zum Filmball in Wien, auf der Bühne der lit.cologne, um dem Publikum aus ihrer Autobiografie vorzulesen. Mit der gleichen Lust und Intensität absolviert sie bei eisiger Kälte ein Foto-Shooting am Meer im kleinen Schwarzen oder verbringt Stunden in der Maske, um wie eine alte, abergläubische Frau auszusehen, in die sie sich für ihrem neuesten Kinofilm „Wer’s glaubt, wird selig“ (Regie: Marcus H. Rosenmüller) verwandelt. Dass sie dabei fröhlich über das Glück des Älterwerdens erzählt, ist typisch für Hannelore Elsner.

      Hannelore Elsner verkörpert ein halbes Jahrhundert deutscher Film- und Fernsehgeschichte, ein Leben prall gefüllt mit Erfahrungen und Geschichten. Im Interview äußern sich die Filmregisseure Oskar Roehler, Dani Levy und Marcus H. Rosenmüller, die Filmproduzentin Regina Ziegler, Roger Willemsen und Elsners Sohn Dominik. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 18.07.2012 Das Erste
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    • Staffel 5, Folge 2 (45 Min.)

      Schauspieler zu sein ist für ihn sein Traumberuf. Und das, obwohl sich Matthias Brandt selbst nicht so wichtig nimmt. In seinen Blicken, Gesten und in seiner Sprache schwingt etwas Verstörendes mit, ein Rest Geheimnis, das nachhaltig in Erinnerung bleibt. Eindringlich verkörpert er die Figur des Kommissars Hanns von Meuffels im Münchner „Polizeiruf 110“ als jemand, der an Werte glaubt, gute Manieren hat und dabei trotzdem lässig ist. Für diese Rolle wurde er 2012 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet und vom Publikum frenetisch bejubelt, und die Presse bezeichnet ihn als „extrem humorbegabten, aber eher leisen und störrischen“ Schauspieler. Dass Matthias Brandt im wirklichen Leben auf der Straße nicht gleich erkannt wird, ist dem gebürtigen Berliner ganz recht, weil er lieber ungestört durch seine Heimatstadt radelt. Was es heißt, bekannt zu sein, weiß er als jüngster Sohn der Eltern Willy und Rut Brandt nur zu gut. Kurz vor dem Mauerbau 1961 im Westen der Stadt geboren, ist er erst zwölf, als sein Vater 1974 als Kanzler zurücktreten muss. Damals ist der Sohn mehr an der Fußball-Weltmeisterschaft als am politischen Schicksal des Vaters interessiert. Brandt studiert Schauspiel in Hannover, und als er ab 1986 auf den deutschsprachigen Bühnen von Bochum bis Zürich auftritt, ist oft auch seine Mutter Rut unter den Zuschauern. Als große Inszenierung hat er schon als Kind den Kanzlervater, Wehner, den er „Onkel Herbert“ nannte, und die Bonner Politprominenz erlebt. Er selbst war Teil dieser Inszenierung. Ironie der Geschichte ist, dass er seinen Durchbruch als Filmschauspieler ausgerechnet seinem Vater verdankt, als er in „Schatten der Macht“ (2002) die Rolle des Kanzler-Verräters Günter Guillaume übernimmt, ganz gegen den Willen der Genossen. Aber Matthias Brandt will, muss denjenigen spielen, der den Vater so glaubwürdig getäuscht hat. Eine Entscheidung, die er heute als Akt der Selbstbefreiung bezeichnet. „Mein Vater ist vor 20 Jahren gegangen und ich bin auf der Welt geblieben. Mir ist mein Leben genug, ich bin Schauspieler geworden und ein glücklicher Mensch.“ Seitdem kommt ein Rollenangebot nach dem anderen und immer mehr ist von dem Schauspieler und immer weniger von dem Sohn von Willy Brandt die Rede. Er spielt häufig Figuren, die Täter und Opfer zugleich sind, immer als komplexe Charaktere mit Abgründen. Nicht selten sind es emotional abhängige Ehemänner zwischen Unsicherheit und Hilflosigkeit, aber so intensiv und zugleich zurückgenommen gespielt, wie es in deutschen Kino- und Fernsehfilmen selten ist. Wenn im Interview mit der Filmautorin Inga Wolfram von seinem unverwechselbaren Blick die Rede ist, dann klärt der Schauspieler über sein blindes Auge auf und verschweigt den Anteil seiner Schauspielkunst, der bei den Beobachtungen während der Dreharbeiten für eine neue „Polizeiruf“-Folge nicht mehr zu übersehen ist. Matthias Brandt liebt das Experiment auch jenseits des Films, etwa wenn er mit dem Musiker Jens Thomas eine musikalische Lesung von Hitchcocks „Psycho“ aufführt. Der Film zeigt, wie Matthias Brandt, Träger des deutschen Hörbuchpreises, sich in Vorlesestimmung bringt, um ein Hörbuch zum Thema Glück mit Roger Willemsen einzusprechen. Dass Humor durchaus auch seine Sache ist, beweist er neben der Kabarettistin Cordula Stratmann in dem Zweipersonenstück „Zwischen Himmel und Hölle“. Zu Wort kommen sein Bruder, der Historiker Peter Brandt, sein Schauspiellehrer Peter Meinhardt, der Regisseur Hans Steinbichler, die Schauspielerin Senta Berger und die Kabarettistin Cordula Stratmann. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 25.07.2012 Das Erste
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    • Staffel 5, Folge 3 (45 Min.)

