unvollständige Folgenliste (alphabetisch) (Seite 52)

  • Vor 80 Jahren endete der spanische Bürgerkrieg. Franco war als Sieger aus den blutigen Kämpfen hervorgegangen und regierte das Land mit eiserner Hand. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Karten der Weltpolitik allerdings neu gemischt. Die Alliierten unterschieden nun klar zwischen Freunden und Feinden der Demokratie. Für Franco wurde die Lage kritisch. Denn in Spanien litten viele unter seiner Schreckensherrschaft. Deshalb wollten ihn viele stürzen. Diese Folge schildert, wie er sich im neuen Machtgefüge durchsetzte. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 06.04.2019 ORF III
  • 1986 befindet sich der ehemalige UNO-Botschafter Kurt Waldheim im Wahlkampf für die Bundespräsidentschaft. Als seine Kriegsvergangenheit öffentlich durchleuchtet wird, weist er alle Vorwürfe empört zurück, kann sich nicht erinnern und antwortet mit den gewohnten Opfer- Stereotypen, die seit Kriegsende immer und überall reproduziert worden waren. Im ganzen Land prallen Menschen aufeinander, die die bewährte Lebenslüge erhalten und andere, die sie endlich enttarnen wollen. Die Filmemacherin Ruth Beckermann ist mit ihrer Kamera Zeugin hitziger Debatten auf offener Straße, als das alte Geschichtsbild nach und nach zu bröckeln beginnt. Mehr als 30 Jahre später verwebt sie die Videos mit einer Fülle an Archivmaterial und analysiert in ihrem Dokumentarfilm Waldheims Walzer diesen Wendepunkt der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Hergestellt in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/​Fernseh-Abkommen (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 14.03.2026 ORF III
  • Das Waldviertel ist heute eine ruhige, in den meisten Teilen stark ländlich geprägte Region, die für viele Großstädter als beliebter Rückzugsort dient. Dabei blickt hier vor allem die Textilindustrie auf eine lange und zum Teil höchst erfolgreiche Geschichte zurück, die sich unter anderem am ehemaligen K.&K. Hoflieferanten Backhausen dokumentieren lässt. Der Kulturwissenschaftler und Regisseur Martin Vogg geht der Frage nach, wie die Menschen abseits von der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert ihr wirtschaftliches Auskommen im Waldviertel finden konnten. Dabei berichtet er nicht nur von den zahlreichen Textilfirmen und Webereien, sondern auch von den Uhrenproduzenten in Karlstein, den Bergleuten unter anderem in der Braunkohlenförderung oder den Knopferzeugern in Hardegg. Auch geht er der Frage nach, warum sich manche Unternehmen ausgerechnet im Waldviertel teilweise fernab öffentlicher Verkehrsverbindungen angesiedelt haben, welche Rolle sie zum Teil in der NS-Zeit gespielt haben, und was letztlich zum wirtschaftlichen Niedergang vieler Betriebe im ausgehenden 20. Jahrhundert geführt hat. In diesem Zusammenhang beleuchtet Vogg auch die Rolle des „Eisernen Vorhangs“ für die Region, und wie sich diese Grenze zum „Ostblock“ auf manche Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar ausgewirkt hat. Letztlich entführt der Film auch in die Gegenwart und zeigt an ausgewählten Beispielen, wie Betriebe im 21. Jahrhundert auch in entlegenen Gebieten des Waldviertels erfolgreich sein können. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 01.04.2023 ORF III
