unvollständige Folgenliste (alphabetisch) (Seite 17)

  • Als Ronald Reagan am 20. Januar 1981 als 40. Präsident der USA vereidigt wurde, steckte das Land in einer tiefen Rezession. Gleich nach seiner Ankunft im Weißen Haus war klar, dass es diesem Präsidenten an Wissen und Erfahrung mangelte. Doch die Amerikaner waren felsenfest überzeugt: Reagan würde dem Land wieder zu Stolz und Ehre verhelfen! Nachdem er das Herz der Amerikaner erobert hatte, leitete Reagan eine weitreichende Wirtschaftsreform ein, um dem Land wieder zum Aufschwung zu verhelfen. Es war eine radikale Abkehr von der Vergangenheit. Der Staat zog sich aus seiner sozialen Verantwortung zurück, die Ungleichheiten nahmen zu, die Staatsverschuldung war horrend. Reagan sah sich gezwungen, die größte Steuererhöhung in der Geschichte der USA vorzunehmen. Doch das schadete ihm nicht, ganz im Gegenteil: Reagan war ein Pragmatiker und schreckte vor offenen Widersprüchen nicht zurück. Geschickt surfte er auf der Welle des nun einsetzenden Wirtschaftswachstums, obwohl dies nicht sein Verdienst war, und holte sich mit klarer Mehrheit eine zweite Amtszeit. Getreu seinem Cowboy-Image hatte er nun freie Bahn, um sich seinen Erzfeind vorzuknöpfen: den Kommunismus! Verdutzt erfuhren die Amerikaner, dass Reagan einen „Krieg der Sterne“ plante. Die Militarisierung des Weltalls versetzte die UdSSR in Panik und trieb sie in ein ruinöses technologisches Wettrüsten. Er beendete 40 Jahre Kalten Krieg und polierte damit sein Image auf. Gorbatschow, an der Spitze einer ausgebluteten und zerfallenden Sowjetunion, war zu allen Zugeständnissen bereit. 1989 schied Reagan aus dem Amt – und war beliebter denn je, obwohl die Bilanz seiner Regierung eher durchwachsen war. (Text: ORF)
  • In dieser Episode der vierteiligen Dokureihe erzählen die Autoren, wie nach der Befreiung vom Faschismus nach und nach das ganze Ausmaß der Nazi-Gräuel ans Licht kam: die Shoah. Wie war Antisemitismus nach Auschwitz überhaupt noch möglich? Als Anfang 1945 die Lager nacheinander befreit wurden, kam das ganze Ausmaß der Nazi-Gräuel ans Licht, der millionenfache Mord an Jüdinnen und Juden. Diese Morde wurden als Holocaust bezeichnet, „ganz verbrannt“ meint dieses Wort im Griechischen. „Shoah“, der hebräische Begriff für den Völkermord an etwa 6,3 Millionen europäischen Juden, bedeutet „das große Unheil“. Aber gleich nach dem Krieg keimte der Antisemitismus wieder auf. Im Pogrom von Kielce im Südosten Polens wurden am 4. Juli 1946 40 Menschen jüdischen Glaubens, Überlebende der Shoah, ermordet. Auslöser des Pogroms war die angebliche Entführung eines neunjährigen Jungen, Henryk Blaszczyk. In der Folge des Pogroms kam es zu einer Emigrationswelle aus Polen nach Deutschland und Frankreich. Nach der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 wurden in den arabischen Ländern Juden, deren Vorfahren oft über tausend Jahre in diesen Ländern lebten, gezwungen, auszuwandern. Zurück blieb ein Antisemitismus ohne Juden, für den sich niemand mehr zu schämen schien. Der Vatikan setzte dem 2.000-jährigen Antijudaismus offiziell ein Ende. Antizionismus und Negationismus, also die Leugnung des Holocaust, wurden zu neuen Ausdrucksformen des Antisemitismus. Mit dem 21. Jahrhundert begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Antisemitismus. Noch nie zuvor wurde Judenfeindlichkeit so stark angeprangert, strafrechtlich verfolgt und verurteilt. Und doch ist die Feindschaft gegenüber Juden zurück: Antisemitismus ist heute sehr sichtbar, teils offen, teils verdeckt, sehr oft laut und in unterschiedlichen neuen Erscheinungsformen. Autor und Regisseur Jonathan Hayoun ist M.A. in Politischer Kommunikation, jüdischen Wissenschaften und audiovisueller Produktion. Er war Präsident der UEJF (Union des Etudiants Juifs de France). Koautorin Judith Cohen Solal ist klinische Psychologin und Psychoanalytikerin. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 05.11.2022 ORF III
