2025/2026 (Folge 273⁠–⁠291)

  • Folge 273 (90 Min.)
    In der „Fakt ist! – Bürgerarena“ werden am Mittwochabend Michael Kretschmer und Petra Köpping zu Gast sein. Anderthalb Stunden stellen sich der sächsische Ministerpräsident von der CDU und seine Stellvertreterin, die SPD-Gesundheits- und Sozialministerin, den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern. Ob es um den fehlenden HNO-Arzt-Termin geht oder um die zunehmenden Insolvenzen, ob die hohen Pflegeheimkosten zur Sprache kommen oder die klammen Kassen der Kommunen, das bestimmen die Zuschauerinnen und Zuschauer. Wirtschaftskrise, Bahnverbindungen, Gesundheitsversorgung – diskutiert wird das, was den Menschen im Land aktuell auf den Nägeln brennt. Darum geht es bei „Fakt ist! – Die Bürgerarena“ mit Michael Kretschmer und Petra Köpping am Mittwoch, 28. Januar 2026, 20:15⁠–⁠21:45 Uhr im Alten Gasometer in Zwickau und live im MDR-Fernsehen. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.01.2026 MDR
  • Folge 274 (60 Min.)
    Das dritte Jahr in Folge steigt in Mitteldeutschland die Zahl der Arbeitslosen. Betriebe bauen Personal ab. Die Zahl der Insolvenzen: höher als in der Finanzkrise. Die Chance, wieder Arbeit zu finden: historisch niedrig. Die neue Angst vor Jobverlust: Wen betrifft sie am stärksten? Darüber spricht die Runde bei „Fakt ist“ aus Magdeburg am 04. Februar ab 20:45 Uhr im MDR-Fernsehen und im Livestream auf mdr.de. Zalando, DOMO, Dow, Meyer Burger: Die Liste der Firmen, die in Mitteldeutschland in den letzten Monaten Mitarbeiter entlassen haben oder wo Beschäftigte um ihre Jobs bangen, ist lang. In Sachsen-Anhalt gab es 2025 mehr Firmeninsolvenzen als im Finanzkrisenjahr 2009: Insgesamt waren es 17.604, so das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Neben großen Namen aus der Industrie blieben auch Autohäuser, Hotels, Gaststätten oder Gießereien nicht verschont. Hinzu kommen Branchenkrisen wie in der Chemie- oder Autoindustrie sowie der Siegeszug der KI-Technologie, der manchen Arbeitsplatz obsolet werden lässt. Wer gerade seinen Job verloren hat oder erstmals einen sucht, hat es schwer wie lange nicht: Laut Statistik finden Arbeitslose derzeit erst nach 282 Tagen einen neuen Job – vor etwa einem Jahr waren es 266 Tage. Arbeitslosigkeit hat zudem wieder einmal ein sehr junges Gesicht: Denn laut der sächsischen Agentur für Arbeit gibt es wesentlich mehr Menschen ohne Berufsabschluss und deutlich mehr mit Migrationshintergrund in der Statistik. Auf der anderen Seite suchen Handwerksbetriebe, Pflegedienste oder Zahnarztpraxen händeringend nach Personal. So fehlen allein im Bereich Baustellenarbeiten und Bauinstallation laut dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft etwa 42.000 Fachkräfte. Wer Arbeit sucht, der findet welche, denkt man. Doch 55 Prozent der Teilnehmenden einer Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt halten die Suche nach einem Job derzeit für schwierig. Die Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftsweisen rechnen für dieses Jahr mit einer leichten Erholung. Nur: In welchen Branchen haben Arbeitssuchende besonders gute Chancen? Und wo sehen die Prognosen eher düster aus? Wer unterstützt Quereinsteiger und Schulabbrecher ohne Abschluss? Was kann die Politik ändern – und wo müssen sich die Unternehmen bewegen? Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Susann Reichenbach bei „Fakt ist!“ mit folgenden Gästen: Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen bei der Bundesagentur für Arbeit; Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH; Katrin Skirlo, Landesleiterin DGB Sachsen-Anhalt sowie Stefanie Pötzsch (CDU), Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt. Bürgerreporter Stefan Bernschein kommt mit Publikumsgästen u.a. aus der MDRfragt-Gemeinschaft ins Gespräch über ihren Meinungen und Erfahrungen zum Thema. Zuschauerinnen und Zuschauer zuhause können wieder mitdiskutieren im Live-Chat auf mdr.de. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 MDR
  • Folge 275 (60 Min.)