  • Die ORF-III-Neuproduktion feiert den 75. Geburtstag einer steirischen Ikone. Waltraud Klasnic gehört zu den Vorreiterinnen der österreichischen Politik. Als erste Landeshauptfrau, oder erste „Frau Landeshauptmann“ in Österreich war sie eine Pionierin ihrer Zeit, aber ihre Amtszeit war von Skandalen und Unstimmigkeiten geprägt. Nach drei Jahren im Amt passierte 1998 das Grubenunglück von Lassing. Zehn Bergleute sterben. Schon früh begann sich die Unternehmerin Klasnic (geb. Tschiltsch) politisch zu betätigen. Mit 25 Jahren trat die Grazerin der Österreichischen Frauenbewegung der ÖVP bei und wurde 2 Jahre später Mitglied des Bundesrates. 1988 wurde sie- als erste Frau in Österreich- Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr und ab 1993 gleichzeitig Landeshauptmannstellvertreterin in der Steiermark. Die ÖVP, die stimmenstärkste Partei der Steiermark war, hatte in diesen Jahren zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Da sie bei der Landtagswahl 1995 nur noch knapp den ersten Platz halten konnte, trat Josef Krainer junior zurück und schlug Landesrat Gerhard Hirschmann zum Nachfolger vor. Dieser verzichtete aber zugunsten Klasnics. Sie wurde am 23. Jänner 1996 zur Landeshauptfrau der Steiermark gewählt und wurde somit die erste Landeschefin Österreichs. Klasnic legte darauf Wert, als „Frau Landeshauptmann“ angesprochen zu werden. Im Jahr 2000 holte sie bei der Landtagswahl die absolute Mehrheit für die Volkspartei. In ihre Amtszeit fielen die Herberstein-Affäre, das Scheitern des Motorsportprojekts am A1-Ring in Spielberg und der ESTAG-Skandal. All das brachten sie und die ÖVP in immer stärkere Bedrängnis und so trat Klasnic nach einer ernüchternden Wahlniederlage 2005 zurück. Nach ihrem Ausscheiden aus der Politik wurde Klasnic unter anderem Vorsitzende des Kuratoriums des Zukunftsfonds der Republik Österreich, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich und 2006 Mitglied des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses. Im Zuge der wiederkehrenden Debatte rund um Missbrauchsfälle innerhalb der Katholischen Kirche Österreichs wurde Klasnic 2010 außerdem Opferschutzanwältin. Zu Wort kommen: Waltraud Klasnic (Landeshauptfrau Steiermark a.D.), Hermann Schützenhöfer (Landeshauptmann Steiermark), Brigitte Bierlein (Bundeskanzlerin a.D.), Franz Voves (Landeshauptmann a.D.), Simon Klasnic (Sohn), Elisabeth Grossmann (Vizepräsidentin des Bundesrates), Kristina Edlinger-Ploder (Rektorin FH Graz), Herbert Paierl (Landesrat Steiermark a.D.), Caroline List (Präsidentin Straflandesgericht Graz), Franz Küberl (Präsident der Caritas Österreich a.D.), Herwig Hösele (Wegbegleiter), Fritz Stangl (Bürgermeister Lassing a.D.), Elfriede Eckert (Mutter von Lassing-Opfer) und Claudia Gigler (Redakteurin Kleine Zeitung). (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 24.10.2020 ORF III
  • 20. Jänner 1942: Die Spitzen der Nazibehörden treffen unter Vorsitz von SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich in einer Villa am Berliner Wannsee zusammen, um über die effiziente Umsetzung der „Endlösung der Judenfrage“ zu beraten. Das systematische Morden war da bereits im Gange. Einsatzgruppen hatten bis Jänner 1942 in Polen und in der Sowjetunion schon über 500.000 Juden erschossen. Nun aber setzte der NS-Staat alle Mittel ein, um den Völkermord europaweit zu koordinieren und systematisch durchzuführen. Neunzig Minuten später ist die Konferenz beendet und Adolf Eichmann lässt dreißig Abschriften des Protokolls anfertigen. Nach dem Ende des Dritten Reiches sind die Kopien verschwunden – bis auf eine, die Amerikaner 1947 im deutschen Außenministerium finden. Ausgehend von diesem historischen Dokument führt die Dokumentation durch dieses Protokoll des Grauens und seine entsetzlichen Auswirkungen für Millionen jüdischer Menschen. Zeitzeuginnen und internationale Historiker*innen analysieren die Geschehnisse und die Aufarbeitung des kaltblütig geplanten Völkermordes nach dem Krieg. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 27.01.2024 ORF III