  • Diese Folge der vierteiligen Dokureihe thematisiert den Ursprung vieler antijüdischer Stereotype. Von der ersten „Judennase“ in der christlichen Malerei bis zur Vertreibung der Juden aus den großen Königreichen Europas, vom Stereotyp des „reichen Wucherers“ bis zum „Antijudaismus ohne Juden“: In fünf Jahrhunderten erreicht die schleichende Entmenschlichung der Juden auf drei Kontinenten eine neue Dimension. Auf welchem Bild tauchte zum ersten Mal in der Malerei des Mittelalters eine auffallende Nase auf, mit der Menschen jüdischen Glaubens hinfort dargestellt werden sollten? Wie überschritt diese Stigmatisierung die Grenzen der Ikonographie, um zum ersten diskriminierenden Erkennungsmerkmal der Geschichte zu werden? Woher kommt das Klischee vom „reichen, wuchertreibenden Juden“? Wie wurde der Hass auf Juden zum politischen Werkzeug für ihre Vertreibung aus einem Großteil Europas? In den von ihrer jüdischen Bevölkerung verlassenen Königreichen entwickelte sich ein neues, paradoxes Phänomen: ein Antijudaismus ohne Juden – obwohl schon lange keine Juden mehr in einer Region leben, blüht der Antijudaismus. Im Spanien der Inquisition kommt es zur Unterdrückung der Marranen, also jener Juden, die gewaltsam zur Konversion zum Christentum gezwungen worden waren. Im Osten Europas fanden Juden zunächst Zuflucht. Doch dann wurden antijüdische Bilder immer beliebter, und die Ritualmordlegenden erblühten in Polen. Die Episode kommt zum Abschluss mit der Französischen Revolution 1789, die für immer das Schicksal der Juden auf der Welt verändern wird. Autor und Regisseur Jonathan Hayoun ist M.A. in Politischer Kommunikation, jüdischen Wissenschaften und audiovisueller Produktion. Er war Präsident der UEJF (Union des Etudiants Juifs de France). (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 05.11.2022 ORF III
  • Die erste Folge der vierteiligen Dokureihe beschäftigt sich mit den Beginnen des Antisemitismus: Wo nahm er seinen Anfang und wie hat er sich weiterentwickelt? Die Dokumentation untersucht die Wurzeln des Phänomens: von der ersten Welle antijüdischer Gewalt im antiken Alexandria über das goldene Zeitalter von al-Andalus und das Massaker von Granada bis hin zu den Kreuzzügen. Wo nahm der Antisemitismus seinen Anfang? Warum konnte er sich weiterverbreiten? Warum entstand die erste große Welle antijüdischer Gewalt ausgerechnet im antiken Alexandria, als die Römer die Macht übernahmen? Wie setzte sich der Antijudaismus in den christlichen und in den muslimischen Zivilisationen fest? Wie konnte Granada nach einem 300-jährigen Goldenen Zeitalter auf der Iberischen Halbinsel zum Schauplatz eines Massakers werden, dem ersten Pogrom auf europäischem Boden? Warum kam es während der Kreuzzüge zu organisierten Judenpogromen? Der Gang durch das erste Jahrtausend erzählt nicht nur von den Anfängen des Antisemitismus, sondern auch vom beginnenden Kampf gegen diese Anfeindungen, vom Schutz der Juden durch die Karolinger, von der Unterstützung durch die maurischen Könige in Spanien bis zum Aufruf des Abts Bernhard von Clairvaux (1090⁠–⁠1153), der blutigen Judenverfolgung während der Kreuzzüge ein Ende zu bereiten. Autor und Regisseur Jonathan Hayoun ist M.A. in Politischer Kommunikation, jüdischen Wissenschaften und audiovisueller Produktion. Er war Präsident der UEJF (Union des Etudiants Juifs de France). (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 05.11.2022 ORF III
  • Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Die Folge „Vom ‚Finanzjudentum‘ bis zur Shoah“ aus der vierteiligen Dokureihe widmet sich dem heute allgegenwärtigen Begriff des Antisemitismus. Die Französische Revolution ließ die europäischen Juden auf ein Ende der Diskriminierung hoffen. Doch bald schon brachten politische Bewegungen und pseudowissenschaftliche Strömungen neue Formen des Judenhasses hervor – unter einem neuen Begriff: Antisemitismus. Im 19. Jahrhundert tauchten neue, politisch und rassistisch motivierte Formen des Hasses auf Menschen jüdischen Glaubens auf. Ein neuer Begriff wurde dafür geprägt: Antisemitismus. Vorgebliche Kritik am aufstrebenden Kapitalismus des industriellen Zeitalters, die