Quoten: „The Voice“-Finale muss sich „Tatort“ und „Hobbit“ geschlagen geben

    Harte Konkurrenz macht der Castingshow etwas zu schaffen

    Quoten: "The Voice"-Finale muss sich "Tatort" und "Hobbit" geschlagen geben – Harte Konkurrenz macht der Castingshow etwas zu schaffen – Bild: ProSieben/SAT.1/Richard Hübner
    Tay Schmedtmann (l., mit seinem Coach Andreas Bourani) heißt der Gewinner der sechsten Staffel von „The Voice of Germany“.

    Der 20-jährige Tay Schmedtmann wurde am gestrigen Abend zum Gewinner der sechsten Staffel von „The Voice of Germany“ gekürt. Das Finale zeigte in diesem Jahr Sat.1, und zwar erstmals an einem Sonntagabend. Angesichts der obligatorischen harten Konkurrenz darf der Sender mit den Quoten zufrieden sein. 3,08 Millionen Zuschauer hatten insgesamt eingeschaltet, womit ein sehr guter Marktanteil von 10,4 Prozent beim Gesamtpublikum erreicht wurde. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es wie gewohnt noch wesentlich besser, hier sorgten 1,81 Millionen Zuschauer für weit überdurchschnittliche 16,2 Prozent.

    Zum Finale der fünften Staffel vor einem Jahr hatten insgesamt mit 2,92 Millionen noch etwas weniger Menschen eingeschaltet, damals lief die letzte Folge allerdings auch auf ProSieben an einem Donnerstag. Mit 17,0 Prozent fiel der Marktanteil beim jungen Publikum seinerzeit sogar etwas höher aus. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die 2016er Staffel sowohl für Sat.1 als auch ProSieben erneut ein voller Erfolg war – wenngleich Spitzenreichweiten mit über 20 Prozent in der Zielgruppe nach den Blind Auditions kaum noch erzielt wurden.

    Letztlich musste sich Sat.1 am Sonntag jedoch mit dem dritten Platz beim jungen Publikum begnügen. Spitzenreiter wurde einmal mehr der „Tatort“ im Ersten: Der neueste Fall aus Frankfurt lockte insgesamt 7,90 Millionen Zuschauer an, die 21,9 Prozent Marktanteil entsprachen, was für „Tatort“-Verhältnisse sogar unterdurchschnittlich ist. Die Wiederholung des Münsteraner „Tatorts“ „Erkläre Chimäre“ lief dafür mit 5,93 Millionen Krimifans und 20,4 Prozent noch richtig stark und um Welten besser als „Anne Will“, die sonst um 21.45 Uhr talkt. Bei den 14- bis 49-Jährigen sicherte sich „Wendehammer“ um 20.15 Uhr mit 18,5 Prozent den Tagessieg, ehe die Wiederholung mit 13,6 Prozent ebenfalls richtig gut performte.

    Platz zwei heimste RTL mit der Free-TV-Premiere von „Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“ ein, die auf tolle 16,4 Prozent in der Zielgruppe kam und sich damit knapp gegen „The Voice of Germany“ durchsetzte. Insgesamt sahen 3,74 Millionen Menschen den Film, womit 11,2 Prozent auf der Uhr standen. Die zweitmeistgesehene Sendung zur Primetime lief allerdings im ZDF. Dort kam die neueste „Rosamunde-Pilcher“-Schmonzette „Haustausch mit Hindernissen“ insgesamt auf 5,31 Millionen Zuschauer und 14,7 Prozent. Junges Publikum interessierte sich angesichts mickriger 5,3 Prozent dagegen wie erwartet kaum für den Film. Die „Sportler des Jahres“-Gala musste sich nach dem „heute journal“ darüber hinaus mit nur 2,74 Millionen Zuschauern und 11,0 Prozent begnügen.

    Verlierer des Abends bei den großen Privatsendern war unterdessen ProSieben, wo die Free-TV-Premiere von „Let’s Be Cops – Die Party Bullen“ insgesamt nur 1,54 Millionen Zuschauer anlockte. In der Zielgruppe wurde mit ernüchternden 9,5 Prozent sogar die Zweistelligkeit verfehlt.

    Das galt auch für „Guidos Shopping Queen des Jahres“, die bei VOX vor 750.000 jungen Zuschauern und mäßigen 6,6 Prozent gekürt wurde, womit es etwas schwächer lief als in den vergangenen Jahren. Damit war man vergleichsweise noch gut bedient, denn eine Tür weiter bei RTL II stieß „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ mit 4,9 Prozent nur auf geringes Interesse. Der Horrorfilm „Carrie“ steigerte sich nachfolgend zumindest noch auf 6,0 Prozent. Solche Werte waren für kabel eins dagegen nicht ansatzweise drin. „Abenteuer Leben Spezial“ versagte zum Start in den Abend mit kläglichen 3,2 Prozent, ehe auch „Abenteuer Leben am Sonntag“ mit 4,1 Prozent enttäuschte.

    Zum Schluss noch ein kurzer Blick in den Vorabend. Hier setzte sich zumindest beim Gesamtpublikum RTL mit „Vermisst“ an die Spitze, das 3,66 Millionen Zuschauer (12,4 Prozent) eingeschaltet hatten. Bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit nur 11,0 Prozent allerdings ziemlich schwach aus, womit man einerseits dem ProSieben-Magazin „Galileo“ den Vortritt lassen musste, das gute 11,9 Prozent Marktanteil erreichte. Noch besser lief es für das Staffelfinale von „Hochzeit auf den ersten Blick“ in Sat.1, das starke 12,1 Prozent generierte. Doch auch VOX darf mit den erzielten 10,6 Prozent für „Hot oder Schrott: Die Allestester“ mehr als zufrieden sein.

    19.12.2016, 09:49 Uhr – Dennis Braun/fernsehserien.de

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