unvollständige Folgenliste (alphabetisch) (Seite 6)

  • Ein Erpresserbrief treibt Wolfgang Kruber zurück nach Istanbul. Eine illegale Nierenspende hat ihm vor wenigen Wochen das Leben gerettet. Nun will die ihm unbekannte Spenderin mehr Geld. Die Welt des 50-jährigen Spediteurs gerät ins Wanken, als er auf Irina trifft. Die junge Mutter behauptet, Organhändler hätten sie um ihren Lohn von 10 000 Euro gebracht. Geschockt und ergriffen ist Wolfgang bereit zu zahlen. Doch kann er ihr trauen? Gemeinsam verbringen sie ein Wochenende zwischen Bankautomaten, Irinas einfacher Wohnung und düsteren Bars. Sie kommen sich beängstigend nah, bis klar wird, dass Irina mehr zu verbergen hat und Wolfgang erneut alles in Frage stellt. Endgültig prallen die Welten von Spenderin und Empfänger aufeinander. Das Ringen um eine gerechte Lösung beginnt, an deren Ende ein bitterer Neuanfang steht. „Fremdkörper“ hatte seine Premiere beim 36. Filmfestival Max-Ophüls Preis. Er erhielt dort den „Publikumspreis für mittellange Filme“ und eine lobende Erwähnung der Jury. Diese befand, Regisseur Christian Werner bringe in seinem atmosphärisch dichten Film dem Zuschauer das Schicksal zweier Menschen nahe und verhandle gleichzeitig ein großes gesellschaftliches Thema. Aktuell ist Christian Werner mit „Fremdkörper“ für den Studio Hamburg Nachwuchspreis 2015 in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert, der am 23. Juni verliehen wird. (Text: ZDF)
  • 75 Min.
    Guang, Jürgen und Vitali sind zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie stehen kurz vor ihrem Haftantritt. Was sie in den letzten Tagen in Freiheit tun, tun sie für lange Zeit zum letzten Mal. Für die Buddhistin, den früheren Rotlichtkönig und den Familienvater läuft der Countdown. Was passiert mit der Wohnung? Wem sagen sie die Wahrheit? Von wem verabschieden sie sich? Und wer bringt sie am letzten Tag vor das Gefängnistor? Während Vitali versucht, dem Gefängnis mannhaft entgegenzutreten, obwohl er weiß, dass er am Ende seine Familie aufgeben muss, bleibt der knasterfahrene Jürgen renitent: Bis zur letzten Sekunde wehrt er sich gegen den Zugriff des Staats. Zu angeschlagen fühlt er sich, und zu gut weiß er, was Haft bedeutet. Guang hingegen sucht in den letzten Tagen immer wieder den Beistand ihres buddhistischen Meisters in Taiwan. Das Gefängnis könnte Teil eines göttlichen Plans sein. Doch erweist sich Guangs Glaube im Angesicht der Gefängnisstrafe wirklich als tragfähig? Je näher der Antritt der Haftstrafe für die drei Verurteilten rückt, umso realer tritt das Gefängnis als Institution in ihr Leben, als Ort der erbarmungslosen Bürokratie. Gemeinsam ist den dreien das Bewusstsein: Was sie jetzt tun, tun sie für lange Zeit zum letzten Mal. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 17.12.2018 ZDF
  • Fetisch, Mantra, geheime Religion: Konstantin Faigles essayistisch-satirischer Dokumentarspielfilm hinterfragt humorvoll-schmerzhaft den „Lebenssinn“ des modernen Menschen: die Arbeit. Der Besuch von Stätten des Glaubens an die Arbeit und seines Niedergangs wird ergänzt durch intensive Interviews mit Experten und Expertinnen. In zugespitzten, inszenierten Episoden karikiert Faigle den gegenwärtigen Stellenwert von Arbeit. Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt – die Arbeit. Arbeit ist Sicherheit, Selbstbestätigung, Existenzberechtigung. Sie ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. In Zeiten von Wirtschaftsboom und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt „Frohes Schaffen“ diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit. Regisseur Konstantin Faigle begibt sich auf eine Reise zu den Wurzeln unseres Arbeitsbegriffs. Er besucht die Stätten des Arbeitsglaubens und seines Niedergangs. Er fährt ins Ruhrgebiet zu den letzten „heiligen“ Bergarbeitern und zum geschlossenen Nokia-Werk. Er begutachtet in Hamburg ein virtuelles Übungskaufhaus, eine Aktivierungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose. Und in den USA besucht er unter anderem einen kalifornischen Ein-Mann-Fernsehsender, der seine Beiträge komplett via Internet auf den Philippinen schneiden lässt. Zu Wort kommen zahlreiche Experten wie der amerikanische Sozialhistoriker Prof. Benjamin Hunnicutt, der US-Ökonom Jeremy Rifkin, der Philosoph und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon, Soziologin und Buchautorin Marianne Gronemeyer sowie Tom Hodgkinson, britischer Experte für Muße, Genuss und Gelassenheit. Parallel dazu geht der Film in kleinen, inszenierten Szenen mit Humor und Tiefgang unserer deutschen Arbeitswelt auf den Grund: Er beobachtet Werner Kraft, einen gut verdienenden, aber ausgebrannten Ingenieur. Er zeigt Hartmut Breuer, einen einsamen deutschen Rentner und Marion Weber, eine emanzipierte Freelancerin ohne Aufträge. Und während Herbert Stollberg-Naue noch die Vorzüge seines Sozialversicherungsfachangestelltendaseins genießt, führt Jochen Picht schon längst das Leben eines glücklichen Müßiggängers. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig. Das ZDF zeigt „Frohes Schaffen“ aus Anlass des Todes von Konstantin Faigle im Juni 2016. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 12.05.2014 ZDF