auf falscher Personalisierung und der Leugnung komplexer ökonomischer Zusammenhänge beruhte, wurde zum Kern des modernen Antisemitismus. Das sogenannte Weltjudentum war geboren und wurde gerne auch in Karikaturen angesehener großer europäischer Tageszeitungen dargestellt. Die sogenannte Dreyfus-Affäre , als der aus dem Elsass stammende Offizier Alfred Dreyfus als Spion für das Deutsche Reich beschuldigt und zur Verbannung auf die Teufelsinsel verurteilt wurde, beförderte die Karikatur in ein neues Zeitalter und verlagerte den Kampf gegen den Antisemitismus in die Politik. Dieser Kampf nahm eine neue Dimension an, als mitten in Paris auf dem Boulevard Saint-Michel der ukrainische General Symon Petljura von dem jüdischen Anarchisten Schlomo Schwartzbard erschossen wurde. Während des Ukrainischen Unabhängigkeitskrieges war es zu Judenpogromen gekommen, der Attentäter machte Petljura dafür verantwortlich. Autor und Regisseur Jonathan Hayoun ist M.A. in Politischer Kommunikation, jüdischen Wissenschaften und audiovisueller Produktion. Er war Präsident der UEJF (Union des Etudiants Juifs de France).). (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 05.11.2022 ORF III
  • Das Dritte Lager bezeichnet in Österreich die politischen Bewegungen der deutschnationalen und nationalliberalen Wählerschaft. Die Wurzeln des Dritten Lagers reichen in die Zeit der k.u.k. Donaumonarchie zurück, wo alle Bewegungen, von deutschvölkischen bis hin zu deutschfreisinnigen, die Vereinigung aller deutschsprachigen Gebiete in einem Großdeutschen Reiche forderten. Das kaiserliche Österreich, in dem die Deutschen zwar die politische und kulturelle Führung innehatten, aber nicht die absolute Mehrheit der Bevölkerung stellten, sahen die Deutschnationalen als Bedrohung des Deutschtums an. Grundlage des Dritten Lagers ist eine Richtung politischen Denkens, die davon ausgeht, dass Österreich nach dem Verlust der nicht-deutschsprachigen Gebiete nach dem Ersten Weltkrieg keine Existenzberechtigung als eigener Staat gegenüber dem Deutschen Reich hätte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden bei der ersten Nationalratswahl 1945 rund 700.000 ehemalige österreichische NSDAP-Mitglieder und anders Belastete ausgeschlossen. Als diese zur nächsten Wahl 1949 wieder zugelassen wurden, wurde der Verband der Unabhängigen (VdU) gegründet, der bei der Wahl sehr erfolgreich war. Der Begriff „Drittes Lager“ wurde von da an für die Gruppe der deutschnationalen und nationalliberalen Wähler verwendet, analog zu den Lagern der konservativen ÖVP und der sozialistischen SPÖ. Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 erfolgte dann die Gründung der Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) als Nachfolgeorganisation des VdU. Die Dokumentation von Gerhard Jelinek und Walter Seledec beschreibt die geschichtlichen Wurzeln des Dritten Lagers in Österreich. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 28.01.2017 ORF III
  • In der neuen Gesprächsreihe widmet sich ORF III der Relevanz von bedeutenden historischen Ereignissen für die Gegenwart. 80 Jahre nach dem Atombombenabwurf von Hiroshima ist die Angst vor dem Einsatz von Atomwaffen nicht eleminiert. Im Gegenteil, Atomwaffen dienen nach wie vor als ultimative Abschreckung und politische sowie militärische Machtdemonstration. Moderatorin und Zeitgeschichte-Redakteurin Sabrina Peer mit dem Historiker und DIrektor des Heeresgeschichtlichen Museums Georg Hoffmann über die Entscheidung zum Atombombeneinsatz, die Rolle Europas in der Entwicklung der Bombe und die weltweiten Reaktionen auf das bis dahin Undenkbare. Gemeinsam mit Nadja Schmidt, der Österreich-Sprecherin von ICAN – der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons, die 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde – richtet sich der Blick auch in die Gegenwart: Wie groß ist die atomare Bedrohung heute? Und was tut Österreich gegen die Verbreitung von Nuklearwaffen? (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 09.08.2025 ORF III
  • Sabrina Peer.