  • Die Partei allgegenwärtig, der Parteiführer allwissend, der Geheimdienst allmächtig. Im System des Kommunismus war alles – Staat, Wirtschaft, Gesellschaft, Privatleben – von der kommunistischen Führung bestimmt. Jede und auch die kleinste Kritik an allen Bereichen des Lebens war daher eine Kritik am Kommunismus selbst, jeder Witz darüber eine Subversion, jeder Scherz ein Sakrileg. Menschen & Mächte analysiert die zersetzenden Kräfte Witz und Humor in der Geschichte des Realsozialismus: die Anfänge in der Sowjetunion unter Lenin; die Gulag-Witze im Stalinismus; die Repressionen gegen Witz-Erzähler im Nachkriegs-Ungarn, später die „lustigste Baracke“ des Ostblocks; die Schwejk-Traditionen in der CSSR 1968; den Aktionismus im Solidarno??-Polen; die biedere Humorlosigkeit der Stasi-DDR – und das Ende dieser europäischen Witz-Epoche mit Perestroika und Mauerfall. Auch den Witz-Spuren aus 10 Besatzungsjahren in Ostösterreich gehen Robert Gokl und Gregor Stuhlpfarrer nach, Alfred Dorfer belebt die Humor-Fossilien der Vergangenheit für ein Publikum von heute, Zeitzeugen und Humor-Spezialisten aus ganz Osteuropa erzählen vom oft gefährlichen, aber befreienden Lachen hinter dem Eisernen Vorhang. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 25.02.2017 ORF III
  • Juni 1944. Den Alliierten gelingt es mit einer einzigartigen Landeaktion am D-Day eine weitere Front gegen Nazi-Deutschland zu eröffnen. Im Osten rückt die sowjetische Kriegswalze unaufhaltsam vor. Hitlers Krieg ist unausweichlich verloren – dennoch sollte es noch fast ein ganzes Jahr dauern, ehe die Nazis am 8. Mai 1945 endlich bereit sind, das Blutvergießen zu beenden. Doch was geschah in diesen letzten Monaten noch? Wo tobten die Kämpfe am hartnäckigsten? Und wie gelang es letztendlich, die deutsche Wehrmacht vollends zu besiegen? Teil 1 des Doku-Zweiteilers „Der Weg zum Untergang“ zeigt in packenden Bildern die Kriegsereignisse vom D-Day bis zur Ardennenoffensive, der letzten Offensive des Dritten Reichs, die im Jänner 1945 nach kurzen Überraschungserfolgen letztendlich scheitert. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Fr. 08.05.2020 ORF III
  • Juni 1944. Den Alliierten gelingt es mit einer einzigartigen Landeaktion am D-Day eine weitere Front gegen Nazi-Deutschland zu eröffnen. Im Osten rückt die sowjetische Kriegswalze unaufhaltsam vor. Hitlers Krieg ist unausweichlich verloren – dennoch sollte es noch fast ein ganzes Jahr dauern, ehe die Nazis am 8. Mai 1945 endlich bereit sind, das Blutvergießen zu beenden.Doch was geschah in diesen letzten Monaten noch? Wo tobten die Kämpfe am hartnäckigsten? Und wie gelang es letztendlich, die deutsche Wehrmacht vollends zu besiegen? Der zweite Teil des Doku-Zweiteilers „Der Weg zum Untergang“ zeigt in spannenden Originalaufnahmen die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges, in denen das „Dritte Reich“ den völlig aussichtslosen Kampf mit blutrünstigem Fanatismus weiterführt. Obwohl die Alliierten schon von allen Seiten nach Deutschland vorstoßen, weigern sich die Nationalsozialisten endlich zu kapitulieren und schicken zehntausende Jugendliche im „Volkssturm“ als Kanonenfutter in den sicheren Tod. Als Berlin nach massiver Belagerung der Roten Armee fällt, nimmt sich Hitler das Leben – und eine Woche später ist das Terrorregime der Nazis endlich am Ende. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Fr. 08.05.2020 ORF III
