„Sing meinen Song“: Die Teilnehmer der 13. Staffel des Tauschkonzerts
Bild: RTL/Markus Hertrich
Am gestrigen Dienstagabend startete bei VOX die mittlerweile 13. Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ – und der Auftakt fuhr starke Quoten ein: Mit 470.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und weit überdurchschnittlichen 13,0 Prozent lief es so gut wie seit 2020 nicht mehr, die Gesamtreichweite in Höhe von 1,18 Millionen war die höchste seit zwei Jahren.
Die musikalische, hausinterne Konkurrenz bekam „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL zu spüren, das nach zuletzt erfolgreichen Ausgaben erstmals in dieser Staffel in die Einstelligkeit fiel: Nur 9,6 Prozent bei 360.000 Zielgruppen-Zuschauern standen zu Buche. Insgesamt hatten 1,58 Millionen eingeschaltet – ähnlich viele wie zuletzt samstags, aber rund 200.000 weniger als vergangenen Dienstag. „Extra“ steigerte sich nachfolgend noch auf 11,0 Prozent.
Der Primetime-Sieg bei den Jüngeren ging – zusammen mit „Sing meinen Song“ – an „TV total“ auf ProSieben, das ebenfalls 470.000 Menschen unterhielt, aufgrund der deutlich kürzeren Sendezeit aber mit 12,3 Prozent einen etwas niedrigeren Marktanteil verzeichnete. Insgesamt saßen genau eine Million Menschen vorm Bildschirm. „Experte für alles“ konnte das solide Niveau der Vorwochen hingegen nicht bestätigen und sackte nachfolgend auf maue 5,7 Prozent ab.
Beim Gesamtpublikum lagen zur besten Sendezeit mal wieder die Serien im Ersten vorn: Zunächst verrichtete „Die Notärztin“ vor 2,88 Millionen Zuschauern (13,3 Prozent) ihren Dienst, ehe es für „In aller Freundschaft“ auf 3,22 Millionen (15,4 Prozent) nach oben ging. 7,7 und 7,6 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen gemessen. Auf weniger Interesse stieß die ZDF-Doku „Die Akte Epstein: Kampf um die Wahrheit“, die sich mit 2,13 Millionen und 9,8 Prozent begnügen musste, dafür aber bei den Jüngeren gute 8,5 Prozent holte. Gefragter als fast alle Primetime-Programme war das WM-Quali der deutschen Fußballerinnen gegen Österreich, das ab 18:15 Uhr im ZDF 3,23 Millionen (18,9 Prozent) vor den Fernseher lockte.
Schwer taten sich wieder die US-Krimis in Sat.1: Zwei Folgen von „Navy CIS“ blieben bei 5,7 und 4,8 Prozent in der Zielgruppe hängen, kamen insgesamt aber auf immerhin 1,16 Millionen bzw. 1,10 Millionen Zuschauer. „FBI: Special Crime Unit“ und „FBI: Most Wanted“ brachten es im weiteren Verlauf auf 5,0 und 6,5 Prozent. Zu Beginn des Abends lag man sogar hinter RTL Zwei, wo „Armes Deutschland“ sehr gute 6,2 Prozent schaffte. Aber auch Kabel Eins war dank 5,0 Prozent für „Coach Carter“ in Schlagdistanz.
Sollte DSDS noch weiter in den Abgrund rutschen, wird RTL an dem Format festhalten. Ähnlich wie Sat.1 bei The Voice oder Pro7 Germanys next Top-Modell, sind diese Castingshows billig Produziert, brauchen keine weitere Betreuung der Gewinner, die nach einen Jahr sowieso in der Versenkung verschwinden und man wieder neue Idioten suchen kann, die ihre 15 Minuten im Rampenlicht bekommen. Außerdem sind es Platzhalter, da man als Sender keine anderen Alternativen hat. Sozusagen, wird der Mist noch jahrelang laufen.
Blue_Jazzmann am
Sing meinen Song ist eine sehr gute Idee, aber sie ist ausgemolken. Ich schaue immer wieder die 4. Staffel gerne. Und die sind meine 100%. Die Staffeln danach sind nur noch eine Kopie und werden mMn sukzessive immer schlechter. Ich finds schade, dass man eine Idee so lange weiterführt, bis sie langsam stirbt anstatt sie in guter Erinnerung zu behalten.