    Hugo Portisch prägte über Jahrzehnte hinweg das historische und politische Verständnis in Österreich wie kaum ein anderer Journalist. Mit seinen Analysen, Fernsehdokumentationen und Kommentaren machte er Zeitgeschichte einem breiten Publikum zugänglich – differenziert, kritisch und stets um Einordnung bemüht. In „Geschichte Heute“ spricht Sabrina Peer mit Expertinnen und Experten aus Journalismus, Zeitgeschichte und Politikwissenschaft über das Vermächtnis Hugo Portischs. Im Zentrum steht die Frage, wie seine Arbeitsweise, seine Haltung und sein Verständnis von Verantwortung den politischen Journalismus in Österreich nachhaltig beeinflusst haben. Die Gesprächsrunde beleuchtet Portischs Rolle als Chronist der Zweiten Republik, seine Bedeutung für die politische Bildung und den Umgang mit komplexen historischen Zusammenhängen. Zudem wird diskutiert, was von seinem Werk bleibt – und wie sein Ansatz der verständlichen, faktenbasierten Vermittlung von Geschichte ins Heute transportiert werden kann. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 28.03.2026 ORF III
  • Die nationalsozialistische Demonstration vor der Wiener Universität wenige Augenblicke vor den Zusammenstößen. – An der Wiener Universität kam es zu Zusammenstößen zwischen nationalsozialistischen und politisch andersgesinnten Studenten. Mehrere Studenten wurden im Verlaufe der Schlägerei verletzt, einer von ihnen schwer.
    24 Nobelpreisträgerinnen und -träger flohen vor den Nationalsozialisten aus Österreich und Deutschland oder wurden von ihnen ihrer Lebensgrundlage beraubt und vertrieben. In den 1930er Jahren beginnt eine beispiellose Talentabwanderung. In der neuen Folge von Geschichte Heute spricht Zeitgeschichte Redakteurin Sabrina Peer mit Expertinnen und Experten über den gezielten Angriff des Nationalsozialismus auf die Universitäten, die Biografien der Opfer und was diese Vertreibung des Wissens später für Österreich bedeutete. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 08.11.2025 ORF III
  • Andreas Pfeifer, Danielle Spera, Eva Nowotny.
