Bonanza
    USA 1959–1973
    Deutsche Erstausstrahlung: ARD
    Original-Erstausstrahlung: NBC (Englisch)

    Stars dieser legendären Westernserie sind Witwer Ben Cartwright (Lorne Greene) und seine drei Söhne Adam (Pernell Roberts), Hoss (Dan Blocker) und Little Joe (Michael Landon), die auf der ‚Ponderosa‘-Ranch in Nevada leben. Im Unterschied zu zahlreichen Filmen des Genres stehen hier keine wilden Schießereien im Vordergrund, sondern die Alltagsprobleme einer Familie im amerikanischen Westen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, deren Lösung meist mit tiefen moralischen Aspekten zusammenhängt.

    Bonanza auf DVD und Blu-ray

    Bonanza – Streams

    Bonanza – Community

    • am

      Hätte man einen gescheiten Typen als Jamie gecastet und nicht so einen unansehnlichen "Wischlappen" hätte Bonanza erfolgreicher sein können nach Hoss' Tod. Dieser Mitch Vogel hat aber auch ganz und gar nicht in diese Serie gepasst.

      Und Pernell Roberts, ja, wenn er nicht so überheblich gewesen wäre, hätte er gut Geld mit Bonanza als Adam verdienen können. Seine Überheblichkeit und Sturheit hatte ihn ins Aus geschossen. Er hätte jederzeit zu Bonanza zurück kommen können. Er stand sich selbst im Weg und war daher eine sehr sehr lange Zeit weg vom Fenster. Keiner wollte ihn haben. Selber Schuld. Und uns Zuschauer hat dieses Problem dann das Mitch-Vogel-Problem eingebrockt.
      Ich Frage mich nur, warum hatte Pernell Roberts überhaupt diese Rolle angenommen, wenn ihm diese Rolle Adam doch so zuwider war????
    • (geb. 1963) am

      Naja, rote Haare hatte er damals schon.
      Aber der Name "Cartwright" - ja, fand ich damals in den 70-ern bei den Ausstrahlungen im ZDF auch schon für überflüssig.
      Schade fand ich aber, dass "Hoss" schon 1972 verstorben ist.
      Und von da an ging es mit der Serie quotenmässig in den USA bergab.
      Da waren die Wiederholungen mit "Hoss" und "Äddäm" seltsamerweise erfolgreicher gewesen in der Zuschauergunst der Amerikaner...
    • am

      Aha, danke für die Info Stefan_G.
      Ich wusste auch nicht das David Canary bereits verstorben ist. Mitch Vogel ist ein ROTES Tuch für mich.
    • (geb. 1963) am

      Durch einen Zufallsklick bei "Wikipedia" über diese Serie hatte ich feststellen müssen, dass David Canary (Candy) bereits am 15. November 2015 - leider schon verstorben ist. Gewusst hatte ich es nicht...

      Bedeutet, dass alle Hauptdarsteller - bis auf Mitch Vogel - von uns gegangen sind.
    • am

      @TomCat

      Ich hatte mit der Google Suchfunktion "gesucht". Auf diese Idee bin ich ganz alleine gekommen. ;-) Bin ganz Stolz darauf. ;-) ;-) ;-) Trotzdem, Danke für den Hinweis.
      Konnte aber mit den Inhaltsangaben nicht wirklich für mich relevantes erkennen.
      Somit hatte ich mir erlaubt zu fragen, ob jemand weiß welchen Film ich meinen könnte. Aus den Inhaltsangaben konnte ich nichts entsprechendes herauslesen.
      Filme im Internet ansehen kann ich nicht.

      Habe beide Filme auf die Erinnerungsfunktion setzen lassen.

      Danke für den Tipp mit den "36 Stunden". Auch dieser Film könnte in Frage kommen. :-)
      Habe es nun auch gegoogelt. :-D
      Ich setze ihn auch auf die Erinnerungsliste.
      Wenn ich den entsprechenden Film sehe, erkenne ich ihn auch wieder.

