Quoten: „Promis unter Palmen“ kurz vor dem Finale mit neuem Rekord

    „Mario Barth räumt auf!“ schwach wie nie, „Die Wollnys“-Corona-Spezial mäßig

    Dennis Braun – 23.04.2020, 09:50 Uhr

    „Promis unter Palmen“: Désirée Nick (3. v. r.) kehrte im Halbfinale zurück

    Die vorletzte Folge von „Promis unter Palmen“ sorgte vor allem aufgrund von kollektivem Mobbing gegen Claudia Obert, der Rückkehr von Désirée Nick und deren anschließender Verletzung für viel Zündstoff in den sozialen Medien. Doch auch die Quoten wurden dadurch förmlich beflügelt. Mit 1,84 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und herausragenden 20,8 Prozent stellte die Reality-Trash-Show in Sat.1 gar einen neuen Bestwert auf und sicherte sich den unumstrittenen Zielgruppensieg. Auch die Gesamtreichweite von 3,36 Millionen bewegte sich auf Rekordniveau. Gut möglich, dass das Finale am kommenden Mittwoch noch einmal zulegen wird. „Promis Privat“ hielt sich später bei ebenfalls glänzenden 17,8 Prozent bei den Jüngeren.

    Nachdem schon „Mario Barth deckt auf!“ bei RTL in den vergangenen Wochen gegen die Übermacht aus Unterföhring nichts zu bestellen hatte, meldete sich nun auch „Mario Barth räumt auf!“ völlig enttäuschend zurück. Die erzielten 9,2 Prozent bei lediglich 830.000 werberelevanten Zuschauern stellen sogar ein neues Allzeittief für das Format dar. Auch beim Gesamtpublikum musste man dem Bällchensender angesichts 2,18 Millionen deutlich den Vortritt lassen. „stern TV“ berappelte sich später zwar etwas, verpasste mit 11,4 Prozent aber den Senderschnitt ebenso.

    Die meistgesehene Sendung des Tages lief erneut schon vor Beginn der Primetime im Ersten. Die „Tagesschau“ informierte dort 6,05 Millionen Menschen (19,5 Prozent), das „ARD extra“ hielt nachfolgend 5,25 Millionen (16,3 Prozent) vor dem Bildschirm. Bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 19,8 und 15,6 Prozent einmal mehr sehr gut aus. Danach suchten allerdings viele Zuschauer das Weite: Die letzten drei Folgen der ersten Staffel von „Charité“ blieben bei Gesamtreichweiten zwischen 2,76 Millionen und 2,80 Millionen und Marktanteilen zwischen 8,8 und 10,6 Prozent hängen. In der Zielgruppe waren 6,2 Prozent das höchste der Gefühle.

    Durchwachsen kehrte nach fast zweieinhalb Jahren die von Johannes B. Kerner moderierte ZDF-Spielshow „Das Spiel beginnt!“ zurück. Die „Corona-Edition“ hatten 3,63 Millionen Zuseher eingeschaltet, das reichte für 11,4 Prozent – der Senderschnitt wurde damit recht deutlich verfehlt. Dafür sahen überdurchschnittlich viele Jüngere zu, hier kam man auf zufriedenstellende 7,6 Prozent. Das „heute journal“ steigerte sich nachfolgend auf insgesamt 4,33 Millionen und 15,2 Prozent, ehe ein „auslandsjournal spezial“ noch 13,5 Prozent bei 3,20 Millionen generierte.

    Gewohnt katastrophal verabschiedeten sich derweil die eigenproduzierten Serien auf ProSieben. „Frau Jordan stellt gleich“ verzeichnete mit den letzten Folgen der ersten Staffel nur 4,5 und 5,0 Prozent bei 400.000 und 450.000 jungen Zuschauern, „Check Check“ schaffte später kaum bessere 4,8 und 6,7 Prozent. Man wird es sich in Unterföhring wohl hinsichtlich der zweiten Staffeln beider Serien ganz genau überlegen, ob man diese noch einmal zur besten Sendezeit ins Rennen schickt. Schwestersender Kabel Eins war mit seinem Filmprogramm jedenfalls deutlich gefragter. „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ holte schon um 20:15 Uhr richtig starke 9,2 Prozent, für die Wiederholung von „Matrix“ standen danach ebenfalls tolle 8,0 Prozent zu Buche.

    RTL Zwei zeigte indes ein Corona-Spezial seiner Erfolgs-Doku-Soap „Die Wollnys“, musste sich jedoch mit mäßigen 5,5 Prozent in der Zielgruppe begnügen. Für „Traumhochzeit zum Schnäppchenpreis“ ging es im Anschluss steil auf miese 2,7 Prozent bergab. Auf dieser Flughöhe war VOX bereits zu Beginn des Abends unterwegs, wo „Magnum P.I.“ mit zwei alten Folgen wieder nur desaströse 2,9 Prozent erzielte. Denkbar schlechte Vorzeichen für die Krimiserie, deren zweite Staffel am 13. Mai Premiere feiern soll. Auch zwei Wiederholungen von „Law & Order: Special Victims Unit“ gingen im weiteren Verlauf mit 1,5 und 2,9 Prozent völlig baden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am melden

      Mobbing und die Nick bei RTL. Pocher und Barth. Und wie sie alle heißen. Komm mir selber so richtig seriös vor seit ich Disney+ und Netflix abonniert habe (manchmal auch amazon prime) um dem ganzen Dreck von RTL zu entgehen.
        hier antworten
      • am melden

        Sieht so aus als hätte die RTL meldung mehr dazu gebracht einzuschalten

        und bei ihnen abzuschalten :)
          hier antworten

        weitere Meldungen