    Welche praktischen Konsequenzen hätte eine Anwendung des Strafrechtsparagraphen 86a auch in Schulen? Welche Folgen gäbe es für jugendliche Straffällige? Wie kann Bildungspolitik agieren, um Straftaten, darunter auch verfassungsfeindliche Handlungen, zu verhindern? Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutieren mit Thüringens Bildungsminister Christian Tischner, dem bildungspolitischen Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Denny Jankowski und der Rechtsanwältin Ricarda Dornbach bei „Fakt ist! Aus Erfurt“. Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren die Sendung, bei der das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: · Ricarda Donrbach, Rechtsanwältin aus Dresden · Denny Jankowski (AfD), bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag · Christian Tischner (CDU), Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur „Schulen dürfen keine rechtsfreien Räume sein und wenn ein Schulleiter mit allen zur Verfügung stehenden Maßnahmen nicht weiterkommt, muss die Staatsanwaltschaft übernehmen können“, begründet Thüringens Bildungsminister Christian Tischner seinen jüngsten Vorstoß. Zusammen mit seiner CDU-Kollegin, Justizministerin Beate Meißner, hat er im Bundesrat einen Antrag eingebracht, durch den ermöglicht werden soll, dass der Strafrechtsparagraph 86a auch in Schulen angewendet werden darf. Das Ziel ist es, verfassungsfeindliche Handlungen in Zukunft juristisch ahnden zu können. Scharfe Kritik an diesen Plänen kommt vom bildungspolitischen Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Denny Jankowski: „Dass Schulen bislang als nicht-öffentliche Räume gelten, ist eine bewusste und sachlich begründete Entscheidung.“ Dort müssten andere Maßstäbe gelten, alles andere sei pädagogisch kontraproduktiv. Aus Sicht der Rechtsanwältin Ricarda Dornbach würde eine Gesetzesänderung mehr oder weniger ins Leere laufen, weil schon jetzt beim Jugendstrafrecht erzieherische Maßnahmen im Vordergrund stehen. Zudem dürfe die Gesellschaft die Aufgabe der politischen Bildung nicht an die Justiz übertragen, die ohnehin schon überlastet sei. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 11.02.2026 MDR
  • Folge 276 (60 Min.)
    Harte Gewalt-Szenen im Magdeburger Stadion, 70 verletzte Polizistinnen und Polizisten, auf der anderen Seiten über 100 verletzte Stadionbesucher – das ist die traurige Bilanz des Zweitliga-Fußball-Spiels des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden am 24. Januar. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit Fußball-Fans ermittelt die Polizei sogar wegen versuchten Mordes. In Berlin gab es beim Spiel Hertha BSC gegen Schalke 04 heftige Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen gewaltbereiter Anhänger in Fußball-Stadien. Prügeleien, Randale mit Pyrotechnik und Spielabbrüche gehen erwiesenermaßen nur auf einen kleinen Teil der Fanszene zurück. Trotzdem ist die Polizei Wochenende für Wochenende mit großem Aufgebot im Einsatz, um Fußballspiele abzusichern. Die Kosten dafür gehen in die Millionen. Zugleich belegen offizielle Zahlen der Polizei, dass Gewalt im Stadion seltener wird. Die Innen-Politik ist zögerlich, wenn es um konkrete Maßnahmen geht, wie personalisierte Eintrittskarten oder KI zur Gesichtserkennung. Entsprechende Pläne, die auch Stadionverbote erleichtern sollten, verschwanden Ende letzten Jahres wieder in der Schublade; sie hatten bei Fans und Fußballverbänden gleichermaßen für Empörung und Protest gesorgt. Angesichts der jüngsten Ereignisse und der verletzten Kolleginnen und Kollegen fordert die Gewerkschaft der Polizei Konsequenzen. Der Ruf nach Geisterspielen macht die Runde. Sehr zum Ärger von Fan-Initiativen. Sie beklagen seit Langem, für das Fehlverhalten weniger Anhänger in Sippenhaft genommen zu werden. Sind Restriktionen die einzig mögliche Antwort? Was können sie bewirken? Und wer muss jetzt handeln? Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Susann Reichenbach mit folgenden Gästen: * Tamara Zieschang (CDU), Ministerin für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, * Peer Vorderwülbecke, MDR-Sport-Experte und Investigativ-Journalist, * Michael Gabriel, Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS), sowie * Jörg Biastoch, Präsident des 1. FC Magdeburg Bürgerreporter Stefan Bernschein hat im Publikum Vertreter von Fans, Fanprojekt und Polizeigewerkschaft zu Gast sowie Mitglieder der MDRfragt-Gemeinschaft, die sich wie immer an der Debatte beteiligen können. Auf mdr.de gibt es einen Live-Chat zum Mitdiskutieren. „Fakt ist!“ ist der politische Talk im MDR-Fernsehen. Das Thema der Woche wird hier diskutiert – kontrovers, emotional, hintergründig. Die Sendung kommt im wöchentlichen Wechsel aus Magdeburg, Erfurt und Dresden. In der Sendung sollen auch die Zuschauer zu Wort kommen – über Briefe, E-Mails, Web-Chat oder Straßenumfragen. Die Meinungen, Wünsche, Ängste der Menschen übermitteln unsere „Bürgermoderatoren“ live im Studio an die prominenten Talk-Gäste. (Text: tagesschau24)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 MDR
  • Folge 277 (60 Min.)
