Quoten: „WWM“ dreht vor Sommerpause nochmal auf

    ZDF siegt mit Thriller, kein großes Interesse an Wahl-“Brennpunkt“

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 28.05.2019, 09:36 Uhr

    Günther Jauch präsentiert „Wer wird Millionär?“ – Bild: MG RTL D / Stefan Gregorowius
    Günther Jauch präsentiert „Wer wird Millionär?“

    Mit einer zweistündigen Ausgabe verabschiedete sich „Wer wird Millionär?“ am gestrigen Montagabend bei RTL in die Sommerpause, am 3. Juni steht noch ein neues Prominenten-Special auf dem Programm (fernsehserien.de berichtete). Mit insgesamt 4,93 Millionen Zuschauern und tollen 16,8 Prozent stellte die Quizshow mit Günther Jauch noch einmal ihre ungebrochene Stärke unter Beweis. 1,32 Millionen davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt, der Marktanteil lag bei 15,6 Prozent und damit so hoch wie seit Monaten nicht mehr. Damit sicherte man sich obendrein den deutlichen Tagessieg in der Zielgruppe. „Extra“ hielt sich im Anschluss noch bei guten 13,3 Prozent.

    Größter Konkurrent beim jungen Publikum war zur besten Sendezeit überraschend Sat.1, das mal wieder „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ zeigte. 1,01 Millionen Zuschauer ließen sich unterhalten und bescherten dem Bällchensender weit überdurchschnittliche 11,9 Prozent. Das Science-Fiction-Abenteuer „Das fünfte Element“ erwies sich später allerdings als Rohrkrepierer und fiel auf sehr maue 6,3 Prozent zurück.

    Den Gesamtsieg sicherte sich das ZDF mit dem Thriller „Reich oder tot“ aus der Reihe „Unter Feinden“. Obwohl es sich hierbei nur um eine Wiederholung handelte, schalteten 5,16 Millionen Menschen ein, die hervorragenden 17,3 Prozent entsprachen. Nur bei den 14- bis 49-Jährigen war der Film angesichts 6,4 Prozent kein großer Erfolg. Beim „heute journal“ informierten sich nachfolgend insgesamt 3,57 Millionen Zuschauer (12,9 Prozent), ehe der Actionfilm „Lucy“ noch von 2,52 Millionen (13,4 Prozent) gesehen wurde. In der Zielgruppe lag der Marktanteil um 22.15 Uhr bei ansehnlichen 10,0 Prozent.

    Das Erste widmete sich in einem „Brennpunkt“ noch einmal dem Ausgang sowie den Folgen der Europawahl, konnte allerdings nur 2,47 Millionen Zuseher anziehen. Mehr als miese 8,3 Prozent waren damit nicht drin. Immerhin sah es bei den Jüngeren ganz ordentlich aus, hier reichte es zu 7,0 Prozent. „Hart aber fair“ steigerte die Gesamtreichweite danach zwar um 200.000, die Zweistelligkeit verpasste man aber trotzdem und landete bei 9,2 Prozent. Erst die „Tagesthemen“ lagen um 22.15 Uhr bei guten 12,4 Prozent, mit 2,82 Millionen saßen deutlich mehr Menschen vor dem Bildschirm als zur Primetime.

    ProSieben kam derweil etwas schwerer in die Gänge. Zwei Wiederholungen von „The Big Bang Theory“ generierten zum Start in den Abend 10,0 und 10,9 Prozent in der Zielgruppe, 820.000 bzw. 940.000 hatten eingeschaltet. „Mom“ musste sich dann mit nur 8,9 Prozent begnügen, bevor es für drei weitere „Big Bang“-Folgen wieder auf bis zu 12,7 Prozent nach oben ging. „Late Night Berlin“ verabschiedete sich schließlich mit durchwachsenen 9,2 Prozent in die Sommerpause.

    Bei VOX fiel „Guidos Masterclass“ eine Woche vor dem Finale auf einen neuen Tiefstwert und erzielte nur noch schwache 5,4 Prozent bei 460.000 14- bis 49-jährigen Zuschauern. „Goodbye Deutschland!“ lag im Anschluss bei deutlich besseren 8,3 Prozent. Stabil auf unterdurchschnittlichem Niveau blieb die RTL-II-Jugendserie „Wir sind jetzt“. Nach 4,4 und 3,4 Prozent zum Auftakt vergangene Woche kam man diesmal auf 4,3 und 3,7 Prozent. Eine alte Folge von „Naked Attraction“ fuhr anschließend immerhin 5,3 Prozent ein. Zur besten Sendezeit lag man sogar knapp hinter kabel eins, wo „Demolition Man“ aber auch keine Bäume ausriss und 4,7 Prozent verzeichnete.

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