  • Italien 1943- Der Zweite Weltkrieg tobt schon 4 Jahre in Europa. Mit September dieses Jahres, wird durch die alliierte Landung, das Festland Italiens, zu einem weiteren Kriegsschauplatz. Im Dezember erreichen die Alliierten die so genannte Gustav Linie, sie sind von einem schnellen und mühelosen Sieg überzeugt. Die Verteidigungslinie soll bei dem kleinem Ort Ortona durchbrochen werden. Was folgt ist eine der blutigsten Schlachten auf italienischem Boden. Die deutschen Truppen sind gut auf den Angriff vorbereitet und verschanzen sich in dem Ort. Gebäude um Gebäude müssen unter hohen Verlusten erobert werden. Der Ort wird als Stalingrad Italiens in die Geschichte eingehen. Was geschah wirklich? Und wieso will sich niemand daran erinnern? „Ortona 1943 – Bloody Christmas“ offenbart die wahre Geschichte über die geheimnisvollste Schlacht auf italienischem Boden. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 09.12.2017 ORF III
  • Die ORF-III-Neuproduktion erzählt von der Übernahme des Weihnachtsfests durch die Nationalsozialisten und wirft einen Blick darauf wie in der Kriegszeit gefeiert wurde. Mit der Machtübernahme 1933 machen sich die Nationalsozialisten daran, alle Bereiche des Lebens unter ihre Kontrolle zu bringen. Die totalitäre NSDAP mit ihrem als Messias stilisierten Führer Adolf Hitler an der Spitze tritt schon bald in offene Konkurrenz mit dem im Deutschen Reich weit verbreiteten Christentum. In absehbarer Zukunft soll der Nationalsozialismus auch die traditionellen Religionen ersetzen, sie überflüssig machen. Schleichend werden christlichen Festen, insbesondere dem Weihnachtsfest, die nationalsozialistische Gedankenwelt übergestülpt. So rückt man das altgermanische „Jul-Fest“, das – so die Theorie – vom christlichen Weihnachtsfest dereinst verdrängt worden war, wieder in den Vordergrund. Aus dem besinnlichen Weihnachtsfest wird die mit nationalsozialistischen Werten aufgeladene „Deutsche Weihnacht“. Vor allem während des Zweiten Weltkrieges, der auch für das Deutsche Reich Entbehrungen mit sich bringt, wird Weihnachten zum zentralen Fest der nationalsozialistischen Propaganda. Getrennt von den eigenen Familien und oftmals fern der Heimat feiern Hitlers Soldaten insgesamt sechs Kriegsweihnachten. In den ersten Kriegsjahren ist man noch bemüht mit Feldpost-Päckchen und eigens produzierten Weihnachts-Ringsendungen, sowie dem „Winterhilfswerk des Deutschen Volkes“ die Verbindung zwischen der Heimat und den Soldaten an der Front aufrecht zu erhalten. Gegen Ende des Krieges kann aber auch die nationalsozialistische Propaganda rund um Weihnachten die Gräuel des Krieges und den nahenden Untergang des Dritten Reiches nicht mehr überdecken. Da helfen auch keine Geschenke des Reichsministers Josef Goebbels an die Soldaten. Unter den Weihnachtsbäumen an der Front schwinden Moral und Loyalität – besinnlich ist an diesen Tagen an den Fronten schon lange nichts mehr. Trotz der massiven Bemühungen des nationalsozialistischen Regimes bleibt „Weihnachten an der Front“ für die meisten Wehrmachtsoldaten, auch während der ersten Phase des Krieges kaum präsent. Tatsächlich spielen an den Kriegsfronten