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  • Im Vorfeld der Europawahl befasst sich ORF III mit der Entstehung des modernen Europas. Allgemein herrscht die Auffassung, der Marshallplan habe Europa aus dem kriegsbedingten Chaos und Elend befreit. Das stimmt teilweise, trug das Wirtschaftsprogramm doch zur materiellen und moralischen Wiederherstellung des alten Kontinents nach dem Zweiten Weltkrieg bei. Doch die scheinbare Hilfe erwies sich im Kalten Krieg als wirkungsvolle Waffe des amerikanischen Imperialismus. Am 12. März 1947 schlug der US-amerikanische Präsident Truman Alarm: Der Kommunismus breite sich zunehmend aus. Für eine freie Welt gelte es, diese Geißel der Menschheit einzudämmen. In diesem neuen „Krieg nach dem Krieg“, der sich vor allem gegen die Sowjetunion wandte, waren ihm alle Mittel recht. Zu den unscheinbarsten Waffen gehörte der Marshallplan, benannt nach seinem damaligen US-Außenminister, der dem westlichen Europa einen wirtschaftlichen Neuanfang nach dem zerstörerischen Zweiten Weltkrieg ermöglichte. Tatsächlich verstärkten die amerikanischen Hilfsgelder die von den europäischen Regierungen initiierten nationalen Konjunkturprogramme der Nachkriegszeit. Hinter dem Motiv der Philanthropie verbargen sich aber auch andere, weniger edle, dafür gewichtige Gründe für die Wirtschaftshilfe. Der Marshallplan war kein selbstloser Akt, sondern das Ergebnis einer wohlkalkulierten politischen Strategie. Die USA wollten die Internationalisierung der Wirtschaft zu ihren Gunsten vorantreiben und den amerikanischen Traum als universelles Modell propagieren. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges erwies sich der Marshallplan als das Pendant zu Trumans Politik der Eindämmung des Kommunismus und der Schwächung der Sowjetunion. Eine Medaille mit zwei Seiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 25.05.2019 ORF III
  • Die wahre Geschichte des Familienchors Trapp. Ein halbes Jahrhundert nach der Premiere eines der erfolgreichsten Filme der Geschichte „The Sound of Music“ zeigt ORF III eine Dokumentation über die Trapp-Familie, die im Hollywood-Blockbuster die Hauptrolle spielt. Hinter dem kitschigen Mythos einer singenden Familie, der bisher von 1,4 Milliarden Menschen gesehen wurde, steckte eine dramatische Geschichte. Der Film beleuchtet den zeitgeschichtlichen Hintergrund einer Familie, deren Wurzeln in der k. u. k. Monarchie liegen, die in den 30er-Jahren die Folgen der Welt-Finanzkrise erleidet und ein Jahrzehnt später in den kulturellen Abwehrkampf Österreichs und seiner „vaterländischen“ Regierung gegen Hitler-Deutschland gerät. Das Leben der nach Salzburg gezogenen Familie birgt packende Wendepunkte und Schicksalsschläge. Es ist untrennbar verbunden mit der Geschichte Österreichs in der Zwischenkriegszeit – eingekeilt zwischen dem faschistischen Diktator Mussolini in Italien und dem nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Dokumentation von Gerhard Jelinek und Birgit Mosser-Schuöcker zeichnet an Original-Schauplätzen und mit Archivmaterial die Geschichte einer Familie in einer politisch aufgeheizten Zeit nach. (Text: ORF)
  • Im Morgengrauen des 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl. Eine regenbogenfarbene Stickflamme schoss 1.000 Meter hoch in den ukrainischen Himmel. In den folgenden acht Monaten nahmen 800.000 junge Soldaten, Minenarbeiter, Feuerwehrleute und Zivilisten aus der gesamten Sowjetunion einen fieberhaften Kampf um Tschernobyl und gegen die Zeit auf. Anhand von Augenzeugenberichten, darunter persönliche Erinnerungen des ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow, den eindringlichen Bildern von Igor Kostin, des einzigen Fotografen am Ort des Geschehens, Archivaufnahmen, Originaldokumentationen und neuesten Forschungsergebnissen folgt diese Dokumenation den damaligen Ereignissen und arbeitet die langfristigen Konsequenzen des Unglücks für Menschen und Umwelt auf. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 24.04.2021 ORF III