    Anfang Februar wurde ein Zugbegleiter während der Fahrscheinkontrolle brutal angegriffen. Wenig später starb er an seinen Verletzungen. Der Fall sorgte bundesweit für Entsetzen. Die Deutsche Bahn reagierte umgehend: Sie werde ihr Personal mit Bodycams ausrüsten und in zusätzliche Sicherheitskräfte investieren. Doch die Problematik reicht weit über Züge und Bahnhöfe hinaus. Auch in Krankenhäusern, im ÖPNV, bei Rettungsdiensten und Feuerwehren berichten Beschäftigte schon seit Jahren von Beleidigungen, Drohungen oder körperlichen Angriffen. Immer wieder werden Menschen, die anderen helfen wollen, selbst zur Zielscheibe von Angriffen. Auch Fahrgäste und andere Unbeteiligte ängstigen sich. Woran liegt die gefühlte Zunahme der Aggressivität? Was bringt es, wenn Zugbegleitpersonal, Rettungskräfte und Angestellte im Gesundheitssektor künftig Körperkameras tragen und wenn normale Beschäftigte in Selbstverteidigung geschult werden? Und was ist von einem höheren Strafmaß zu halten, wie es die Bundesjustizministerin angeschoben hat? (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 MDR
  • Folge 278 (60 Min.)
    Wie zeitgemäß sind die Privilegien in der Beamtenbesoldung? Welche Aufgaben im Staat müssen zwingend von Beamten erledigt werden? Wo könnte der Staat bei seinen Staatsdienern signifikant einsparen? Diese und andere Fragen diskutieren Betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit der Thüringer Finanzministerin Katja Wolf, dem Landesvorsitzenden des Thüringer Beamtenbundes Frank Schönborn und dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Oliver Holtemöller von der Uni Halle. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus November 2025 zur Beamtenbesoldung hat dramatische Folgen für die Staatsfinanzen“, prognostiziert der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Oliver Holtemöller von der Universität Halle. Nach diesem Urteil erhielten Beamte zu wenig Gehalt. Das muss jetzt – teilweise rückwirkend – nachgezahlt und für die Zukunft angepasst werden. Dabei ist noch nicht einmal geklärt, wie viele Beamte das betrifft. Thüringens Finanzministerin Katja Wolf, BSW, steht in jedem Fall vor einem Finanzierungsproblem. „Wo soll ich das Geld hernehmen, ich kann nicht in die Verschuldung gehen?“ Frank Schönborn, Landesvorsitzender des Thüringer Beamtenbundes, kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen: „Bei Beamten ist von ihrem ersten Arbeitstag an alles planbar bis hin zu ihren späteren Pensionsansprüchen. Natürlich muss der Staat dafür Vorsorge treffen.“ Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei dem das Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion: * Katja Wolf (BSW), Thüringer Ministerin der Finanzen * Prof. Dr. Oliver Holtemöller, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Abteilung Makroökonomik am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle * Frank Schönborn, Landesvorsitzender des Thüringer Beamtenbundes (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.03.2026 MDR
  • Folge 279 (60 Min.)
    Drei Jahre alt wurde das Bürgergeld – nun hat der Bundestag die Grundsicherung beschlossen. Ab Juli soll sie schrittweise in Kraft treten: mit mehr Sanktionen gegen säumige Empfänger, weniger Schonvermögen und Vorrang für das Vermitteln in neue Jobs. Doch lösen sich damit die bisherigen Probleme? Darüber diskutiert die Runde bei „Fakt ist!“ aus Magdeburg am 11. März ab 20:45 Uhr im MDR-Fernsehen und im Livestream auf mdr.de. Für Friedrich Merz war die Abschaffung des Bürgergeldes im Bundestagswahlkampf ein Dauerthema. „Wir können uns dieses System, das wir heute so haben, einfach nicht mehr leisten“, sagte er im vergangenen Sommer. Koalitionspartner SPD – der das Bürgergeld gut drei Jahre vorher eingeführt hatte – trägt die Reform zwar mit. Doch in der Partei grummelt es. Die neue Grundsicherung wird nicht nur innerhalb der Koalition kritisiert. Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände sowie der Mieterbund befürchten, dass durch striktere Regeln Bedürftige beispielsweise schneller ihre Wohnungen verlieren. Die Reform verfehle ihr Ziel, mehr Menschen in Jobs zu bringen. Andererseits sprechen viele Menschen einem Großteil der bislang Bürgergeld Beziehenden die Bedürftigkeit ab. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bringt für Erwerbsfähige eine Arbeitspflicht ins Spiel: „Es geht um den 22-jährigen jungen Mann, der morgens lieber im Bett liegen bleibt und sagt: ‚Der Staat zahlt mir noch genug zum Leben, warum soll ich arbeiten gehen?‘“ Doch welche Gruppen beziehen überhaupt bislang Bürgergeld? Was genau ändert sich für sie mit der Grundsicherung? Ist eine Arbeitspflicht sinnvoll – und rechtlich durchsetzbar? Bringt mehr Druck mehr Leute in Jobs? Und: Wieviel spart der Staat wirklich mit dem Stopp fürs Bürgergeld und dem Go für die Grundsicherung? (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 MDR
  • Folge 280 (60 Min.)
