Quoten: Tagessieg für Confed-Cup-Partie zwischen Deutschland und Chile

    „Global Gladiators“ fällt unter neun Prozent, „Der Lehrer“ schlägt sich wacker

    Dennis Braun – 23.06.2017, 09:39 Uhr

    Matthias Opdenhövel (l.) und Mehmet Scholl berichten vom Confed-Cup in Russland

    Obwohl es gegen Chile für die deutsche Nationalelf beim Confed-Cup nur zu einem 1:1-Unentschieden reichte, sollte der Qualifikation für das Halbfinale dennoch nichts im Wege stehen. Die Partie im Ersten setzte sich am Donnerstagabend mit insgesamt 8,62 Millionen Zuschauern und starken 31,4 Prozent standesgemäß an die Spitze der Quotencharts, was auch für die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen galt: 2,57 Millionen Fußballfans waren es hier, der Marktanteil betrug ebenso hervorragende 28,1 Prozent.

    Die „Tagesschau“ wurde in der Halbzeitpause von 7,69 Millionen Menschen (27,6 Prozent) verfolgt, der 50. „Sportschau-Club“ mit Alexander Bommes hielt nach Abpfiff noch insgesamt 2,17 Millionen und 900.000 junge Zuschauer beim Sender. Die Begegnung zwischen Kamerun und Australien tat sich am Nachmittag dagegen schwerer und kam nicht über 1,96 Millionen Zuseher und 13,6 Prozent hinaus.

    Gegen König Fußball hielt sich beim Gesamtpublikum am ehesten noch das ZDF mit einer „Inga Lindström“-Wiederholung halbwegs schadlos. 3,18 Millionen Zuschauer interessierten sich für das Konkurrenzprogramm, was beim Gesamtpublikum angesichts des starken Gegners soliden 11,4 Prozent entsprach. Nur junges Publikum war angesichts miesen 3,3 Prozent damit nicht anzulocken, was auch für das „heute journal“ galt, das es im Anschluss auf kaum bessere 4,4 Prozent brachte. Insgesamt hatten mit 3,06 Millionen fast genau so viele Menschen eingeschaltet wie zur Primetime.

    Größter Fußball-Verfolger bei den Werberelevanten war unterdessen RTL, das zumindest mit der ersten Wiederholung von „Der Lehrer“ ordentliche 12,2 Prozent bei 1,09 Millionen Zuschauern einfuhr. Obwohl die Reichweite bei der zweiten Folge annähernd konstant blieb, fiel der Marktanteil jedoch auf schwache 10,6 Prozent, ehe „Doc meets Dorf“ ebenfalls erst 10,7 Prozent und anschließend 11,9 Prozent holte – in Anbetracht des Alters der Serie und der harten Konkurrenz dürfte RTL damit aber noch leben können.

    Anders als zum Beispiel Sat.1, wo eine neue Folge von „Criminal Minds: Beyond Borders“ dem Confed-Cup kein Paroli bieten konnte und mit 7,8 Prozent in der Zielgruppe einen neuen Minusrekord markierte. 700.000 Zuschauer zählte die Krimiserie, exakt so viele wie anschließend das Mutterformat „Criminal Minds“, was allerdings noch schwächere 7,2 Prozent bedeutete. Erst mit einer weiteren Folge ging es auf solide 9,8 Prozent nach oben. „Blindspot“ beschloss den Abend dann wieder mit lediglich 7,2 Prozent.

    Ähnlich erging es ProSieben, wo sich „Global Gladiators“ seit Wochen in die falsche Richtung entwickelt. Diesmal setzte es mit nur noch 8,8 Prozent einen neuen Tiefstwert, wovon sich „red.“ zu später Stunde angesichts 10,0 Prozent jedoch überraschend unbeeindruckt zeigte. Kurz vor Mitternacht versagte dafür eine Wiederholung des Magazins „Follow Us!“ mit desaströsen 5,3 Prozent auf ganzer Linie.

    Bei RTL II ist derweil weiterhin ein Kuriosum zu beobachten: Die neue Folge „Frauentausch“ musste sich ab 20.15 Uhr gegen den Fußball mit 4,5 Prozent zufriedengeben, während sich eine Wiederholung nachfolgend massiv auf sehr gute 8,6 Prozent steigerte. VOX fuhr mit seinen Spielfilmen „Wenn Liebe so einfach wäre“ und „American Gangster“ ziemlich mau und generierte nur 4,6 und 6,1 Prozent, setzte sich damit aber zumindest gegen kabel eins durch, das nicht über 3,6 und 4,1 Prozent für die Thriller „Cold Creek Manor – Das Haus am Fluss“ und „Ghost – Nachricht von Sam“ hinauskam.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Na da wird sich die ARD aber umschauen wenn sie solche Sportereignisse nicht mehr übertragen darf, dann werden wir mal sehen was uns die ARD dann zu bieten hat. Gilt natürlich auch für das ZDF.
      • am via tvforen.demelden

        Wie leicht man sich durch diese "Quotenmessung" täuschen lassen kann zeigt folgendes Beispiel:

        wunschliste.de schrieb:
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        > Ähnlich erging es ProSieben, wo sich "Global
        > Gladiators" seit Wochen in die falsche Richtung
        > entwickelt. Diesmal setzte es mit nur noch 8,8
        > Prozent einen neuen Tiefstwert...

        Es geht also unaufhaltsam abwärts mit dem Format... könnte man glauben.
        Aber auf DWDL.de liest sich das Ganze etwas anders:

        "So wurden etwa die "Global Gladiators" von ProSieben mit nur noch 8,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe mit einem neuen Tiefstwert vom Platz geschickt. Das lag allerdings vor allem daran, dass insgesamt mehr Zuschauer vor dem Fernseher saßen - tatsächlich lag die Reichweite mit 1,33 Millionen Zuschauern nämlich sogar um 140.000 höher als in der vergangenen Woche, auch in der Zielgruppe lag die Zuschauerzahl geringfügig höher als sieben Tage zuvor."

        OH! Ja was denn nun? Geht es abwärts oder gewinnt man 140.000 Zuschauer dazu???
        Oder hängt das vom Wohlwollen des Berichters ab? Diese Schiefmeldungen durch Weglassen von Informationen scheint Volkssport geworden zu sein. Man kommt leider kaum noch ohne zusätzliche Recherche aus weil man praktisch alles irgendwie "beweisen" oder "widerlegen" kann - zur Glaubwürdigkeit trägt das nicht bei!

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