Quoten: „United States of Al“ startet schwach, „Der Palast“ stark

    Finale der Darts-WM und „Wer wird Millionär“ ebenfalls erfolgreich

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 04.01.2022, 09:48 Uhr

    Awalmir (Adhir Kalyan, l.) und Riley (Parker Young) in „United States of Al“ – Bild: Robert Voets/2020 Warner Bros. Entertainment Inc.
    Awalmir (Adhir Kalyan, l.) und Riley (Parker Young) in „United States of Al“

    Im zweiten Anlauf startete am gestrigen Montagabend endlich die neue Comedyserie „United States of Al“ auf ProSieben – allerdings auf äußerst überschaubarem Niveau: Insgesamt hatten gerade mal 700.000 und 630.000 Menschen die ersten beiden Folgen eingeschaltet, darunter 450.000 und 430.000 aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die Marktanteile betrugen hier nur schwache 6,0 und 5,4 Prozent. Dass die Konkurrenz durchaus hart war, kann aber nur bedingt als Ausrede herhalten. Noch schlimmer sah es im Folgenden für die Zeichentrickserien aus: „Die Simpsons“ fielen auf 4,1 und 3,8 Prozent zurück, ehe auch „Family Guy“ mit 4,0 Prozent eine klägliche Figur abgab.

    Einen tollen Auftakt feierte hingegen die Eventserie „Der Palast“, die das ZDF an drei aufeinanderfolgenden Abenden zeigt. Teil 1 bescherte den Mainzern mit 6,34 Millionen Zuschauern und hervorragenden 20,1 Prozent den Tagessieg. Beim jungen Publikum standen gute, aber unspektakuläre 7,2 Prozent zu Buche. Gefragt war auch das anschließende „heute journal“, das 5,27 Millionen Menschen (18,7 Prozent) informierte. Der Thriller „Verschwörung“ fesselte um 22:15 Uhr schließlich noch 2,56 Millionen und brachte es auf 13,6 Prozent.

    Ebenfalls zufriedenstellend, wenn auch auf etwas niedrigerer Flughöhe, schlug sich Das Erste: Die Tragikomödie „Oskar, das Schlitzohr und Fanny Supergirl“ unterhielt 4,06 Millionen Zuseher ab drei Jahren und kam auf 12,9 Prozent, bei den Jüngeren setzte man sich angesichts 7,8 Prozent sogar vor die öffentlich-rechtlichen Kollegen. Allerdings blieben im Anschluss gerade mal insgesamt 1,77 Millionen für die Wiederholung des Films „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ dran, der Marktanteil stürzte auf unbefriedigende 7,9 Prozent.

    Noch 10.000 Zuschauer mehr, genauer gesagt 4,07 Millionen, hatte zum Start in den Abend der Auftakt der 3-Millionen-Euro-Woche von „Wer wird Millionär?“ bei RTL. In der Zielgruppe sicherte sich der Quiz-Klassiker mit Günther Jauch den Primetime-Sieg und holte 12,9 Prozent bzw. 980.000 vor den Bildschirm. „RTL Direkt“ und „Extra“ fielen im weiteren Verlauf in die Einstelligkeit und landeten bei durchwachsenen 9,8 und 9,6 Prozent. Nicht weit dahinter lag überraschend Sport1, wo das Finale der Darts-WM auf riesiges Interesse stieß: Fantastische 13,5 Prozent der Werberelevanten sahen den knappen Sieg von Peter Wright, die Gesamtreichweite betrug 1,64 Millionen. Der kleine Sportsender steckte somit sämtliche private Konkurrenten in die Tasche.

    Beispielsweise auch Sat.1, wo die Komödie „Kalte Füße“ lediglich 1,10 Millionen Zuschauer anlockte und bei dürftigen 5,4 Prozent in der Zielgruppe hängenblieb. Auf dem gleichen Marktanteilsniveau verharrte später auch „Willkommen bei den Hartmanns“. Sogar RTL Zwei musste man den Vortritt lassen, das mit der neuen Staffel der „Geissens“ punktete: Gute 5,8 und 5,9 Prozent verzeichneten die ersten beiden Folgen der langlebigen Doku-Soap. Ein Special zum 10-jährigen Jubiläum des Formats holte am späten Abend noch 5,7 Prozent.

    VOX konnte der Konkurrenz mit zwei Erstausstrahlungen von „Goodbye Deutschland!“ ebenfalls die Stirn bieten und generierte überdurchschnittliche 7,6 und 7,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Etwas schwerer in die Gänge kam Kabel Eins, das sich zunächst mit 4,6 Prozent für das Familiendrama „Over the Top – Mein Daddy schlägt sie alle“ begnügen musste. „The Last Stand“ steigerte sich um 22:10 Uhr aber noch auf erfreuliche 6,1 Prozent.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Meiner Frau und mir hatten die ersten 2 Folgen von "United States of Al" sehr gut gefallen, man merkt, das die Serie von Chuck Lorre ist. Auch die Darsteller sind gut, der Humor sowieso...ich hoffe, die Quoten bessern sich noch...
      • am via tvforen.de

        Obwohl ich mich für Tanz etc. nicht interessiere, halte ich "Der Palast" im Grunde für die gelungenste der vielen Miniserien der Ö-R in den letzten Wochen.
        Gut, die Story war nicht besonders originell, findet man ja schon bei Plautus und Kästner, und ein paar kleine historische Schnitzer gab es auch.
        Aber ansonsten gut gespielt und gut in Szene gesetzt, finde ich.
        • (geb. 1976) am

          Ich denke die Zeiten sind vorbei, wo man mit Serien im TV noch mehr als 6 Prozent holen kann. Bessere Quoten bekommt man nur noch mit Trash-Formaten.

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