  • Nora ist 14 und lebt mit ihren Eltern Uwe und Anette in einem beschaulichen Berliner Vorort. Sie ist introvertiert und zieht sich immer wieder in ihre verwunschene Mädchenwelt zurück. Ihre Eltern sind vor allem mit sich selbst beschäftigt, ihren nicht gelebten Träumen und Wünschen und mit ihren Problemen. Anette nimmt ihr Studium wieder auf, Uwe kämpft um sein Geschäft. Als Thomas, ein früherer Liebhaber Anettes, mit Frau und Kind in das Haus nebenan zieht, gerät das brüchige Familiengefüge ins Wanken. Thomas ist ein gescheiterter Schauspieler und Bergsteiger, gut aussehend und charmant. Nora verliebt sich auf Anhieb unsterblich in ihn. Thomas symbolisiert alles, was sie bei ihrem Vater vermisst: Weltgewandtheit, Lebensfreude, Souveränität. Uwe dagegen kann es kaum ertragen, wie sein früherer Erzrivale mit seinem „Laissez faire“-Charme und aufgeblasenen Geschichten die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Während Anette eine Affäre mit einem Kommilitonen beginnt und Uwe mit seinem Geschäftspartner bricht, lässt Nora ihrer Anziehung zu Thomas freien Lauf. Bei einem gemeinsamen Nachbarschaftsessen kommt es zum Eklat zwischen den beiden Männern. Die oberflächliche Familienidylle steht vor einer Zerreißprobe. Nora begreift, dass sich ihre Sehnsüchte beim besten Willen nicht mit der Realität vereinbaren lassen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 24.08.2009 ZDF
    lief zuvor bereits außerhalb der Reihe
  • „Fuck Fame“ zeigt radikal authentisch, wie die Musikerin Uffie plötzlich zum Star wird und ein Kampf zwischen ihrer persönlichen Identität und ihrer öffentlichen Person entflammt. Uffie ist eines der ersten Internet-Phänomene: Sie macht aus Spaß einen Song, stellt ihn ins Netz und hat über Nacht Millionen von Klicks. Und damit auch Gigs. Champagner in Tokio, Zungenkuss in New York, Koks in Hongkong. Dabei weiß sie doch noch gar nicht, wer sie ist. Je berühmter Uffie wird, desto mehr steigt der Druck und damit ihr Wunsch, einfach wieder „normal“ zu sein. „Fuck Fame“ basiert auf einer wahren Geschichte, dokumentarisch gedrehte Szenen werden durch inszenierte Elemente ergänzt. Der Musikfilm erzählt die „Deutschland sucht den Superstar“-Geschichte anders herum: Eine erfolgreiche Elektropop-Rapperin kämpft darum, dem Showbiz zu entrinnen. Und das gestaltet sich schwieriger als der Einstieg. Drogen helfen dabei nicht. Die Chance, wenigstens vorübergehend den Bühnen, Partys und Exzessen zu entkommen, scheint in greifbarer Nähe, als Uffies erstes Kind zur Welt kommt. Doch die Musikbranche lässt Uffie nicht los. Ihre Tochter wächst bei Nannys auf, während sie weiter um den Globus jettet. In einem Strudel von weiteren Konzerten, einer Überdosis Drogen und dem plötzlichen Tod ihrer Mutter wird Uffie zum zweiten Mal schwanger. Jetzt gelingt es ihr endlich, sich zu verändern, zumindest für einen Moment. Die coole, atmosphärische Erzählweise macht „Fuck Fame“ zu einem innovativen Film, der fiktionale mit dokumentarischen Elementen mischt. Der Zuschauer lernt dabei einen jungen Menschen kennen, der sich selbst und anderen gegenüber unverantwortlich handelt. Damit kommt er den Problemen dieser Generation ein Stück näher. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 14.12.2020 ZDF
  • 45 Min.
    Adem sucht die Chance zum beruflichen Aufstieg bei dem erfolgreichen Immobilieninvestor Alfons. Aber sein Doppelleben zwischen Freundin Mina und dem Corps droht ihn zu zerreißen. Auch ein Besuch bei seiner Familie bringt keine Flucht vor den Lügen. Den Eltern erzählt er von einer „ganz normalen WG“. Als Mina von Adems falscher Identität erfährt, ist sie geschockt. Dennoch lässt sie sich auf den Besuch einer Party in der Corps-Villa ein. Adem will Mina klarmachen, welche Chancen ihm die Studentenverbindung bietet. Ihre Netzwerke durchziehen die gesamte Gesellschaft und bieten große Karriere-Chancen. Adem möchte nach oben, will nicht so enden wie sein Vater. Er stellt Mina seine neuen Freunde vor, die etwas schrullig wirken, aber doch ganz nett sind. Sie erleben miteinander einen schönen Abend. Beim Abschied verspricht Adem Mina, den Korpsbrüdern seine wahre Identität zu enthüllen. Nach dem Ende der Party vertraut er sich Vincent an. Endlich ist es raus. Aber Vincent reagiert ganz anders als erwartet. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 16.10.2023 ZDF
  • 45 Min.