    Dass der Krieg im Nahen Osten die Preisspirale in Gang gesetzt hat, ist unbestritten. Doch auch der Staat verdient über Steuern und Abgaben ordentlich mit. Und die Mineralölkonzerne werden für ihre „unanständige Preispolitik“ kritisiert. Doch warum agiert die Bundesregierung so zögerlich? Zwar hat sie einen Teil der nationalen Ölreserve freigegeben. Doch hätte sie mit einer Senkung der Abgaben und Steuern nicht viel mehr bewirken können? Warum sind die Preissprünge in Nachbarländern deutlich geringer als in Deutschland ausgefallen? Und wie steht es um die viel beschworene „Macht der Verbraucher“ – nur ein Mythos? „Abgezapft. Wie wird Sprit wieder bezahlbar?“ – darüber sprechen Friederike Schicht und Andreas F. Rook mit Menschen, die unter den Spritpreisen leiden und begrüßen im Studio: Jutta Gurkmann, Verbraucherzentrale Bundesverband Andreas Keßler, Motorjournalist und „Autopapst“ Sepp Müller (CDU), MdB und Chef der „Arbeitsgruppe Energie“ der Bundesregierung Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme (Text: tagesschau24)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 18.03.2026 MDR
  • Folge 281 (60 Min.)
    Was sind Mindeststandards für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land? Wie viel Daseinsvorsorge kann der Staat noch leisten vor dem demografischen Hintergrund? Auf welche Entwicklungen muss sich die Bevölkerung einstellen? Diese und andere Fragen diskutieren Betroffene sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger mit dem Thüringer Innenminister Georg Maier, dem Greizer Landrat Ulli Schäfer und dem Präsidenten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Reint E. Gropp, bei „Fakt ist! Aus Erfurt“ am Mittwoch, 25. März, 20:15 Uhr live im Livestream und auf mdr.de/​fakt-ist. Im MDR Fernsehen läuft die Sendung ab 20:45 Uhr. Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei der das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: Georg Maier (SPD), Thüringer Minister für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung, Dr. Ulli Schäfer (CDU), Landrat des Landkreis Greiz, Prof. Dr. Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) „Der Staat kann nicht alles richten – Straßen und Internetanbindung ja, aber für den Rest muss jeder Bürger sich selbst fragen, was er tun kann“, analysiert Professor Reint Gropp, Präsident des Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung Halle. Folglich hält er nichts von einer flächendeckenden Förderung des ländlichen Raums, weil die Abwärtsspirale dort politisch sowieso nicht mehr aufzuhalten sei. Der Greizer Landrat Dr. Ulli Schäfer muss auf sinkende Geburtenraten in seinem Landkreis reagieren und teilweise schmerzhafte Entscheidungen fällen, die auch mal eine Schulschließung bedeuten können. Er gibt zu, dass seine Investitionsmittel zu drei Vierteln aus unterschiedlichen Fördertöpfen kommen. Das wichtigste Vergabe-Kriterium für dieses Steuergeld lautet, dass eine gute Prognose mindestens 25 Jahre Bestand ausweist. Er sieht seine Aufgabe in der Stärkung des ländlichen Raums, indem er für gute Rahmenbedingungen sorgt. Das Credo von Thüringens Innenminister Georg Maier lautet: „Wir müssen die Augen vor der demografischen Realität öffnen, um sie gestalten zu können.“ Dazu gehört für den SPD-Politiker unter Umständen auch mal mutig ein unrentables Spaßbad zu schließen und das Geld in „soziale Anker“ zu investieren. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 MDR
  • Folge 282 (60 Min.)
    Gutes Wohnen ist ein Thema – auch in Mitteldeutschland. Zwar gibt es aufgrund des demografischen Wandels wohl eher ein Problem mit Leerstand als mit Wohnraummangel. Doch vor allem in den Großstädten, Boom-Towns wie Leipzig und Jena, in Dresden, Erfurt oder Magdeburg wird attraktiver Wohnraum teurer und knapper. Begehrt ist er nicht nur bei Studierenden und jungen Gutverdienern, sondern auch bei älteren Menschen. Von denen verkaufen viele ihre Häuschen, um in barrierefreie oder barrierearme Wohnungen umzuziehen. Solcher Wohnraum wird künftig deutlich mehr gefragt sein. Doch vielerorts stockt der Bau, wie auch bei Sozialwohnungen, von denen es nicht überall genug gibt. Bauträger und Wohnungsunternehmen nennen die enorm gestiegenen Preise für Energie und Material als einen Hauptgrund für die zögerliche Bautätigkeit; manches Projekt sei dadurch kurzerhand zu teuer geworden. Zudem würden zu viele Vorschriften und Regulierungen Bauprojekte ausbremsen. Vermieter klagen über Sanierungsstau und mangelnde Fördermöglichkeiten. Sie alle fordern von der Politik, diese Probleme zu lösen. Mietervereine wiederum schlagen angesichts steigender Wohnkosten Alarm. Immer häufiger drohten steigende Mieten Menschen aus ihren Wohnungen zu vertreiben und arm zu machen. Lohnt sich der Bau oder der Erwerb von Wohneigentum – und zu welchem Preis? Braucht es eine flächendeckende Mietpreisbremse? Und was muss man tun, um bürokratische Hürden abzubauen? Über diese Fragen diskutiert Susann Reichenbach mit folgenden Gästen: * Sven Haller (FDP) – Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur des Landes Sachsen-Anhalt, * Falko Grube (SPD) – Landtagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt und Stadtrat in Magdeburg, * Matthias Büttner (AfD) – Landtagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt und Stadtrat in Staßfurt sowie * Katrin Zimmermann, Immobilienverband Deutschland IVD. Bürgerreporter Stefan Bernschein spricht mit Hausbesitzern und Häuslebauern sowie Vertretern der Mieter und der Wohnungswirtschaft. Außerdem hat er Zakaria Said vom Deutschen Mieterbund zu Gast. Der Livestream auf mdr.de wird mit einem Chat begleitet, in dem Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Meinungen in die Sendung einbringen können. (Text: tagesschau24)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 01.04.2026 MDR
  • Folge 283 (60 Min.)
