Jede Woche wird von der AGF Videoforschung die sogenannte Nettoreichweiten-Auswertung der Programmmarken veröffentlicht. Darin wird gemessen, wie viele Menschen innerhalb einer Woche online mit Inhalten einer bestimmten Programmmarke in Berührung gekommen sind. Angeführt wird das Ranking der Kalenderwoche 40 (28. September bis 4. Oktober) vom ZDF-„sportstudio“ mit 1,660 Millionen Views – ausschlaggebend ist hier die Übertragung des UEFA-Nations-League-Spiels zwischen Deutschland und Serbien vom 1. Oktober.
Noch einmal steigern konnte sich außerdem das Trash-TV-Format „Das Sommerhaus der Stars“ von RTL, für das es in jener Woche mit 1,278 Millionen Abrufen für Platz 4 reichte. Die neue Staffel der Datingshow „Are You The One? – Reality Stars in Love“ schaffte es mit 923.000 Views auf Rang 8.
Auf Platz 5 ist die erste fiktionale Serie im Ranking zu finden: Die finale Staffel der ARD-Produktion „Babylon Berlin“ brachte es noch einmal auf weitere 1,181 Millionen Abrufe. Das neue „Reacher“-Spin-off „Neagley“ von Prime Video landete mit weiteren 882.000 Views auf Platz 9. Das ist bei beiden Serien auch deshalb bemerkenswert, weil die kompletten Folgen bereits seit rund zwei Wochen bereitlagen. In der untersuchten Woche wurden „Babylon Berlin“ und „Neagley“ aber weiterhin sehr häufig gestreamt. Dies gilt auch für den Dauerbrenner „Two and a Half Men“: Der Sitcom-Klassiker sammelte auf Prime Video 677.000 Views ein und schaffte es auf Platz 13.
Bemerkbar macht sich auch der Start der neuen „SOKO“-Saison im ZDF. In der Kalenderwoche 40 gingen die neuen Staffeln von „SOKO Leipzig“ und „SOKO Stuttgart“ auf Sendung – und prompt landete das Krimi-Franchise mit 794.000 Views in den Top 10.
Top 20 Programmmarken KW 40, alle Anbieter, sortiert nach kumulierter Nettoreichweite
Allgemein gilt zu berücksichtigen: Die sogenannte Messung der Programmmarken-Nettoreichweiten durch die AGF funktioniert völlig anders als die Messung der Einschaltquoten im herkömmlichen linearen Fernsehen und ist deshalb auch nicht damit vergleichbar. Konkret sollen diese Zahlen wiedergeben, wie viele Menschen insgesamt mit Video-Inhalten einer „Programmmarke“ in Kontakt gekommen sind. Dabei spielt keine Rolle, ob sich der jeweilige User eine Folge komplett angesehen oder mittendrin abgebrochen hat, ob er einen kurzen Clip oder auch mehrere Videos geguckt hat. Hinzu kommt, dass in der Liste von den internationalen Streaminganbietern bislang nur Amazon bzw. Prime Video gemessen wird. Netflix und Disney+ etwa geben nach wie vor keine offiziellen Zahlen heraus, weshalb diese Plattformen in der Statistik nicht abgebildet werden.