      Der 40-jährige Trompeter Till Brönner ist heute der bekannteste und kommerziell erfolgreichste Jazz-Musiker Deutschlands. Sein technisch perfektes, unterkühlt-gefühlvolles Spiel und sein sanfter Gesang erinnern an den legendären Amerikaner Chet Baker. Zahlreiche Auszeichnungen belegen das, darunter wiederholt der deutsche „Echo“ und zwei Nominierungen für den „Grammy-Award“. Brönner hat sich mit seinen Tourneen und Gastauftritten unter Jazzfreunden im In- und Ausland einen Namen gemacht. Weltstars wie Carla Bruni, Annie Lennox, Aimee Mann oder der Brasilianer Sergio Mendes musizieren mit ihm und sind auf seinen mittlerweile 13 CDs zu hören. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 01.08.2012 Das Erste
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    • Staffel 5, Folge 4 (45 Min.)

      Er liebt die Tonsprache der deutschen Romantiker, den dunklen „deutschen Klang“, dem er dirigierend nachspürt. Christian Thielemann hat sich ganz dem deutschen Repertoire verschrieben, gilt vielen als „der“ Wagner-Dirigent der heutigen Zeit, seit er im Jahr 2000 mit den „Meistersingern“ sein Debüt auf dem Grünen Hügel in Bayreuth gab. Sein Stil ist weltweit anerkannt, er ist derzeit der international gefragteste Dirigent Deutschlands mit Gastauftritten von Mailand bis New York. „Gloriously unfashionable“, herrlich unmodern, nannte ihn ein britischer Kritiker einmal. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 15.08.2012 Das Erste
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    • Staffel 5, Folge 5 (45 Min.)

      „Der Künstler ist das Beste, Schönste und Großartigste, was die Gesellschaft hat“, sagt Markus Lüpertz, der sich selbst gerne auch als „Genie“ bezeichnet. Sein opulenter Lebensstil, seine egozentrische Sprache und sein selbstbewusstes Auftreten machen ihn zum „Malerfürsten“ par excellence. Rastlos pendelt der Maler und Bildhauer, Lehrmeister und Freigeist zwischen seinen beiden Ateliers in Düsseldorf und Berlin-Teltow, dem Familienwohnsitz seiner Frau und den drei jüngsten Kindern in Karlsruhe und der Toskana. Sein Alter merkt man dem 71-Jährigen kaum an; mit täglichem Boxen hält er sich fit und arbeitet jeden Tag an mehreren Kunstwerken gleichzeitig. Seine emotionale Seite kann er am besten in seiner Lyrik und am Klavier ausdrücken. Häufig improvisiert er mit befreundeten Jazzmusikern bei Ausstellungseröffnungen am Flügel. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 22.08.2012 Das Erste
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