  • Die Päpste und der Vatikan haben bei den wichtigen historischen Ereignissen des 20.Jahrhunderts eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Die Dokumentation widmet sich der Rolle Roms während des Ersten Weltkriegs, der russischen Oktoberrevolution und während der Zeit des Nationalsozialismus sowie des 2. Weltkriegs. Machtkonzentration und Stabilität des „Staates der Vatikanstadt“ – so die offizielle Bezeichnung des kleinsten unabhängigen Staates der Welt – stehen wohl einzigartig in der Welt da. Seit seiner Gründung durch den Abschluss der Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Italien im Jahr 1929 haben nur sieben Päpste und neun Staatssekretäre für die Kontinuität der Außenpolitik des Vatikan gesorgt. Sie und einige ihrer Vorgänger haben in fast allen dramatischen Epochen, die Europa während des 20. Jahrhunderts erschütterten, wichtige Rollen übernommen. Der erste Teil der Dokumentation behandelt den Einfluss des Vatikan beziehungsweise Vertretern des Heiligen Stuhls während des Ersten Weltkriegs, der russischen Oktoberrevolution, des Faschismus in Italien und der Herrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland. Eine zentrale Rolle spielte dabei Papst Pius XII., der seit 1914 im Vatikan tätig und von 1939 bis 1958 Papst war. Zu den Ereignissen und Konflikten äußern sich unter anderem Historiker, katholische Würdenträger und Diplomaten des Vatikan. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 13.04.2019 ORF III
  • Seit der Gründung des „Staates der Vatikanstadt“ als kleinstem unabhängigen Staat der Welt im Jahr 1929 durch die Lateranverträge sicherten lediglich sieben Päpste die Kontinuität seiner Diplomatie. Der zweite Teil der Dokumentation berichtet vom Einfluss der Diplomatie des Vatikan auf den Spanischen Bürgerkrieg, auf die Auseinandersetzungen der Machtblöcke während des Kalten Krieges und von der Einflussnahme Papst Johannes Paul II. auf das Ende des kommunistischen Regimes in Osteuropa. Der Spanische Bürgerkrieg ist ein schwerer Schlag für die katholische Kirche, gehört doch Spanien zu den Stammländern des Katholizismus. Den Zweiten Weltkrieg kann der Vatikan nicht verhindern und auch seine allgemeinen Friedensappelle bleiben ungehört. Der nach 1945 folgende Kalte Krieg zwischen den verfeindeten Blöcken ist eine weitere Prüfung, bietet aber gleichzeitig eine Gelegenheit für die Kirche, ihre universelle Geltung und ihre Friedensbemühungen zu bekräftigen. Das Verhältnis von Papst Johannes XXIII. zum amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und zum sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow, die geheimen Missionen mit der „Kirche des Schweigens“, die Ostpolitik Papst Pauls VI. und seine Einflussnahme auf die KSZE-Schlussakte von Helsinki, die Wahl eines polnischen Kardinals zum Papst und dessen Rolle bei der Auflösung des Ostblocks sind weitere Themen des zweiten Teils der Dokumentation. (Text: ORF)
  • Der Name Karl Lütgendorf steht für eine der aufsehenerregendsten Polit-Affären der Zweiten Republik. Als Verteidigungsminister unter Bundeskanzler Bruno Kreisky galt er lange als schillernde Figur – ein Mann des Militärs, aus aristokratischem Hause, charismatisch, in der Bevölkerung gleichermaßen beliebt wie umstritten. Doch nach seinem unrühmlichen Ausscheiden aus der Politik nahm sein Leben 1981 ein abruptes, tragisches Ende: Lütgendorf wurde tot in der Lichtung eines Waldes aufgefunden. Bis heute ranken sich Mythen um den gewaltsamen Tod des Ex-Ministers: War es Selbstmord, ausgelöst durch den Druck der aufkommenden Schmiergeld- und Waffengeschäfte-Affäre? Oder steckt mehr hinter seinem plötzlichen Tod? Die Dokumentation beleuchtet nicht nur den dramatischen Absturz eines Ministers, sondern auch das politische Klima der frühen 1980er-Jahre: ein Geflecht aus Macht, Geheimnissen und dubiosen Waffendeals. Zeitzeugen, Akten und Expertenanalysen rekonstruieren das Leben Karl Lütgendorfs und öffnen ein spannendes Kapitel österreichischer Zeitgeschichte, in dem Politik, Korruption und menschliches Drama untrennbar miteinander verwoben sind. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 15.11.2025 ORF III