    Der 3. März 1986 markiert einen der wichtigsten Schicksalstage der Zweiten Republik. Mit dem Erscheinen des profil-Artikels über die Kriegsvergangenheit Kurt Waldheims beginnt eine Auseinandersetzung, die Österreich nachhaltig verändert. Die neue Dokumentation von ORF III bleibt nicht bei diesem Moment stehen. Sie folgt den Linien, die sich bereits zuvor abzeichnen, greift den ersten öffentlichen Vorwurf auf und erzählt von einer Gesellschaft im Wandel, von Medien, die beginnen, anders zu arbeiten, und von einem Generationenkonflikt, der zunehmend sichtbar wird. Archivmaterial und Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Erwin Pröll, Heinz Fischer, Marika Lichter, Monika Sommer und Eva Novotny machen den Moment zum Brennglas der Geschichte und zeigen, was dieser Aufbruch ausgelöst hat und was davon geblieben ist. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 14.03.2026 ORF III
  • Als Begründerin des Modeimperiums und als französische Modedesignerin gehört sie zu den bedeutensten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ab 1916 setzte sie sich für eine funktionelle Damenmode mit wadenlangem Rock, gegürtetem Oberteil und Kurzhaarschnitt ein. Im Jahre 1923 brachte sie das Erfolgprodukt „Chanel N°5“ auf den Markt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 10.03.2019 ORF III
  • Nicht nur feiert Heinz Marecek dieses Jahr sein 60-jähriges Bühnenjubiläum, er begeht auch seinen 80. Geburtstag. Zeit dem Ausnahmeschauspieler eine Dokumentation zu widmen. Ganz privat erzählt der davon, dass es nie einen „Plan B“ zur Schauspielerei gegeben hätte. Und dabei hat sein Bruder einst gewitzelt, ob man für den Beruf des Schauspielers nicht schöner sein müsse. Eindrücklich erzählt er von seiner Aufnahme am prestigeträchtigen Max-Reinhardt-Seminar, von Soko Kitzbühel, von dem Projekt, bei dem er seine Ehefrau kennenlernte, vom Kabarett und seinen größten Erfolgen als Regisseur und Schauspieler. Die ORF-III-Neuproduktion wirft einen faszinierenden Blick auf einen der großen Publikumslieblinge der Zweiten Republik. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Fr. 12.09.2025 ORF III
  • Die Gestapo, die Geheime Staatspolizei, war ein ganz wesentliches Instrument des nationalsozialistischen Terrors. Schon kurz nach der Gründung 1933 wurde sie zu einer schlagkräftigen Truppe, die Menschen überwachte und verfolgte, die der NS-Staat zu „Staats- und Volksfeinden“ erklärt hatte. Die zentralen Akteure waren Hermann Göring, der Gründer, Heinrich Himmler, der Leiter der gesamten NS-Polizei und Reinhard Heydrich, der die Gestapo bis zu seinem Tod gestaltete. Heydrich und sein Getreuer Heinrich Müller standen an der Spitze der verzweigten Institution, die zehntausende von Agenten umfasste. Doch wie konnte Hitlers kleine Miliz in nur wenigen Jahren zu einem so unerbittlichen und effizienten Staatsapparat werden? Warum war gerade die Gestapo mit der Endlösung und den Vernichtungslagern betraut und wurde so zum ultimativen Vernichtungsinstrument? Die Dokumentation erzählt die Geschichte von Hitlers Terror-Truppe, deren grausames Know-how ganz Europa in Angst und Schrecken versetzte und mehrere andere Diktaturen zu bedrohlichen Nachahmungen inspirierte. (Text: ORF)
  • Am 10. November 1920 trat für die zwei Jahre zuvor gegründete Republik eine neue Verfassung in Kraft. Mit dieser Verfassung erhielt auch die ehemalige kaiserliche Reichs- und Residenzstadt Wien seinen Status als eigenständiges Bundesland, von da an von Niederösterreich getrennt. Doch trotz dieser Abtrennung sind Niederösterreich und Wien mehr miteinander verbunden als andere Bundesländer. In der Zeit des Nationalsozialismus sollte Wien zur flächenmäßig größten Stadt des Deutschen Reichs werden. So wurden im Oktober 1938 insgesamt 97 niederösterreichische Gemeinden Wien angegliedert. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die meisten Gemeinden wieder rückgegliedert. Noch einige weitere Jahrzehnte sollten vergehen, bis Niederösterreich eine eigene Hauptstadt erhielt. „Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft“ war der Slogan des ehemaligen Landeshauptmanns Siegfried Ludwig anlässlich der Volksbefragung 1986, bei der sich die Bevölkerung für St. Pölten entschied. Die neue ORFIII-Dokumentation von Wolfgang Winkler begibt sich, ausgehend von der Trennung vor 100 Jahren, auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden, nach Trennendem und Verbindenden und erzählt so manche Anekdote über die „Hassliebe“, die die beiden Bundesländer, ihre Bewohner und ihre politischen Vertreter verbindet. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 03.10.2020 ORF III