Tannenbäume, Punsch und Kekse – anders als die Propaganda vermitteln möchte – keine allzu große Rolle. Was zählt, ist das Überleben. So wird der 24. Dezember von den meisten Frontsoldaten, wenn überhaupt, nur als Datum im Kalender wahrgenommen. Und auch an der Heimatfront tritt das Weihnachtsfest mit Fortschreiten des Krieges immer weiter in den Hintergrund. Die großen nationalsozialistischen Inszenierungen von der Volksweihnacht erreichten immer weniger Menschen. Regisseur Wolfgang Winkler erzählt in der Dokumentation „Weihnachten an der Front“ von der Vereinnahmung des Weihnachtsfestes durch die Nationalsozialisten und von vermeintlich besinnlichen Tagen, die sich im Laufe des Krieges zusehends ins Gegenteil verkehren: die deutsche Kriegsweihnacht wird begleitet von Passivität, Gleichgültigkeit und Trauer um gefallene Angehörige. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 18.12.2021 ORF III
  • Journalistenlegender Hugo Portisch im Gespräch mit Henry Kissinger, dem wohl mächtigsten Außenminister der USA der Nachkriegszeit. Dieses Interview ist ein einmaliges zeithistorisches Dokument aus einer Epoche des drohenden Atomkrieges. Es fand 1987 statt als die Weltpolitik vor einer Wende zu stehen schien. Erstmals war die Sowjetunion zu einer echten Abrüstung von Mittel- und Kurzstreckenraketen in Europa und zur Zerstörung atomare Sprengköpfe bereit. Doch genau in diesem Augenblick saß der amerikanische Präsident Ronald Reagan auf der Anklagebank des Kongresses. Wieder einmal war ein amerikanischer Präsident durch die Innenpolitik gelähmt. In diesem fragilen Moment des Kalten Krieges trafen sich Hugo Portisch und Henry Kissinger zu einem seltenen und offenen Gespräch über die Lage der Welt. (Text: ORF)
  • Der Name der französischen Festungsstadt Verdun wurde 1916 zum Symbol für das Massensterben auf den Schlachtfeldern des 20. Jahrhunderts. Mehr als 700 000 Soldaten starben, wurden verwundet oder blieben vermisst, ohne dass sich der Frontverlauf wesentlich änderte. Als junger französischer Offizier wurde Charles de Gaulle dort verwundet und geriet in deutsche Gefangenschaft. Aus einer anderen Perspektive erlebte 1916 Hermann Göring als Pilot einer Aufklärungsmaschine die Schlacht mit. Kampfflieger wie Göring ließen sich später als Helden feiern und diese Popularität machte ihn später zu einem willkommenen Helfer Hitlers. Die Schlacht bei Verdun war nicht das einzige Schlüsselereignis des Jahres 1916. Am 1. Juli begann an der Somme der Sturm-Angriff auf die deutschen Linien. In dieser Schlacht wurde auch der Meldegänger Adolf Hitler verwundet. Er wurde ins Lazarett Beelitz bei Berlin geschickt. Der Besuch der Hauptstadt wurde für ihn zu einem eindrücklichen Erlebnis. Hitler witterte überall Defätismus, Feigheit und Verrat – Stoff für die Legende vom Dolchstoß im Rücken der kämpfenden Front, die er später als NS-Agitator gegen all jene in Stellung brachte, die das sinnlose Sterben schließlich beendeten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.07.2017 ORF III