  • Die neue ORF-III-Reihe „Wahre Verbrechen“ zeichnet einen der spektakulärsten Mordserien der österreichischen Geschichte nach – den um die sogenannte „Schwarze Witwe“ Elfriede Blauensteiner. Sie tötete in den 1990er-Jahren mehrere Personen durch eine Überdosierung des Medikaments Euglucon. Erst als sich ein Hinterbliebener um sein Erbe betrogen fühlte, wurde die Polizei auf die Serientäterin aufmerksam. Mittels Kontaktanzeigen suchte Elfriede Blauensteiner nach wohlhabenden, pflegebedürftigen und einsamen Opfern, die sie bei sich aufnahm. Nachdem sie deren Testamente von ihrem Anwalt fälschen ließ, wodurch Eigentum und Liegenschaften auf sie übergingen, mischte sie ihren Opfern große Mengen eines blutzuckersenkenden Medikamentes in die Nahrung. Als sie durch die Intoxikation ihr Bewusstsein verloren, rief Elfriede Blauensteiner den Notdienst. Der Tod sollte schließlich erst im Krankenhaus eintreten, sodass kein Verdacht auf sie zurückfiel. Elfriede Blauensteiner zeigte nie Reue für ihre Taten. „Es ist um keinen Mann schade, wenn er stirbt“ lautete eine ihrer aufsehenerregendsten Aussagen. Nach ihrer Verhaftung gestand sie mehrere Morde, nur um das Geständnis wenig später zu widerrufen. 1997 wurde die – von der Presse mittlerweile als „schwarze Witwe“ titulierte – Pensionistin in Krems in einem Mordfall für schuldig gesprochen. Das Urteil lautete auf lebenslange Freiheitsstrafe. In Wien wurde sie im Jahr 2001 in zwei weiteren Fällen ebenfalls wegen Mordes verurteilt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 03.04.2022 ORF III
  • Die ORF-III-Reihe „Wahre Verbrechen“ zeigt einen der wohl spektakulärsten Kriminalfälle Österreichs: Dem Fall der als „Eislady“ bekannt gewordenen Estibaliz C. Am 6. Juni 2011 wird bei Reparaturarbeiten nach einem Wasserrohrbruch in einem Kellerabteil ein furchtbarer Fund gemacht: in zubetonierten Tiefkühltruhen und Blumentrögen werden Leichenteile von zwei Männern entdeckt. Bald wird klar: Die Männer sind die ehemaligen Lebensgefährten der Eissalonbesitzerin Estibaliz C. Doch ihr gelingt die Flucht – drei Tage später kann sie schließlich in Italien gefasst werden. Was ist damals wirklich passiert? Wie ist es zu den Morden gekommen? Wie konnten sie so lange unbemerkt bleiben? Und wie hat die Polizei Estibaliz C. schließlich geschnappt? ORFIII spricht mit Vertrauten, Ermittlern und Psychiatern und begibt sich auf die Spur des Verbrechens. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.10.2024 ORF III
  • Diese Folge der ORF-III-Serie „Wahre Verbrechen“ erzählt die unglaubliche Geschichte des „Gasmanns“ Harald Sassak. Wien – 1971. Die Hauptstadt wird von einer Serie von Raubmorden heimgesucht. Alte, zumeist weibliche Personen werden in ihrer Wohnung überrascht, überwältigt und ausgeraubt. Viele der Opfer überleben den Überfall nicht. Ein Phantom wird über Jahre dort morden, wo man sich früher sicher fühlte: Die eigenen vier Wände werden zu Tatorten. Als Gasmann verkleidet verschafft er sich Zugang zu den Wohnungen seiner Opfer. Doch wer ist der Mann, der als „Würger von Wien“ die Titelblätter der Zeitungen füllt? Obwohl er Fingerabdrücke und Zigarettenstummel an den Tatorten zurücklässt, ist es den besonderen Talenten einer älteren Frau zu verdanken, dass er schließlich überführt wird. Harald Sassak wird als prominentester Raubmörder der Zweiten Republik in die österreichische Geschichte eingehen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 15.04.2023 ORF III
  • In dieser Folge der ORF-III-Serie „Wahre Verbrechen“ rekonstruiert die Geschehnisse rund um eines der spektakulärsten Verbrechen des Landes, die Palmers-Entführung. Es ist eine Geschichte voller wilder Verfolgungsjagden und linkem Fanatismus. Es geht alles ganz schnell an diesem verregneten Abend des 9. November 1977: Der 74-jährige Walter Michael Palmers hat gerade seinen VW Golf vor der Villa in der Währinger Hockegasse geparkt. Als er absperren will, wird er von allen Seiten gepackt und entführt. Als Palmers wieder sehen kann, findet er sich in einem Raum wieder, in dem sich ein 1,30 mal 2,30 Meter großer Verschlag befindet – darin eine Campingliege, ein Beistelltisch und ein Kübel für die Notdurft. Die Entführer nennen es „Volksgefängnis“. Fast 100 Stunden muss Palmers hier ausharren, bis er wieder befreit wird. Die hohe Lösegeldsumme soll die „bewaffneten Gruppen“ noch bis in die 1980er-Jahre finanziert haben. Vor allem aber für die österreichische Sicherheitspolitik bedeutete der Fall eine entscheidende Wende: Das heutige Einsatzkommando Cobra wurde gegründet und die Behörden lernten aus ihren Fehlern im Fall Palmers, indem sie die Weichen für eine umfassende Antiterrorpolitik stellten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 04.11.2023 ORF III
  • Zeitungsartikel über erneuten Banküberfall.