    Welche öffentlichen Interessen wiegen schwerer, Naturschutz oder der Ausbau erneuerbarer Energien? Welches tatsächliche Gewicht haben Bürgerbeteiligungen bei Planungsprozessen von Windkraftanlagen? Wie schwer wiegen Enttäuschungen von Windkraftgegnern, wenn ihr Protest keinen Erfolg hat? Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei der das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: Prof. Dr. Anika Klafki, Verwaltungsjuristin, Universität Jena, Julia Zilles, Protestforscherin, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen, Dr. Michael Brodführer (CDU), Landrat des Wartburgkreises „Bei der Planung von Windkraftanlagen ist eine Bürgerbeteiligung keine Abstimmung“, sagt Anika Klafki von der Universität Jena. Wenn die Professorin für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften solche Verfahren beobachtet, hat sie oft das Gefühl, dass die Bürgerinnen und Bürger ein direktdemokratisches Verfahren erwarten. Das führe bei den Gegnern von Windkraftanlagen schließlich oft zu Enttäuschung und Frustration. „Die Protestierenden sind davon überzeugt, etwas Gutes für die Gemeinschaft zu tun“, sagt Julia Zilles, Protestforscherin von der Universität Göttingen, zum Engagement von Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen. Zilles hat jedoch ein Phänomen ausgemacht, das für alle Planungs- und Bauprojekte gleichermaßen gelte: Während die Mitwirkungsmöglichkeiten für die Bevölkerung am Anfang noch sehr hoch seien, würden sich da eher wenige Menschen dafür interessieren. Erst wenn die Bagger rollen, steige die Betroffenheit, dann sei es für Mitwirkung aber zu spät. Michael Brodführer ist als Landrat des Wartburgkreises auch Vorsitzender der Regionalen Planungsgemeinschaft Mittelthüringen. Er sieht seine Aufgabe in der Moderation solcher Planungsprozesse, wobei er am Ende die Interessen aller wahren muss – auch derer, die mit der Situation einverstanden sind.. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 MDR
  • Folge 284 (60 Min.)
    Die Kessler-Zwillinge haben es im November getan. Sie haben sich in den Freitod begleiten lassen. Längst keine Ausnahme mehr – mindestens zweimal am Tag passiert das in Deutschland, wo der assistierte Suizid seit 2020 nicht mehr verboten ist. Manche wollen aus dem Leben gehen, weil sie schwer krank sind, Schmerzen haben, andere haben das Leben satt oder wollen einfach selbstbestimmt sterben, um später nicht auf Pflege angewiesen zu sein. Der freie Tod gehört mittlerweile für viele Menschen zu einem freien Leben dazu. Im krassen Widerspruch dazu steht, dass es seit Jahren in Deutschland kein klares Sterbehilfegesetz gibt. Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts lässt ein solches Gesetz mit genaueren Regeln auf sich warten. Und so hat sich seither ein Markt entwickelt, den Kritiker als zu schwach reguliert ansehen. Somit bewegen sich Ärzte, die helfen möchten, in manchen Fällen in einer rechtlichen Grauzone. Und es gibt Firmen, für die assistierter Suizid auch ein Geschäft ist. Was sind das für Firmen und Vereine, die Selbsttötungen gegen eine Bezahlung anbieten? Welche konkreten Regeln befolgen sie? Warum entscheiden sich Menschen dafür, ihrem Leben mit Hilfe Dritter ein Ende zu setzen? Und welche Rolle spielen beim Todeswunsch die Angst vor schlechter Pflege und Unterbringung im Heim? Wie könnte in Deutschland ein künftiges Sterbehilfegesetz aussehen? „Selbstbestimmtes Sterben – Welche Regeln brauchen wir für den assistierten Suizid?“: „Fakt ist! Aus Dresden“ will das herausfinden und spricht u.a. mit Menschen, die sich für ihr Lebensende einen assistierten Suizid wünschen und mit Menschen, zu deren Berufsalltag es gehört, beim Suizid zu helfen. Gäste der Sendung sind: • Daniela Oswald, Ärztin, die Menschen beim Suizid begleitet • Prof. Jan Schildmann, Medizinethiker an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg • René Rixrath, Vorstand der Herrnhuter Diakonie und Geschäftsführer Christliches Hospiz Ostsachsen • Lars Castellucci (SPD), arbeitet an einem Entwurf für ein Sterbehilfegesetz (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 MDR
  • Folge 285 (60 Min.)
