2025/2026 (Folge 270–285)
Schnee von gestern. Wie geht Wintersport ohne Winter?
Folge 270 (60 Min.)Mangelnder Schnee und zunehmend wärmere Winter stellen nicht nur Tourismus und Breitensport vor enorme Herausforderungen, sondern auch den Spitzensport. Können technische Lösungen wie Kunstschnee oder Kunststoffmatten eine Alternative sein – auch für den Leistungssport? Oder müssen wir uns vom traditionellen Wintersport verabschieden? Wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen ist die Stimmung unter den mitteldeutschen Athleten gut. Das Bobteam um Francesco Friedrich liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Weltspitze.Skispringerin Selina Freitag und Eisschnellläufer Finn Sonnekalb gelten als Medaillenhoffnungen. Und auch Rennrodlerin Julia Taubitz hat inzwischen in die Olympiaspur gefunden. Und doch kann die Vorfreude auf die Spiele nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Winter immer milder werden. Der Weltcup der Nordischen Kombinierer im einst schneesicheren Schwarzwald wurde abgesagt – wegen fehlenden Winterwetters. In Österreich mussten kleinere Skigebiete den Betrieb vorübergehend ruhen lassen. Und im italienischen Livigno laufen seit Dezember die Beschneiungsanlagen, um die olympischen Snowboard- und Ski-Freestyle-Wettbewerbe absichern zu können. Mangelnder Schnee und zunehmend wärmere Winter stellen nicht nur Tourismus und Breitensport vor enorme Herausforderungen, sondern auch den Spitzensport. Können technische Lösungen wie Kunstschnee oder Kunststoffmatten eine Alternative sein – auch für den Leistungssport? Oder müssen wir uns vom traditionellen Wintersport verabschieden? „Schnee von gestern. Wie geht Wintersport ohne Winter?“, fragen Friederike Schicht und Andreas F. Rook im MDR-Bürgertalk „Fakt ist!“ aus Dresden unter anderem: * Kati Wilhelm, ehemalige Biathletin und Olympiasiegerin * Michaela Koschak, Meteorologin * Thorsten vom Wege, Sportjournalist (Text: MDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 07.01.2026 MDR Krise oder Chance: Wie retten wir die Rente?
Folge 271 (60 Min.)Vorschläge für eine zukunftssichere Altersversorgung – daran arbeitet seit Jahresbeginn eine neu geschaffene Rentenkommission. Worauf es dabei ankommt, darüber diskutiert die Runde bei „Fakt ist!“ Ignoriert die Politik die Sorgen und Nöte der jungen Generation? Was muss sich ändern, damit eine auskömmliche Rente für alle bezahlbar bleibt? Und wie treffe ich die richtige Vorsorge für meine persönliche Alterssicherung? Über diese und andere Fragen diskutiert Susann Reichenbach mit folgenden Gästen: – Nico Elsner, CDU – Vorsitzender der Jungen Union Sachsen-Anhalt – Prof. Andreas Knabe – Wirtschaftswissenschaftler Uni Magdeburg – Christian Lindner – Bundesverband Deutscher Rentenberater – Marco Langhof – Arbeitgeberpräsident Sachsen-Anhalt Bürgerreporter Stefan Bernschein hat bei sich wieder Bürgerinnen und Bürger mit ihrer ganz persönlichen Meinung zum Thema Rente. Und Sie können wieder im Live-Chat auf MDR.de mitdiskutieren. (Text: MDR)Deutsche TV-Premiere Mi. 14.01.2026 MDR Darf der Staat Social Media verbieten?
