Nachdem seine Kollegin Barbara Salesch im vergangenen Sommer mit „Barbara Salesch – Der größte Prozess ihres Lebens: Die Tote im Rhein“ erstmals zur Primetime bei RTL erfolgreich ihr Urteil fällen durfte, zog am gestrigen Dienstagabend Richter Ulrich Wetzel nach. Das Special „Sein härtester Fall: Bis zur Unkenntlichkeit“ lockte allerdings kaum junge Zuschauer an: Mit gerade mal 190.000 zwischen 14 und 49 Jahren stand ein mieser Marktanteil von 5,0 Prozent zu Buche. Insgesamt lief es angesichts 1,51 Millionen (7,2 Prozent) zwar besser, das Barbara-Salesch-Special hatte es letztes Jahr aber sogar auf 2,15 Millionen gebracht.
In der Zielgruppe lag ab 21:00 Uhr der kleine Spartensender One in Führung, der das erste Halbfinale des Eurovision Song Contests übertrug und damit hervorragende Quoten verzeichnete: 430.000 Jüngere trieben den Marktanteil auf 12,9 Prozent, die Gesamtreichweite betrug 920.000 und fiel um 250.000 höher aus als 2025. Sehr gut startete auch ProSieben in den Abend, wo „TV total“ mit 470.000 noch ein paar Umworbene mehr zählte, die 12,2 Prozent entsprachen. Insgesamt hatten 1,04 Millionen eingeschaltet. „Experte für alles“ fiel danach jedoch auf schwache 5,1 Prozent zurück.
Beim Gesamtpublikum setzten sich mal wieder die Serien im Ersten an die Spitze: „Die Notärztin“ erzielte mit 3,17 Millionen Zuschauern (14,7 Prozent) die höchste Reichweite seit März, „In aller Freundschaft“ steigerte sich anschließend noch auf 3,33 Millionen (15,5 Prozent). Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden ebenfalls gute 8,7 und 8,5 Prozent gemessen. Auch die ZDF-Doku „Im Maschinenraum der Macht“ kam hier auf überdurchschnittliche 7,6 Prozent, musste sich insgesamt aber mit lediglich 1,34 Millionen und mageren 6,2 Prozent begnügen. Für „frontal“ ging es danach nur leicht auf 1,52 Millionen (7,1 Prozent) nach oben.
„Sing meinen Song“ musste bei VOX wohl auch aufgrund der musikalischen Konkurrenz in Gestalt des ESC erstmals in diesem Jahr einen einstelligen Zielgruppen-Marktanteil hinnehmen, mit 9,6 Prozent kann man in Köln aber trotzdem sehr zufrieden sein. 1,12 Millionen Menschen ab drei Jahren saßen diesmal vorm Bildschirm. In Sat.1 tat sich die neue Krimiserie „Hunting Party – Die Mörderjagd“ erneut schwer und kam nicht über 4,2 und 4,7 Prozent bei den Werberelevanten hinaus. Insgesamt wurden aber immerhin 830.000 und 820.000 Zuseher gezählt.