  • Die ORF-III-Neuproduktion wirft einen Blick auf die Geschichte der isoliertesten Region Österreichs – dem Kleinwalsertal. Die Region und die Bewohner des Kleinen Walsertals sind historisch und geografisch in einer besonderen Situation. Aufgrund der außergewöhnlichen Lage ist das Kleinwalsertal über Vorarlberg nicht erreichbar, sondern nur über die Bayerische Nachbargemeinde Oberstdorf in Bayern. Die Bewohner waren im 13. Jahrhundert aus dem Schweizer Kanton Wallis in das abgelegene Tal gezogen und gaben ihm seinen Namen. Der Dialekt der rund 5000 Bewohner unterscheidet sich bis heute noch von Bewohnern der umliegenden Gemeinden. Diese Abgeschiedenheit des von Bergen umgeben Tals, prägt die als besonders innovativ und fleißig geltenden Bewohner des Kleinwalsertals bis heute. Die ungewöhnliche Lage des Tals führte auch zu Kuriositäten. Beispielsweise war bis zur Einführung des Euro die offizielle Währung im Kleinwalsertal die Deutsche Mark. Noch heute haben die Häuser im Tal zwei verschiedene Postleitzahlen. Eine Österreichische und eine Deutsche. (Text: ORF)
    Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 17.09.2022
  • Man geht davon aus, dass es vor und während des Zweiten Weltkriegs etwa 1200 Ghettos gab. Im Gegensatz zu den Konzentrationslagern gab es für die von den Nazis geschaffenen Ghettos weder ein einheitliches Modell noch eine zentrale Verwaltung. Es waren die lokalen Behörden, die entschieden, wie die jüdische Bevölkerung isoliert, ausgebeutet, terrorisiert und vernichtet werden sollte. In den ersten Jahren ihres Bestehens dienten sie den Verfolgern als Experimentierfeld für die langsame Vernichtung einer ganzen Bevölkerung, die unter schrecklichen Lebensbedingungen litt, die absichtlich geschaffen wurden, um die Zahl der Todesopfer unter den Bewohnern – die in Wirklichkeit Gefangene waren – zu erhöhen. Diese Orte, die integraler Bestandteil des Holocausts waren, dienten als Arbeitsreservoir für die deutsche Rüstungsindustrie oder für Bauarbeiten, bevor sie für einige zu Orten des von den Nazis verübten Massakers wurden. Dieser Dokumentarfilm verfolgt die Lebenswege von im Ghetto gefangenen Menschen. Außerdem zeigt er auf eindrückliche Weise die Strukturen, die von der jüdischen Gemeinde, trotz widrigster Umstände, in den Ghettos aufgebaut wurden. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 27.01.2025 ORF III
  • Original-TV-Premiere So. 03.11.2019 ORF III
  • Im Frühjahr 2012 entdeckten italienische Taucher vor der Küste Sardiniens, in 60 Metern Tiefe das Wrack eines riesigen Flugzeugs. Der Fund ist eine Sensation, denn es handelt sich um die Überreste eines sogenannten „Giganten“, vor 75 Jahren das größte Flugzeug der Welt. Ursprünglich hatten die Deutschen den Lastensegler, der eine ganze Kompanie samt Ausrüstung und sogar Panzer transportieren konnte, für die Invasion Englands entwickelt. Zusammen mit einer zweiten Maschine war der „Gigant“ am 26. Juli 1943 vom italienischen Militär-Flugplatz Venafiorita Richtung Sardinien gestartet. Nur wenige Minuten später wurden die beiden Transportflugzeuge von acht stark bewaffneten britischen Langstreckenjägern angegriffen und abgeschossen. Die Produktion rekonstruiert den dramatischen Luftkampf und erzählt die Geschichte der Menschen an Bord. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 15.10.2016 ORF III