    Eine Neuproduktion aus der ORF-III-Sendereihe „Wahre Verbrechen“ widmet sich der Geschichte eines Bankräubers, der in den 1980er Jahren in Wien und Niederösterreich sein Unwesen getrieben hat. Mit Pumpgun bewaffnet und als Ronald Reagan verkleidet schlägt der Räuber in über sieben Bankfilialen zu. Pumpgun Ronnie, wie er von den Medien genannt wird, ist immer ein bisschen schneller als die Polizei. Erst allmählich fällt der Verdacht auf Johann Kastenberger, einen Marathonläufer, der ein perfektes Doppelleben führt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 15.04.2023 ORF III
  • Diese Folge der ORF-III-Serie „Wahre Verbrechen“ erzählt von dem wohl spektakulärsten Kunstdiebstahl Österreichs. Am 11. Mai 2003 verschwand die Saliera aus dem KHM. Das äußerst wertvolle Kunstwerk tauchte erst 2006 wieder auf und ist heute das Prunkstück in der Kunstkammer. Die letzten Besucher der „Langen Nacht der Musik“ verließen am 11. Mai 2003 gegen 2:00 Uhr das Kunsthistorische Museum. Das Gebäude war wegen Renovierungsarbeiten eingerüstet. Gegen 8:20 Uhr entdeckt der Oberaufseher den Einbruch. Ein Fenster ist eingeschlagen, die Vitrine zerstört, Cellinis wertvolle Skulptur „Saliera“ ist weg. Erst jetzt wird die Polizei verständigt. Nach dem Diebstahl läuft eine weltweite Fahndung nach der Saliera. Angebliche Spuren verlaufen ins Nichts, Lösegeldforderungen werden gestellt, der damalige KHM-Direktor Wilfried Seipel wird verschaukelt und gar bis nach Italien gelotst, auch die Ermittlungen der Polizei bleiben ohne Erfolg. Erst 2006 taucht sie plötzlich wieder auf. (Text: ORF)
  • Die ORF-III-Neuproduktion widmet sich dem Leben eines österreichischen Kriminellen dessen Verbrecherkarriere so außergewöhnlich war, dass wegen ihm sogar die Sicherheitsvorkehrungen der heimischen Haftanstalten verschärft werden mussten. Dabei war Adolf Schandl bis zu seinem 32. Lebensjahr ein gesetzestreuer Bürger. Durch mehrere Schicksalsschläger gerät er in den 1960er Jahren Schritt für Schritt auf die schiefe Bahn. Er verfällt dem Alkohol und der Spielsucht. Um an Geld zu kommen, begeht er zusammen mit seiner Freundin mehrere bewaffnete Raubüberfälle. Am 11. Juni 1970 wird er vom Landesgericht für Strafsachen Wien wegen dreifachen schweren Raubes und zweifachen Mordversuchs zu zehn Jahren schwerem Kerker verurteilt und in die Justizanstalt Stein überstellt. Doch Schandl beschließt zu flüchten. 1971 nimmt Adolf Schandl mit zwei weiteren Häftlingen mehrere Geiseln und flieht aus der Justizanstalt Stein. Eine dramatische Verfolgungsjagd, in der sich der Polizeikommandant von Krems gegen eine Geisel austauschen lässt, hält Österreich in Atem. Der Polizeipräsident Holaubek verhandelt mit den Geiselnehmern. Legendär wird dabei seine Aussage „I bin’s der Präsident“, die wohl von den Medien zum berühmten „I bin’s dein Präsident“ umformuliert wurde. Zwei Ausbrecher geben auf, doch Adolf Schandls Flucht wird erst 16 Tage nach seinem Ausbruch ein Ende finden und es sollte nicht sein letzter Flucht-Versuch bleiben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 24.08.2024 ORF III
  • Medikamente.