    Adem wird von Vincent erpresst und mit dessen rechter Gesinnung konfrontiert. Er muss sich entscheiden: Welchen Preis ist er bereit, für seinen Aufstieg zu bezahlen? Vincent, der im Schatten des charismatischen Paul steht, möchte dessen Führungsposition im Korps. Dafür müsste Paul verstoßen werden. Adem soll das einfädeln. Wird er seinen Freund verraten oder selbst aus dem Korps fliegen? Adem kämpft mit sich. Zu sehr ist ihm Paul ans Herz gewachsen. Zu falsch ist das, was Vincent von ihm verlangt. Adem und Mina nähern sich weiter an bei der Unterstützung einer wohnungssuchenden kosovarischen Familie. Als Adem sein Dilemma andeutet, nennt Mina ihm einen möglichen Ausweg: Er solle doch einfach einen normalen Studentenjob suchen, in eine normale WG ziehen. Es klingt so einfach, so richtig. Und Adem scheint endgültig zu wissen, was er tun muss. Einfach gehen und diese toxische Welt hinter sich lassen. Alles fühlt sich wieder gut an. Als er sich von Paul verabschieden will, lernt dieser gerade für die entscheidende Prüfung am nächsten Morgen. Wenn er sie nicht schafft, wird er exmatrikuliert. Diese Schande wäre auch das Ende für ihn im Korps. Adem bietet sich eine böse Gelegenheit. Wird er sie nutzen? (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 23.10.2023 ZDF
  • 45 Min.
    Adems schlechtes Gewissen über seinen Verrat lässt ihm keine Ruhe. Doch als er vor seinem Mentor Alfons seine wahre Identität zu erkennen gibt, erhält er eine verblüffende Reaktion. Als Mina von Adems Verrat erfährt, kann sie es nicht fassen. So kennt sie ihn nicht. Aber hat sie ihn je gekannt? Adem realisiert seinen Fehler. Er möchte alles wiedergutmachen und offenbart den Korpsbrüdern, was er und Vincent getan haben. Doch Vincent bezichtigt Adem der Lüge und fordert ihn zur Contrahage heraus, einem Fechtduell. Adem lehnt ab und zieht aus dem Korps aus. Er hat alles verloren: seine Wohnung, seine Karrierechancen, seine Freundin Mina. Völlig niedergeschlagen zieht er wieder zu Hause ein und schläft bei seiner kleinen Schwester im Zimmer, wie früher. Von seinem Scheitern enttäuscht, erzählt sie ihm, keine Lust mehr aufs Studieren zu haben. Das bewegt etwas in Adem. Am nächsten Morgen ist er weg. Er kehrt zum Korps zurück und fordert Vincent zum Fechtduell heraus. Adem will Vincent in die Schranken weisen. Es kommt zu einem blutigen Kampf. Letzte Folge „Füxe“ Alle vier Folgen sind ab Donnerstag, 12. Oktober 2023, 10:00 Uhr, in der ZDFmediathek verfügbar. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 23.10.2023 ZDF
  • 40 Min.
    Die Anzeige für ein überraschend günstiges WG-Zimmer kommt Adem gerade recht. Die Änderung seines Namens öffnet ihm die Tür in die faszinierende Welt einer schlagenden Verbindung. Mit seinen albanisch-kosovarischen Wurzeln kannte Adem bisher nur Hürden. Nach seinem Einzug als deutscher „Adam“ in die Korps-Villa wird alles anders. Er erlebt Zusammenhalt, Unterstützung und Kameradschaft. Besonders in seiner Freundschaft zu Paul und Vincent. Adem genießt fortan die Vorteile dieser Gemeinschaft. Auch auf das Fechten mit scharfer Klinge lässt er sich ein. Schnell wird er sogar zum „Fux“ befördert. Aber sind hier wirklich alle so nett, wie es scheint? Als Adem sich in die Studentin Mina verliebt, verschweigt er ihr seine Mitgliedschaft im Corps. Sie hält nichts von den Verbindungen mit ihrem altertümlichen Gehabe. Aber was passiert, wenn Mina von seiner zweiten Identität erfährt? Wie lange kann Adem sein Doppelleben aufrechterhalten? Die Mini-Serie „Füxe“ führt in die Welt der Studentenverbindungen, die für die meisten Menschen verschlossen bleibt. Sie kann nicht nur Macht und Einfluss von Eliten sichern, sondern die Chance für einen sozialen Aufstieg bieten. Auch innerhalb der Verbindungen geht es von Anfang an um den Aufstieg in der Hierarchie. Die jungen „Füxe“ streben nach oben. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 16.10.2023 ZDF
