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Die britische Investmentbank Pierpoint & Co zieht junge Börsenmakler an, wie Motten von Licht angezogen werden. So findet sich eine junge Riege engagierter Broker in dem aufstrebenden Unternehmen vor und jeder der Neulinge muss sich nun vor Ort beweisen. Haper Stern (Myha’la Herrold) ist extra aus New York nach London gezogen, um es auch sich selbst zu beweisen. Die unsichere Yasmin (Marisa Abela), der Partygänger Robert (Harry Lawtey), Karrierist Gus (David Jonsson) und der zielsichere Har (Nabhaan Rizwan) stehen ebenfalls am Anfang in dem Unternehmen. Schnell wird allen klar, dass es hier nicht um Leistung geht. Stattdessen sind Machtinteressen, Egoismus und sexuelle Avancen gängige Mittel der Unternehmenskultur bei Pieroint & Co. Und die neuen Mitarbeiter werden schnell selbst zu erbitterten Konkurrenten. (Text: Roger Förster)
Ein bisschen erinnert die neue Dramaserie "Industry", eine Koproduktion der britischen BBC mit dem US-Premiumsender HBO, schon an "Grey's Anatomy", die langlebige ABC-Krankenhausserie. War es dort eine Gruppe junger Ärzte, die ihre ersten Stellen an einer Großstadtklinik antraten, sind es hier Universitätsabsolventen, die das Gleiche bei einer Investmentbank in der Londoner City tun. Dort müssen sie nicht nur mit den harten beruflichen Anforderungen und den erschöpfenden Arbeitszeiten …
Da hat sich wohl die Finanzindustrie sich selbst ein eine Krone aufgesetzt, indem ein Vermögensverwalter (Fond) die Spekulationsblase eines gigantisches und börsengehandeltes Unternehmen platzen ließ.
Spannender war die Darstellung der unterschiedlichen Millieus in der Serie. Die aus den wirtschaftlichen schwierigen aufgewachsene Selfmade-Frau (Arbeiter:innenklasse), die Bürgertumstochter ohne eigenes Vermögen und die Aristrokratie. Unterm Strich läßt sich sagen, dass die Arbeiter:innenklasse, die einzige Klasse ist, die den Wandel bringt, während die anderen Milieus aus ihren Rahmenkasten, egal wie exquisit, klug, akademisch, literarisch; belesen, anspruchsvoll, kultiviert, intellektuell und so weiter sie sind, keine progressives Elemente inne haben und ihre Macht nutzen, um ihre Schäfchen ins Trockene zu halten.
Ich betrachte diese Darstellung als Propaganda der herrschenden Klasse, erzählt vom privilegierten weißen Bürgertum als das ‚Tellerwäscher‘-Narrativ der Engländer.
Das heißt nicht, dass der Wandel durch die Arbeiterklasse nicht erfolgt (denn die Geschichte hat gezeigt, dass wir die Veränderung sind), sondern dass wir uns solidarisieren müssen, um diese Veränderungen zu erarbeiten, sonst fressen uns die Wölfe (Kapital, Politik, Aristokratie, Faschos).
Ich spekuliere, indem ich behaupte, dass in der 5. Staffel die Faschos aufsteigen und die Arbeiterklasse entweder mit denen zusammen arbeitet (wie auch das Bürgertum und die Aristrokratie zuvor auch schon) oder untergeht.
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Sabine_U am
Todlangweilig und völlig uninteressant. Dann doch lieber Billions schauen, das um Welten besser ist.
markus01 (geb. 1970) am
Jo, dass habe ich mich auch gefragt (siehe unten).
Voll gespickt mit allerlei Klischees ist die Serie nicht zu empfehlen. Einen Einblick in das Gebahren der Finanzindustrie findet nur am Rande und flach statt. Ich empfehle an dieser Stelle zum Thema: The Big Shot, Uncut Gems und Killing Them Softly (im letzteren sind auch die Nebenabläufe wichtig, z.B. Nachrichten aus dem Radio, Zustände, Nebensätze ect.).