    Dies ORF-III-Neuproduktion setzt sich mit den vier Pflegerinnen aus dem Krankenhaus Lainz auseinander, die medial unter dem Namen „Todesengel von Lainz“ in die Geschichte eingegangen sind. Es ist der 7. April 1989 als der junge Kriminalbeamte Robert Jandl und sein Kollege ins Städtische Krankenhaus Lainz gerufen werden. Es geht um einen verdächtigen Todesfall. Noch ahnen sie nicht, dass sie am Beginn einer polizeilichen Untersuchung stehen, die weit über die Grenzen Österreichs für Aufsehen sorgen wird. Vier Stationsgehilfinnen werden in den darauffolgenden Tagen verhaftet. Sie stehen zunächst noch im Verdacht Medikamente missbraucht zu haben, um Patientinnen und Patienten auf ihrer Station ruhig zu stellen. Schnell steht aber dann das Wort „Mord“ im Raum. Wien ist im Schockzustand – Pflegepersonal soll dort getötet haben, wo sich die vulnerabelsten Gruppen sicher fühlen sollen. Niemand schöpfte Verdacht, als über Jahre nicht verordnete Medikamente verabreicht worden sind. Hat die Spitalaufsicht versagt? Die Wiener Krankenhauspolitik steht unter Beschuss. Eine weitreichende Diskussion über die enormen Missstände im Pflegewesen wird angestoßen. Im Gespräch erzählt der Ex-Kriminalbeamten Robert Jandl über die Einvernahmen mit der Haupttäterin. Der ehemalige Leiter des Sicherheitsbüros Max Edelbacher erinnert sich an TV-Wortgefechte mit dem damaligen Bürgermeister Helmut Zilk. Gerichtsmediziner Christian Reiter berichtet über eine Vielzahl an Exhumierungen und die Beweisbarkeit der sogenannten „Mundpflege“. Eine neue ORF-III-Dokumentation aus der Reihe „Wahre Verbrechen“ über die berühmt gewordenen „Todesengel von Lainz“ blickt zurück auf ein Wien der 1980er Jahre, das, geschockt von einer Mordserie ungeahnten Ausmaßes, vor einer Gesundheitsreform steht. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 15.04.2023 ORF III
  • Es ist eine bewegte Lebensgeschichte – die neue ORF-III-Dokumentation über Gertrude Wanda Kuchwalek, alias „Die Wilde Wanda“ erzählt von einer der außergewöhnlichsten Verbrecherinnen des Landes. Sie war Wiens erste Zuhälterin, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Österreich für Schlagzeilen sorgte. „Die Wilde Wanda“ gilt als eine der schillerndsten und zugleich tragischsten Figuren der österreichischen Kriminalgeschichte. Die Dokumentation geht den Spuren ihres Lebens nach und zeigt die verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit – von ihrer Jugend samt Missbrauchserfahrungen in einem Kinderheim, bis zu ihrem kontroversen Leben im Wiener Rotlichtmilieu. In der Dokumentation kommen Menschen zu Wort, die „Die Wilde Wanda“ persönlich kannten. Ihre Berichte zeichnen ein lebendiges Bild von Kuchwalek und geben tiefe Einblicke in die sozialen und gesellschaftlichen Umstände, die ihr Leben prägten. Ergänzt wird das Ganze durch historische Aufnahmen und Interviews mit Expertinnen und Experten, die das Leben von Kuchwalek in einen größeren Kontext stellen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.10.2024 ORF III
  • Zeitungsausschnitte über den Fall Ernst Karl.