  • Für die eine sollte es ein monumentaler Triumph werden, für die andere ein überwältigendes Comeback – doch auch wenn es nicht der Genrebezeichnung entspricht: Das Sandalen-Opus „Cleopatra“ und die Screwball Comedy „Something’s Got to Give“ wurden für die beiden größten Diven ihrer Zeit zu Katastrophenfilmen, die für den Irrsinn Hollywoods stehen und die Produktionsfirma an den Rand das Bankrotts brachten. Elizabeth Taylor als Cleopatra schien eine sichere Bank zu sein, doch der Streifen verschliss drei Regisseure und überzog das Budget bei einer fast einjährigen Drehzeit um ein Vielfaches. Zudem begann Taylor ihre skandalträchtige Affäre mit dem walisischen Raubein Richard Burton. Marilyn Monroe hatte eine Scheidung und mit „Misfits“ einen Flop hinter sich. Mit dem Remake einer Komödie sollte sie wieder an glanzvollere Tage anschließen. Als erster Filmstar von Weltrang war sie zu einer Nacktszene bereit. Doch weil sie sich einerseits zu krank für die Dreharbeiten fühlte, andererseits stark genug, um John F. Kennedy „Happy Birthday, Mr. President“ zu hauchen, wurde sie gefeuert – und auf Betreiben von Filmpartner Dean Martin wieder geheuert. Wenig später starb die Monroe an einer Überdosis Barbiturate. Der Film wurde nie fertiggestellt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 06.08.2022 ORF III
  • Am westlichsten Ende des Waldviertels, unmittelbar an der tschechischen Grenze, liegt die Gemeinde Brand-Nagelberg. Hier befand sich einst ein Zentrum der heimischen Glasindustrie, es gab eine eigene Brauerei, einen Kindergarten, ein Kino, Arbeiterwohnungen und mehrere Gasthäuser. Größter Arbeitgeber war die Firma Stölzle. Diese Industrie ist hier längst Geschichte – und doch immer noch präsent. Nicht nur, weil einige ihrer Protagonisten die Glasbläserkunst bis heute hochhalten und bemerkenswerte Produkte herstellen, sondern auch, weil es kaum eine Familie gibt, in der nicht zumindest ein Mitglied eine Vergangenheit in der Glasmanufaktur hätte. Der seit 30 Jahren in der Region lebende Filmemacher Peter Gold hat diesen Menschen und ihrer Geschichte nachgespürt und mit ihnen zahlreiche Gespräche geführt. Daraus ist nun die Filmdokumentation „Das Glasdorf“ entstanden. Sie erzählt von Vergangenheit und Gegenwart der Glasbläserei, zeigt das schwierige und schweißtreibende Handwerk und ist als eine Hommage an jene Menschen gedacht, die dieser Region Kraft ihrer Arbeit über Jahrzehnte einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 17.08.2024 ORF III
  • Sie galt als eine der schönsten Schauspielerinnen ihrer Zeit: Grace Kelly. Bis heute ist sie eine Ikone. Ihr Leben lang stand sie im Blitzlichtgewitter. Als erfolgreiche Schauspielerin gewann sie einen Oscar, nach ihrer Heirat mit Fürst Rainier von Monaco wurde sie zur Prinzessin. Grace Kelly war für ihr stilsicheres Auftreten bekannt und setzte weltweit modische Trends. Ihre Präsenz im Fürstentum verhalf Monaco zu neuem Ansehen und wirtschaftlichem Aufschwung. Auch die Bilder ihres tragischen Todes bei einem Autounfall 1982 gingen um die Welt. Aber bei all den Aufnahmen, die sie bis heute unsterblich machen bleibt sie doch ein Geheimnis. Wer war die kühle Schönheit, die Hollywood und später Europa im Sturm eroberte? Ihr Sohn Prinz Albert von Monaco gewährt erstmals tiefe Einblicke in das private Archiv der Familie Grimaldi, denn Gracia Patricia filmte bis zu ihrem Lebensende begeistert mit. Zum ersten Mal sieht man die Ausnahmeschauspielerin in ihrem Alltag als Familienmutter und Ehefrau, privat und weit entfernt von den Augen der Öffentlichkeit. Eine Sammlung an 8mm, 16mm und Super-8 Filmrollen gewährt dabei einen Blick auf eine Frau, die ganz anders ist als das Bild der gefassten, würdevollen Ehefrau von Fürst Rainier oder der perfekt lächelnden Filmschönheit. Losgelöst und frei spielt sie mit ihren Kindern in ihrem privaten Anwesen. Ein Blick zurück auf das ereignisreiche Leben einer Ikone und ihrem tragischen Schicksal. (Text: ORF)
  • Fotos von Grace Kelly und Fürst Rainier III. auf ihrer Hochzeitsreise. Aus einem privaten Fotoalbum von Grace Kelly, aufbewahrt im Archiv der Fürstenfamilie Grimaldi in Monaco.