Folge 272 (60 Min.)Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren die Sendung, bei der das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt.Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: * Prof. Dr. Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident des Freistaats Thüringen * Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Medienpädagoge, Universität Erlangen-Nürnberg * Beatrice Wolf, Influencerin aus Erfurt „Längst sind die Gefahren einer hohen Social-Media-Nutzung bekannt und trotzdem handeln wir als Gesellschaft viel zu zaghaft“, ärgert sich der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt, selbst Vater von zwei Kindern. „Wir lassen ein digitales Experiment unter Echtzeitbedingungen an Menschen in ihrer Entwicklungsphase zu“, empört sich der CDU-Politiker. Immerhin hat der Thüringer Regierungschef mit einem entsprechenden Antrag im Bundesrat etwas erreicht: Die Bundesregierung wurde dazu aufgefordert, Social-Media-Schutzräume für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich auf den Weg zu bringen. Für den Medienpädagogen Professor Rudolf Kammerl von der Universität Erlangen-Nürnberg ist so ein Verbot von Social Media für unter 16-Jährige problematisch. Diese Plattformen hätten auch einen Nutzwert, dienten der Information und dem sozialen Austausch. Nur eine Minderheit der Jugendlichen entwickle ein riskantes Nutzungsverhalten. Für den vierfachen Familienvater wäre es hilfreicher, den bereits bestehenden Jugendschutz besser umzusetzen. Die Influencerin Beatrice Wolf aus Erfurt glaubt, dass es zu spät ist Social Media zu verbieten. Außerdem würden die Jugendlichen das Verbot sowieso umgehen. (Text: MDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 MDR Die Bürgerarena mit Michael Kretschmer und Petra Köpping
Folge 273 (90 Min.)In der „Fakt ist! – Bürgerarena“ werden am Mittwochabend Michael Kretschmer und Petra Köpping zu Gast sein. Anderthalb Stunden stellen sich der sächsische Ministerpräsident von der CDU und seine Stellvertreterin, die SPD-Gesundheits- und Sozialministerin, den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern. Ob es um den fehlenden HNO-Arzt-Termin geht oder um die zunehmenden Insolvenzen, ob die hohen Pflegeheimkosten zur Sprache kommen oder die klammen Kassen der Kommunen, das bestimmen die Zuschauerinnen und Zuschauer. Wirtschaftskrise, Bahnverbindungen, Gesundheitsversorgung – diskutiert wird das, was den Menschen im Land aktuell auf den Nägeln brennt. Darum geht es bei „Fakt ist! – Die Bürgerarena“ mit Michael Kretschmer und Petra Köpping am Mittwoch, 28. Januar 2026, 20:15–21:45 Uhr im Alten Gasometer in Zwickau und live im MDR-Fernsehen. (Text: MDR)Deutsche TV-Premiere Mi. 28.01.2026 MDR Krise, Abbau, Insolvenzen – Die neue Angst vor Job-Verlust
Folge 274 (60 Min.)Das dritte Jahr in Folge steigt in Mitteldeutschland die Zahl der Arbeitslosen. Betriebe bauen Personal ab. Die Zahl der Insolvenzen: höher als in der Finanzkrise. Die Chance, wieder Arbeit zu finden: historisch niedrig. Die neue Angst vor Jobverlust: Wen betrifft sie am stärksten? Darüber spricht die Runde bei „Fakt ist“ aus Magdeburg am 04. Februar ab 20:45 Uhr im MDR-Fernsehen und im Livestream auf mdr.de. Zalando, DOMO, Dow, Meyer Burger: Die Liste der Firmen, die in Mitteldeutschland in den letzten Monaten Mitarbeiter entlassen haben oder wo Beschäftigte um ihre Jobs bangen, ist lang.In Sachsen-Anhalt gab es 2025 mehr Firmeninsolvenzen als im Finanzkrisenjahr 2009: Insgesamt waren es 17.604, so das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Neben großen Namen aus der Industrie blieben auch Autohäuser, Hotels, Gaststätten oder Gießereien nicht verschont. Hinzu kommen Branchenkrisen wie in der Chemie- oder Autoindustrie sowie der Siegeszug der KI-Technologie, der manchen Arbeitsplatz obsolet werden lässt. Wer gerade seinen Job verloren hat oder erstmals einen sucht, hat es schwer wie lange nicht: Laut Statistik finden Arbeitslose derzeit erst nach 282 Tagen einen neuen Job – vor etwa einem Jahr waren es 266 