  • Dokumentarischer Essay über den ehemaligen Widerstandskämpfer, Verlagsleiter, DDR-Kulturminister und Staatssekretär Klaus Gysi – aus der Perspektive seines Sohnes Andreas Goldstein. In Kombination aus Archivmaterialien, aktuellen Bildern historischer Orte sowie einem subjektiven Kommentartext entstehen Fragestellungen nach Idealismus und Opportunismus und ein Blick auf die DDR, der sich frei macht von vermeintlich historischen Gewissheiten. Klaus Gysi war einer der führenden Kulturpolitiker der DDR. 1912 geboren, war er zwei Jahre alt, als der Erste Weltkrieg begann. Als er sechs war, brach das Kaiserreich zusammen. Mit 15 sah er vor dem Fenster der elterlichen Wohnung einen erschossenen Arbeiter auf der Straße liegen. Er trat dem kommunistischen Jugendverband bei, später der kommunistischen Partei. Bis 1945 lebte er illegal in Berlin. Dann machte er im sozialistischen Deutschland Karriere, Abstürze inbegriffen. Er war Verlagsleiter, Kulturminister, Botschafter, Staatssekretär für Kirchenfragen. Ein Meister der Gesten und des geschickten Taktierens im sozialistischen Apparat. 1988, kurz vor dem Ende der DDR, entließ ihn die Partei aus dem Staatsdienst. 1999 starb er. Knapp 20 Jahre nach seinem Tod hat sein Sohn Andreas Goldstein einen sehr persönlichen Film über den Vater gedreht – über einen Mann, den er als Junge nur in Momentaufnahmen erlebt hat und der auch noch für den erwachsenen Sohn voller Widersprüche bleibt. Sein Film ist ein (auto-)biografischer Essay mit einer Fülle von Fotos, Archivmaterial aus dem DDR-Fernsehen und Aufnahmen aus Ostberlin. Er erzählt nicht nur eine private Geschichte, sondern zielt auch auf eine neue Betrachtung jenes Staates, aus dem der Regisseur selbst stammt. „Die Not, diese Geschichten zu erzählen, erwächst nicht aus der Vergangenheit, sondern aus der Gegenwart“, erklärt Goldstein. „Heute werden die Konflikte der DDR dramatisiert und durchweg auf den Gegensatz von Freiheitswillen und Repression reduziert. Sie bilden dabei weniger die DDR ab als vielmehr eine Gegenwart, die sich selbst legitimieren muss und nun in diesen Erzählungen als Erlösung erscheinen kann.“ (Text: ZDF)
  • Ein Messer in der Tasche, Adrenalin im Blut und einen Traum im Kopf: Gangster sein. Yehya ist 15 und sein Traum fast wahr, als der Filmemacher Christian Stahl ihn im Treppenhaus kennenlernt. Yehya ist nicht nur der nette Nachbarsjunge, sondern auch „Boss von der Sonnenallee“ – einer der Gangsterläufer von Berlin-Neukölln. Für die Behörden ein Intensivstraftäter, in seiner Vorstellung einer der Größten im Kiez: „Ich hab ’nen eigenen Staatsanwalt!“ Yehya, Sohn palästinensischer Flüchtlinge aus dem Libanon, Rütli-Schüler mit lauter Einsen – und Häftling. Mit 17 wird Yehya nach einem Raubüberfall zu drei Jahren ohne Bewährung verurteilt. Regisseur Christian Stahl begleitet Yehya durch die Jahre im Gefängnis und parallel dazu seine Familie in Neukölln. Die Zuschauer sind dabei, wenn Yehyas Welt- und Gangsterbild wackelt, er in der Knasthierarchie schnell wieder aufsteigt, sich dem Islam zuwendet und im Knast plötzlich selbst zum Opfer wird. Sein Vater versucht mit einer Mekka-Pilgerfahrt, die Familienprobleme zu lösen, Yehyas Brüder treten in seine Fußstapfen, der Staat will Yehya abschieben oder zurückschicken ins Flüchtlingslager nach Beirut. Seine Eltern, die als Flüchtlinge in Deutschland 14 Jahre lang nicht arbeiten durften und in ihrer Welt blieben, verzweifeln. „Ich hatte nicht mal eine U-Bahn-Strafe in 17 Jahren“, sagt Rached, der Vater, „und was machen die Kinder?“ Und Yehya? Er analysiert sich und seine gesellschaftliche Realität messerscharf vor der Kamera und kann doch nicht raus aus seiner Haut. „So bin ich aufgewachsen. Selbst wenn ich es falsch finden würde, ich würde mich gar nicht trauen, anders zu denken.“ (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 26.08.2013 ZDF
  • Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag in Ritas Leben: Früh morgens eilt der Liebhaber der vergangenen Nacht aus der Wohnung, während sich Rita wegen eines Diebstahls nicht ins Büro traut. Um das vor ihrer Mutter zu verheimlichen, frühstückt sie wie gewohnt zusammen mit ihr und ihrem fünfjährigen unehelichen Sohn, der von ihren Eltern versorgt wird. Danach gibt sie vor, ins Büro zu gehen, begibt sich aber stattdessen auf die Jobsuche. Die Stellensuche verläuft ergebnislos. Auch mit ihrem Wunsch, Schauspielerin zu werden, kommt Rita nicht weiter. Die Schauspieler eines politisch engagierten Kellertheaters begreifen ihrer Meinung nach nicht, dass man aus Gründen der Selbstverwirklichung Schauspielerin werden will. Als sie am Abend von einem Mann auf der Straße angesprochen wird und sich einladen lässt, flackert in ihr die Hoffnung auf, dass dieser Tag mit Glück enden könnte. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 14.04.1977 ZDF
  • 80 Min.
