Quoten: „Bachelor“-Finale bietet DFB-Pokal die Stirn, „Big Brother“ mit nächstem Tiefstwert

    Auch „Das Ding des Jahres“ schwach wie nie, „Indiana Jones“ macht Kabel Eins froh

    Dennis Braun – 05.03.2020, 09:36 Uhr

    Der „Bachelor“ der zehnten Staffel: Kickboxer Sebastian Preuss

    Auch wenn die finale Entscheidung des diesjährigen „Bachelors“ Sebastian Preuss schon vor der gestrigen TV-Ausstrahlung bei RTL durchgesickert war (fernsehserien.de berichtete), kann man in Köln mit den Quoten zufrieden sein. 1,48 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren machten die Doku-Soap knapp zum Tagessieger in der Zielgruppe, der Marktanteil betrug 15,9 Prozent. Insgesamt saßen 2,59 Millionen (8,6 Prozent) vorm Bildschirm. Somit endete die mittlerweile zehnte Staffel des Erfolgsformats auf dem bekannt starken Niveau der Vorwochen, sieht man mal von einem überraschenden Allzeittief Anfang Februar ab. „stern TV“ hielt den Marktanteil bei den Jüngeren im Anschluss stabil bei 15,9 Prozent.

    Insgesamt war König Fußball im Ersten nicht zu schlagen. 5,70 Millionen Zuschauer verfolgten die DFB-Viertelfinalpartie zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen, das entsprach tollen 20,3 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen musste man sich mit 1,42 Millionen nur knapp hinter RTL einsortieren, verzeichnete angesichts der längeren Laufzeit aber einen höheren Marktanteil von 16,3 Prozent. Die „Tagesthemen“ informierten in der Halbzeitpause 5,50 Millionen Menschen (18,2 Prozent), nach Abpfiff interessierten sich noch 3,57 Millionen (20,0 Prozent) für die Zusammenfassung des Spiels Bayer Leverkusen gegen Union Berlin.

    Das ZDF konnte natürlich nicht mithalten, holte aber mit einer Wiederholung von „Bares für Rares – Deutschlands größte Trödel-Show“ dennoch solide 12,8 Prozent bei insgesamt 3,96 Millionen Zusehern. In der Zielgruppe standen dagegen nur maue 5,6 Prozent zu Buche. Das „heute journal“ kam nachfolgend auf 3,74 Millionen und 13,2 Prozent, noch wesentlich gefragter waren aber die „heute“-Nachrichten am Vorabend, die mit 4,35 Millionen starke 17,5 Prozent verbuchten.

    Schlechte Nachrichten gibt es dagegen für Sat.1: Nachdem „Das große Promibacken“ am vergangenen Mittwoch erstmals in dieser Staffel die Zweistelligkeit beim jungen Publikum knacken konnte, fiel die Show nun auf ihren bisherigen Tiefstwert von 8,0 Prozent. 700.000 Zuschauer waren mit dabei. Damit war man allerdings noch ganz gut bedient, zumindest mit Blick auf den desaströsen Vorabend. Dort stellte „Big Brother“ nämlich schon wieder einen neuen Negativrekord auf: Gerade mal 330.000 Werberelevante wollten die gestrige Tageszusammenfassung sehen, damit waren nur völlig enttäuschende 4,8 Prozent drin. Lange kann man sich dieses Trauerspiel in Unterföhring eigentlich nicht mehr anschauen – kurzfristige Maßnahmen kämen jedenfalls nicht überraschend.

    Sorgenvolle Mienen dürfte es auch eine Tür weiter bei ProSieben geben, wo „Das Ding des Jahres“ ausgerechnet zum Ende der dritten Staffel so schwach lief wie noch nie. 810.000 junge Zuschauer sorgten hier für äußerst durchwachsene 8,9 Prozent, damit verpasste man erstmals die Marke von 9 Prozent. Ob die Erfindershow noch einmal fortgesetzt wird, erscheint fraglich. „Big Brains – Geniale Erfindungen“ geriet später mit 5,6 Prozent vollends unter die Räder. Zu diesem Zeitpunkt musste man sich sogar hinter Schwestersender Kabel Eins einsortieren, das mit dem Historiendrama „300“ angesichts 6,6 Prozent punktete. Zum Start in den Abend hatte es bereits „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ im Hinblick auf die Konkurrenz auf tolle 7,6 Prozent gebracht.

    Unspektakulär begann die Primetime für RTL Zwei, das mit den „Teenie-Müttern“ immerhin 5,7 Prozent in der Zielgruppe erreichte. Eine weitere neue Folge blieb im Anschluss jedoch bei mauen 3,8 Prozent hängen, ehe „Babys! Kleines Wunder – großes Glück“ gar auf 2,9 Prozent abstürzte. Drei Folgen von „Law & Order: Special Victims Unit“ konnten indes bei VOX nichts gegen die Mitbewerber ausrichten und mussten sich mit ungenügenden Marktanteilen zwischen 4,0 und 5,1 zufriedengeben.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1989) am melden

      @sge: Vielen Dank für den Hinweis, der Fehler wurde korrigiert. (DB)
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      • (geb. 1969) am melden

        Freut mich, dass gerade die Jungen begriffen haben, dass das ehemals und an sich schöne Format Promibacken nur noch eine Farce ist, weil auf Biegen und Brechen die Halbafghanin Mir ins Ziel bugsiert werden soll, da braucht man ja nicht mehr kucken, wenn man die fiesen Manipulationen der Sender (ARD macht das mit WWDS mit massiven pro-Elton Manipulationen, Heidi m. den afrikanischstämmigen Models und andere Sender ähnlich) einmal durchschaut hat. Man will schließlich ehrlich unterhalten werden und nicht verars...t werden. Und -da kann ich nur für mich sprechen - dass Big Brother keinen mehr hinterm Ofen vorlockt: auch klar m. E., denn was noch interessiert, sind Promi-Formate, bei Promi-BB wär ich dabei gewesen, aber völlig fremde No-Names die sich fetzen, interessiert mich persönlich gar nicht, bei Prominenten, von denen man einen Hauch Ahnung hat, wie sie ticken und wo sie stehen, ist es psychologisch interessant und auch nicht so tragisch, weil man davon ausgeht, dass die ein Sicherheitsnetz/eine Fanbase/ein Management etc. haben, wenn arme No Names gequält/gemobbt werden, weiß man das nicht.
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        • (geb. 1981) am melden

          aber man sollte denn unterschied zwischen viertelfinale und halbfinale kennen,weil gestern war es das viertelfinale und nich das halbfinale
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          • (geb. 1974) am melden

            Erschreckend ödes TV Programm. Auswahl zwischen Shows, Doku-Soaps und Wiederholungen. Und das seit Jahren. Kein Wunder das sich die meisten lieber Streaming Dienste anschaffen
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