    ORF III beleuchtet in einer neuen Folge der True-Crime-Reihe „Wahre Verbrechen“ einen der verstörendsten Kriminalfälle der Zweiten Republik: den Fall Ernst Karl, einen ehemaligen Polizisten, der zum Mörder wurde – und dessen Lebensweg vom Machtmissbrauch, von Gewalt, Isolation und einer tragischen Todesgeschichte geprägt war. 1968 erschießt Ernst Karl in einer Wiener Tiefgarage zwei Männer mit gezielten Kopfschüssen. Zunächst verkauft er sich als Held, der in Ausübung seines Dienstes ein Verbrechen verhindert habe. Doch bald zeigt sich: Die Tat war inszeniert. Die Opfer hatten ihn zuvor mit seiner Homosexualität erpresst – in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen noch strafbar waren. Karl gesteht – und wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch damit endet die Geschichte nicht. 1974 tötet Karl im Gefängnis erneut – einen Mithäftling, angeblich aus Notwehr. Im Laufe seiner Haft entwickelt er eine schwere psychische Erkrankung. Stimmen, Verfolgungswahn, Wahnvorstellungen bestimmen seinen Alltag. Im Juni 2001 stirbt Ernst Karl in der Justizanstalt Krems – fixiert in einem medizinischen Bett, unbeachtet über Stunden. Die Umstände seines Todes sorgen bis heute für Diskussionen über medizinische Verantwortung, Haftbedingungen und Menschenwürde. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 04.10.2025 ORF III
  • Franz Fuchs beim Lokalaugenschein.
    In den 1990er Jahren wird Österreich von einer nie dagewesenen Briefbombenserie heimgesucht. Vier Jahre lang versetzt eine heimtückische Anschlagserie nach der anderen die Bevölkerung in Angst. Vier Jahre lang tappt die Polizei im Dunkeln. Vier Jahre ist man auf der Suche nach der sogenannten „Bajuwarischen Befreiungsfront“. In einer neuen Folge der ORF-III-Doku-Reihe „Wahre Verbrechen“ wird eines der aufsehenerregendsten Verbrechen Österreichs beleuchtet – der Briefbombenterror von Franz Fuchs. Der Terror beginnt am 3. Dezember 1993 als beim Pfarrer August Janisch in Hartberg die erste Briefbombe explodiert. Kurze Zeit später detonieren drei weitere Briefbomben. 1994 folgt die zweite Briefbombenserie und in der zweisprachigen Rennerschule in Klagenfurt wird eine Sprengfalle entdeckt. Bekennerschreiben tauchen auf und die sogenannte „Bajuwarische Befreiungsarmee“ bekennt sich zu den Anschlägen. Doch damit ist es nicht zu Ende. In der Nacht von 4. auf 5. Februar 1995 werden in Oberwart vier Roma – Peter Sarközi, Josef Simon sowie Karl und Erwin Horvath – durch eine Sprengfalle getötet. Die Rohrbombe wurde an einem Schild mit der Aufschrift Roma zurück nach Indien angebracht. Beim Versuch, dieses Schild zu entfernen, explodiert der aus ca. 150 Gramm gedämmtem Nitroglycerin bestehende Sprengsatz. Und auch berühmte Persönlichkeiten wie der Wiener Bürgermeister Helmut Zilk oder ORF-Moderatorin Silvana Meixner werden Opfer der Briefbombenterrors. Die Fahndung entwickelt sich zu einer der umfangreichsten in der österreichischen Geschichte und selbst nach der Verhaftung von Franz Fuchs bleiben zahlreiche Fragen unbeantwortet. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 23.11.2024 ORF III
  • Die Dokumentation „Wahre Verbrechen – Jack Unterweger: Der Häfenpoet“ über den berüchtigten Serienmörder Jack Unterweger beleuchtet das Leben und die Taten eines Mannes, der von der Gesellschaft lange als literarisches Genie gefeiert wurde – der wegen Mordes Verurteilte wurde nach seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt zum enfant terrible der heimischen Kulturszene, gern gesehener Fernsehgast und Autor unzähliger Berichte und Reportagen aus Wiens Unterwelt. Der Mörder stieg zum Literaten auf. Doch nur knapp ein Jahr nach dem Freigang Unterwegers ereignet sich eine Mordserie, die Opfer sind Sexarbeiterinnen. Erst nach und nach wird auch Jack Unterweger der Verbrechen verdächtigt, es entspinnt sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Im Februar 1992 wird er schlussendlich, nach seiner Flucht in die USA, festgenommen, Unterweger wird der Mord an elf Frauen vorgeworfen, und im Juni 1994 für schuldig erklärt. Nur wenige Stunden nach der Verkündigung begeht er Suizid. Die Dokumentation deckt neue Details über seine Verbrechen auf und stellt die Frage, wie ein Mensch mit einer solchen Doppelnatur so lange unerkannt bleiben konnte. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.10.2024 ORF III