  • Die Menschen auf den Straßen der europäischen Großstädte begrüßten anfangs den Kriegsausbruch als „reinigendes Gewitter“. Sie ahnten nicht, dass am Morgen des 4. August 1914 das große Sterben beginnen sollte – als die kaiserliche deutsche Armee in das neutrale Belgien einmarschierte und daraufhin Großbritannien zu dessen Schutz in den Krieg eintrat. Ende Oktober 1914 zog auch der Schütze Adolf Hitler in den Krieg. Als größte Zeit seines „irdischen Lebens“ verklärt er später seine Zeit an der Front. Hitlers erster Einsatz an der Front sollte sein einziger bleiben. Er fand danach als Meldegänger ein warmes Plätzchen im Regimentshauptquartier. Auf der anderen Seite entging der britische Leutnant Montgomery nur knapp dem Tod. Deutsche Scharfschützen verletzten ihn lebensgefährlich. Drei Jahrzehnte später sollten sich die Gegner des Ersten Weltkrieges erneut gegenüberstehen: Ende April 1945 gestand Hitler mit seinem Selbstmord die totale Niederlage ein, wenige Tage später nahm Montgomery in der Lüneburger Heide die erste deutsche Kapitulation entgegen. Auch am Beispiel von Hitler und Montgomery zeichnet die ersten Folge der Dokumentarreihe „Weltenbrand“ nach, wie eine ganze Generation vom Kriegserlebnis geprägt wurde und wie schon 1914 die Weichen für einen mehr als 30 Jahre währenden Konflikt gestellt wurden – denn der Zweite Weltkrieg speiste sich aus dem Ersten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.07.2017 ORF III
  • Der Frühling begann mit einem Paukenschlag. Eingeleitet durch ein fünfstündiges Trommelfeuer aus 6600 Geschützrohren, traten am 21. März 1918 über eine Million deutsche Soldaten zu einer Offensive in Frankreich an – Deckname „Michael“. Die deutsche Armeeführung erhoffte sich von diesem Befreiungsschlag den Durchbruch im vierten Jahr eines Stellungskrieges, der unermessliche Todesopfer gefordert hatte, ohne Boden gutzumachen. Zusätzliche Truppen, die nach dem Friedensschluss mit Lenins neuem Sowjetregime von der Ostfront herbeordert wurden, verstärkten das deutsche Aufgebot. Die Zeit drängte, zumal immer mehr frische US-Truppen die Westalliierten verstärkten. Nach Verlusten, Auszehrung und Hunger erhöhte zudem die zunehmende Kriegsmüdigkeit in der Heimat und an der Front den Druck, nun mit allen Mitteln die Entscheidung zu suchen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.07.2017 ORF III
  • Die Dokumentation rekonstruiert, gestützt auf das reiche Bildmaterial der NASA und die ORF-Berichterstattung, den Flug zum Mond, der im Sommer 1969 die Welt bewegt. Sie unterscheidet sich von den zahlreichen anderen internationalen Dokumentationen dadurch, dass sie die Rivalität von Menschen dem Hoffen der Menschheit gegenüberstellt, dass das Abenteuer gelingt. Das ist, bei aller Rivalität und Rüstungswettläufen der Weltmächte im Kalten Krieg das Schöne an der Apollo-Mission. Der ORF berichtet damals 28 Stunden lang nonstop über das „Weltevent“. Die Protagonisten der ORF-Mondsendung Peter Nidetzky, Hugo Portisch u.a. erinnern sich wie es damals war, als der „giant leap for mankind“ passierte. Aber waren Neil Armstrong und Buzz Aldrin wirklich am Mond? Oder sind sie nur durch Hollywood-Kulissen in geheimen Studios gehüpft, an Seilen hängend wie Stunt-Doubles? Bis heute halten sich Theorien, dass die Mondlandung ein einziger Betrug gewesen wäre. Die Dokumentation verschafft mit Hilfe von Werner Gruber einen Überblick über die einschlägigen Argumente für und gegen die Verschwörungstheorien. Die Doku thematisiert auch das damalige „Drum herum“. So widmete sich etwa Karl Farkas in seinem Kabarettprogramm der Mondlandung. Mondlandungsspielzeug wurde massenhaft verkauft, Karten & Brettspiele zur Mondlandung, Sonderbriefmarken, Goldmünzen mit den drei Astronauten, T-Shirts, Astronautenfrisuren, etc. Eine Dokumentation von Günther Mayr und Kurt Schmutzer (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 21.07.2019 ORF III