    Issa ist Fischer im Hafen von Gaza und heimlich in die Witwe Siham verliebt. Als ihm eine erotische Apollo-Statue ins Netz geht, ändert sich schlagartig sein bisher so ruhiges Leben. Denn am antiken Standbild prangt ein unübersehbarer, erigierter Penis. Eine so obszöne Figur ruft die Sittenpolizei auf den Plan. Issa muss einen Gang zulegen, um sich aus den Fängen der Behörde zu befreien und endlich sein Liebesleben in den Griff zu bekommen. Seine Auserkorene Siham arbeitet als Schneiderin und Verkäuferin eines Modegeschäfts auf dem Markt. Noch ahnt die Witwe nichts von Issas Gefühlen. Und wenn sich die beiden an der Bushaltestelle oder auf dem Markt zufällig begegnen, bringt Issa kaum ein Wort heraus. Doch bevor er vielleicht bald wegen seines Fundes ins Gefängnis gesteckt wird, will er Siham endlich seine Liebe gestehen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere So. 15.09.2024 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Mo. 16.09.2024 ZDF
  • Trotz alter Wunden richtet das getrennte Paar Matthias und Anna gemeinsam die Geburtstagsfeier für seinen siebenjährigen Sohn Lukas aus. Doch am Ende der Party wird ein Kind nicht abgeholt. Dass Julius von seinen Eltern scheinbar vergessen wurde, setzt eine rasante Kette von Ereignissen in Gang. Erst will Matthias den Jungen nur loswerden. Doch dann weckt Julius seinen Beschützerinstinkt. Und er erkennt erstmals die Bedürfnisse seines eigenen Sohnes. Eigentlich hat der beruflich gestresste Matthias das anstehende Vater-Sohn-Wochenende wieder mal abgesagt. Auch den lange versprochenen und von Lukas heiß ersehnten Zoobesuch verschiebt er. Und überhaupt: Statt zu einer nervtötenden Kinderparty mit Piñata und Torte, tobenden Kindern und Streit mit seiner Ex will Matthias viel lieber zur Theaterpremiere seiner aktuellen Freundin. Anna, frustriert und wütend über Matthias’ Egoismus, kann ihm zumindest abringen, den übrig gebliebenen Julius zurück zu seinen Eltern zu bringen. Da der Junge seine Adresse kennt, lässt sich Matthias darauf ein. Doch was zunächst als eine schnell lösbare Aufgabe erscheint, entwickelt sich zu einer abenteuerlichen Reise durch eine Nacht, die Matthias an die Grenzen seiner Kräfte und seines Verstandes bringt. Danach aber sieht er sich und die Beziehung zu seinem eigenen Sohn Lukas in einem neuen Licht. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 23.08.2021 ZDF
  • Der Dokumentarfilm begleitet drei befreundete junge Journalist*innen und Aktivist*innen in der Ukraine, die sich zu Politiker*innen eines zerbrechlichen demokratischen Systems entwickeln. Serhij Leschtschenko, Switlana Salischtschuk und Mustafa Najjem kämpfen gegen Korruption und Oligarchen, für eine Demokratie nach westlichem Vorbild, für eine freie pluralistische Gesellschaft und die Rechte von Frauen und der LGBTQ-Gemeinschaft. Mustafas Najjems Facebook-Aufruf am 21. November 2013, sich auf dem Maidan-Platz zu versammeln, tritt die folgende Euromaidan-Revolution los, bei der Hunderttausende Ukrainer*innen Monate lang für die Absetzung des Präsidenten und die Annäherung an die EU protestieren. 2014 werden die drei Freund*innen ins Parlament gewählt und zu Galionsfiguren einer neuen Generation. Sie initiieren zahlreiche fortschrittliche Gesetze, führen Ausschüsse an und werden im ganzen Land bekannt. Wiederholt weisen sie westliche Politiker*innen auf die Gefahr hin, die von Russland ausgeht, doch sie werden nicht gehört. Gleichzeitig geraten sie ins Spannungsfeld zwischen ihren Idealen und den Realitäten des politischen Alltags. Gelingt ihnen dieser Spagat oder lassen sie sich vom System korrumpieren? Mit Wolodymyr Selenskyj beginnt eine neue politische Bewegung, und die Held*innen der Euromaidan-Revolution müssen ihren Platz im Parlament für die nächste Generation von Politiker*innen räumen. Das trifft die drei Freund*innen schmerzhaft und unerwartet. Fortan gehen sie erst einmal getrennte Wege. Als das russische Militär ihr Land angreift, vereinen sich die unterschiedlichen demokratischen Kräfte im Land. Auch die drei Freund*innen kämpfen für das Überleben der Ukraine und den Erhalt der Demokratie. In Zeiten des Krieges sitzen sie in wichtigen Ämtern von Regierung und Wirtschaft. Kristof Gerega erzählt in seinem Dokumentarfilm eine Geschichte der jungen ukrainischen Demokratie aus der Innensicht – anhand von dreien ihrer prominentesten Vertreter*innen und über einen Zeitraum von neun Jahren. „Generation Euromaidan – Sehnsucht nach Demokratie“ ist der zweite lange Dokumentarfilm des Berliner Filmemachers. Er setzt sich seit Jahren mit dem Verhältnis der Ukraine zu Europa und ihren Nachbarstaaten auseinander. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere So. 13.11.2022 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Mo. 14.11.2022 ZDF
  • 80 Min.