    Rekordpreise bei Diesel, teureres Obst und die Handwerkerleistungen, die mehr kosten: Die Deutschen müssen fürs Leben immer tiefer ins Portemonnaie greifen. Die Regierung versucht, die Auswirkungen der Inflation abzufedern – doch helfen die bisher geplanten Maßnahmen? Darüber diskutiert die „Fakt ist!“-Runde in Magdeburg. Nicht nur Sprit und Heizöl sind im Preis gestiegen – auch viele andere Artikel im Supermarkt, und das schon vor dem Irankrieg. Kaffee und Fleisch zählen dazu, Schokolade ist sogar fast zehn Prozent teurer als im Frühjahr 2025. Im März lag die Inflationsrate laut Statistischem Bundesamt bei 2,7 Prozent. Tendenz steigend. Die Teuerung macht vielen zu schaffen, zumal die Löhne und Gehälter in Mitteldeutschland meist unter dem Durchschnitt liegen. Doch was hilft wirklich gegen Inflation? Eine zeitweise Senkung der Energiesteuer auf Sprit sowie 1.000 Euro, die Unternehmen steuer- und abgabenfrei als Krisenbonus auszahlen können: Diese von der Regierung geplanten Maßnahmen werden wenig bringen, lautet die einhellige Kritik von Wirtschaftsexperten, Unternehmern und Gewerkschaftern. Viele Firmen seien wirtschaftlich kaum zu solchen Boni in der Lage, die schwarz-rote Koalition wälze hier die Verantwortung ab. Der Präsident der Handwerkskammer Magdeburg spricht gar von einer „Unverschämtheit“. Wie kommen die Menschen in Mitteldeutschland mit den steigenden Preisen zurecht? Welche Posten belasten sie am meisten – und wie behelfen sie sich im Alltag? Wo schlägt sich die Inflation möglicherweise noch nieder? Wie gehen beispielsweise Tierpensionen und Tafeln mit der Teuerung um? Aus Sicht der Wirtschaftsexperten: Was wären wirksame Schritte gegen eine Inflation? Wie werden sich die Preise in nächster Zeit voraussichtlich weiterentwickeln? Und: Was kann die Politik denn wirklich machen? Wo sind ihr die Hände gebunden? Über diese und weitere Fragen diskutieren im Magdeburger „Fakt ist“-Studio Susann Reichenbach und Stefan Bernschein mit folgenden Gästen: • Sepp Müller (CDU), Bundestagsabgeordneter und Chef der Arbeitsgruppe Energie der Bundesregierung • Susan Sziborra-Seidlitz (B90/​Die Grünen), Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende Bündnis ’90/​Die Grünen in Sachsen-Anhalt; • Oliver Holtemöller, stellvertretender Präsident vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH); • Thomas Schulze (BSW), Vorsitzender Landesverband Sachsen-Anhalt; • Knut Bernsen, Handelsverband Sachsen-Anhalt-Thüringen Bürgerreporter Stefan Bernschein spricht mit Gästen der MDRfragt-Community sowie Vertretern aus den Bereichen Wirtschaft und Verkehr. Der Livestream wird mit einem Chat begleitet, in dem Zuschauerinnen und Zuschauer außerhalb des Studios ihre Meinungen einbringen können. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 MDR
  • Folge 286 (60 Min.)
    Wie sinnvoll sind Bürgerräte? Was können sie bewirken? Welche Erwartungen haben die Beteiligten an das Format? Welche Alternativen einer Bürgerbeteiligung gibt es? Diese und andere Fragen diskutieren interessierte Bürgerinnen und Bürger, Beteiligte und ehemalige Bürgerräte mit dem Demokratieforscher Professor Detlef Sack, der Bürgerdialog-Moderatorin Dr. Antje Grobe und dem Thüringer BSW-Landesvorsitzenden Gernot Süßmuth bei „Fakt ist! Aus Erfurt“ am Mittwoch, 29. April, 20:15 Uhr im Livestream auf mdr.de/​fakt-ist. Im MDR Fernsehen läuft die Sendung ab 20:45 Uhr. Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei der das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: • Dr. Antje Grobe, Managing Director der Organisationsberatung „Dialog Basis“ • Prof. Dr. Detlef Sack, Politikwissenschaftler, Universität Wuppertal • Gernot Süßmuth (BSW), Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen des „Bündnis Sahra Wagenknecht“ „Ein Bürgerrat ist ein Gegengift zu einer Trigger-Debatte“, bringt der Politikwissenschaftler Professor Detlef Sack von der Uni Wuppertal seine Definition auf den Punkt. Politikerinnen und Politiker setzen auf dieses Format, um der zunehmend polarisierten politischen Kommunikation etwas entgegenzusetzen. In dem Moment, wo Anwesende miteinander ins Gespräch kämen, könne mehr Verständnis für andere Positionen entstehen. Auch für Antje Grobe, Chefin von Dialog-Basis, ist es ein wichtiges Ziel eine neue Dialogkultur zu schaffen, in der Menschen sich wieder richtig zuhören und miteinander ins Gespräch kommen. Sie moderiert den aktuellen Thüringer „Bürgerdialog Frieden und Diplomatie“. Gleich zu Beginn habe sie den frisch ausgelosten Bürgerräten klargemacht, dass dieses Gremium ein beratendes ist. „Wir wollen den Diskurs im Land beleben und die Distanz zwischen „denen da oben“ und den Bürgerinnen und Bürgern verringern“, so begründet der Vorsitzende des Thüringer BSW, Gernot Süßmuth, die Einrichtung des „Bürgerrats Frieden und Diplomatie“. Der sei für die Politik ein wichtiger Monitor, um die tatsächlichen Sorgen der Menschen zu identifizieren. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 MDR
  • Folge 287 (60 Min.)
    Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt sitzt der Schock tief. Ein Mann ist am Montagnachmittag mit einem Auto in die Fußgängerzone gerast und tötete dabei zwei Menschen. Viele weitere wurden verletzt. Großeinsatz für die Rettungskräfte. Der mutmaßliche Täter wurde noch vor Ort von der Polizei gestellt und festgenommen. Während die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat laufen, trauern Betroffene, Angehörige und viele andere Menschen. An verschiedenen Orten wird der Opfer gedacht. Angehörige und Augenzeugen erhalten psychologische Unterstützung. Wie kommt es zu solchen Gewalttaten? Und wie gehen Stadt, Einsatzkräfte und Gesellschaft damit um? Müssen wir Schutzkonzepte in Städten überdenken? Und wie sollten wir mit den Folgen für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte langfristig umgehen? Darüber diskutieren Friederike Schicht und Andreas F. Rook im MDR-Bürgertalk „Fakt ist!“ aus Dresden mit: – Burkhardt Jung (SPD) – Oberbürgermeister Leipzig – Dr. Sabine Ahrens-Eipper – Psychologin (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 MDR
  • Folge 288 (60 Min.)
    Wird die Aufstiegsreform der Regionalliga den ostdeutschen Fußballvereinen nutzen? Was können verantwortliche Politiker für die Traditionsvereine im Osten bewirken? Welche Auswirkungen haben Aufstiege in höhere Ligen für die Städte und Regionen? Diese Fragen diskutieren Bürgerinnen und Bürger, Sponsoren und Vereinsmitglieder mit Vereinspräsidenten, einem Wissenschaftler und dem Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt bei „Fakt ist! Aus Erfurt“ am Mittwoch, 20. Mai, 18 Uhr im Livestream auf mdr.de/​fakt-ist. Im MDR-Fernsehen läuft die Sendung ab 20:45 Uhr. Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei dem das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident des Freistaates Thüringen Prof. Dr. Henning Zülch, Sportökonom, HHL Leipzig Graduate School of Management Tommy Haeder, Geschäftsführer der Chemnitzer FC Fußball GmbH Ralph Grillitsch, Präsident des FC Carl Zeiss Jena „Faktisch ist der ostdeutsche Fußball nie integriert worden, er ist nie zu hundert Prozent im gesamtdeutschen Fußball angekommen“, lautet die Einschätzung von Tommy Haeder, dem Geschäftsführer des Chemnitzer FC. Er sieht darin auch eine gesellschaftlich relevante Komponente: „Das ist für unsere Gesellschaft alles andere als förderlich, wenn man auf die Fußball-Landkarte schaut und sieht, dass nur fünf oder sechs Ost-Mannschaften mitspielen können.“ Genau aus diesen Gründen ist auch für den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt die Aufstiegsreform der Regionalliga eine Herzensangelegenheit. Ihn erbost die aktuelle Regelung, dass die Meister der Regionalliga Nordost nicht automatisch aufsteigen dürfen, sondern in einem Relegationsspiel um einen Aufstiegsplatz kämpfen müssen. Das sei unfair und verweigere insbesondere den traditionsreichen Ostvereinen faire Wettbewerbsbedingungen. Prof. Henning Zülch, Sportökonom aus Leipzig, bewertet die Situation ein wenig anders: „Zum Stichwort Aufstieg gehört auch Professionalität: Nicht nur die sportliche Leistung muss stimmen, sondern der Verein muss auch unternehmerisch gut aufgestellt sein.“ In der Regionalliga seien das nur wenige Vereine, was natürlich auch am fehlenden Geld liege. Zülch betont ebenso die Wichtigkeit der Vereine zur Stärkung der Identität der Städte und Regionen. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 20.05.2026 MDR
  • Folge 289 (60 Min.)
