Quoten: „Wer wird Millionär?“ sorgt für Aufschwung, „Grey’s Anatomy“ und „Seattle Firefighters“ weiter mit Problemen

    Frauen-Fußball-EM und „Goodbye Deutschland!“ überzeugen

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 12.07.2022, 09:39 Uhr

    Günther Jauch moderiert „Wer wird Millionär?“ – Bild: RTL/Stefan Gregorowius
    Günther Jauch moderiert „Wer wird Millionär?“

    Dass Günther Jauch nicht (mehr) unbedingt eine Allzweckwaffe für RTL ist, ließ sich in den vergangenen Wochen beobachten, als der „Gipfel der Quizgiganten“ trotz seiner Mitwirkung extrem blass blieb. Wie an den Quoten des gestrigen Montagabends abzulesen ist, haben viele Zuschauer eher auf die Rückkehr des Klassikers „Wer wird Millionär?“ gewartet: Mit insgesamt 3,47 Millionen Zuschauern und famosen 13,7 Prozent setzte man sich zur Primetime sogar vor den Öffentlich-Rechtlichen an die Spitze. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war die Quizshow mit 700.000 und 12,1 Prozent ebenfalls Marktführer. „RTL Direkt“ und „Extra“ kamen im weiteren Verlauf immerhin auf ordentliche 10,6 und 11,3 Prozent.

    Das ZDF übertrug ab 21:00 Uhr die Begegnung der Frauen-Fußball-EM zwischen England und Norwegen in der Gruppe A. 3,21 Millionen Sportfans bescherten den Mainzern gute 13,7 Prozent, bei den Jüngeren reichte es angesichts 10,5 Prozent zu einem knapp zweistelligen Marktanteil. Das kurze „heute journal“ steigerte sich in der Halbzeitpause leicht auf 3,60 Millionen (14,3 Prozent), für den Sci-Fi-Thriller „Was geschah am Montag?“ blieben um 23:05 Uhr hingegen nur noch 760.000 Gesamtzuschauer dran, die mauen 7,7 Prozent entsprachen.

    Das Erste setzte zu Beginn des Abends auf die Free-TV-Premiere der Musicalverfilmung „Ich war noch niemals in New York“, die mit 3,19 Millionen nur ein paar Zuschauer weniger ansprach als das Fußballspiel. Solide 12,6 Prozent wurden insgesamt gemessen, in der Zielgruppe reichte es zu überdurchschnittlichen 8,5 Prozent. Die „Tagesthemen“ schafften hier um 22:15 Uhr sogar 10,2 Prozent und informierten noch 2,29 Millionen Menschen ab drei Jahren (11,3 Prozent). Als meistgesehene Sendung bei Jung und Alt stellte sich mal wieder die „Tagesschau“ heraus, die um 20:00 Uhr von insgesamt 5,16 Millionen (21,3 Prozent) und 1,06 Millionen zwischen 14 und 49 Jahren (19,6 Prozent) verfolgt wurde.

    Erneut auf keinen grünen Zweig kamen die Serien auf ProSieben: „Grey’s Anatomy“ krebste diesmal bei 6,9 Prozent in der Zielgruppe herum und kam nur auf eine Gesamtreichweite von 820.000 Zuschauern, „Seattle Firefighters“ sackte anschließend auf 5,9 Prozent ab. „Prodigal Son“ ging im weiteren Verlauf mit 4,1 und 5,2 Prozent vollends baden. So musste sich der Sender aus Unterföhring nicht nur RTL Zwei geschlagen geben, wo „Bella Italia – Camping auf Deutsch“ binnen Wochenfrist wieder deutlich um 2,5 auf sehr gute 6,9 Prozent zulegte, sondern auch den Auswanderern bei VOX: „Goodbye Deutschland!“ brachte es dort mit zwei neuen Folgen auf starke 8,6 und 9,5 Prozent.

    Völlig desolat lief es schon zum Start in den Abend für Sat.1: Die Wiederholung der Rankingshow „111 fabelhafte Familien!“ unterhielt gerade mal 3,9 Prozent der Werberelevanten. „111 haarsträubende Hobbys!“ betrieb danach immerhin ein wenig Schadensbegrenzung, scheiterte mit 6,5 Prozent aber ebenfalls am Senderschnitt. Besser fuhr der Actionthriller „Speed“, der bei Schwestersender Kabel Eins zufriedenstellende 5,6 Prozent generierte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1987) am

      Naja , Grey’s Anatomy und Seattle Firefighters gibts eine Woche im Voraus bei Disney plus :) :) :)
      • (geb. 1984) am

        Bei Pro 7 ist es kein Wunder daß die Quoten nicht so toll sind, zum einem liegt das daran das sie nicht einfach eine Serie auf einen anderen Wochentag legen können, das ging noch nie gut aus sondern sorgte immer für schlechte Quoten, und sie Leute haben an den Tag immer was anderes angeschaut und wenn sie sich entscheiden müssen schauen sie das was sie sonst immer an dem Tag geschaut haben und nehmen das andere auf oder schauen es in Internet auf der Seite von Pro 7 an.
        • am via tvforen.de

          "Ich war noch niemals in New York"
          geht es nur mir so oder war das ein ganz schwacher Film.
          Bin jetzt nicht der Udo Jürgens 100% Fan, aber vieles hörte sich arg schlecht gesungen an. Auch das Lippensynchrone passte für meinen Geschmack nicht so. Bzw. Lautstärke und Mundbewegung.
          Denke mit den Udo Jürgens Liedern hätte man weitaus besseres hinbekommen können.
          • am

            das war der größte fehler von pro 7 die serien auf den montag zu verlegen.......aber selbst schuld wenn man nur noch trash tv zeigt........

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