    Nina (Friederike Becht) erreicht ihre Heimatstadt Holzwickede.
    Schauspielerin Nina (32) reist zur Beerdigung ihrer Oma zurück in ihre Heimat im Ruhrgebiet. Dort trifft sie auf ihre Mutter Konnie (58), die ein ganz anderes Leben führt als sie. Gerade angekommen, erfährt Nina, was niemand ihr mitgeteilt hatte: Die Beerdigung verschiebt sich ein paar Tage nach hinten, ein verlängerter Aufenthalt steht an. Nina muss sich plötzlich mit ihrer Mutter auseinandersetzen, der sie sonst am liebsten aus dem Weg geht. Dass Konnie eigene Probleme hat, nämlich, dass es ihr schwerfällt, Frieden mit ihrer nun toten Mutter zu schließen, bemerkt Nina zunächst gar nicht. Viel zu sagen haben sich Nina und Konnie ohnehin nicht, aber zugeben wollen sie das auch nicht. Und doch bilden die Tage des Wartens und Organisierens den Auftakt für eine langsame Annäherung von Mutter und Tochter. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 04.08.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Mo. 28.08.2023 ZDF
  • Die 18-jährige Bebe und ihr jüngerer Bruder Mikhail sind gezwungen, ihr Heimatland Moldawien zu verlassen. Mit nichts als einem gemeinsamen Ziel vor Augen flüchten sie nach Deutschland. Auf ihrer gefährlichen Flucht aus Moldawien geraten sie in die Hände mafiöser Schlepperbanden, Menschenhändler und Bordellbesitzer. Nach einer Odyssee über Rumänien, Serbien, Kroatien und Österreich landen sie schließlich in einem Flüchtlingslager in München. Doch die Sicherheit, die ihnen Deutschland als Ziel ihrer Flucht anfangs zu bieten scheint, wird brüchig – zu viel ist auf der Reise passiert, zu lang der Arm derer, die mit den beiden noch offene Rechnungen haben. Neben dem Versuch, Arbeit zu finden, neue Beziehungen zu knüpfen, die Sprache zu lernen und die Kultur zu verstehen, kämpfen die Geschwister mit traumatischen Erfahrungen und können nur schwer Vertrauen in andere Menschen setzen. (Text: ZDF)
  • 90 Min.
    Zum ersten Mal ohne Eltern im Urlaub, und die Gefühle spielen verrückt. Sechs Teenager*innen erleben turbulente Ferien am Meer mit viel Sonne und Strand auf einer Nordseeinsel. Sie wohnen bei Ellen, der Tante von Julia und Emma. Im Laufe des Sommers ist Ellen nicht nur als „die coole Tante“ gefragt. Als ausgebildete Sexualberaterin antwortet sie auch mal auf Fragen, die Jugendlichen ihren Eltern wohl eher nicht stellen würden. Denn einige von ihnen erleben in diesem Urlaub ihre erste Liebe, den ersten Sex und was dabei so alles schieflaufen kann. „Get Lucky – Sex verändert alles“ ist eine erotische Teenie-Sommer-Komödie mit vielen jungen Newcomer-Schauspieler*innen. Der Film wurde inspiriert von den „Make Love“-Aufklärungsbüchern von Ann-Marlene Henning und entstand unter ihrer Mitwirkung. Er will ein junges Publikum unterstützen bei der Suche nach einer selbstbestimmmten Sexualität. Regisseurin und Comic-Künstlerin Ziska Riemann machte bereits mit ihrem explosiven Teenage-Drama-Debüt „Lollipop Monster“ auf ihr Talent aufmerksam. Nach ihrem zweiten Film, „Electric Girl“, erzählt sie auch in ihrem dritten Kinofilm, „Get Lucky – Sex verändert alles“, einfühlsam und unterhaltsam von den Gefühlsnöten Jugendlicher. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.08.2021 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Do. 19.08.2021 ZDF
  • In den kargen Weiten der USA leben vier Mädchen, die eine ungewöhnliche Leidenschaft teilen: die wilde Welt des Rodeos. Maysun, Tatyanna, Altraykia und Ariyana sind Cowgirls. Die Mädchen, so unterschiedlich ihr kultureller Hintergrund auch sein mag, wollen in die staubigen Fußstapfen großer Cowboys treten. Ohne mit der Wimper zu zucken, fangen sie mit dem Lasso Ziegen oder Kälber ein und setzen sich auf gefährlich buckelnde Bullen. Die vier Mädchen beweisen, dass der Spruch „You ride like a girl“ keine Beleidigung, sondern ein Kompliment ist. Sie sind Mädchen, die mehr sein wollen als Mutter und Ehefrau. Mädchen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Sie wollen in die Fußstapfen ihrer Väter und Brüder treten und echte Cowgirls sein. Egal ob irgendwo im Nirgendwo in Ost-Texas, in den unendlichen und kargen Weiten des Navajo-Reservats oder in einem hispanischen Stadtteil in Phoenix, sie sind vereint durch den Traum beim Rodeo zu siegen. „Glitzer & Staub“ erzählt die Geschichte von vier jungen Cowgirls, die ihrem Herzen folgen und in ihrer konservativen Heimat ihr Leben selbst in die Hand nehmen. (Text: ZDF)