Tage. Arbeitslosigkeit hat zudem wieder einmal ein sehr junges Gesicht: Denn laut der sächsischen Agentur für Arbeit gibt es wesentlich mehr Menschen ohne Berufsabschluss und deutlich mehr mit Migrationshintergrund in der Statistik. Auf der anderen Seite suchen Handwerksbetriebe, Pflegedienste oder Zahnarztpraxen händeringend nach Personal. So fehlen allein im Bereich Baustellenarbeiten und Bauinstallation laut dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft etwa 42.000 Fachkräfte. Wer Arbeit sucht, der findet welche, denkt man. Doch 55 Prozent der Teilnehmenden einer Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt halten die Suche nach einem Job derzeit für schwierig. Die Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftsweisen rechnen für dieses Jahr mit einer leichten Erholung. Nur: In welchen Branchen haben Arbeitssuchende besonders gute Chancen? Und wo sehen die Prognosen eher düster aus? Wer unterstützt Quereinsteiger und Schulabbrecher ohne Abschluss? Was kann die Politik ändern – und wo müssen sich die Unternehmen bewegen? Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Susann Reichenbach bei „Fakt ist!“ mit folgenden Gästen: Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen bei der Bundesagentur für Arbeit; Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH; Katrin Skirlo, Landesleiterin DGB Sachsen-Anhalt sowie Stefanie Pötzsch (CDU), Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt. Bürgerreporter Stefan Bernschein kommt mit Publikumsgästen u.a. aus der MDRfragt-Gemeinschaft ins Gespräch über ihren Meinungen und Erfahrungen zum Thema. Zuschauerinnen und Zuschauer zuhause können wieder mitdiskutieren im Live-Chat auf mdr.de. (Text: MDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 MDR Strafrecht auch an Schulen?
Folge 275 (60 Min.)Welche praktischen Konsequenzen hätte eine Anwendung des Strafrechtsparagraphen 86a auch in Schulen? Welche Folgen gäbe es für jugendliche Straffällige? Wie kann Bildungspolitik agieren, um Straftaten, darunter auch verfassungsfeindliche Handlungen, zu verhindern? Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutieren mit Thüringens Bildungsminister Christian Tischner, dem bildungspolitischen Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Denny Jankowski und der Rechtsanwältin Ricarda Dornbach bei „Fakt ist! Aus Erfurt“.Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren die Sendung, bei der das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste: · Ricarda Donrbach, Rechtsanwältin aus Dresden · Denny Jankowski (AfD), bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag · Christian Tischner (CDU), Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur „Schulen dürfen keine rechtsfreien Räume sein und wenn ein Schulleiter mit allen zur Verfügung stehenden Maßnahmen nicht weiterkommt, muss die Staatsanwaltschaft übernehmen können“, begründet Thüringens Bildungsminister Christian Tischner seinen jüngsten Vorstoß. Zusammen mit seiner CDU-Kollegin, Justizministerin Beate Meißner, hat er im Bundesrat einen Antrag eingebracht, durch den ermöglicht werden soll, dass der Strafrechtsparagraph 86a auch in Schulen angewendet werden darf. Das Ziel ist es, verfassungsfeindliche Handlungen in Zukunft juristisch ahnden zu können. Scharfe Kritik an diesen Plänen kommt vom bildungspolitischen Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Denny Jankowski: „Dass Schulen bislang als nicht-öffentliche Räume gelten, ist eine bewusste und sachlich begründete Entscheidung.“ Dort müssten andere Maßstäbe gelten, alles andere sei pädagogisch kontraproduktiv. Aus Sicht der Rechtsanwältin Ricarda Dornbach würde eine Gesetzesänderung mehr oder weniger ins Leere laufen, weil schon jetzt beim Jugendstrafrecht erzieherische Maßnahmen im Vordergrund stehen. Zudem dürfe die Gesellschaft die Aufgabe der politischen Bildung nicht an die Justiz übertragen, die ohnehin schon überlastet sei. (Text: MDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 11.02.2026 MDR Fans vs. Polizei – Was läuft falsch im Fußball?
