ESC 2026 im ORF mit extrem umfangreichem Rahmenprogramm

Überblick über alle Sondersendungen rund um den Eurovision Song Contest 2026

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 20.04.2026, 19:29 Uhr

ESC 2026 im ORF mit extrem umfangreichem Rahmenprogramm – Überblick über alle Sondersendungen rund um den Eurovision Song Contest 2026 – Bild: ORF

Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien rückt immer näher. In weniger als einem Monat, genauer gesagt am 16. Mai, steigt das große Finale. Der ORF als austragende öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt lässt sich nicht lumpen und wird den internationalen Musikwettbeweb mit einem äußerst umfangreichen Rahmenprogramm während der ESC-Finalwoche begleiten.

Bereits zuvor angekündigt wurde die dreiteilige Showreihe „Wir sind Song Contest“, für die sich der ORF eine Moderatorin aus Deutschland ausleiht, die hierzulande inzwischen untrennbar mit dem ESC verbunden ist: Barbara Schöneberger. Am 24. April sowie am 1. und 8. Mai präsentiert sie jeweils um 20:15 Uhr in ORF 1 eine große Primetime-Show, um den 70. Geburtstag des ESC gebührend zu feiern. Begrüßt werden zahlreiche Gäste – von Johnny Logan, Nicole und Tommy Cash über Beatrice Egli und Jeanette Biedermann bis Michael Mittermeier und Jenny und John Jürgens.

Barbara Schöneberger ORF/​Roman Zach-Kiesling

Am Samstag, den 9. Mai veranstaltet ORF III ab 20:15 Uhr einen ESC-Themenabend, beginnend mit dem „ORF III Song Contest Wurlitzer“ innerhalb der Reihe „zeit.geschichte“. Gastgeberin Lizzi Engstler präsentiert zehn ESC-Songs, die im Vorfeld vom Publikum online ausgewählt wurden. Zusammen mit Gästen wie Alfons Haider und Armin Assinger lädt sie zu einer klingenden Reise durch die sieben Jahrzehnte des internationalen Musikbewerbs. Nach jedem Song vergeben die Gäste ihre Punkte. Direkt im Anschluss wiederholt ORF III ab 21:20 Uhr die Dokumentationen „Merci Chérie – Österreich und der Song Contest“ (2022) und „Zwölf Punkte für einen Hit – Der Eurovision Song Contest“ (2017).

In der ESC-Finalwoche wird dann das ORF-Glasstudio am Wiener Rathausplatz zum Zentrum der Berichterstattung. Der feierliche Startschuss fällt mit „Welcome to Vienna – Das Opening“, das am Sonntag, den 10. Mai ab 16:55 Uhr live in ORF 1 übertragen wird. Darin ziehen alle Delegationen vom Burgtheater aus über den Rathausplatz. Fanny Stapf und Max Bauer führen als Moderatoren durch die Sendung, während Philipp Maschl und Tina Ritschl Stimmen und Eindrücke von den Acts und dem Publikum einfangen.

Direkt im Anschluss folgt um 19 Uhr „Mr. Song Contest proudly presents: Wir sind Song Contest“. Moderator Andi Knoll erzählt in der Dokumentation die Geschichte vom umjubelten Sieg JJ in Basel, über die Entscheidung für die Gastgeberstadt bis hin zu den Vorbereitungen und dem Aufbau in der Wiener Stadthalle.

Ein besonderes Highlight erwartet die Zuschauer um 21:50 Uhr: In „70 Jahre ESC – Das Konzert“ beleuchtet das ORF Radio-Symphonieorchester Wien den Klangkosmos des ESC in einem festlichen Konzertabend neu: Unter der musikalischen Leitung von Christian Kolonovits erhalten ikonische ESC-Hits eine symphonische Gestalt. Eine erzählerische Ebene soll das Programm ergänzen und historische und kulturelle Hintergründe beleuchten. Es soll gezeigt werden, weshalb bestimmte Momente zu kollektiven Erinnerungen wurden und warum der ESC bis heute ein einzigartiges europäisches Ereignis geblieben ist. Durch den glanzvollen Konzertabend führen Teresa Vogl und Lilian Klebow.

Lilian Klebow (l.) und Teresa Vogl ORF/​Hans Leitner

Auch an den darauffolgenden Tagen gibt es für ESC-Fans eine extralange Portion Einstimmung aufs Finale: Von Montag, den 11. Mai bis Samstag, den 16. Mai strahlt ORF 1 täglich ab 17:55 Uhr das Event-Vorabendmagazin „Vienna 2026 – Das Song Contest Magazin“ aus. Moderatorin Fanny Stapf und Reporterin Larissa Robitschko melden sich in den rund 90-minütigen Sendungen aus der Fan Zone am Rathausplatz, während Reporter Philipp Maschl vor Ort in der Wiener Stadthalle ist. Angekündigt sind Talks, Backstage-Einblicke, erste Probenbilder, Highlights aus der ESC-Geschichte sowie die Rubrik ESC-Science, in der es wissenschaftliche Geschichten aus der Welt der Musik zu sehen geben soll. An den Semifinaltagen (12. und 14. Mai) geht die Vorabendsendung um 18:50 Uhr nahtlos in „Vienna 2026 – Die Songs“ über. Darin stellt Tina Ritschl die Acts der Halbfinals vor.