  • Die Familie Shaash lebt auf der ganzen Welt verteilt. Der Bürgerkrieg in Somalia hat sie dazu gezwungen. Plötzlich muss die Familienälteste, Imra (88), ihr Exil in Äthiopien verlassen. Die Familie will schnell eine Lösung finden. Doch wo soll Imra in ihrem Alter noch hingehen? Und wohin darf sie gehen? Nach Deutschland, Italien oder Kanada? Dorthin, wo die anderen Familienmitglieder längst ihren eigenen Träumen von Heimat und Zukunft nachgehen? Zum Beispiel Imras ältester Sohn, Captan Shaash (60), bis heute eine der berühmtesten Persönlichkeiten Somalias. Er war Kapitän der Fußballnationalmannschaft in einer Zeit, als noch alles gut war. Kurz vor Ausbruch des Bürgerkrieges konnte er fliehen, fast ein Drittel der Bevölkerung folgte. Seit 1990 lebt er in Deutschland. Doch hier ist er ein Niemand, ein Asylant, dessen Vorgeschichte niemanden interessiert. Das Einzige, was ihm blieb, war seine Familie, deren Flucht er ermöglichte. Heute leben sie fast alle in Sicherheit. Allerdings Tausende Kilometer voneinander entfernt. Nach Jahrzehnten kann Captan Shaash seine Mutter endlich wiedersehen, in einem äthiopischen Flüchtlingslager. Er muss Imra offenbaren, dass seine Versuche, sie nach Deutschland zu holen, bei den Behörden gescheitert sind. Auch seine engagierte Tochter Yasmin und deren Kinder begleiten ihn. Zusammen beraten sie über Imras Schicksal. Können sie noch einmal eine gemeinsame Heimat für sie finden? „Global Family“ ist ein Beitrag zur aktuellen politischen Debatte zum Thema Familiennachzug. Er bietet einen Ausblick in das zukünftige Schicksal vieler Menschen, die ihre Heimat verlassen – aus welchen Gründen auch immer. Sie hoffen auf ein gemeinsames Leben mit ihrer Familie, müssen aber stattdessen getrennt voneinander auf der Welt verteilt leben. Womöglich für immer. „Global Family“ ist das Regiedebüt von Melanie Andernach und Andreas Köhler. Sie haben die Familie Shaash über Jahre hinweg begleitet und dabei ihr Vertrauen gewonnen. Dadurch konnte dieser Dokumentarfilm entstehen, der ihre Geschichte nachzeichnet. Der Film hatte seine Premiere auf dem Filmfestival Max-Ophüls-Preis und wurde dort mit dem Preis als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Er wurde auf weiteren Festivals gezeigt, national wie international. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 10.12.2018 ZDF
  • 85 Min.
    Das Glück von Maria (Adam Hoya, r.) und Sascha (Katharina Behrens, M.) bekommt Risse.
    Sascha arbeitet im Berliner Bordell „Queens“. Maria ist die Neue: autark und queer. Sascha ist sofort von dieser Andersartigkeit angezogen, Maria gleich fasziniert von Saschas Souveränität. Aus der Anziehung wird eine Liebe, die anders ist als alles, was beide bisher kannten. Es ist die Verheißung auf das große Glück. Doch dann droht ihre Verbindung zu zerbrechen – an der Angst, sich einander wirklich zu zeigen und sich den eigenen Abgründen zu stellen. Denn die 42-jährige Sascha ist zwar beliebt bei Kolleginnen und Gästen, spürt jedoch immer mehr eine schwer greifbare Leere in sich. Auf die Beziehung mit ihrem aktuellen Lover Stefan kann sich Sascha – trotz dessen Bemühungen – emotional nicht einlassen. Zu ihrem elfjährigen Sohn Max, der beim Vater in Brandenburg lebt, konnte sie nie ein mütterliches Verhältnis aufbauen. Die Besuche bei ihm versucht sie möglichst kurz zu halten. Die 25-jährige Italienerin Maria dagegen will in Berlin als Sexarbeiterin viel Geld verdienen, um frei und unabhängig leben zu können. Ihrem Vater in Italien aber verheimlicht sie, wie sie in Deutschland ihr Leben führt. Gerade, als Sascha und Maria unzertrennlich geworden sind, nimmt Sascha ihre Freundin mit in ihren Heimatort in Brandenburg, um das jährliche Dorffest mit Sohn Max nicht allein durchstehen zu müssen. Dort sind sie wieder: die verzweifelten Männlichkeitsposen, vor denen Sascha einst geflohen ist. Maria scheinen sie aber nichts auszumachen, sie findet sie eher lustig. Sie will Max gefallen, will vor allem Sascha gefallen, will alles richtig machen. Und wird dabei von Saschas Komplizin ungewollt zur Verräterin. Das Glück bekommt Risse. Sascha ist wütend – auf sich, aber auch auf Maria. Sie glaubt, dass diese sich instrumentalisieren lässt. Sascha verliert den Halt, überschreitet Grenzen – im Bordell, aber auch im Umgang mit Maria. Sie spürt sich selbst nicht mehr. Um die Kontrolle zurückzugewinnen, beendet sie die Beziehung. Die Abgründe, in die Sascha jetzt blickt, sind bedrohlich. Und doch fühlt sie sich im Schmerz lebendiger als in einem Leben ohne Liebe. Nun bekommt sie eine Idee davon, was Glück wirklich sein könnte. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 03.02.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Mo. 06.02.2023 ZDF
  • 90 Min.