      Im Film den ich meine:
      Der Mann träumt gequält Symbolisiert. Und er hat eine weibliche Begleitung.

    Bonanza – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    426-tlg. US-Westernserie von David Dortort („Bonanza“; 1959–1973).

    Jawohl, Pa. Der Rinderzüchter Ben Cartwright (Lorne Greene) ist der wohlhabende Besitzer der Ponderosa-Ranch nahe Virginia City im US-Bundesstaat Nevada und der 1000 Quadratmeilen Land ringsherum. Dort lebt er mit seinen Söhnen: Der besonnene und introvertierte Adam (Pernell Roberts) ist der älteste und immer in Schwarz gekleidet, der gemütliche Eric, genannt Hoss (Dan Blocker), ist der mittlere, hat aber den mit Abstand größten Körperumfang, und der romantische Heißsporn Little Joe (Michael Landon) ist der jüngste. Es ist die Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs Mitte des 19. Jh., doch davon merkt man nichts. Ben Cartwright ist dreifach verwitwet, jeder der Söhne stammt aus einer anderen Ehe. Die Männer-Familie beschäftigt Hop Sing (Victor Sen Yung) als Koch, der sich ständig wegen seiner Fähigkeiten auf den Arm nehmen lassen muss und dlollig splicht. Gemeinsam lösen die Cartwrights ihre und die Probleme anderer und helfen, wo es geht, etwa wenn Feindseligkeiten beigelegt werden müssen oder wenn Roy Coffee (Ray Teal), der Sheriff in Virginia City, mal wieder ihre Unterstützung beim Ganovenfang benötigt. Dabei verzichten die Cartwrights weitgehend auf den Gebrauch ihrer Waffen und setzen stattdessen lieber Vernunft ein. Sohn Adam verlässt die Ranch nach 195 Folgen, und Mr. Canady, genannt Candy (David Canary), kommt etwas später als neuer Mitarbeiter und Ergänzung der Familie auf die Ponderosa. Die Familie bekommt noch einmal Zuwachs, als die Cartwrights den jungen Ausreißer Jamie Hunter (Mitch Vogel) bei sich aufnehmen. Später arbeitet auch Greg King (Tim Matheson) auf der Ranch.

    Bonanza war die erste Westernserie in Farbe, was damit zusammenhing, dass RCA, der Mutterkonzern des ausstrahlenden US-Senders NBC, Farbfernsehgeräte herstellte und diese auch verkaufen wollte (in Deutschland freilich wurde das Farbfernsehen erst viele Jahre später eingeführt). Das war auch der Grund, warum die quotenschwache Serie nicht nach dem ersten Jahr eingestellt wurde. Ihren Durchbruch erlebte sie erst nach mehreren Jahren, dann wurde sie jedoch eine der erfolgreichsten Serien überhaupt und nach Rauchende Colts die zweitlanglebigste Westernserie. Da Rauchende Colts in Deutschland aber nur zu etwa einem Drittel ausgestrahlt wurde, lief Bonanza bei uns von allen Westernserien am längsten – und wanderte durch die Kanäle: Die ARD zeigte Anfang der 60er-Jahre nur ein paar einzelne Folgen in unregelmäßigen Abständen und setzte die Serie dann trotz guter Zuschauerresonanz ab, weil sie als zu brutal angesehen wurde. Das ZDF griff zu, zeigte 208 Folgen sonntags um 18:10 Uhr, jeweils 50 Minuten lang, und machte aus Bonanza einen Dauerbrenner. Doch nach zehn Jahren war auch beim ZDF 1977 Schluss. Zwölf Jahre später begann Sat.1 mit der deutschen Erstausstrahlung von 152 Folgen. Die restlichen 40 Folgen liefen erstmals 1997 bei Kabel 1. Eine Hand voll Folgen blieb hierzulande ungesendet.