Jeweils um 19:55 Uhr folgt dann auch noch der neue „ZIB“-Ableger „ZIB Magazin ESC“. Von Montag bis Samstag meldet sich Philipp Maschl aus der Wiener Stadthalle. In dieser Sendung soll der Fokus auf Hintergrundberichten sowie historischen und politischen Einordnungen liegen. Unmittelbar vor den beiden ESC-Semifinals stimmt „Mr. Song Contest proudly presents“ am 12. und 14. Mai jeweils um 20:15 Uhr auf die eigentliche Show ein: Andi Knoll präsentiert seine ganz persönlichen Favoriten der beiden Halbfinals. Mit fachlicher Unterstützung von Zoë, Cesár Sampson und Cosmo stellt er die Teilnehmerländer und deren Acts vor.

Am Montag, den 11. Mai zeigt ORF III um 20:15 Uhr außerdem im Rahmen der Reihe „Erlebnis Bühne LIVE“ die Sendung „Musical meets Song Contest“. Musical-Stars wie Ana Milva Gomes, Nienke Latten und Moritz Mausser feiern gemeinsam mit einem spielfreudigen Ensemble und dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien am Wiener Rathausplatz. Eine Vielzahl an bekannten ESC-Liedern der vergangenen 70 Jahre sind dabei, darunter „Waterloo“, „Merci Chérie“, „Euphoria“, „Save Your Kisses for Me“ und viele mehr. Direkt im Anschluss folgt um 21:50 Uhr „Aus dem Archiv Spezial – 70 Jahre Song Contest“. Die Moderatoren Christian Reichhold und Regina Nassiri beleuchten zusammen mit Marianne Mendt, Gary Lux, Timna Brauer und Cesár Sampson die österreichischen ESC-Beiträge der vergangenen Jahrzehnte.

In ORF 2 widmen sich Spezialausgaben von „Wien heute“ am 12., 14. und 16. Mai jeweils um 19:00 Uhr dem Wiener Blick, den Stadtgeschichten und der Verwandlung Wiens in den ESC-Austragungsort. Auch die Vorabendsendung „Kultur heute“ in ORF III berichtet von Montag bis Freitag um 19:40 Uhr aus dem Glasstudio.

Am Freitag, den 15. Mai verbreiten auch zwei ORF-Show-Dauerbrenner ESC-Fieber: Um 20:15 Uhr ist ein ESC Spezial der Quizshow „Smart10 BIG“ zu sehen. Moderatorin Caroline Athanasiadis begrüßt prominente Gäste wie Thorsteinn Einarsson und Missy May, die jeweils gemeinsam mit einem ESC-Fan antreten. Zu gewinnen gibt es Golden-Circle-Tickets für das Finale. Direkt im Anschluss widmet sich dann auch die Comedy-Panelshow „Was gibt es Neues?“ dem ESC. Schrille Auftritte, legendäre Momente und überraschende Fakten rund um das Kultspektakel geben Oliver Baiers Rateteam viel Anlass zum Lösen kurioser Fragen rund um den ESC.

Am Finaltag, dem 16. Mai, meldet sich Barbara Schöneberger in der ARD/​ORF-Koproduktion „Der Countdown“ live ab 20:15 Uhr aus dem Museumsquartier in Wien zur Stelle und nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch den diesjährigen ESC, bevor ab 21 Uhr das Finale übertragen wird. Der Radiosender FM4 bietet wieder einen alternativen Kommentar an: Jan Böhmermann und Olli Schulz kommentieren bereits zum vierten Mal in Folge das Finale auf ironische Art. Im Anschluss an das Finale meldet sich Schöneberger dann noch einmal mit der „Aftershow“ zu Wort und fängt erste Reaktionen von prominenten Gästen auf das musikalische Spektakel ein.