  • Im Mai 1945 ist der Zweite Weltkrieg nur in Europa zu Ende. Im Pazifik kämpfen die USA weiter gegen Japan. Erst nach dem Abwurf von zwei Atombomben im August 1945 kapituliert das Inselreich. Die Dokumentation zeigt das letzte Kapitel des Zweiten Weltkriegs in Fernost, das in Europa oft vergessen wird. Mit reichem Archivmaterial, eingeordnet von führenden Experten, zeigt der Film, welche Opfer es forderte, diesen Krieg zu beenden. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 11.05.2019 ORF III
  • Im Jahr 1957 löste der „Sputnikschock“ einen spektakulären Wettlauf zwischen der Sowjetunion und den USA um die Eroberung des Weltalls aus. Der Wettstreit erreichte 1969 seinen Höhepunkt, als mit dem Amerikaner Neil Armstrong der erste Mensch auf dem Mond landete. Der Kalte Krieg im Weltraum ist bis heute ein faszinierendes Kapitel der Weltgeschichte – und spannender als bisher bekannt. Eine zufällige Entdeckung bringt im Sommer 2005 die Geschichte der Weltraumspione ans Licht. Danach haben USA und Sowjetunion jahrelang versucht, sich über bemannte Weltraumprogramme gegenseitig auszuspionieren. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 21.07.2019 ORF III
  • Der weltweit gefeierte Startenor Richard Tauber wurde von den Nazis in Berlin 1933 von der Bühne gejagt und setzte sich in seine Heimat Österreich ab. In Österreich konnte Tauber, Halbjude und Sohn des Schauspielers Anton Richard Tauber und der Schauspielerin Elisabeth Seifferth, seine internationale Karriere weiterführen. Und Richard Tauber hatte Glück im Unglück: Zur Zeit des Einmarsches der deutschen Wehrmacht in Österreich im März 1938 war er gerade am Beginn seiner Konzertreise in Italien. So entkam er durch Zufall der Verfolgung, doch verlor er sein gesamtes Vermögen und seine Heimat, die er nie wieder sah. Richard Tauber „versäumte“ durch seine Abwesenheit Unbeschreibliches. Seine Frau Diana Napier hielt diese Informationen über die Nazis in seiner Heimat von ihm bestmöglich fern. Es war ihm jedoch bewusst, dass eine Rückkehr unmöglich sein wird. Anhand des bislang unveröffentlichten privaten Filmmaterials dieser Tournee Richard Taubers zeigt die Dokumentation die Welt der Schönen und Reichen im Jahr 1938, während sich die Naziherrschaft in Europa weiter ausbreitete. Historische Aufnahmen des Einmarsches, der Judenverfolgung und des Novemberprogroms werden den privaten Reiseaufnahmen Taubers gegenübergestellt. Historiker und Tauber-Spezialisten sprechen über die Gesellschaft und die Ereignisse im zeitlichen Kontext und runden so das Bild ab, dass die Regisseure Thomas Hackl und Martina Hechenberger in dieser bemerkenswerten Bestandsaufnahme des dramatischen Jahres 1938 liefern. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 13.03.2021 ORF III
  • Nachdem die Rote Armee die ersten deutschen Konzentrationslager befreit hatte, wollte die Weltöffentlichkeit nicht glauben, was sie zu sehen bekam. Zu grausam waren die Bilder, die bewiesen, was die Nazis den Juden und anderen in den KZs angetan hatten. Als dann die Amerikaner des KZ Buchenwald befreiten kam eine Bestätigung für all die Gräueltaten, die unter dem Hitler-Regime verübt wurden und die Millionen von Menschen das Leben kosteten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 14.11.2020 ORF III