    Weite Landschaft, weite Wege – die Altmark hat mit strukturellen Problemen zu kämpfen: Die Bevölkerung schrumpft, viele Orte sehen sich mit Abwanderung und Leerstand konfrontiert. Wie gestalten die Menschen hier ihre Heimat – und wo erwarten sie Hilfe? Darüber diskutiert die „Fakt ist!“-Runde vor Ort in Zichtau. Das Altmark-Dorf Zichtau ist ein Ortsteil von Gardelegen, der flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands mit knapp 22.000 Einwohnern. In der Region schließen seit Jahren viele Läden, Banken und Arztpraxen. Aus Krankenhäusern werden Senioren-Residenzen. Wer Arbeit hat, muss oft etliche Kilometer pendeln. Der seit langem erwartete Ausbau der A14 geht nur schleppend voran. Wie kann das Leben in der Altmark trotzdem attraktiv bleiben? Wo finden die Menschen Perspektiven – wie schaffen sie sich selbst welche, und was sollte die Politik unternehmen? „Fakt ist!“ lädt Bürgerinnen und Bürger ein, die in der Region leben, sich engagieren und von der Entwicklung einerseits betroffen sind und sie andererseits aktiv zu gestalten versuchen: von Unternehmern und Bauern über Azubis und Studierende bis hin zu Künstlerinnen und Künstlern. Sie stellen ihre Fragen zum Wandel der Region und den Mitteln, die es für eine bessere Entwicklung braucht, an: · Lydia Hüskens, FDP, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, · Franziska Kersten, SPD-Bundestagsfraktion sowie · Steve Kanitz, SPD, Landrat Altmarkkreis Salzwedel. Moderiert wird die Sendung von Susann Reichenbach und Stefan Bernschein. Zudem kommen viele Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste aus der MDRfragt-Community zu Wort. Die Veranstaltung auf dem Gut Zichtau ist ab 18 Uhr auch offen für alle interessierte Besucherinnen und Besucher aus der Region. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 27.05.2026 MDR
  • Folge 290 (60 Min.)
    In einer Gartenanlage bei Leipzig erschießt die Polizei einen entlaufenen Tiger. Im Harz stößt eine Wanderin am Wegesrand auf eine Würgeschlange. Und in der Sächsischen Schweiz stirbt ein Känguru nach dem Zusammenstoß mit einem Auto. In allen drei Fällen handelte es sich um Wildtiere. Alle drei stammten aus privater Haltung. Und die Fälle zeigen, dass unser Umgang mit diesen Tieren problematisch ist. Denn der private Besitz von Alligatoren, Schlangen, Kängurus oder Raubkatzen ist in Deutschland durchaus erlaubt. Aber in jedem Bundesland gibt es andere Regelungen. Die „artgemäße Haltung“ ist vielfach Auslegungssache der Behörden. Die allerdings gar nicht sagen können, welche Wildtiere in welcher Größenordnung in Deutschland privat gehalten werden. Aufregung herrscht immer dann, wenn etwas schief geht. Wenn Tiere ausbüxen, zur Gefahr werden. Oder wenn bekannt wird, dass sie falsch gehalten werden. Warum gibt es so viele unterschiedliche Regeln in Deutschland? Was ist „artgemäße Haltung“? Und ist ein vom Menschen aufgezogener Tiger noch ein Wildtier? (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 03.06.2026 MDR
  • Folge 291 (60 Min.)
    Welche Botschaften werden vom AfD-Bundesparteitag in Erfurt (4. und 5. Juli) ausgehen? Wie werden die Demonstrationen am ersten Juliwochenende das Image der Thüringer Landeshauptstadt beeinflussen? Wer protestiert auf welche Weise und mit welchem Ziel? Diese und andere Fragen diskutieren interessierte Bürgerinnen und Bürger, Aktivisten und Aktivistinnen sowie Gewerkschaftsvertretende mit Thüringens Innenminister Georg Maier, der Erfurter Bürgermeisterin Heike Langguth sowie der Wissenschaft bei „Fakt ist! Aus Erfurt“ am Mittwoch, 10. Juni, 20:15 Uhr, im Livestream auf mdr.de/​fakt-ist. Im MDR-Fernsehen läuft die Sendung ab 20:45 Uhr. Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei der das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: Georg Maier (SPD), Innenminister des Freistaates Thüringen Heike Langguth, Bürgermeisterin der Stadt Erfurt, Leiterin des Dezernates Sicherheit und Bürgerservice Prof. Dr. Wolfgang Hecker, Professor em. für Staats- und Verfassungsrecht an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung Dr. Piotr Kocyba, Protestforscher, Universität Leipzig „Wenn von Erfurt das Zeichen ausgeht, dass Demokratie Gesicht zeigt, stark, zahlreich und wehrhaft ist, dann ist das ein positives Szenario“, hofft Thüringens Innenminister Georg Maier auf eine aktive Zivilgesellschaft im Vorfeld des AfD-Bundesparteitages am ersten Juli-Wochenende in der Thüringer Landeshauptstadt. Als „Worst-Case-Szenario“ warnt er davor, dass gewaltbereite Linksextremisten mit ihren Protesten der AfD genau die Bilder liefern könnten, die diese für ihre „Opfer-Erzählung“ benötigt. Für den Leipziger Protestforscher Dr. Piotr Kocyba war es schon immer Teil von Protesten Grenzen auszutesten. „In einer Demokratie muss man sowas aushalten.“ Der Staats- und Verfassungsrechtler Professor Wolfgang Hecker aus Hessen bewertet die jeweiligen Aktionen juristisch: „Protestkundgebungen oder kurzzeitige, rein demonstrative Blockade-Aktionen sind nach Art. 8 Abs. 1 GG zulässig. Verhinderungsblockaden, die Parteiveranstaltungen unmöglich machen, überschreiten die Grenze des legitimen Protests.“ (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 MDR

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