Am 17. Mai, dem Sonntag nach dem Finale, lässt ORF 1 um 20:15 Uhr mit Fanny Stapf in der Sendung „Österreichs unvergessliche Song Contest Momente“ die Finalwoche Revue passieren. Gezeigt werden die Proben, die vielen Events rund um den Wettbewerb sowie die entscheidenden Momente der beiden Semifinals und des großen Finales. Abgerundet wird der Abend um 21:05 Uhr mit „Promis, Punkte, Parties“. Die Gesellschaftsredaktion wirft nach dem Finale einen schwungvollen Blick auf einige ESC-Events, die quer durch Österreich stattgefunden haben. Wo und wie haben heimische Promis den ESC gefeiert? Von privaten Wohnzimmer-Partys bis zu großen Glamour Nights, von Treffen mit ehemaligen ESC Stars und aktuellen Teilnehmerinnen bis zu offiziellen Empfängen und überraschenden Fan-Leidenschaften.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am

    Man kann es aber auch ÜBERTREIBEN - wie üblich. Die Welt liegt in Trümmern & Scherben (wenn man nicht gänzlich BLIND & TAUB ist bzw. sich so stellt), ob und wie man als 08/15 in etwa 1-2 Monaten noch von A nach B kommt (ohne Sprit ?? - E-Auto ohne spezielle Tank/Stromvorrichtung zu Hause nicht für Jede/n mach/finanzierbar & für Jede/n kommt die Bahn bzw. Öffis nicht in Frage - weil nicht vorhanden - oder man bräuchte einen fahrbaren Untersatz, um bereits dahin zu kommen...)
    Aber wie jedes Jahr aufs Neue... es gibt trotz aller Tragödien WELTWEIT (gerade) nichts Wichtigeres als den ESC?! 
    Naja, der Koloss Wal Timmy ohne funktionelles Radar (ist ja immer noch nicht Warnsignal genug, dass da etwas GANZ & GAR nicht STIMMT an der Front!!!) der macht ja gerade mehr oder weniger freiwillig "Strandurlaub" & strebt wohl eine Karriere als Medienstar an, der einfach ein paar meterhohe Fontänen loslässt, wenn ihm etwas nicht behagt...
    Und so nebenbei bemerkt... Ö versinkt gerade in einem nie dagewesenen SchuldenBERG, wohingegen die Schulden nach dem 2ten Weltkrieg wie ein lächerlicher "Taschengeldbetrag" dagegen wirken...
    ABER FEIERT MAL SCHÖN... (und nein es missgönnt Niemand Ö/JJ den Sieg - aber angesichts der UMSTÄNDE in der Welt, könnte man etwas mehr "TUN", als in Stein gemeißelte Tatsachen einfach zu ignorieren & abzufeiern, als wenn es KEINEN MORGEN GÄBE. Man hätte die Unsummen für dieses Polit-Spektakel (denn mit Musik hat diese ganze Veranstaltung ohnehin nur noch marginal etwas zu tun) beispielsweise auch SPENDEN können - für "schlechte" Zeiten, die unbestreitbar auf UNS zukommen werden...
    • (geb. 1960) am

      Liebe/r addicted4series, ja, die Welt hat Probleme. Ich denke, mit der Aufnahme von Flüchtlingen und der momentanen Mitfinanzierung des Krieges gegen die Ukraine spenden wir schon ganz gut. Es gibt ja noch mehr mit dem wir Menschen unterstützen. Ja, es gibt viele Baustellen für die wir Lösungen brauchen, egal ob Nahverkehr, Ladeinfrastruktur und anderes. Aber jedes Jahr sitzen so 180 Millionen Menschen vor dem Fernseher und erfreuen sich an der Veranstaltung. 
      Ich feiere den ESC seit vielen Jahren mit Freunden. Wir kommen zusammen, essen, trinken, streiten und lästern. Bis vorletztes Jahr trafen wir uns immer bei jemand anderem. Nun bin ich an MS erkrankt und die Sause findet wieder bei uns statt. Und trotz der widrigen Umstände mit Rollstuhl erfreue ich mich am Leben und solchen Veranstaltungen. Ich will auch Weihnachten, Ostern und Geburtstage feiern, auch wenn, oder gerade weil die Welt momentan nicht so schön ist. Aber wenn wir schon über Politik reden, Ungarn ist ein Hoffnungsschimmer, jedenfalls für mich. Warten wir, wie sich das ganze entwickelt.
      Schönen Tag Mike
  • (geb. 1960) am

    Schön, das der ORF den Contest so feiert. im Süden von D kann man ja den ORF empfangen, hier im Norden leider nicht. Was bietet denn die ARD denn so? Was hat sich der SR einfallen lassen? Ich finde da nichts. Früher gab es mal die "Songchecks", da wurden alle Songs vorgestellt und auf Siegchancen bewertet. Jetzt bekommen wir, wie immer, die Schöneberger, die wieder, wie bei der Liedsuche, mit Leuten labert, die nichts mit dem ESC zu tun haben. Man hatte ja die Hoffnung das der Senderwechsel was bringt, aber nein. Ach ja, wir haben ja die WM, die kostet.

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