  • Im Jahr 1982 tötet in den Wäldern von Innervillgraten ein Jäger den Holzfäller und Wilderer Pius Walder mit einem Schuss in den Hinterkopf. Die Tat löst innerhalb der kleinen Osttiroler Gemeinschaft einen Kampf zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Jägerschaft, Kirche und Politik aus und führt zu einer Spaltung des Tals, die über Jahrzehnte anhält. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.03.2025 ORF III
  • Die neue Folge der ORF-Reihe „Wahre Verbrechen“ zeichnet die Geschehnise um eine Serie ganz spezieller Verbrechen in Österreich nach . Die Terrorgruppe Abu Nidal hat rund 100 Anschläge in 20 Staaten verübt. Sie machte Millionen mit Waffendeals mit der DDR und Polen. Unterstützt wurde sie von arabischen Despoten wie Libyens Muammar al-Gaddafi oder Iraks Saddam Hussein. Schließlich hatten sie einen gemeinsam Feind: Israel. Und auch Österreich gelangte ins Visier der Terroristen. Die Ermordung des Wiener Stadtrats und Präsidenten der Österreich-israelischen Gesellschaft, Heinz Nittel, im Mai 1981 machte den Anfang. Es folgten ein Anschlag auf die Wiener Synagoge und den Flughafen in Schwechat. Bluttaten die das ganze Land erschütterten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 04.11.2023 ORF III
  • Die neue ORF-III-Reihe „Wahre Verbrechen“ zeigt einen der spektakulärsten Justizskandale der Zweiten Republik – die Verurteilung und Flucht eines Mannes, der bis heute Österreichs „Most Wanted“ ist – Tibor Foco. Am Beginn dieser Kriminalgeschichte steht ein Mord. Linz, am 14. März 1986: Neben den Gleisen der Westbahn auf Höhe des Barbara Friedhofs in Linz wird früh am Morgen der Körper einer Frau entdeckt. Schon am Folgetag führen die Ermittlungen der Polizei in eine Rotlichtbar nahe der Fundstelle. Verhaftet wird ein gewisser Tibor Foco, Inhaber der „Bunny Bar“, 29 Jahre alt, ehemaliger Champion des Motorradsports, ein Newcomer im Rotlichtmilieu. Im Verhör bestreitet Foco die Tat. Gestützt werden seine Angaben durch ein Alibi seiner damaligen Ehefrau, das sie bald darauf zurückziehen wird und mehr noch eben jenen Kripobeamten heiratet, der maßgeblich in die Ermittlungen involviert war. Ein Faktor, der zumindest stutzig macht und bei weitem nicht die einzige Ungereimtheit im Fall Tibor Foco bleiben wird. Was folgt ist eine Ermittlung voller widersprüchlicher Zeugenaussagen, das Verschwinden von Beweismitteln, Anschuldigungen gegen Polizei und Justiz: Tibor Foco und ein angeblichen Mittäter Peter L. werden verurteilt. Die Komplizin Regina U. wird zur Kronzeugin im Fall. Der Urteilsspruch ist erst Anfang des Justizkrimis: Sowohl Foco als auch sein Komplize L. bestreiten auch nach dem Richterspruch vehement jede Beteiligung am Mordfall Elfriede H. Und auch den Geschworenen kommen im Fall Tibor Foco Bedenken. Im Jahr 1993 bringt ein Brief aus den USA den Fall Tibor Foco neuerlich ins Wanken: Die Kronzeugin widerruft ihre Zeugenaussage. Mehr noch beschuldigt sie von der Polizei misshandelt und zur Aussage gezwungen worden zu sein. Einmal mehr scheint die Schuldfrage Focos in Frage gestellt. Während Peter L. inzwischen kann Komplize Peter L. seine Haftentlassung bewirken konnte, bleibt Tibor Foco weiterhin hinter Hintern der Justizanstalt Stein – erst ein ausgeklügelter Fluchtplan wird ihn Mitte der 1990er zum meist gesuchten Mann Österreich machen. Wie es dazu kommt und was weiter im Fall Tibor Foco geschah, sehen Sie in dieser Folge „Kriminalgeschichten“. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 03.04.2022 ORF III