    Stefan Gabriel ist alleinerziehender Vater. Während er sich als Sterbebegleiter engagiert, kämpfen die zwölfjährige Jessica und ihre ältere Schwester Sabrina mit eigenen Problemen. Jessica wird oft für einen Jungen gehalten und muss ständig gegen ihre vielen seltsamen Ticks ankämpfen. Gerne würde sie mit ihrer hübschen Schwester tauschen, die trotz Krankheit ihr Leben scheinbar voll im Griff hat. Doch dann verschlechtert sich Sabrinas Zustand. Je mehr sich Sabrinas gesundheitlicher Zustand verschlechtert, desto schlimmer werden auch Jessicas Ticks. Ein Plan muss her und zwar schnell. In einem alten Buch stoßen die beiden auf ein spezielles Ritual, das die Rettung bringen soll. Dafür müssen Sabrina und Jessica allerdings einen Jungen finden, der mit Sabrina schläft. Ihnen bleibt nur noch wenig Zeit, und Jessica setzt alles daran, den lebensrettenden Plan in die Tat umzusetzen, egal wie verrückt er auch sein mag. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 15.07.2020 ZDFmediathek
  • Regisseurin Lola Jia Liu begleitet zwei Kinder auf ihrem Weg in die weiterführende Schule in China: das erfolglose Multitalent Yufeng und die geschäftstüchtige „Prinzessin“ Shanshan. Dabei zeichnet sie ein eindrückliches Bild der heutigen chinesischen Gesellschaft und stellt die Zuschauer vor die Frage: Wie schaffen es die zwei Grundschulkinder, dem alltäglichen Druck auf allen Ebenen und den ständig neuen Herausforderungen standzuhalten? Können die Kinder unter dauerndem Zwang eigene Gedanken entwickeln? Wie gehen Eltern und Schule mit den überbordenden Erwartungen der Gesellschaft um, mit der Angst, eine falsche Entscheidung für ihren Nachwuchs zu treffen? Bei ihrem unablässigen Vorwärtsstreben setzen Schule und Familie alle Mittel ein, um die Kinder zu „großen Superhelden“ zu schmieden, immer mit dem Ziel, das beste Land der Welt zu werden. Bei Werten wie Liebe, Freiheit oder Solidarität werden im Zweifelsfall Abstriche gemacht. Was wird wohl aus diesen zu Anpassung und Erfolg gedrillten Kindern, wenn sie in einigen Jahren selbst Verantwortung für ihr Leben und das Land übernehmen und geschäftlich sowie politisch mit Gleichaltrigen aus Europa in Kontakt treten? Werden diese Kinder die „Gewinner“ sein, die sich gegen ihre „Konkurrenten“ aus dem Westen durchsetzen, die weniger fremdbestimmt aufgewachsen sind? Oder werden sie an dem Punkt scheitern, an dem es auf ihre eigenen Ideen ankommt? Ist die enorme Leistungsbereitschaft der Chines*innen vielleicht auch eine Blaupause für die Zukunftsfähigkeit Europas? Mit den Familien von Liu Yufeng und Deng Shan, Trainer Shi Meng mit dem Yudaishan-Fußballteam, Rektorin Zou Hong sowie Lehrer*innen und Eltern der Yudaishan-Grundschule in Chongqing. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 13.09.2021 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Mo. 27.09.2021 ZDF
  • Simone geht in der Silvesternacht allein aus. Am Neujahrsmorgen wacht sie neben einem fremden Mann in dessen Auto auf. Ein paar Wochen später erfährt sie, dass sie schwanger ist. Als sie dem gut aussehenden Hannes durch Zufall wieder begegnet, freut sich dieser wider Erwarten über die Schwangerschaft und möchte sogleich mit Simone leben. Könnte so das Glück aussehen? Während Hannes als Palliativhelfer im Krankenhaus arbeitet und liebevoll Sterbenden in den Tod hilft, renoviert Simone das gemeinsame Häuschen. Die reizende Nachbarin schürt ihre Eifersucht und Simone sieht in ihr eine Bedrohung ihrer Idylle. (Text: ZDF)

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