Quoten: „Dschungelshow“-Finale ohne Aufschwung, „Zeugnis für Deutschland“ fällt durch

    Fangshow „CATCH!“ und Staffelfinale der „Chefin“ mit neuen Rekorden

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 30.01.2021, 10:22 Uhr

    Der Gewinner von „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“: Filip Pavlović – Bild: TVNOW/Stefan Gregorowius
    Der Gewinner von „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“: Filip Pavlović

    Filip Pavlović heißt der Gewinner von „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ und wird – neben zwei weiteren bereits bekannten Teilnehmern (fernsehserien.de berichtete) – 2022 zum „Dschungelcamp“-Bewohner. Das Finale am gestrigen späten Freitagabend stieß allerdings nicht auf gesteigertes Interesse: Mit 980.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und guten 16,4 Prozent lief es in etwa so wie an den vergangenen Tagen – von den teils deutlich über 20 Prozent, die man gerade zu Beginn der Show erzielt hatte, war man aber weit entfernt. Insgesamt sahen 2,16 Millionen zu – fast die Hälfte aller Zuschauer ging seit dem Auftakt verloren. Nichtsdestotrotz kann RTL die deutlich kostengünstigere Hürth-Variante des „Dschungels“ als Erfolg verbuchen.

    Zur Primetime stellte man erstmals das „Zeugnis für Deutschland“ aus – und hinsichtlich der Quoten dürfte die Versetzung ziemlich gefährdet sein. Gerade mal 10,8 Prozent bei 880.000 jungen Zuschauern kamen zustande, damit musste man sich sogar deutlich Konkurrent Sat.1 geschlagen geben. Auch die Gesamtreichweite von 1,83 Millionen spricht nicht gerade für eine Fortsetzung des Formats, in dem Promis wie Oliver Pocher, Jan Hofer und Günther Jauch ihr Heimatland in Fächern wie Umwelt, Sicherheit, Gesundheit oder Nationalmannschaft benoten.

    Das ZDF hatte derweil die mit Abstand meistgesehene Sendung des Tages im Programm: „Die Chefin“ verabschiedete sich vor 7,09 Millionen Zuschauern und stellte damit einen neuen Rekord auf. Satte 21,2 Prozent insgesamt und 9,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen wurden verzeichnet. Auch die „SOKO Leipzig“ ermittelte im Anschluss erfolgreich vor noch 5,70 Millionen (17,6 Prozent). Um 22:30 Uhr kehrten dann auch die Satireshows aus ihrer Winterpause zurück: Während die „heute-show“ sowohl insgesamt (5,12 Millionen, 19,9 Prozent) als auch in der Zielgruppe (1,39 Millionen, 18,7 Prozent) wieder abräumte, fiel das „ZDF Magazin Royale“ angesichts 15,5 Prozent in der Zielgruppe auf einen neuen Tiefstwert – was aber immer noch mehr als das Doppelte des Senderschnitts ist. Insgesamt blieben noch 2,50 Millionen (11,7 Prozent) um kurz nach 23:00 Uhr dran.

    Im Ersten brachte es nach einem weiteren „ARD extra“ zur Corona-Lage (4,85 Millionen, 14,4 Prozent) eine neue Folge der Reihe „Der Ranger – Paradies Heimat“ auf immerhin 4,45 Millionen Zuseher und gute 13,5 Prozent, während man sich bei den Jüngeren mit 6,0 Prozent zufriedengeben musste. Im weiteren Verlauf fiel man auch beim Gesamtpublikum in die Einstelligkeit: Die „Tagesthemen“ informierten lediglich 2,83 Millionen (9,8 Prozent), für einen alten „Tatort“ ging es schließlich noch weiter auf 2,15 Millionen und ebenfalls 9,8 Prozent zurück.

    In Sat.1 veranstaltete Luke Mockridge im Rahmen seiner Fangshow „CATCH!“ erstmals einen Kampf der Kontinente – und stellte gleich mal neue Bestwerte auf: 1,62 Millionen hatten insgesamt eingeschaltet, darunter 1,09 Millionen Werberelevante. Hier betrug der Marktanteil stolze 13,4 Prozent, womit man ganz nebenbei deutlich an der Kölner Konkurrenz in Gestalt von RTL vorbeizog. Erst um 22:45 Uhr – zum Beginn der „Dschungelshow“ – wendete sich folgerichtig das Blatt: Eine Wiederholung von „111 haarsträubende Hingucker!“ kam nicht mehr über 7,9 Prozent hinaus. Sehr mau schlugen sich derweil die Filme bei Schwestersender ProSieben: „Creed II: Rocky’s Legacy“ und „Zwei vom alten Schlag“ holten nur enttäuschende 7,5 und 6,4 Prozent.

    Seriensorgen hatten dagegen VOX und Kabel Eins: Bei erstgenanntem Sender gingen vier Folgen von „Law & Order: Special Victims Unit“ mit Marktanteilen zwischen 2,4 und 4,0 Prozent komplett baden, ein Doppelpack von „Navy CIS“ tat sich bei Kabel Eins mit 2,1 und 2,6 Prozent gar noch schwerer. Auch zwei Folgen des Ablegers „Navy CIS: L.A.“ waren später angesichts 3,0 und 3,9 Prozent kaum gefragter, erst kurz nach Mitternacht reichte es zu halbwegs soliden 4,8 Prozent. Nutznießer war zumindest zum Start in den Abend RTL Zwei, wo „Der unglaubliche Hulk“ auf sehr gute 7,0 Prozent kam. „Kick-Ass 2“ fiel danach jedoch postwendend auf 4,4 Prozent zurück.

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      TV Wunschliste schrieb:
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      > Zur Primetime stellte man erstmals das "Zeugnis
      > für Deutschland" aus - und hinsichtlich der
      > Quoten dürfte die Versetzung ziemlich gefährdet
      > sein. Gerade mal 10,8 Prozent bei 880.000 jungen
      > Zuschauern kamen zustande, damit musste man sich
      > sogar deutlich Konkurrent Sat.1 geschlagen geben.
      > Auch die Gesamtreichweite von 1,83 Millionen
      > spricht nicht gerade für eine Fortsetzung des
      > Formats, in dem Promis wie Oliver Pocher, Jan
      > Hofer und Günther Jauch ihr Heimatland in
      > Fächern wie Umwelt, Sicherheit, Gesundheit oder
      > Nationalmannschaft benoten.
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      Schade, die Sendung war gar nicht so schlecht. In ihren besten Momenten erinnerte sie sogar etwas an "7 Tage - 7 Köpfe". Die Besetzung war gut, die Themen interessant, und man konnte als Zuschauer live mit abstimmen.

      Etwas vage blieb nur das Konzept: die Gesamtnoten waren natürlich sehr pauschal und man wusste z.T. nicht, was man nun genau bewertet. Das ging den Promis ja aber nicht anders. Hätte man in jeder Kategorie vielleicht 2 "Prüfungsgebiete" zum Bewerten gehabt, wäre es womöglich etwas konkreter ausgefallen.

      Aber es war ja eine Unterhaltungssendung und kein wissenschaftlicher Test und gut unterhalten wurde man in jedem Fall. Vielleicht gibt es ja doch eine Fortsetzung.

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