    Original-TV-Premiere Sa. 09.10.2021 ORF III
  • Die BBC interviewte in den 1960er Jahren 280 Augenzeugen des Ersten Weltkriegs. Soldaten und Zivilisten geben Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse. Das Filmmaterial wurde vom Imperial War Museum in seinen Archiven verstaut und nur Bruchteile davon wurden jemals öffentlich gezeigt. Diese einzigartigen Zeitdokumente des Krieges beleuchten die menschlichen Schicksale der Überlebenden. Sowohl die Schrecken der Artillerie, die Flucht vor den Bombenangriffen als auch die erlebten Grauen der jungen Soldaten aus denen der Krieg Mörder machte. Die Ängste und Befürchtungen der Frauen an der Heimatfront werden thematisiert, aber auch plötzlich eintretende Waffenruhe auf den Schlachtfeldern. Diese persönlichen Erzählungen die man so, 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, nie mehr hören wird, sind schlichtweg ergreifend. Die Interviews werden mit Archivaufnahmen und Fotografien begleitet. Die Augenzeugenberichte erzählen berührend von den beklemmenden Seiten des Krieges. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 10.11.2018 ORF III
  • Wolfgang Planker.
    Die neue Folge der ORFIII-Reihe „Große Momente – Bilder, die Österreich bewegten“ taucht abermals tief in das visuelle Gedächtnis der Nation ein und widmet sich den prägenden Momenten der 1960er Jahre. Dieses Jahrzehnt brachte gesellschaftlichen Aufbruch, internationale Begegnungen und kulturelle Umbrüche. Unvergessen bleiben die bissige Satire von Helmut Qualtingers „Herr Karl“, die Staatsbesuche von John F. Kennedy und Elizabeth II. der „Queen of England“ oder das legendäre Gastspiel der Beatles in Obertauern. Diese und viele weitere ikonische Fotografien verdichten sich zu einem lebendigen Porträt eines Österreichs im Spannungsfeld von Tradition und Moderne. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Historikerinnen und Historiker ordnen die Bilder ein und eröffnen neue Perspektiven auf ein Jahrzehnt, das den Weg in die Gegenwart ebnete. Mit Andreas Vitasek, Franz Hasil, Robert Schindel, Raimund Löw, Ingrid Kurz, Roland Machatschke, Georg Hennig, Christian Skrein, Anneliese Rohrer, Peter Filzmaier, Hannes Leidinger u.v.a. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 14.02.2026 ORF III
  • Franz Viehböck schwebt von angedockter Rakete in die Raumstation MIR.
    Der Beginn des neuen Jahrzehnts war geprägt durch Veränderung und Aufbruchsstimmung: Der eiserne Vorhang fiel, Grenzen lösten sich auf und der Kosmos rief. Als erster Österreicher im All markierte Franz Viehböck mit dem Besuch der russischen Raumstation MIR den Beginn einer Ära voller grenzüberschreitender Errungenschaften. Während Viehböck die Sterne eroberte, zementierten Österreichs Wintersportlegenden ihren Ruf auf Erden. Petra Kronberger, die Skikönigin, zierte unverhofft das Cover des „Time Magazine“ und Hermann Maier, der „Herminator“, lieferte in Nagano eines der legendärsten Skisportfotos der Welt – ein Bild, das sich ins kollektive Gedächtnis einbrannte. Die 90er Jahre waren jedoch nicht nur eine Zeit des sportlichen Glanzes. Sie waren auch ein Jahrzehnt der politischen Meilensteine, der naturgewaltigen Ereignisse und der technologischen Schwellenmomente. Der EU-Beitritt, die totale Sonnenfinsternis und die bange Frage, ob die Welt den Sprung ins neue Millennium technisch unbeschadet überstehen würde, prägten diese ereignisreiche Zeit. Diese Folge der Dokumentationsreihe „Große Momente – Bilder die Österreich bewegten – Die 90er“ fängt all diese bedeutenden Momente in kraftvollen Bildern und tiefgreifenden Interviews mit Zeitzeugen ein. Eine packende Zeitreise, kuratiert von den Regisseuren Josef Pallwein-Prettner und Norman Vaughan, die ein spannendes Porträt eines Jahrzehnts zeichnet, das Österreich und die Welt unwiderruflich veränderte. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 19.10.2024 ORF III

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