Quoten: „Bares für Rares“-Primetime-Show macht die Konkurrenz platt

    „Grey’s Anatomy“ stark, „Top Chef Germany“ bleibt Totalausfall

    23.05.2019, 09:39 Uhr – Dennis Braun

    Quoten: "Bares für Rares"-Primetime-Show macht die Konkurrenz platt – "Grey's Anatomy" stark, "Top Chef Germany" bleibt Totalausfall – Bild: ZDF/Frank Dicks
    Horst Lichter präsentiert „Bares für Rares – Deutschlands größte Trödel-Show“

    Zum mittlerweile achten Mal präsentierte Horst Lichter am gestrigen Mittwochabend die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ zur besten Sendezeit. Und auch diesmal lief es äußerst erfolgreich: Mit insgesamt 6,35 Millionen Zuschauern und bärenstarken 22,8 Prozent Marktanteil deklassierte man die Konkurrenz förmlich – das war nah am bisherigen Allzeitrekord. Noch dazu sah es bei den 14- bis 49-Jährigen angesichts 11,4 Prozent sehr gut aus. Eine reguläre Ausgabe war am Nachmittag wie gewohnt ebenfalls gefragt und kam auf tolle 24,0 Prozent bei 2,61 Millionen Gesamtzuschauern. Nachdem die Reichweite beim „heute journal“ mit 5,30 Millionen auf hohem Niveau geblieben war, kam das „auslandsjournal“ nicht mehr über 2,72 Millionen hinaus – das reichte trotzdem für gute 12,8 Prozent.

    Zielgruppensieger wurde einmal mehr „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bei RTL, das am Vorabend von 1,40 Millionen jungen Soapfans verfolgt wurde, womit hervorragende 20,7 Prozent auf der Uhr standen. Sonja Zietlow feierte um 20.15 Uhr dann das Jubiläum ihrer Rankingshow „Die 25“ und präsentierte „Das Beste vom Besten“. 920.000 Zielgruppen-Zuschauer konnten sich dafür erwärmen, der Marktanteil entsprach recht durchwachsenen 11,6 Prozent. Besser machte es „stern TV“, das danach überzeugende 14,7 Prozent einfuhr.

    Zur Primetime musste sich RTL sogar ProSieben geschlagen geben, das mit „Grey’s Anatomy“ punktete. 970.000 Werberelevante sahen die neueste Folge der Krankenhausserie und bescherten dem Sender aus Unterföhring ansehnliche 12,1 Prozent. „Seattle Firefighters“ konnte aus dem guten Vorlauf erneut keinen Profit schlagen und fiel auf magere 8,8 Prozent zurück. Noch schlechter präsentierten sich zwei Folgen von „Lucifer“, die sich mit mauen 6,7 und 6,1 Prozent begnügen mussten.

    Das Erste zelebrierte unterdessen mit der Spezialsendung „Im Namen des Volkes – Deutschland fragt zum Grundgesetz“ das 70-jährige Jubiläum unserer Verfassung, fiel damit aber auf die Nase. Nur 2,15 Millionen Menschen interessierten sich für die Antworten von Professor Andreas Voßkuhle, dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts. Mehr als miese 7,7 Prozent beim Gesamtpublikum und 6,1 Prozent in der Zielgruppe waren damit nicht drin. Das Drama „Sternstunde ihres Lebens“ legte im Anschluss nur leicht auf insgesamt 8,0 Prozent zu.

    Ein absoluter Totalausfall bleibt weiterhin die Koch-Castingshow „Top Chef Germany“ für Sat.1. Mit gerade mal 390.000 jungen Zuschauern und katastrophalen 5,2 Prozent stellte man neue Tiefstwerte auf. Fraglich, ob die verbleibenden drei Ausgaben noch auf diesem Sendeplatz zu sehen sein werden. „Akte Spezial“ konnte nachfolgend mit 6,0 Prozent auch nichts mehr retten. Selbst Schwestersender kabel eins war erfolgreicher unterwegs. „Catch Me If You Can“ lag zum Start in den Abend bereits über dem Senderschnitt und holte 6,0 Prozent, ehe sich der Thriller „Blow“ auf stolze 8,4 Prozent steigerte.

    Nach wie vor von einem Erfolg entfernt, aber auf dem richtigen Weg ist „Magnum P.I.“ bei VOX. Die erste Folge des Abends verharrte noch bei 5,9 Prozent in der Zielgruppe, die zweite kletterte dann auf recht ordentliche 6,8 Prozent – ein Niveau, mit dem die Kölner auf Dauer wohl leben könnten. Ebenso nach oben ging es für die Doku-Soaps bei RTL II: „Kleine Helden ganz groß! – Wenn Kinder kämpfen müssen“ verzeichnete diesmal gute 6,6 Prozent, ehe „Voller Leben – Meine letzte Liste“ nur leicht auf 6,2 Prozent abgab.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • harry27 am 24.05.2019 09:26 via tvforen.de

      Ein heikles Thema. Nun, zusammengefasst ergeben die Kreuzsplitter in Europa ein Volumen von 4,5 l also nicht soviel. Zählt man die "echten" Kreuzreliquien zusammen ergibt sich schonmal kein "Wald" und auch kein Schiff.

      Von der Kreuzauffindung 325 wissen wir aus christlichen Legenden. Dummerweise gibt es keine außerchristlichen Quellen oder archäologische Befunde. Da hilft nur der Glaube, notfalls der Glaube an den guten Willen mit denen diese Legende schriftlich fixiert und weitergegeben wurde. Oder historisch, dass die Legende gut 70 Jahre später aufgeschrieben wurde und weitervermittelt wurde. Also scheinbar für wichtig und wahr gehalten wurde, das berühmte Körnchen Wahrheit in jeder Legende und Sage.

      Das ist immer so ein grundsätzliches Problem mit antiker Geschichte. Wenn man sich nicht auf die Quellen und archäologischen Funde einlässt, dann kommt man nie voran. Beste Beispiel, wenn man jede Aussage und jeden Fakt über Alexander den Großen oder die Geschichte des Orients auf die Goldwaage legt, wäre jede Forschung und jeder Erkenntnisgewinn von vornherein sinnlos.

      Eigentlich ist der Handel mit Reliquien verboten. Wahrscheinlich bezieht sich der offizielle Wert somit auf die Fassung, die Provenienz, die damit verbundene Geschichte usw. und nicht auf die Reliquie bzw. die Kreuz-Partikel selbst. Bißchen Trickserei, aber gut, lassen wir mal so stehen.
      • faxe61 am 24.05.2019 02:27 via tvforen.de

        Hier mal ein Video zum teuersten Verkauf bei dieser Sendung, insgesamt.



        Was ich ist nicht so ganz verstehen kann; ist nicht den Verkauf an sich und den erzielten Preis.
        Darüber kann man immer vortrefflich streiten.

        Aber auch die Expertise geht ein "wenig davon aus", das es Originalsplitter vom Kreuze Jesus sind, bei dem Papst Clemens IX, der eine neue Kongregation für Ablässe und die heiligen Reliquien, einrichtete. Da hätte ich Heide gerne sagen hören: Bei den ganzen Splittern vom Kreuz bei Reliquien, wäre ein ganzer Wald fällig gewesen.
        Und die Händler nehmen auch die Holzspiltter für "wahr" an; ich kam dabei aus denm Staunen nicht heraus. Das in 2019.

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