    Eine ähnlich große Fehlentscheidung wie die der ARD, Bonanza aus dem Programm zu nehmen, traf im gleichen Jahr Adam-Darsteller Pernell Roberts, als er aus der Serie ausstieg, um seriösere Rollen zu spielen, aber über mehr als zehn Jahre nur noch Nebenrollen ergatterte. Der Erfolg von Bonanza hielt dagegen an, obwohl nun einer der Söhne fehlte. Erst nach dem plötzlichen Tod von Hoss-Darsteller Dan Blocker, einhergehend mit einer Sendeplatzverlegung nach mehr als einem Jahrzehnt, bröckelten die Quoten in den USA erheblich, und die Serie wurde Anfang 1973 mitten in der 14. Staffel eingestellt. Autor und Regisseur der letzten Folge war Michael Landon, dessen Little Joe darin vor einem geisteskranken Killer flüchtete. Diese Folge kam über weite Strecken ohne Text aus. Landon wurde nach dem Ende von Bonanza der Erfolgreichste der Ex-Cartwrights und war als Autor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller bei Unsere kleine Farm an einem weiteren Klassiker maßgeblich beteiligt.

    Der Serientitel hatte nur entfernt mit dem Inhalt zu tun. „Bonanza“ heißt soviel wie Goldgrube oder Glücksquelle. Eine solche sollte die Ponderosa-Ranch wohl sein. Außer durch die Farbe unterschied sich die Serie durch ihre friedliche Botschaft von früheren gängigen Westernserien. Keine ballernden Revolverhelden standen mehr im Mittelpunkt, sondern die Lösung zwischenmenschlicher Konflikte durch vernünftige Erwachsene, auch wenn diese Erwachsenen noch immer wie kleine Buben ihrem strengen Vater hinterherdackelten und aufs Wort gehorchten. Jeweils eines der Familienmitglieder stand abwechselnd im Vordergrund der Geschichten. Frauen spielten kaum eine Rolle. Little Joe war zwar ein Frauenheld, doch sobald ernsthafte Heiratsabsichten in der Luft lagen, widerfuhr der Dame meist ein schreckliches Unglück. Es war nicht gesund, einen Cartwright zu lieben, die Familiengeschichte hätte bereits eine Lehre sein müssen. Grund für die ausschließliche Männerwelt war – so unglaublich dies heute erscheinen mag -, dass Produzent David Dortort endlich einmal eine Familienserie drehen wollte, in der Männer im Mittelpunkt standen. Zwar hatten Krimi- und Westernserien damals fast immer ausschließlich männliche Helden, doch Familienserien und Sitcoms waren in den 50er-Jahren oft um starke Mutterfiguren herum gestrickt.

    Die weltberühmte Titelmelodie, in der Serie instrumental, gab es auch in verschiedenen gesungenen Versionen, u. a. von Hauptdarsteller Lorne Greene, von Johnny Cash und auf Deutsch von Heino.

    Während die Originalserie auf der ganzen Welt noch jahrzehntelang wiederholt wurde, scheiterten zwei Versuche von Neuauflagen. Der als Serienpilot gedachte Fernsehfilm „Bonanza: The Next Generation“ (1988) mit neuer Besetzung wurde in Deutschland nicht gezeigt, zwei weitere Filme, „Rückkehr auf die Ponderosa“ (1993) und „Angriff auf die Ponderosa“ (1995), zeigte RTL 1994 und 1997. Darin spielten u. a. Michael Landon, Jr. und Dirk Blocker mit, Söhne der Originalsöhne Landon bzw. Blocker. Die Serie „Ponderosa“ (2001–2002), die zeitlich vor Bonanza angesiedelt war und die Cartwrights in jüngeren Jahren zeigte, wurde nach einer Staffel eingestellt und bisher nicht in Deutschland ausgestrahlt.

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