Folge 276 (60 Min.)Harte Gewalt-Szenen im Magdeburger Stadion, 70 verletzte Polizistinnen und Polizisten, auf der anderen Seiten über 100 verletzte Stadionbesucher – das ist die traurige Bilanz des Zweitliga-Fußball-Spiels des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden am 24. Januar. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit Fußball-Fans ermittelt die Polizei sogar wegen versuchten Mordes. In Berlin gab es beim Spiel Hertha BSC gegen Schalke 04 heftige Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen gewaltbereiter Anhänger in Fußball-Stadien.Prügeleien, Randale mit Pyrotechnik und Spielabbrüche gehen erwiesenermaßen nur auf einen kleinen Teil der Fanszene zurück. Trotzdem ist die Polizei Wochenende für Wochenende mit großem Aufgebot im Einsatz, um Fußballspiele abzusichern. Die Kosten dafür gehen in die Millionen. Zugleich belegen offizielle Zahlen der Polizei, dass Gewalt im Stadion seltener wird. Die Innen-Politik ist zögerlich, wenn es um konkrete Maßnahmen geht, wie personalisierte Eintrittskarten oder KI zur Gesichtserkennung. Entsprechende Pläne, die auch Stadionverbote erleichtern sollten, verschwanden Ende letzten Jahres wieder in der Schublade; sie hatten bei Fans und Fußballverbänden gleichermaßen für Empörung und Protest gesorgt. Angesichts der jüngsten Ereignisse und der verletzten Kolleginnen und Kollegen fordert die Gewerkschaft der Polizei Konsequenzen. Der Ruf nach Geisterspielen macht die Runde. Sehr zum Ärger von Fan-Initiativen. Sie beklagen seit Langem, für das Fehlverhalten weniger Anhänger in Sippenhaft genommen zu werden. Sind Restriktionen die einzig mögliche Antwort? Was können sie bewirken? Und wer muss jetzt handeln? Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Susann Reichenbach mit folgenden Gästen: * Tamara Zieschang (CDU), Ministerin für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, * Peer Vorderwülbecke, MDR-Sport-Experte und Investigativ-Journalist, * Michael Gabriel, Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS), sowie * Jörg Biastoch, Präsident des 1. FC Magdeburg Bürgerreporter Stefan Bernschein hat im Publikum Vertreter von Fans, Fanprojekt und Polizeigewerkschaft zu Gast sowie Mitglieder der MDRfragt-Gemeinschaft, die sich wie immer an der Debatte beteiligen können. Auf mdr.de gibt es einen Live-Chat zum Mitdiskutieren. „Fakt ist!“ ist der politische Talk im MDR-Fernsehen. Das Thema der Woche wird hier diskutiert – kontrovers, emotional, hintergründig. Die Sendung kommt im wöchentlichen Wechsel aus Magdeburg, Erfurt und Dresden. In der Sendung sollen auch die Zuschauer zu Wort kommen – über Briefe, E-Mails, Web-Chat oder Straßenumfragen. Die Meinungen, Wünsche, Ängste der Menschen übermitteln unsere „Bürgermoderatoren“ live im Studio an die prominenten Talk-Gäste. (Text: tagesschau24) Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 MDR Wenn Respekt fehlt -warum der Ton in Deutschland immer rauer wird
Folge 277 (60 Min.)Anfang Februar wurde ein Zugbegleiter während der Fahrscheinkontrolle brutal angegriffen. Wenig später starb er an seinen Verletzungen. Der Fall sorgte bundesweit für Entsetzen. Die Deutsche Bahn reagierte umgehend: Sie werde ihr Personal mit Bodycams ausrüsten und in zusätzliche Sicherheitskräfte investieren. Doch die Problematik reicht weit über Züge und Bahnhöfe hinaus. Auch in Krankenhäusern, im ÖPNV, bei Rettungsdiensten und Feuerwehren berichten Beschäftigte schon seit Jahren von Beleidigungen, Drohungen oder körperlichen Angriffen.Immer wieder werden Menschen, die anderen helfen wollen, selbst zur Zielscheibe von Angriffen. Auch Fahrgäste und andere Unbeteiligte ängstigen sich. Woran liegt die gefühlte Zunahme der Aggressivität? Was bringt es, wenn Zugbegleitpersonal, Rettungskräfte und Angestellte im Gesundheitssektor künftig Körperkameras tragen und wenn normale Beschäftigte in Selbstverteidigung geschult werden? Und was ist von einem höheren Strafmaß zu halten, wie es die Bundesjustizministerin angeschoben hat? (Text: MDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 MDR Pensionen und Privilegien: Wie viele Beamte können wir uns noch leisten?