  • „Von Auschwitz zu erzählen ist unmöglich. Unser Kopf weigert sich. Wir können den Tod eines Kindes nicht fassen. Wie also sollen wir den Tod von Millionen begreifen? Sechs Millionen Tote?“ – Aharon Appelfeld, israelischer Schriftsteller und Zeitzeuge Und doch ist genau das das Anliegen dieser internationalen Ko-Produktion: über den Holocaust zu erzählen. Von Anfang bis Ende und darüber hinaus, bis ins Heute. Die Dokumentation lenkt den Blick auf das, was wir alle längst zu wissen glauben – und doch nicht fassen können. Dabei geht es weniger um das Warum als um das Wie. Wie konnte es passieren, dass sechs Millionen Juden vor den Augen der Welt ermordet wurden? Das Wie lenkt den Blick auf die Abläufe. Die Chronologie, der Apparat wird sichtbar, der die Vernichtung ermöglichte. Auch die Mitarbeiter des Apparats, die Täter, rücken in den Blick. Ein Muster wird deutlich, das mit der Verhöhnung und Bedrohung von Juden beginnt und weiter über Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Ausplünderung führt, bis es mit Verfolgung, Inhaftierung und Mord endet. Eine wahnsinnige Idee, die mit Kalkül propagiert wird, trifft auf eine Bürokratie, die sie ohne jeden Skrupel umsetzt. Der Erzählansatz der Dokumentation ist der einer „globalen Mechanik“ des Vernichtungsapparates. Dabei werden die zum Teil durchaus kontroversen Aussagen von über Historikern, Schriftstellern und Zeitzeugen aus Deutschland, Frankreich, Polen, Israel, Großbritannien und den USA miteinander verschnitten – unter ihnen Ian Kershaw, David Cesarani, Christopher Browning, Michael Berenbaum, Peter Longerich, Saul Friedländer, Benjamin Ferencz, Amos Oz, David Grossmann und Georg StefanTroller. Verdeutlicht werden die Aussagen der Zeitzeugen und Historiker durch Archivmaterial: Filme und Fotos, manche davon aus unveröffentlichten, privaten Quellen. Hinzu kommen dienstliche und private Dokumente aus der Zeit sowie weltweiter Neudreh: die zurückgelassenen Orte, die Orte der Vernichtung, die Orte eines neuen Lebens und die Orte des Umgangs mit der Geschichte – von Museen und Gedenkstätten bis zu Demonstrationen KZ-Überlebender in Israel für die Anerkennung einer Rente. Auf eine ergreifende Art und Weise wird in einem vielstimmigen Chor dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte aus einer neuen Perspektive und mit vielen bisher unbekannten und unerzählten Fakten geschildert. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 30.01.2021 ORF III
  • Vor 80 Jahren endete der spanische Bürgerkrieg. Der Sieger hieß Franco. Sein Mythos steht für ein grausames Regime, für das dunkelste Kapitel in der Geschichte Spaniens. Franco gab sich den Titel „Caudillo de España“ – das Oberhaupt Spaniens. Er kreierte seine eigenen Rituale der Macht. Der Kriegsheld, Familienvater und Massenmörder war ein Mann mit vielen Gesichtern. Franco zog mit seiner Familie feierlich in den El-Pardo-Palast von Madrid, die einstige Sommerresidenz des Königs, ein. War das noch das Verhalten eines Staatschefs? Oder bereits Größenwahn? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 06.04.2019 ORF III
  • Vor 80 Jahren endete der spanische Bürgerkrieg. Das bedeutete das Ende der Republik Spanien. Der Sieger hieß Franco und er regierte Spanien, fast vier Jahrzehnte lang, mit eiserner Hand. Unter seiner Führung gelang konservativ-monarchistischen Militärs, mit Unterstützung des faschistischen Königreichs Italien und des nationalsozialistischen „Dritten Reichs“, im Juli 1936 ein Staatsstreich gegen die im Februar 1936 demokratisch gewählte Regierung Spaniens. Drei Jahre erbitterter Bürgerkrieg waren die Folge. Bei den Kämpfen und politischen Säuberungen wurden eine halbe Million Menschen getötet. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 06.04.2019 ORF III
  • Vor 80 Jahren endete der spanische Bürgerkrieg, durch den Franco an die Macht kam. Über 40 Jahre lang sollte er Spanien mit eiserner Hand regieren. Francos außenpolitische Erfolge eröffnen Mitte der 1950er Jahre neue Perspektiven für Spanien. Nach Jahrzehnten des Stillstands geht es nun wieder vorwärts. Francos Herrschaft ist aufs Neue legitimiert. Innerhalb und außerhalb Spaniens verstummt der Widerstand gegen ihn. Der Diktator sitzt fest im Sattel. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 06.04.2019 ORF III

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