  • Nach dem Einmarsch von Hitlers Truppen in Polen erklären Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg. Als Ablenkungsmanöver beginnt die Wehrmacht den Westfeldzug und marschiert in die Niederlande, Belgien und Luxemburg ein. Dabei kommen die Soldaten schnell voran und erreichen nach zehn Tagen die Atlantikküste. Die Alliierten sitzen in der Falle – die Operation „Dynamo“ ist ihre letzte Möglichkeit den deutschen Soldaten zu entkommen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 05.12.2020 ORF III
  • Der 6. Juni 1944 war der Stichtag für die kriegsentscheidende „Operation Overlord“. An dem als D-Day bekannten Datum begann die Invasion der Alliierten in der Normandie. Mehr als 160.000 Soldaten überquerten von England aus den Ärmelkanal und begannen, die deutschen Truppen vom Westen her anzugreifen. Diesem entscheidenden Schritt in Richtung Sieg über Hitler-Deutschland waren zahlreiche Geheimoperationen vorangegangen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.12.2020 ORF III
  • Die Alliierten rücken durch Frankreich auf Deutschland vor. Hitler entwickelt einen gewagten Plan, um sie aufzuhalten und eine Niederlage abzuwehren. Im Dezember 1944 startet er die sogenannte Ardennenoffensive, um den Hafen von Antwerpen zu erobern, über den der Nachschub der alliierten Truppen abgewickelt wird. Circa eine Million Soldaten standen sich gegenüber. Am Ende konnten die Alliierten die Schlacht für sich entscheiden, die fast 40.000 Menschen das Leben kostete. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.12.2020 ORF III
    • Alternativtitel: Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs: Kampf über England
    Sommer 1940: die Blitzkriege der Nazis werfen Gegner nach Gegner nieder. Auch Frankreich ist binnen kürzester Zeit besiegt. Hitlers Blick wendet sich nun gegen Norden, wo auch die Kapitulation des Britischen Empires nur mehr eine Frage der Zeit scheint. Görings Luftwaffe soll die britischen Inseln mit massiven Bomberangriffen invasionsreif schießen. Doch die britische RAF wehrt sich mit ihren wendigen Maschinen und mutigen Piloten – die Luftschlacht um England beginnt, ein gewaltiges Kräftemessen von Mensch und Technologie. Die Dokumentation folgt den Ereignissen im blutigen Kampf der britischen Verteidiger gegen die deutschen Angreifer. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 05.12.2020 ORF III
  • Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs änderten den Lauf der Geschichte. Als die Amerikaner immer näher an das japanische Festland rückten kämpften die Truppen des tenno mit schier unverminderter Verbissenheit. Die Frage der Stunde: Wie beendet man diesen Krieg? Sollte man sie aushungern? Viele in der amerikanischen Führung glaubten die Japaner würden sich nie ergeben. Die Alternative für manche – eine gewaltige Invasion die sogar die Landung in der Normandie in den Schatten stellen würde. Der Tod von Millionen schien unausweichlich. Aber dann tauchte aus der amerikanischen Wüste eine dritte, noch nie dagewesene Option auf: Die Atombombe. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 07.08.2021 ORF III
  • Als Japan den sich ausbreitenden Krieg in Europa nutzt, um im Pazifik zu expandieren, stoppt Amerika alle Ölexporte. Durch das Embargo sieht sich der japanischen Admiral Yamamoto dazu gezwungen, seine gesamte Flotte knapp 6.500 Kilometer über den Pazifik zu schicken, um die amerikanische Pazifikflotte in einem Überraschungsangriff auszuschalten. Damit setzt der Oberkommandierende der Kaiserlichen Marine den Startschuss für den Krieg im Pazifik. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 05.12.2020 ORF III

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