Folge 278 (60 Min.)Wie zeitgemäß sind die Privilegien in der Beamtenbesoldung? Welche Aufgaben im Staat müssen zwingend von Beamten erledigt werden? Wo könnte der Staat bei seinen Staatsdienern signifikant einsparen? Diese und andere Fragen diskutieren Betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit der Thüringer Finanzministerin Katja Wolf, dem Landesvorsitzenden des Thüringer Beamtenbundes Frank Schönborn und dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Oliver Holtemöller von der Uni Halle. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus November 2025 zur Beamtenbesoldung hat dramatische Folgen für die Staatsfinanzen“, prognostiziert der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Oliver Holtemöller von der Universität Halle.Nach diesem Urteil erhielten Beamte zu wenig Gehalt. Das muss jetzt – teilweise rückwirkend – nachgezahlt und für die Zukunft angepasst werden. Dabei ist noch nicht einmal geklärt, wie viele Beamte das betrifft. Thüringens Finanzministerin Katja Wolf, BSW, steht in jedem Fall vor einem Finanzierungsproblem. „Wo soll ich das Geld hernehmen, ich kann nicht in die Verschuldung gehen?“ Frank Schönborn, Landesvorsitzender des Thüringer Beamtenbundes, kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen: „Bei Beamten ist von ihrem ersten Arbeitstag an alles planbar bis hin zu ihren späteren Pensionsansprüchen. Natürlich muss der Staat dafür Vorsorge treffen.“ Kathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei dem das Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion: * Katja Wolf (BSW), Thüringer Ministerin der Finanzen * Prof. Dr. Oliver Holtemöller, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Abteilung Makroökonomik am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle * Frank Schönborn, Landesvorsitzender des Thüringer Beamtenbundes (Text: MDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 04.03.2026 MDR Bürgergeld geht – Grundsicherung kommt – Probleme bleiben?
Folge 279 (60 Min.)Drei Jahre alt wurde das Bürgergeld – nun hat der Bundestag die Grundsicherung beschlossen. Ab Juli soll sie schrittweise in Kraft treten: mit mehr Sanktionen gegen säumige Empfänger, weniger Schonvermögen und Vorrang für das Vermitteln in neue Jobs. Doch lösen sich damit die bisherigen Probleme? Darüber diskutiert die Runde bei „Fakt ist!“ aus Magdeburg am 11. März ab 20:45 Uhr im MDR-Fernsehen und im Livestream auf mdr.de. Für Friedrich Merz war die Abschaffung des Bürgergeldes im Bundestagswahlkampf ein Dauerthema. „Wir können uns dieses System, das wir heute so haben, einfach nicht mehr leisten“, sagte er im vergangenen Sommer.Koalitionspartner SPD – der das Bürgergeld gut drei Jahre vorher eingeführt hatte – trägt die Reform zwar mit. Doch in der Partei grummelt es. Die neue Grundsicherung wird nicht nur innerhalb der Koalition kritisiert. Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände sowie der Mieterbund befürchten, dass durch striktere Regeln Bedürftige beispielsweise schneller ihre Wohnungen verlieren. Die Reform verfehle ihr Ziel, mehr Menschen in Jobs zu bringen. Andererseits sprechen viele Menschen einem Großteil der bislang Bürgergeld Beziehenden die Bedürftigkeit ab. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bringt für Erwerbsfähige eine Arbeitspflicht ins Spiel: „Es geht um den 22-jährigen jungen Mann, der morgens lieber im Bett liegen bleibt und sagt: ‚Der Staat zahlt mir noch genug zum Leben, warum soll ich arbeiten gehen?‘“ Doch welche Gruppen beziehen überhaupt bislang Bürgergeld? Was genau ändert sich für sie mit der Grundsicherung? Ist eine Arbeitspflicht sinnvoll – und rechtlich durchsetzbar? Bringt mehr Druck mehr Leute in Jobs? Und: Wieviel spart der Staat wirklich mit dem Stopp fürs Bürgergeld und dem Go für die Grundsicherung? (Text: MDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 MDR Sendung vom 18.03.2026
Folge 280 (60 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 18.03.2026 MDR Sendung vom 25.03.2026
Folge 281 (60 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 MDR Sendung vom 01.04.2026
Folge 282 (60 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 01.04.2026 MDR Sendung vom 08.04.2026
Folge 283 (60 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 MDR Sendung vom 15.04.2026
Folge 284 (60 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 MDR Sendung vom 22.04.2026
Folge 285 (60 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 MDR
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